Der Vergleich hinkt ja mehr denn je.
Nein, eben nicht. Du argumentierst offensichtlich nur über "Wahrscheinlichkeit" eines Schadenseintritts. Wobei sie im Falle des Autofahrens sogar noch statistisch herleitbar ist, während dich bei der Software... ja was genau eigentlich dazu verleitet anzunehmen, dass sie sicher ist?
Und nochmal: Jede Unterstellung, dass Software von Apple sicher sei, wird durch Apple doch selbst durch Patches widerlegt.
Wenn du also irgendwie, weil es ja bisher kaum/keine Lücken in iMessage etc. gab, es für "unwahrscheinlich" hältst, kannst du exakt dieses Beispiel auch auf die o.g. Autofahrt ansetzen.
Tu mir doch bitte einen Gefallen: Löse dich doch mal bitte von irgendeiner "gefühlten" Wahrheit und *belege* deine Aussage, dass - nach deiner ursprünglichen Aussage - das uneingeschränkt(!) sicher ist.
Jedes "naja, aber eben sehr unwahrscheinlich" widerspricht deiner eigenen Aussage.
Du kannst ihm aber natürlich auch raten, sein Geld nicht bei der Sparkasse auf dem Konto zu lassen, denn sicher ist es dort nicht. Man kann ihm dann die Möglichkeit aufzeigen, dass das Geld jederzeit gestohlen werden kann, die Bank sich nach Panama, mit seinem Geld, absetzt, oder so.
Bleiben wir ruhig bei dem Bild: Denn es ist im Kern richtig. Wenn die Frage ist, ob ein Konto pauschal vollkommen sicher ist, ist die Antwort nein. Dass haben wir durch verschiedenste Betrugsmaschen, von Phishing bis hin zu "Überweisungstricks" gesehen.
Zum Thema "Gelddienstleister die sich mit Geld absetzen" verweise ich dann nur mal auf die Causa Wirecard.
Jetzt kommt aber das Entscheidende: Das ist nicht schlimm, dass es diese Risiken gibt - man muss sich derer nur bewusst sein und kann sein Verhalten danach steuern. Bleiben wir weiter bei dem Bild: Du würdest wohl eher einer Bank in DE dein Vertrauen schenken, als einer Bank in Ruanda oder Nord-Korea, oder?
Und selbst bei Banken aus DE wirst du vielleicht noch Unterschiede machen. Vielleicht, weil die eine einen schlechten Ruf hat (N26) oder weil die andere höhere Einlagensicherung bietet.
Aber du kämst doch nicht auf die Idee, die Frage: "Sind Banken sicher" pauschal mit "ja" zu beantworten.
Risiko ist etwas, was du in gewissem Umfang steuern kannst. Wahrscheinlich kannst du es nicht auf Null reduzieren, aber du kannst dich absichern, versichern, Rat und Unterstützung holen etc. pp., je nach dem worum es geht. Und wahrscheinlich machst du das auch in vielen Lebenbereichen. Nur hier reduzierst du es auf ein: "Nein". Und das ist eben falsch. Du unterstellst damit eine uneingeschränkte, absolute SIcherheit, die es nicht gibt.
Die Frage, was Juristen leider viel zu oft nicht verstehen: wie sieht es im Verhältnis aus. Es kommt Jemand, der die einfache Frage hat, ob er ein Bild öffnen kann, was er per iMessage geschickt bekommen hat, und es wird mit jeglichen Möglichkeiten dahergeredet, die sicherlich nicht falsch sind, aber in keinem Verhältnis stehen und zudem nach aktuellem, heutigen Stand, schlicht nicht relevant sind.
Und hier verschiebst du die Aussage wieder: Da wird jetzt aus einem omniösen Verhältnis, nach heutigem Stand etc. pp. hergeleitet, dass es nicht möglich ist.
Eine nach aktuellem Kenntnisstand bis iOS 15.7 vorhandene Sicherheitslücke im iPhone-Betriebssystem sorgt für politische Turbulenzen. Russische Behörden beschuldigen Apple, Software-Schwachstellen bereitgestellt zu haben, die sich amerikanische Geheimdienste und allem voran die National Security...
www.iphone-ticker.de
Oder halt eben doch. Und noch mal: Es gab über die Jahre unzähliche Lücken, von Apple selbst bestätigt und in den Patch-Notes kommuniziert. Wieso behauptet man da also das Gegenteil? Weil es "jetzt" endlich aber bestimmt, ganz wirklich und ehrlich, sicher ist?