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Tim Cook verdiente 2021 fast 100 Mio US-Dollar

Jan Gruber

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Jan Gruber
Im Vorfeld der jährlichen Hauptversammlung hat Apple bei der SEC einige Informationen eingereicht. So auch die Gehälter der Konzernspitze. Tim Cook verdiente 2021 fast 100 Mio US-Dollar.

Im Rahmen des Jahresabschlusses muss Apple als börsennotiertes Unternehmen einige Daten bei der US-Börsenaufsicht, der "United States Securities and Exchange Commission", kurz SEC, einreichen. Unter anderem auch die Gehälter und deren einzelnen Bestandteile des Spitzenmanagements. Tim Cook konnte sein Gehalt erheblich verbessern - und kommt auf fast 100 Mio US-Dollar.
Tim Cook von 15 auf 100 Mio US-Dollar


Der größte Teil von Tim Cooks Gehalt letztes Jahr waren sogenannte Stock Awards, also Boni in Form von Aktien. Diese belaufen sich auf 82 MIo-US-Dollar, während der Grundgehalt bei knapp 3 Millionen "nur" liegt. Ob es bei der exorbitanten Höhe Zusammenhänge zum 10-jährigen Jubiläum in der Funktion gibt, ist unklar. Laut den eingereichten Daten hat Cook im Jahr 2020 und 2019 keine Aktienoptionen erhalten, was so nicht ganz stimmt. Im letzten Jahr hat Cook ebenso große Optionen erhalten, diese sind aber erst ab 2023 verfügbar.
Weitere Spitzengehälter




Ebenfalls angegeben sind weitere Executives wie Luca Maestri, Kate Adams, Deidre O'Brien und Jeff Williams. Ihre Gehälter liegen zwischen 25 und 27 Millionen US-Dollar. In einer weiteren Liste gibt Apple auch an, dass weite Teile des Gehalts "Perfomance based" sein sollen. Ohne Frage war 2021 ein erfolgreiches Jahr für Apple.

Via SEC-Statement

Den Artikel im Magazin lesen.
 
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Librar

Stechapfel
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Ich möchte ihm die Bezahlung keineswegs streitig machen und stimme Polar Bear insoweit zu, dass Tim Cook einen sehr guten Job macht, bin jedoch der Meinung, dass es keine Arbeit eines Menschen auf dieser Erde gibt, die mit auch nur einer Million bezahlt werden sollte. Dass sich die 100 Millionen für Apple lohnen, steht außer Frage.
 

SomeUser

Horneburger Pfannkuchenapfel
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Das hat insgesamt wohl fast jeder Mitarbeiter bei Apple getan, werden diese auch dermassen fürstlich entlöhnt?
Überraschung: Sie werden so entlohnt, wie sie es individuell mit Apple vereinbart haben. Und offensichtlich konnte TC damals gute Gründe liefern, warum man ihm dann heute eben jenes Jahreseinkommen zulässt, während es Hansi Müller aus dem Münchner Store nicht konnte und daher ein eines Salär bezieht.

Sich im Nachgang darüber zu beschweren, dass man (selbst oder jemand anders) mehr verdienen sollte/würde, lässt doch die Frage aufkommen, welche besonderen Fähigkeiten dieses rechtfertigen sollten und warum man diese dann nicht in die Verhandlung eingebracht hat.

Und um das auch gleich klar zu sagen: Man kennt das vielleicht aus dem Kleinen: Der wirkliche gute Kollege wird befördert, taugt aber als Teamleiter nicht. Und so zieht sich das durch die Hierarchiebenen und die Luft nach oben wird dünner. Selbst wenn also jemand eine 50 Mann "Bude" als Geschäftsführer führen kann, bedeutet das nicht, dass er auch qualifiziert ist, um einen Multi-Mrd.-Dollar-Konzern mit zig- bis hundertausenden von Mitarbeitern zu führen. Wenn man sich man die Entwicklung von Apple so anschaut, scheint das aber bei Apple so schlecht nicht zu laufen unter TC.
 

Thaddäus

Golden Noble
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Überraschung: Sie werden so entlohnt, wie sie es individuell mit Apple vereinbart haben. Und offensichtlich konnte TC damals gute Gründe liefern, warum man ihm dann heute eben jenes Jahreseinkommen zulässt, während es Hansi Müller aus dem Münchner Store nicht konnte und daher ein eines Salär bezieht.
Viel zu einfach gedacht. Welche „Verkaufsgründe“ sollte es geben, die einen solch eklatanten Gehaltsunterschied rechtfertigen?

Und was wäre Tim Cook bzw. Apple ohne den Hans Müller aus dem Apple Store?
 
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SomeUser

Horneburger Pfannkuchenapfel
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Moin!

Viel zu einfach gedacht. Welche „Verkaufsgründe“ sollte es geben, die einen solch eklatanten Gehaltsunterschied rechtfertigen?
Die Antwort der Frage ist den Gesellschaftern, also den Aktionären, vorbehalten. Egal ob bei (d)einer GmbH oder einer Aktiengesellschaft: Es obliegt der Mehrheit der Stimmrechte, darüber zu entscheiden, ob ein solcher Gehaltsunterschied gerechtfertigt ist. Und auch, die Rahmenbedinungen auszuverhandeln. Ob du, ich oder wer auch immer, das für unangemessen hält, ist schlicht irrelevant.
Dabei ist vollkommen egal, ob wir nun darüber reden, dass jemand 1.000 Euro, 1 Mio. oder oder eben 100 Mio. Euro ausgehandelt hat - und damit die Eigentümer auch überzeugt davon sind, dass diese Person es "wert" ist. Offensichtlich gab es entsprechende Gründe ihn zu nehmen und eben nicht J. Ive oder Michael Müller.

Und was wäre Tim Cook bzw. Apple ohne den Hans Müller aus dem Apple Store?
Was ist denn das besondere Alleinstellungsmerkmal von Müller? Du wirst quasi von jetzt auf sofort hunderte Leute finden, die seinen Job übernehmen können. Du wirst schon deutlich weniger finden können, wenn es darum geht, auch nur einen Store zu managen. Und zudem, wie sich das nach oben hin darstellt, habe ich oben schon was geschrieben.

Ich sage es nur ungern, aber auch wenn sich immer wieder alle möglichen Leute dazu befähigt fühlen, bestimmten Unternehmensführern alles mögliche an Fähigkeiten abzusprechen, wird gerne vergessen, dass es offensichtlich - und in der Regel auch im Gegensatz zur eigenen beruflichen Entwicklung - doch ein Zusammentreffen von Fähigkeiten, Eigenschaften, sozialen Aspekten etc. gab, die diese Personen eben in eine solche Rolle gebracht hat. Und eben nicht als Picker ins Amazon-Lager. Was auch dazu führt, dass du Müller eben tatsächlich von jetzt auf sofort ersetzen kannst, ohne dass das auf das Unternehmen spürbare Auswirkungen hat.

Ob das die „Mitarbeiter“ in China auch so sehen?
Das wird ja immer wieder gerne vorgebracht. Lustigerweise wird dann zwar gerne damit argumentiert, dass Apple sich da - obwohl es nicht die eigenen MA sind - mit seinen Vorstellungen durchzusetzen hat.
Gleichzeitig kann man sich aber nachmittags beim Chinesen was zu essen holen (der seine eigene Familie ausnimmt), beim nächsten Supermarkt noch mal schnell eine Dosensuppe rausholen (während die Kassiererin den Mindestlohn erhält) und die Handwerkerrechnung eben auch erst in sechs Wochen bezahlen (soll der der klarkommen und seine Leute bezahlen).

Ab davon und das ist noch mal eine ganz andere Ebene: Du kommst mit persönlichen Wert- und Moralvorstellungen um die Ecke, von denen du willst, dass Apple diese auch in China durchsetzt. Mit welcher Berechtigung eigentlich? Wie kommst du darauf, dass das was du als "gut" ansiehst, auch wirklich "besser" ist? Und für wen? Eine Einzelperson? Aber vielleicht nicht für die Gesellschaft? Es ist so eine Überheblichkeit des Westens, eigene Vorstellungen überall in der Welt exportieren zu wollen, weil diese für eine bisher kurze Epoche der Geschichte zu einem guten Dasein geführt haben, ohne mal die Frage zu stellen, ob sie überhaupt das Anrecht haben, anderen ihre Vorstellungen überstülpen zu wollen und ob diese Ansichten auf Dauer auch "besser" sind (was auch immer das bedeuten mag).
 
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Jan Gruber

Chefredakteur Magazin und Podcasts
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Ich möchte ihm die Bezahlung keineswegs streitig machen und stimme Polar Bear insoweit zu, dass Tim Cook einen sehr guten Job macht, bin jedoch der Meinung, dass es keine Arbeit eines Menschen auf dieser Erde gibt, die mit auch nur einer Million bezahlt werden sollte. Dass sich die 100 Millionen für Apple lohnen, steht außer Frage.
Dem kann ich mich vollumfänglich anschließen und finde es sehr schön ruhig formuliert. Tim macht nen super Job, in der Welt in der wir leben hat er sichs verdient - aber solche Gehälter sollten einfach generell nicht sein. So würds ich sagen ☺

Überraschung: Sie werden so entlohnt, wie sie es individuell mit Apple vereinbart haben. Und offensichtlich konnte TC damals gute Gründe liefern, warum man ihm dann heute eben jenes Jahreseinkommen zulässt, während es Hansi Müller aus dem Münchner Store nicht konnte und daher ein eines Salär bezieht.
Ich habs oben im Artikel schon angedeutet, andere Medien ja leider nicht, ich denke, dass da dieses Jahr sehr viel "10 Jahre durchgehalten" Boni drinnen steckt. Es wird zwar als Leistungsboni und nicht Zeitboni ausgewiesen, aber die werden da schon auch Ziele für die 10 Jahre dran gehängt haben. Bin mir aber relativ sicher, dass da auch sehr viel wirklich "langfristige" Boni drinnen hängt.
 

Draco

Châtaigne du Léman
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Die Diskussion ist doch überall immer die gleiche, egal ob in der Wirtschaft, dem Leistungssport, der Politik oder der Unterhaltungsindustrie (Stichwort YouTuber, geht grade medial rum)

Was ich finde, dass in den meisten Diskussionen immer völlig vergessen wird: Das Leben besteht aus vielen Facetten, beruflicher Erfolg ist nur eine davon. Wenn Ihr Euch mit Spitzenverdienern vergleicht (was unweigerlich ständig passiert), vergesst das nicht. Denn hinter den glitzernden Fassaden sitzen nach 60-100 Wochenarbeitsstunden letztlich sehr oft einsame Menschen abends alkohol- oder drogenabhängig einsam in Luxushotelzimmern, blicken auf gescheiterte Beziehungen, zerbrochene Familiensituationen zurück und grübeln sorgenvoll, wie sie morgens erneut dem Ansturm und dem Druck der Öffentlichkeit entgegentreten sollen.
Wer wie ich die Möglichkeit hat(te) solche Einblicke hautnah als Beobachter zu erfahren, entscheidet sich mitunter bewusst gegen eine steilere Karriere und für Facettenreichtum wie mehr Freizeit und Zeit für die eigene Familie oder Freunde.

Vielleicht noch als Nachtrag ein Gedanke:
Das Geld liegt bei den meisten Spitzenverdienern nicht gelangweilt auf Konten rum, sondern ist investiert in Risikofonds, Startups, wird in Stiftungen gesteckt oder als Spenden weitergenutzt. Davon entstehen auch neue Jobs und neue Möglichkeiten...
 
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Hundoggo

Pomme au Mors
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100 Mio. im Jahr, dann gehen wir mal von rund 8 Mio. im Monat und 2 Mio. pro Woche aus.
Meinetwegen soll es ja durchaus auch große Gehaltsunterschiede geben, das ist sicherlich nicht das Problem. Aber an diesem Beispiel wird ja deutlich, dass die Verhältnismäßigkeit überhaupt nicht mehr gegeben ist. Gibt es in anderen Bereichen ja auch. Anscheinend funktioniert unsere Welt so.
Aber man solle sich mal überlegen, der verdient in einer Woche so viel, wie der Großteil der Deutschen in ihrem gesamten Berufsleben.
 

ChavezDing

Herrenhut
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Ich habs oben im Artikel schon angedeutet, andere Medien ja leider nicht, ich denke, dass da dieses Jahr sehr viel "10 Jahre durchgehalten" Boni drinnen steckt. Es wird zwar als Leistungsboni und nicht Zeitboni ausgewiesen, aber die werden da schon auch Ziele für die 10 Jahre dran gehängt haben. Bin mir aber relativ sicher, dass da auch sehr viel wirklich "langfristige" Boni drinnen hängt.
Sehe ich ähnlich, seine Board Member haben die letzten zwei Jahre ca. 100% mehr verdient, was relativ unüblich sein dürfte.
 

SomeUser

Horneburger Pfannkuchenapfel
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Was ich finde, dass in den meisten Diskussionen immer völlig vergessen wird: Das Leben besteht aus vielen Facetten, beruflicher Erfolg ist nur eine davon. Wenn Ihr Euch mit Spitzenverdienern vergleicht (was unweigerlich ständig passiert), vergesst das nicht. Denn hinter den glitzernden Fassaden sitzen nach 60-100 Wochenarbeitsstunden letztlich sehr oft einsame Menschen abends alkohol- oder drogenabhängig einsam in Luxushotelzimmern, blicken auf gescheiterte Beziehungen, zerbrochene Familiensituationen zurück und grübeln sorgenvoll, wie sie morgens erneut dem Ansturm und dem Druck der Öffentlichkeit entgegentreten sollen.
Mit der Argumentation würde ich aufpassen, sonst wird verlangt, dass künftig von "reichen" Menschen höhere Abgaben geleistet werden müssen, wenn der jährliche "Glückstest" (künftig einzuführen, um die korrekte Einkommensobergrenze zu ermitteln) über einer bestimmten Punktzahl liegt - ansonsten ist das zutiefst ungerecht: Glücklich und vermögend! ;)
 

AndaleR

Ingol
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Wieviel verdienen andere in ähnlichen Personen? Vorstände von Banken / Automobilkonzernen usw.? Wieviel Umsatz / Gewinn machen die?
Wie erfolgreich war Apple? Und anhand dessen wird Tim Cook bezahlt - durch geschicktes Planen und Umstrukturierung des Konzerrns hat hier etwas erreicht, was Steve Jobs wahrscheinlich nicht gelungen wäre.

Diese Behauptung stelle ich mal hier in den Raum. Jobs war der „Kreative“ - Cook hat hier weniger geleistet. Aber was er wirtschaftlich erreicht hat, da muss man schon sagen: Hut ab! Und was zählt in der Wirtschaft? Die Optik eines neuen Geräts oder eben doch, wieviel Geld wird mit welchen Serviceangeboten gemacht?
 

Andreas Vogel

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... bin jedoch der Meinung, dass es keine Arbeit eines Menschen auf dieser Erde gibt, die mit auch nur einer Million bezahlt werden sollte.
Diese gesellschaftlich moralische Frage kann man gerne "auf der grünen Wiese" diskutieren.
Zugleich ist es in wirtschaftlichen Zusammenhängen wie im Fußball: Die Nachfrage bestimmt den Preis. Wenn du Top Personal willst oder brauchst, musst du "marktübliche" Preise zahlen.
Und 100 Mio Dollar für einen CEO des wertvollsten Unternehmens der Welt sind ein - zugespitzt formuliert- Schnäppchen .

Wollte man etwas an diesen Gehältern ändern müsste man das Weltfinanzsystem ändern. Theoretisch sicherlich ein charmanter Gedanke, jenseits jeder realistischen Möglichkeit. Insofern Salonkommunistentalk ;)

Ob das die „Mitarbeiter“ in China auch so sehen?
Solche Aussagen empfinde ich als "intellektuell verlogen".
Warum? Weil wir uns alle -ich meine damit die westliche Welt- durch unser Konsumverhalten damit einverstanden erklären, dass anderswo Menschen wie Sklaven für unseren Wohlstand/Konsum arbeiten.
 
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Janelle

Starking
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jenseits jeder realistischen Möglichkeit. Insofern Salonkommunistentalk ;)
Hat der Adel das nicht bis ins 19. Jahrhundert hinein über die bürgerlichen Bewegungen auch gesagt? 🙂

@Andreas Vogel war ja nur eine Idee ;) Einige sehen da Parallelen. So haben sich auch die Begriffe "Finanzaristokratie" oder "Geldadel" herausgebildet.

Solche Aussagen empfinde ich als "intellektuell verlogen".
Warum? Weil wir uns alle -ich meine damit die westliche Welt- durch unser Konsumverhalten damit einverstanden erklären, dass anderswo Menschen wie Sklaven für unseren Wohlstand/Konsum arbeiten.
Du weißt doch gar nicht, wie das Konsumverhalten von @Librar aussieht. Vielleicht ist er so nachhaltig unterwegs, dass er auch nach den von dir aufgestellten Maßstäben "moralisch berechtigt" ist, diese Meinung zu haben.
 
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NorbertM

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Laut den eingereichten Daten hat Cook im Jahr 2020 und 2019 keine Aktienoptionen erhalten, was so nicht ganz stimmt. Im letzten Jahr hat Cook ebenso große Optionen erhalten, diese sind aber erst ab 2023 verfügbar.
Wir schreiben das Jahr 2022 und die Zahlen betreffen 2021, also das letzte Jahr.

Was die Zahlungen insgesamt angeht, so sind das langfristige Vergütungspläne, die an den Geschäftserfolg gebunden sind. Und wenn sich der Unternehmenswert während der Tätigkeit von Tim Cook fast verzwanzigfacht hat, ergeben sich eben solche Summen.

Das betrifft im Übrigen auch viele Apple-Mitarbeiter, die in den letzten zehn Jahren Teile ihres Einkommens in das Unternehmen investiert haben.
 

El Cord

Hildesheimer Goldrenette
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Natürlich zeigen diese Zahlen, dass an unserer Gesellschaft etwas nicht in Ordnung ist. Diese Unordnung geht sogar soweit, dass einige Menschen es für völlig normal halten, dass es diese Unterschiede gibt. der Kapitalismus formt den Menschen. Den einen mehr, den anderen weniger.

Aber, ich übernehme gerne eine kapitalistische Grundeinstellung: Jeder ist seines Glückes Schmied!

Das, Bitteschön, soll dann auch für die Kinder dieser Superreichen gelten. Wir setzen also bei der Erbschaftssteuer an.

Da ja jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist, haben die Kinder erstmal gar keinen Anspruch auf diesen Reichtum. Sie sind per Geburt eh schon privilegiert. Sie werden besser betreut, bekommen eine bessere Ausbildung, können sich frühzeitig besser vernetzen.

Erbschaftsteuer also bitte auf 100%. Gerne können da ein paar Freibeträge und Ausnahmetatbestände eingeführt werden, so dass dadurch keine Firmen pleite gehen.

Die Steuer wird dann verwendet, die Privilegien auszugleichen.
 

SomeUser

Horneburger Pfannkuchenapfel
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Das, Bitteschön, soll dann auch für die Kinder dieser Superreichen gelten. Wir setzen also bei der Erbschaftssteuer an.

Da ja jeder für sein eigenes Glück verantwortlich ist, haben die Kinder erstmal gar keinen Anspruch auf diesen Reichtum. Sie sind per Geburt eh schon privilegiert. Sie werden besser betreut, bekommen eine bessere Ausbildung, können sich frühzeitig besser vernetzen.

Erbschaftsteuer also bitte auf 100%. Gerne können da ein paar Freibeträge und Ausnahmetatbestände eingeführt werden, so dass dadurch keine Firmen pleite gehen.

Die Steuer wird dann verwendet, die Privilegien auszugleichen.
Die Überlegung kann man vertreten, die Folge ist jedoch falsch. Wenn schon die Kinder keinen Anspruch auf dieses Vermögen haben sollten, wie kommt man dann auf das schmale Brett, der die Gesellschaft einen Anspruch auf dieses Vermögen haben sollte, welches zuvor schon insoweit versteuert wurde, wo der Staat schon den Anteil "genommen" hat, den er für angemessen hielt?

Ferner: Wie wird eigentlich dieser Grundrechtsbruch, nämlich die Enteignung, gerechtfertigt? Ich finde es ja immer drollig, der das linke Ansatz immer darin gipfelt, dass man Grundrechte mit Füßen tritt, obwohl es gerade diese sind, die das Korsett gebildet haben, um als Gesellschaft und als Individuum den erreichten Wohlstand zu erarbeiten.
 
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dtp

Sternapfel
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Was beinhalten eigentlich die Stock Awards? Sind das Aktienanteile und/oder Dividende? Und wieso hat Tim Cook die in den Jahren zuvor nicht bekommen, so dass die Gesamteinkommen der anderen Vorstandsmitglieder deutlich über denen von Tim Cook lagen?

3 Millionen USD für Tim Cool als Grundeinkommen finde ich zunächst mal nicht sonderlich übertrieben. Zudem ist es ja nicht unüblich, dass in erfolgreichen Jahren der Bonus von Vorstandsmitgliedern einer AG deren Grundeinkommen um ein Vielfaches übersteigen kann.