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Ausprobiert: Samsung Galaxy Z Fold 7 – Kann das ein Weg für Apple sein?

Ausprobiert Galaxy Fold 7

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Samsung hat im Juli die neuen Versionen seiner Klapp-Smartphones vorgestellt. Das Galaxy Z Fold 7 und das Galaxy Z Flip 7. Ich habe mir das aktuelle Flaggschiff der Foldables und auch den Urvater dieser Technik vorgenommen. Auch unter dem Aspekt, dass Apple im nächsten Jahr mit einem ähnlichen Device auf den Markt kommen könnte.

Nach dem Auspacken und auf den ersten Blick, wirkt das Fold 7 wie ein normalgroßes Smartphone. Lediglich die etwas breiteren Displayränder auf dem Frontdisplay fallen ins Auge. Das obere Ende ziert eine 12 Megapixel „Holepunch“ Kamera. Also ein kleines rundes Loch im Display hinter dem die Front- oder Selfiekamera sitzt. Dreht man das Gerät um, erblickt man sogleich den – im Verhältnis zum Gehäuse – massiven „Kamera-Bump“. Drei Linsen zieren die Rückseite. Dabei gibt es hier klare Kanten. Alles scheint auf Ecken getrimmt zu sein. Keine Verläufe, wie beim iPhone 16 Pro und seinen Vorgängern.

Sein wahres Innenleben verrät das Galaxy erst, wenn man es – mit einiger Kraft – in der Mitte aufklappt. Aus dem eben noch rechteckigen Smartphone wird ein fast quadratisches Tablett. Auch hier fällt eine weitere runde Kameraöffnung am oberen Rand der rechten Hälfte auf. Samsung spart nicht mit Kameras in seinem teuersten Smartphone. Insgesamt kommt man auf fünf. Die genauen Technischen Daten gibt es unten.

Extra Dünn

Betrachtet man den nun sehr schmalen Gehäuserand, findet man am oberen Ende einen Sim-Karten-Slot, am unteren Ende einen USB-C-Port der wirklich gerade so noch in das Gehäuse passt. Dazu kommen Lautsprecher oben und unten, sowie vier Mikrofone. Außerdem am rechten Rand der Ein-/Aus-Schalter mit Fingerabdrucksensor und die Lautstärke-Wippe. Der Fingerabdrucksensor hat es nicht – wie zum Beispiel beim Galaxy S25 Edge – unter den Bildschirm geschafft. Ich nehme an, der Platz hat nicht gereicht.

Das innere Display ist mit einem fest angebrachten Schutzfilm versehen, vom dem Samsung angibt, dass man ihn nicht entfernen und auch nicht mit weiteren Schutzgläsern oder Filmen bekleben sollte. Dieser Film ist sehr empfindlich für scharfe, oder spitze Objekte. Auch spitze Fingernägel mag er gar nicht. Diese hinterlassen permanente „Eindrücke“. Beim normalen Umgang mit dem Touchscreen sollte das aber kein Problem darstellen. Außerdem verspricht Samsung den einmaligen kostenlosen Wechsel des Schutzes während der Garantiezeit. Technisch hat sich daran seit der ersten Generation nicht viel geändert. Allerdings ist der aktuelle Klapp-Screen deutlich größer als beim ersten Fold.

Einrichten und ausprobieren

Wer schon ein relativ aktuelles Samsung-Handy hat, kann mittels der App „Smart Switch“ die Daten auf das neue Gerät übernehmen. Das Funktioniert auch von iPhones. Hier werden naturgemäß natürlich nicht alle Daten übertragen. Die App bietet WLAN oder Kabelgestützte Übernahmen an und kann jederzeit (auch nach Einrichtung des Gerätes) genutzt werden.

Auf das Betriebssystem Android (hier in Version 16 mit der Samsung One UI Version 8.0) gehe ich in diesem Artikel nicht näher ein. Hier geht es eher um die technischen Spezifikationen des Z Fold 7.

Der Tropfen oder die Falz

Was bei der Nutzung des inneren Screens immer wieder auffällt ist die Knickstelle. Der Teil des Displays, der im zusammengeklappten Zustand „geknickt“ wird. Hier ist eine deutlich sicht- und fühlbare Delle oder Furche zu erkennen. Das liegt an der Technik, wie Samsung das Display faltet. Es wird nämlich nicht, wie man es bei einem Papierflieger machen würde, komplett gefaltet, sondern eher stark Tropfenförmig gebogen. Dieser „Tropfen“ wird dann im Gehäuse verborgen.

Mit den Jahren und den Generationen des Fold ist dieses Prinzip stark verbessert worden. Denn waren die ersten Folds noch wie ein Dreieck zusammengeklappt, liegen die beiden Gehäusehälften vom Fold 7 plan aneinander. Sie verdecken dadurch das eigentlich immer noch gebogene Display. Dieses Prinzip hinterlässt eben auf dem empfindlichen Screen und der Folie darüber Spuren in Form der kleinen Delle. Diese ist in den Jahren weniger geworden, aber immer noch gut sichtbar.

Angeblich soll Samsung das „Problem“ aber in den Griff bekommen haben und beim ersten faltbaren Apple-Smartdevice soll es diese Delle oder den Falz nicht mehr geben. Dessen Display kommt nämlich mutmaßlich vom Südkoreanischen Hersteller.

Auf- und Zuklappen

Beim diesjährigen Fold halten die beiden Hälften im geschlossenen Zustand mittels Magneten fest zusammen. Das macht ein Aufklappen schwerer. Insbesondere, wenn man dazu nur eine Hand nehmen möchte. Das wird dann schon eine ziemliche Jongliererei.  Die (auf dem Foto grüne) magnetsensitive Folie zeigt die Stellen, an denen Samsung seine Haltemagneten platziert hat. Zusammen mit dem neu entwickelten Scharnier ist der Klappmechanismus stabiler, aber eben auch schwergängiger. Die erste Generation sprang einfacher auf, was das Öffnen mit einer Hand vereinfachte.

Technische Daten und Abmessungen

Was man schon auf den ersten Blick sagen kann ist, dass Samsung sein aktuelles Fold extrem dünn gemacht hat. So dünn, dass der USB-C-Anschluss schon fast nicht mehr ins Gehäuse passt. Erste Stabilitätstests zeigen, dass das Gerät aber durchaus robust zu sein schein. Ein Biegen gegen den Scharnier brachte es nicht aus dem Tritt.

Abmessungen im zusammengeklappten Zustand (selbst gemessen):

  • Höhe x Breite x Dicke (ohne Kameras): 159 mm x 72 mm x 9,1mm
  • Dicke mit Kamera: 14,6 mm

Abmessungen im aufgeklappten Zustand (selbst gemessen):

  • Höhe x Breite x Dicke (ohne Kameras): 159 mm x 144 mm 4,5 mm
  • Dicke mit Kamera: 10 mm
  • Gewicht: 216 Gramm

Kameras:

  • Ultra-Weitwinkel: 12 MP
  • Weitwinkel: 200 MP
  • Teleobjektiv: 10 MP
  • Frontkamera: 10 MP

Sonstiges:

  • Akku: 4400 mAh

Fotos und Videos

Mit seinen drei Kameras auf der Rückseite macht das Fold 7 gute Bilder und Videos. Letztere können mit bis zu 8K Auflösung aufgenommen werden. Ich habe hier mal ein paar Foto-Beispiele zur Verfügung gestellt, die ich mit dem Smartphone aufgenommen habe. Die Bilder im Artikel sind komprimiert. Ich habe einen Link zum Originalbild gesetzt.

Weitwinkelobjektiv 23mm, ISO 40, f1,7, 12MP. Link zum Originalbild: 20250804_112347.jpg

Vorderes Weitwinkelobjektiv 23mm, ISO 640, f2,3, 6MP. Link zum Originalbild: 20250804_112022.jpg

Ultraweitwinkel 13mm, ISO 50, f2,2, 12 MP. Link zum Originalbild: 20250804_113113.jpg

Fazit und Ausblick auf Apple

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Fold-Reihe von Samsung mit dem Z Fold 7 erwachsen geworden ist. Der Klappmechanismus ist robust und laut Samsung mit 500.000 Faltvorgängen sehr langlebig. Die Kinderkrankheiten des inneren Displays sind aber immer noch vorhanden, wenn auch weniger ausgeprägt. Die Empfindlichkeit gegen spitzere Objekte hat sich wenig verbessert und die sichtbare Falz ist zumindest in meinen Augen noch ein ästhetischer Mangel. Der Preis von derzeit über 2000 Euro macht das Fold 7 aus meiner Sicht zu einem Nischenprodukt, auch wenn die Preise in der Regel in den nächsten drei Monaten sinken werden.

Wenn Apple daraus lernt – und ich bin sicher, das werden sie – könnte ein mögliches Falthandy von Apple alle Vorzüge eines Folds bieten, ohne dessen Nachteile zu haben.

In den nächsten Tagen folgt noch ein ausführliches Video-Review. Dort zeige ich denn auch noch mal die Faltgeräte der ersten Generation.

Das Galaxy Z Fold 7 wurde mir freundlicherweise von Samsung zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon aber unberührt. Vielen Dank an Samsung für die Unterstützung.

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Tags: faltbares Smartphone, Apple faltbares iPhone, Galaxy Z Fold 7, Test, Samsung, Ausprobiert

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