Apple bietet das Mac Studio mit M3 Ultra nicht mehr mit 512 GB einheitlichem Arbeitsspeicher an. Stattdessen ist der Rechner nur noch mit maximal 256 GB RAM konfigurierbar – bei höheren Aufrüstpreisen.
Bislang war das Mac Studio der einzige Mac, den Ihr mit bis zu 512 GB gemeinsam genutztem Arbeitsspeicher bestellen konntet. Für den Alltag mag das überdimensioniert wirken, doch für bestimmte professionelle Szenarien war diese Option entscheidend.
Gerade beim Betrieb großer Sprachmodelle, bei komplexen Datenanalysen und anderen rechenintensiven Aufgaben erwies sich der riesige Speicherpool als klarer Vorteil. Vor allem Entwickler:innen und KI-Interessierte griffen deshalb vermehrt zum 512-GB-Modell, um Sprachmodelle lokal auszuführen und mehr Kontrolle über ihre KI-Workloads zu behalten. In den vergangenen Monaten ist die Nachfrage nach dieser Ausbaustufe dadurch spürbar gestiegen.
Nun hat Apple die 512-GB-Option jedoch still und ohne Ankündigung aus dem Online-Store entfernt, wie MacRumors berichtet. Hintergrund ist der anhaltende Mangel an DRAM- und NAND-Bausteinen, der derzeit viele Produkte im Consumer-Technikbereich betrifft. Das M3-Ultra-Mac-Studio lässt sich aktuell nur noch mit maximal 256 GB Arbeitsspeicher konfigurieren – also mit der Hälfte der bisherigen Obergrenze.
Hinzu kommt: Selbst für die nun geringere Maximalausstattung verlangt Apple mehr Geld als zuvor. Bis in die vergangene Woche kostete das Upgrade des M3 Ultra von 96 GB auf 256 GB Arbeitsspeicher 1.600 US-Dollar (rund 1.480 Euro). Inzwischen berechnet Apple dafür 2.000 US-Dollar (rund 1.850 Euro).
Unverändert bleibt dagegen die Preisgestaltung beim Mac Studio mit M4 Max. Dieses Modell lässt sich weiterhin nur mit bis zu 128 GB RAM konfigurieren, ohne Änderungen bei den Aufpreisen.
Die nun angehobenen Preise für Speicher-Upgrades könnten ein Hinweis darauf sein, dass Apple auch bei den erwarteten M5-Max- und M5-Ultra-Versionen des Mac Studio an der Preisschraube dreht. Diese Modelle werden für später im Jahr erwartet.
Es ist möglich, dass die Grundkonfigurationen des kommenden Mac Studio im bisherigen Preisrahmen bleiben. Individuelle Konfigurationen mit umfangreicheren Ausstattungen, insbesondere im oberen Leistungsbereich, dürften jedoch teurer werden, wenn sich die aktuelle Preisstruktur als Maßstab erweist.
Bereits bei anderen Geräten der Mac-Familie hat Apple zuletzt die Preise angehoben. Die aktuellen MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max sind jeweils 200 Euro teurer geworden als ihre Vorgänger. Im Gegenzug hat Apple allerdings den Basisspeicher dieser Modelle verdoppelt.
Auch das neue MacBook Air mit M5-Chip kostet mehr: Hier liegt der Einstiegspreis um 100 Euro über dem des Vorgängermodells. Vor diesem Hintergrund passt die Entwicklung beim Mac Studio ins Bild, dass leistungsstarke Konfigurationen künftig generell mehr kosten dürften – insbesondere, wenn sie große Speichermengen umfassen.
Via: https://www.cultofmac.com
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