Safari Erweiterungen vor dem Aus

Jan Gruber

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Safari Erweiterungen vor dem Aus



Apple zieht die Schrauben in Safari weiter an. Das betrifft nicht nur die neuen Sicherheitsfunktionen, die das Tracking des Nutzers erschweren sollen. Apple geht auch im Hinblick auf Erweiterungen einen neuen Schritt. Diese können nicht mehr installiert werden. Ähnlich sieht es mit der offiziellen Apple-Webseite für Safari-Erweiterungen aus, diese gilt bereits als abgekündigt.

Damit wird Safari unter macOS 12 die letzte Version sein, in der die Erweiterungen über die Apple Webseite geladen werden können. Direkt beim Entwickler heruntergeladene .safariextz Dateien werden gar nicht mehr installiert. Damit schottet Apple seinen Browser weiter ab - eine klare Unterscheidung gegenüber der Konkurrenz, die mit mannigfaltigen Erweiterungen punkten kann.
App Extensions als Ersatz für Safari Erweiterungen


In der Apple Gallerie wird es ab Dezember 2018 keine neuen Einreichungen mehr geben. Stattdessen sollen Entwickler dazu ermutigt werden, App Extensions im Mac App Store anzubieten. Für viele Erweiterungen ist dies kein gangbarer Weg, da sie Dienste anbieten, die Apple so nicht vorsieht.

Via Apple Developer
 
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Wertungen: echo.park

Nightfall85

Reinette de Champagne
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Öhm.. what?

Kann mich jemand aufklären, ob das wirklich alle Erweiterungen betrifft?
Weil das wäre möglicherweise für mich tatsächlich ein K.O.-Kriterium..
Mal abgesehen von AdBlock für übernervige Webseiten, hab ich in den Erweiterungen auch Dinge wie:
- 1Password
- Clip to DevonThink
- NoMoreiTunes
... etc
Das sind alles momentan für mich relativ wichtige Erweiterungen..
Und eigentlich mag ich Safari.. alleine schon für Handoff.. gnaa..
 

echo.park

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Kein Problem für dich. In Zukunft ist es dann so, dass Apps aus dem Mac App Store, also auch 1Password, die Extension quasi beinhalten und diese mitliefern. Nur halt eben auf eine andere Art wie bisher. Einen Unterschied macht es für dich in der Nutzung nicht.

Der wichtigste Pluspunkt ist für mich die dadurch gesteigerte Sicherheit im Browser, und ebenso die Privatsphäre. Es gibt einfach zu viele bösartige Extensions, ganz allgemein gesagt für alle Browser, die Malware enthalten, irgendwelche Eingaben in Formularen abfischen (Passwörter) oder das Surfverhalten tracken.

Diesem ganzen Mist wird dann zumindest im Kosmos von Apples Browser der Garaus gemacht.
 

doc_holleday

Edelborsdorfer
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...und Apple entscheidet, welche Werbung du siehst (und welche ggf. nicht).

Klingt nicht sehr spaßig.
 

marcozingel

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Über Werbeeinblendungen möchte ausschließlich ich selbst bestimmen.
Aber abwarten welche Dinge Apple andenkt und der Entbrüstungssturm Wirkung zeigt.
 

echo.park

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Sind Werbe-Blocker keine Extensions?
Und was hat das damit zu tun, dass du hier sagst Apple bestimme was geblockt würde und was nicht? Das ist doch Blödsinn.

Anstatt die Extension über Apples Website online zu stellen, kommt sie jetzt eben über den Store. Das macht keinen Unterschied. Auch die Regeln seitens Apple ändern sich dadurch ja nicht. Apple hat auch noch nie Einfluss darauf gehabt welche Filterlisten genutzt werden.
 

doc_holleday

Edelborsdorfer
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Du hast natürlich recht und die ersten Änderungen der Schnittstellen bzw. Verfahren werden daran vermutlich auch nichts ändern, aber für mich klingt diese Nachricht bis zu einem gewissen Grad nach einer strategischen Entscheidung, deren Ziel sein könnte (ja, noch vollkommen spekulativ), dass Apple hier mehr Kontrolle ausüben will. Kontrolle dahingehend, dass sie höhere Preise für Werbung verlangen können, weil sie den Werbenden zusichern könnten, dass die Nutzer die Werbung nicht so ohne weiteres abschalten können.

Das passt für mich - auch wenn ich zugegebenermaßen vielleicht nur Gespenster sehe - zusammen mit Einschränkungen, die jetzt schon für den Erwerb von Software oder Medien-Content gelten sowie den Neuerungen für Safari, dass die Auswertung des Surfverhaltens für Dritte deutlich erschwert wird, während Apple grundsätzlich weiterhin Möglichkeiten haben wird, über die Einkäufe, die über die Apple ID gemacht werden, Werbung auf den jeweiligen Nutzer anzupassen. Die Ankündigung der "notarized Apps" fällt auch in die Kontrollkategorie.

Oder plakativ: entweder Apple verdient (ordentlich) mit oder eine Sache läuft halt nicht.

Ja, noch ist das alles ein bisschen schwammig bis hin zu verschwörungstheoretisch und davon wird sicherlich auch nicht alles schlecht für den User sein (siehe Tracking/Fingerprinting über den Browser). Aber im Moment hört mein Bauchgefühl eben eine Nachtigall trapsen. Wir werden sehen, wie's weiter geht.
 

giesbert

Holländischer Prinz
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(ja, noch vollkommen spekulativ),
to say the least ;).

OK, rumorakeln und menetekeln kann man immer – aber wir haben ja schon seit längerer Zeit bereits die Situation, dass Apple genau kontrolliert, welche Extensions für Safari zugelassen werden und welche nicht: iOS. Bislang gibt es noch nicht einmal den Hauch eines Verdachts, dass Apple da in irgendeiner Weise Einfluss nimmt.

Ich halte den Threadtitel übrigens für ein Missverständnis: Naürlich wird es weiterhin Safari-Extensions geben. Die heißen halt jetzt Safari App Extension und kommen über den App Store. Apple bietet übrigens eine Anleitung, wie man bisherige Safari Extensions in die neuen Safari App Extensions konvertiert.

Also alles keine Grund zur Panik ;).
 

Macbeatnik

Golden Noble
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Ansonsten könnte eine Einschränkung die Erweiterungen nur noch über den AppStore anzubieten durchaus auch positives bewirken, so wie zum Beispiel nutzlose Tools wie virenscanner aus dem iOS Store herausgeworfen wurden könnten dann auch betrügerische oder zumindest fragwürdige erweiterungen, wie zum Beispiel Adblock plus( hier im Forum meist gut besprochen, obwohl sie eben Werbung durchlassen) vielleicht verschwinden.
 

10tacle

Spätblühender Taffetapfe
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Gut, dass ich Werbung seit geraumer Zeit eh über die Hosts blockiere. Mein Safari hat demnach sowieso keine einzige Erweiterung installiert, von daher betrifft mich das nicht. Bin kein Fan davon auf Erweiterungen angewiesen zu sein, die obendrein sowieso alle irgendwelche Werbung durchwinken die sich eingekauft hat. So bleibt der Browser sauber, da Browser-unabhängig, und man bekommt trotzdem keine Werbung.
Und solange die Leute, die 1password und sowas nutzen, lediglich auf den App Store umschwenken müssen, fehlt am Ende ja nichts.
 

Greenie77

Gelbe Schleswiger Reinette
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Safari nervt eh. War einmal gut. Mich nervt z.b. die Animation der URL. Legt man den cursor drauf und tippt wie ich sofort los, tippt man immer ins leere. Die dämliche Animation schiebt erstmal die URL nach links. Wobei das nicht Safarispezifisch ist, den sinnbefreiten Mist gibts im ganzen MacOS. Permanent tippe ich ins leere, weil ich schneller bin als eine Animation an der falschen Stelle die man nicht separat abschalten kann. Man kann Animationen ganz abschalten aber dann schaut der Rest daneben aus. Wer hat sich so etwas ausgedacht? Bei anderen Browsern bin ich schneller unterwegs. Aber auch das hier ist noch ein Grund Safari dem Rücken zu kehren. Apple kann leider keine Software mehr. Irgendwo hakt es in der Entwicklung und im verstehen was die User wirklich wollen.
 

giesbert

Holländischer Prinz
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Safari nervt eh. War einmal gut. Mich nervt z.b. die Animation der URL. Legt man den cursor drauf und tippt wie ich sofort los, tippt man immer ins leere.
? Klickt man die URL an, wird sie komplett markiert, jede neue Eingabe überschreibt die URL komplett (auch wenn die Animation zur vollständigen Anzeige der URL noch nicht abgeschlossen ist). Ich hab jetzt mehrfach versucht, dein Problem nachzustellen - es ist mir schlechterdings nicht gelungen.
 

Zwuckel

Transparent von Croncels
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Safari nervt eh. War einmal gut. Mich nervt z.b. die Animation der URL. Legt man den cursor drauf und tippt wie ich sofort los, tippt man immer ins leere. Die dämliche Animation schiebt erstmal die URL nach links. Wobei das nicht Safarispezifisch ist, den sinnbefreiten Mist gibts im ganzen MacOS. Permanent tippe ich ins leere, weil ich schneller bin als eine Animation an der falschen Stelle die man nicht separat abschalten kann. Man kann Animationen ganz abschalten aber dann schaut der Rest daneben aus. Wer hat sich so etwas ausgedacht? Bei anderen Browsern bin ich schneller unterwegs. Aber auch das hier ist noch ein Grund Safari dem Rücken zu kehren. Apple kann leider keine Software mehr. Irgendwo hakt es in der Entwicklung und im verstehen was die User wirklich wollen.
Auch ich kann dein Problem nicht nachvollziehen egal wie schnell ich klicke ... Vielleicht nutze ich es auch nur anders?!
 

Yiruma

Kloppenheimer Streifling
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Moin,

also Safari läuft hier einwandfrei, und kein anderer Browser ist fühlbar schneller.
Chrome ist keinen Deut besser, geschweige denn schneller.
Die Integration ins Betriebssystem allein ist unschlagbar, und lässt keine Alternative zu.