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Apple entfernt CO₂-neutral-Label von Apple Watch und Mac mini nach Greenwashing-Kritik

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Apple hat stillschweigend alle Hinweise auf CO₂-Neutralität von der Verpackung und den Produktseiten der aktuellen Apple Watch und des Mac mini entfernt. Trotzdem betont das Unternehmen fortlaufend sein Ziel, bis 2030 vollständig klimaneutral zu werden. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie es dazu kam und was die Gründe für den Kurswechsel sind.

Apple passt Umweltkommunikation an

Ursprünglich hatte Apple angekündigt, bis zum Jahr 2030 in seiner gesamten Lieferkette und bei allen Produkten CO₂-neutral zu arbeiten. Im September 2023 bewarb der Konzern die Apple Watch Series 9 als erstes CO₂-neutrales Produkt. Auch beim M4 Mac mini wurde mit der angeblichen CO₂-Neutralität geworben. Auf den aktuellen Produktseiten und Verpackungen fehlt jedoch dieser Hinweis mittlerweile.

Wie zuerst die französische Seite WatchGeneration und MacRumors berichteten, hat Apple die Begriffe rund um die CO₂-Neutralität für die Apple Watch Series 11, die Apple Watch Ultra 3 und den M4 Mac mini entfernt. Zwar beschreibt das offizielle Product Environmental Report für den Mac mini aus Oktober 2024 weiterhin CO₂-Neutralität, bei der neuen Apple Watch Serie fehlt dieses Versprechen aber gänzlich. Auch Umweltberichte zu den neuesten Modellen führen zwar den Einsatz recycelter Materialien und den Bezug von erneuerbarer Energie auf, machen aber keine Klimaneutralitäts-Angaben mehr.

Frühere Verpackungen zeigten deutlich CO₂-neutrale Symbole, zum Beispiel auf der Apple Watch SE 2 oder dem M4 Mac mini. Diese Labels wurden auf den Boxen der neuesten Geräte nicht mehr abgedruckt. Die Veränderung kam nicht überraschend, denn Apple stand nach Veröffentlichung der Apple Watch Series 9 unter starkem Druck von Umweltorganisationen und Gerichten.

Hintergrund: Kritik an CO₂-Neutralität und gesetzliche Vorgaben

Unmittelbar nach der Markteinführung der Apple Watch Series 9 kritisierten Umweltforschungsorganisationen aus China Apples Klimaneutralitätsanspruch als „Climate-Washing“. Auch europäische Umweltschutzgruppen warfen dem Unternehmen vor, mit wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen zu täuschen. In Deutschland untersagte ein Gericht Apple schließlich, das Label „CO₂-neutral“ für die Watch zu nutzen, weil die Begründung nicht tragfähig und wettbewerbswidrig sei.

Ein besonders wichtiger Punkt ist die neue EU-Richtlinie 2024/825, die ab 2026 greift. Sie verbietet es Unternehmen explizit, mit Kompensationsprojekten wie Aufforstungen ihre Produkte als CO₂-neutral, umweltfreundlich oder klimaschonend darzustellen. Diese Methode hatte Apple beim Marketing der Watch Series 9 stark hervorgehoben: 30 Prozent der Materialien stammten aus Recycling- oder erneuerbaren Quellen, 100 Prozent des Stroms für die Herstellung kamen aus erneuerbarer Energie und bei der Logistik wurde auf Flugzeuge weitgehend verzichtet.

Trotzdem blieb die CO₂-Bilanz der Produktion nicht vollständig ausgeglichen. Um Emissionen auszugleichen, ließ Apple in Paraguay Eukalyptusbäume pflanzen, das Unternehmen erhielt für diese Maßnahmen sogenannte CO₂-Zertifikate. Das Prinzip: Wer CO₂ verursacht, kann für die gleiche Menge Zertifikate kaufen und behaupten, klimaneutral zu sein. Allerdings ist wissenschaftlich nicht klar nachweisbar, wie viel CO₂ durch solche Projekte tatsächlich entfernt wird. Genau darin sehen Kritiker Greenwashing. Die neue EU-Richtlinie verbietet künftig diese Werbeaussagen – das erklärt den weltweiten Kurswechsel Apples in dieser Frage.

CO₂-Reduktion bleibt Apple-Ziel

Auch wenn Apple die Formulierung „CO₂-neutral“ entfernt hat, hält das Unternehmen weiter an seinem 2030-Ziel fest. Aus Unternehmensangaben geht hervor, dass die Gesamtemissionen bereits um 60 Prozent gegenüber früheren Jahren gesenkt wurden. Detaillierte Umweltberichte weisen weiterhin den Anteil recycelter Materialien und den Einsatz erneuerbarer Energien aus. Dennoch verzichtet Apple darauf, das Label Klimaneutralität für Produkte wie die Apple Watch Ultra 3 oder den Mac mini öffentlich zu verwenden.

Dieser Schritt zeigt, dass Apple auf regulatorische Entwicklungen und anhaltende Kritik reagiert. Das Unternehmen fokussiert sich nun auf transparente Kommunikation zu einzelnen Umweltaspekten, statt pauschale Versprechen zur Klimaneutralität zu geben.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: CO₂-neutral, Apple, Greenwashing, Apple Watch, EU-Richtlinie, Umwelt, Mac mini, Zertifikate, Klimaschutz, Nachhaltigkeit

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