Drei Prozent Akku, und das Ladekabel liegt daheim auf dem Schreibtisch. Dieses Alltagsdrama beantwortet Nomad seit Jahren mit einer simplen Idee: einem Kabel, das so klein ist, dass es am Schlüsselbund wohnt. Wir haben von Nomad hier schon einiges durch die Mangel gedreht, vom Universal Cable bis zu diversen Lederhüllen. Seit Februar gibt es die ChargeKey nun auch in einem Orange, das schwer zu übersehen ist.
Garn in cool: die Farbe ist das Update
Die Limited Edition heißt Stellar Orange und ist exakt auf das Cosmic Orange des iPhone 17 Pro abgestimmt. Nomad färbt dabei nicht nur den geflochtenen Nylonmantel, sondern auch die beiden USB-C-Stecker aus galvanisiertem Zink und die Öse für den Schlüsselbund. Das Ergebnis ist zweifarbig: helles Orange am Kabel, ein kräftigerer Chromton an den Enden. In der Hand wirkt das wertig, am Schlüsselbund ist es ein Hingucker, und im Rucksack findet ihr es endlich auf Anhieb wieder. Nomad zieht das Cosmic Orange konsequent durch die eigene Kollektion, vom Stand One über die Tracking Card Pro bis zu den Lederhüllen fürs iPhone 17 Pro Max. Neu ist dabei nur die Farbe: Technisch entspricht die orange ChargeKey exakt der schwarzen V2, die Nomad Anfang 2025 vorgestellt hat.
Was drinsteckt
Trotz der Winzigkeit ist die Ausstattung ernst zu nehmen. Das USB-C-auf-USB-C-Kabel lädt mit bis zu 240 Watt, theoretisch genug, um ein 16 Zoll MacBook Pro im Betrieb zu versorgen. Euer iPhone zieht davon ohnehin nur seine maximal 40 Watt, aber die Reserve bedeutet, dass ihr vom Smartphone bis zum Notebook alles an dasselbe Kabel hängen könnt. Dazu kommen Datenraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde nach USB 3.1. Das reicht, um unterwegs eine volle Foto-Bibliothek oder Projektdateien von der SSD zu ziehen. Die beiden Zinkstecker halten magnetisch aneinander, damit sich das Kabel am Schlüssel nicht selbstständig macht.
Am Schlüsselbund im Alltag
Ich habe die ChargeKey seit über einem Monat am Schlüsselbund, und genau da spielt sie ihre Stärke aus. Sie ist immer dabei, ohne dass ihr sie spürt. Der bisher beste Moment kam im Zug: iPhone bei vier Prozent, die Sitznachbarin hatte ein freies Netzteil, ich klickte das Kabel vom Schlüssel und war wieder im Rennen. Für den schnellen Schluck Strom am fremden Netzteil oder den kurzen Datentransfer zwischen zwei Geräten ist ein Kabel, das ihr nicht extra einpacken müsst, Gold wert. Dass Ladekabel unterschätzte Alltagsgegenstände sind, haben wir schon beim Universal Cable for Apple Watch festgehalten. Die zwölf Zentimeter Länge sind dabei Programm: Das ist kein Ersatz fürs normale Ladekabel, sondern die Versicherung für den Fall, dass gerade keins zur Hand ist.
Wo es hakt
Genau diese Länge ist auch die größte Einschränkung. Mit zwölf Zentimetern hängt das iPhone quasi direkt am Netzteil oder am zweiten Gerät; entspanntes Weitertippen beim Laden geht so kaum. Wer eine Steckdose hinter dem Sofa erwischt, braucht Fingerspitzengefühl. Auch der Preis will bedacht sein: 25 Euro kostet die ChargeKey direkt im Nomad-EU-Shop, dazu kommen allerdings 9 Euro Versand; auf Amazon liegt sie bei 29,99 Euro. Für ein zwölf Zentimeter kurzes Kabel ist das eine Ansage. Und weil es eine Limited Edition ist, gilt: Wer das Orange will, sollte nicht zu lange zögern, Sonderfarben sind bei Nomad erfahrungsgemäß irgendwann vergriffen.
Und Hand aufs Herz: Wer bereits eine schwarze ChargeKey besitzt, bekommt hier funktional nichts Neues. Das hier ist ein Kauf fürs Auge, und für alle, die ihr Cosmic-Orange-iPhone konsequent weiterdenken wollen.
Fazit – Nomad ChargeKey
Die Nomad ChargeKey Limited Edition in Stellar Orange macht genau das, wofür Nomad einst angetreten ist, nur eben in auffällig. Als Notnagel am Schlüsselbund ist sie top verarbeitet und technisch überraschend potent. Und dank der Farbe verschwindet sie nicht mehr im Taschenchaos. Sie passt gut zu Nomads schlanken Netzteilen und dem Qi2-MagSafe-Ladegerät aus gleichem Haus. Die kurze Länge und der Preis machen sie zum bewussten Zubehör statt zum Pflichtkauf. Mut zur Farbe wird hier belohnt – für alle anderen tut es auch die schwarze Variante. Auf Amazon ist das Produkt aktuell leider nicht erhältlich – dafür aber beim Hersteller – und wenige Wochen vor der iPhone Keynote jetzt auch für 25 Euro.
Transparenz: Das Testmuster wurde uns von Nomad für diesen Test zur Verfügung gestellt. Der Artikel enthält Affiliate-Links.
