Ausprobiert

Ausprobiert: Beats 360 mit wilden Farbkombinationen

Gerade sind die neuen Beats 360 erschienen. Kopfhörer mit interessanten Farbakzenten. Wir haben die neuen Beats gleich mal ausprobiert und haben auch unsere Lieblings-Farbwahl getroffen.

Auspacken

Die Kopfhörer werden erfreulicher Weise in einer Papp-Verpackung geliefert. Mit dabei ist außerdem eine leichte Schutztasche, die sich magnetisch verschließt. Kein Gefummel mit Reißverschlüssen mehr. Die Kopfhörer ebenso wie die Polster sind aus Kunststoff. Die Polster nennt Apple Performance Knit. Dazu gleich mehr.

Verbinden und Benutzen

Die Beats 360 verbinden sich genau so einfach wie AirPods mit dem iPhone und stehen dann auch gleich allen Geräten im Ökosystem zur Verfügung. Die Steuerung erfolgt – wie den den AirPods über Tasten an den Hörmuscheln. Hier lassen sich Lautstärke, Titelschaltung und Audiomodus einstellen. Dabei bieten die Beats drei Einstellungen. Aus, Transparenz und Geräuschunterdrückung. Alle Funktionen lassen sich im Einstellungsmenü der verbundenen Geräte auswählen. Aufgeladen werden sie über eine USB-C-Buchse am unteren Rand der linken Hörmuschel. Der Kopfbügel ist mit Metallstangen an den Hörmuscheln befestigt, die man je nach Kopfgröße herausziehen kann. Wie bei den AirPods Max.

Bei sehr vielen Apple-Geräten (wie es bei mir der Falls ist) können die Beats durchaus beim Verbinden mal durcheinander geraten. Ich hatte zu einem Zeitpunkt das Problem, dass sie in Dauerschleife zwischen den einzelnen Geräten gewechselt haben. Dies lies sich nur durch Abschalten der Beats stoppen. Apple stellt zum Release ein Firmware-Update zur Verfügung. Dach war das Problem weniger dominant.

Bare Minimum

Für die Beats kann man durchaus sagen, dass sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Einfache Bedienung, einfacher Passform und leicht sind sie auch (292 Gramm). Irgendeine Unterscheidung zu anderen Kopfhörern muss also her. Da kommen die so genannten „Cushions“ ins Spiel. Es gibt sie als Polsterkits in verschiedenen Farben. Da alle Kits mit allen Beats 360 kompatibel sind, ergeben sich zahlreiche – auch wilde – Farbkombinationen. Wir haben gleich mal schwarze Kopfhörer mit Neon-Gelben (Apple/Beats nennt die Farbe „Volt“) ausprobiert. Man fällt auf jeden Fall auf damit. Im Gegensatz zu den AirPods Max halten diese nicht magnetisch sondern werden geklickt. Wie lange dieser Mechanismus hält lässt sich nicht sagen. Hier muss ein Langzeittest zeigen, wie robust die Polster sind.

Eine Sache gilt es auch zu erwähnen. Im Gegensatz zu den AirPods stoppen die Beats nicht die Wiedergabe, wenn sie abgenommen werden.

Michael mit den Beats 360 und der Schwarz/Volt Farbkombination.
Angenehm zu tragen.
Die Beats 360 neben einem Kaffeebecher.

Klang

Beats sind keine AirPods. Das ist erstmal keine Aussage bzgl. des Klangs aber dennoch steckt ein bisschen was darin. Auch wenn Klang immer eine leicht subjektive Note hat. Ich will nicht sagen, dass ich das allerbeste Gehör habe, aber durch die Jahre habe ich schon einige Kopfhörer auf den Ohren gehabt, so kann ich mir einen schönen Vergleich erlauben. Die Beats 360 haben einen satten Klang, verbunden mit einem sehr leichten Rauschen. Der Sound ist auch – wie bei Beats üblich – leicht Basslastig. Sie bieten aus meiner Sicht nicht den gleichen Klang wie AirPods Pro oder Max. Dafür spielen sie mit ihren knapp 349 Euro auch in einer anderen Liga als die Max. Wer viel Pop-Musik, elektronische Musik oder am Besten Westcoast-HipHop (z. B. Dr. Dre) hört macht hier nicht viel falsch. Für ein Klassikerlebnis sind sie aus meiner Sicht eher nicht geeignet.

Technische Daten laut Hersteller

Kopfhörer

  • Breite: 165,5 mm
  • Tiefe: 87,1 mm
  • Höhe: 191,3 mm
  • Gewicht: 294,5 g

Beats 360 Tragetasche

  • Breite: 225,0 mm
  • Tiefe: 85,0 mm
  • Höhe: 225,0 mm
  • Gewicht: 88,0 g

Formfaktor

  • Over-Ear Kopfhörer (ohrumschließend)
  • Austauschbare und abnehmbare Polster für Hörmuscheln und Bügel

Bedienelemente am Gerät:

Rechte Ohrmuschel

  • Lautstärketasten
  • Abspiel-/Pausiertaste
  • Einmal drücken, um Medien wiederzugeben oder zu pausieren
  • Einmal drücken, um einen Anruf anzunehmen oder die Stummschaltung ein‑ oder auszuschalten3
  • Zweimal drücken, um einen Anruf zu beenden
  • Zweimal drücken, um zum nächsten Titel zu springen
  • Dreimal drücken, um zum vorherigen Titel zu springen
  • Drücken und halten für Siri oder Android Sprachassistent

Linke Ohrmuschel

  • Ein-/Ausschalter
  • Taste für den Hörmodus
  • Drücken, um zwischen den Hörmodi zu wechseln

Siri

„Hey Siri“7 sagen, um einen Song abzuspielen, jemanden anzurufen oder eine Weg­beschreibung aufzurufen

Fazit

Die Beats 360 sind solide Kopfhörer mit einem soliden Klang. Die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten machen sie zu einem Hingucker. Aber auch, wenn man nicht auffallen will, gibt es Farben die dazu dienen. Das sie sich – wie auch bei den In Ears – nahtlos ins Apple-Ökosystem einfügen ist ganz klar ein Plus. Das sie manchmal durcheinanderkommen, welches Gerät nun gerade den Sound liefert ist sicher eine Spezialsituation, die im Alltag nicht oft vorkommen wird.

Zur Transparenz sei gesagt, dass wir die Beats 360 und die Polsterkits von Apple für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen haben. Vielen Dank an dieser Stelle. Unsere Meinung und Analyse ist davon unberührt. Wir sagen hier was wir dazu denken.

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Michael Reimann

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