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rechtliche Frage (Off-Topic)

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von franz-ro, 10.04.09.

  1. franz-ro

    franz-ro Hildesheimer Goldrenette

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    Hallo zusammen,

    ich hätte da mal eine rechtliche Frage. Zugegebenermaßen passt sie von der Thematik her überhaupt nicht in dieses Forum, aber vielleicht findet sich ja doch jemand, der sich damit auskennt.

    Aber nun zur Frage:

    In Deutschland zugelassene Pflanzenschutzmittel dürfen ja nur an volljährige Personen abgegeben werden. Gleichermaßen dürfen diese ja auch nur durch volljährige und entsprechend sachkundige Personen abgegeben werden. ABER: Wie ist das jetzt in diesem Fall: In einem Garten-Center kommt eine Minderjährige Auszubildende in die Pflanzenschutzabteilung, die auch Dünger usw. verkauft. Darf die Azubine jetzt in der Abteilung nur Dünger und Nebenartikel verkaufen (keine PSM) oder gibt es für den Fall der Berufsausbildung eine Ausnahmeregelung die besagt, dass auch ein minderjähriger Azubi PSM verkaufen darf? Sonst wäre ja der Auszubildende in der Abteilung fehl am Platze, oder?

    Vielleicht kennt sich ja jemand von euch aus; Google konnte mir da nicht recht weiterhelfen.

    Danke schon mal.

    Hinweis am Rande: PSM = Pflanzenschutzmittel
     
  2. macminiTomy

    macminiTomy Kleiner Weinapfel

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    Hinweis: Du kannst statt (Off-Topic) auf dieses Zeichen vor den Thread setzten! [​IMG];)
     
  3. macaneon

    macaneon Kaiserapfel

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    Sie müsste im Rahmen ihrer Ausbildung beschränkt geschäftsfähig sein. An einem Beispiel verdeutlicht: Bei Warenkaufhäusern dürfen Minderjährige auch hochprozentige Alkoholika (an Erwachsene) verkaufen. Oder hat bei dir an der Kasse schon mal die Azubine/der Azubi den Scanvorgang wegen einer Flasche Schnaps abgebrochen und nach dem Chef gerufen?!
     
  4. Ian Liam

    Ian Liam Ribston Pepping

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    Wie kommt man denn auf so eine Frage?
    Studierst du zufällig Jura oder musst du für irgendetwas anderes diese Fragestellung beantworten?

    Geh doch mal in den nächsten Gartenfachhandel, dort in die Pflanzenschutzabteilung und frag einmal nach, wie das dort gehandhabt wird. Die werden dir das bestimmt auch begründen können.
     
  5. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Ich tippe mal, daß in den meisten Geschäften die Begründung lauten wird: "Das haben wir schon immer so gemacht."
     
  6. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Ich schätze mal, daß du recht hast, das Beispiel ist aber eher unpassend.
    Beim Verkauf von Giften geht es sicher auch um die Beratung, also qualifizierte Kenntnisse des Verkäufers (hoffe ich jedenfalls), während beim Schnapsverkauf nur kassiert wird.
     
  7. Ian Liam

    Ian Liam Ribston Pepping

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    Es ist wahrscheinlich so gelöst, dass der Azubi nur beraten darf, dass ausgeben aber dann der "Meister" übernimmt, der sich dann auch noch einmal vergewissern kann, ob dir Kunden richtig beraten wurden.
     
  8. macaneon

    macaneon Kaiserapfel

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    Jetzt wo du es sagst, fällt mir ein, dass ich einmal in einem Raiffeisen-Markt war, der die Gifte in einem Schlüsselschrank deponiert, zu dem nur ein kompetenter Mitarbeiter Zugang hatte.
    Also vergessen wir mein Beispiel lieber wieder...
     
  9. holst

    holst Querina

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    Schnaps ist kein Gift, oder was? ;)
     
  10. macaneon

    macaneon Kaiserapfel

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    Der Unterschied liegt im Geschmack...
     
  11. franz-ro

    franz-ro Hildesheimer Goldrenette

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    Ich arbeite in einem Garten-Center in der betreffenden Abteilung und da haben wir aktuell den genannten Fall. Der Abteilungsleiter behauptet: Nein, die Azubine darf keine PSM verkaufen, die Angestellten hingegen aber ja.

    Diesen "Giftschrank" gibt es bei uns seit ein paar Jahren nicht mehr; die betroffenen Produkte führen wir nicht mehr, weil sonst ein jeder Mitarbeiter der Abteilung den "großen Giftschein" benötigen würde (der normale Sachkundenachweis wäre hierfür nicht ausreichend.)

    Das wäre in der Tat schon eine Lösung auf meine Frage. In meinem Fall ist es aber so, dass die Azubine die Kenntnisse vom AL gar nicht richtig vermittelt werden, weil sie die Sachen ja eh noch nicht verkaufen darf. Und das halten die restlichen Mitarbeiter der Abteilung für einen absoluten Schwachsinn.
     
    #11 franz-ro, 10.04.09
    Zuletzt bearbeitet: 10.04.09
  12. Ian Liam

    Ian Liam Ribston Pepping

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    Naja, ich hab auch schon mal ein paar räudige Dinger getrunken, wo ich dachte ich werd vergiftet ;)

    In dem Fall geht es aber doch eher nicht um die Frage, ob so was rein rechtlich erlaubt ist, sondern eher um die Sache, dass der AL seine Azubis m.E. absichtlich "klein" zu halten versucht, ihnen damit eine vollständige Ausbildung verwehrt und ihr so richtig Steine in den Weg legt, in dem Sinne, dass Sie irgendwann wenn sie in der Situation ist über solche Dinge Auskunft geben zu müssen es nicht kann.
     
  13. JJ1308

    JJ1308 Raisin Rouge

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    Das von den durch gepanschten Alkohol vergifteten und getöteten deutschen Touristen in der Türkei hast du mitbekommen oder? Schnaps kann auch ein Gift sein...auch wenn er nicht noch extra mit Methanol gepanscht wird...
     
  14. icruiser

    icruiser Himbeerapfel von Holowaus

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    Bleiben wir doch bitte beim Thema solange dieses nicht geklärt ist.

    Also grundsätzlich dürfen die Azubis da sie im Namen ihres Arbeitgebers handeln für diesen Rechtsgeschäfte eingehen.

    Das gilt somit auch in deinem Fall...
    Soweit es keine Sonderbedingungen für den Dünger gibt!
    Soll heißen wenn extra Schulungen für den Verkauf nötig sind, oder nur einzelne Mitarbeiter den Verkauf oder Beratung vornehmen dürfen!
     
  15. RedCloud

    RedCloud deaktivierter Benutzer

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    Eine minderjährige Auszubildende darf nicht einmal Zugriff auf den "Giftschrank" haben.

    Beispiel Apotheke:
    PKA: Darf nicht verkaufen.
    PTA: Darf verkaufen.
     
  16. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    So ist es und nicht anders!
     
  17. franz-ro

    franz-ro Hildesheimer Goldrenette

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    Normalerweise dürfen eben die PSM nicht von und nicht an Minderjährige gehandelt werden. Mir geht es eben nur um den Fall, ob es für den Fall der Berufsausbildung einer Ausnahmeregelung gibt, da dem Azubi ja die entsprechenden Fachkenntnisse vermittelt werden müssen im Zuge der Ausbildung.

    Diesen sogenannten "Giftschrank" gibt es bei uns wie schon gesagt sein einigen Jahren nicht mehr. In diesen Giftschrank müssen nur die Mittel, von denen unmittelbar eine hohe Gefahr ausgeht; d.h. das Mittel ist in der vorliegenden Form hochgiftig/tötlich/erbgutschädigend usw. (z.B. das Vergasungsmittel gegen Wühlmäuse Polytanol) und es benötigt einer besonderen Fachkenntnis, diese verkaufen zu dürfen. Diese betroffenen Artikel werden von uns nicht mehr geführt.

    In meinem Fall geht es ja darum, ob die Azubine die Standardartikel wie z.B. Schneckenkorn, ein Blattlausspray oder ein Mittel gegen Mehltau an Rosen abgeben darf, nachdem sie vom AL/einem Mitarbeiter über die Mittel entsprechend unterrichtet wurde; d.h. dass sie weiß, wie die Mittel anzuwenden sind, wie sie wirken, worauf man bei der Anwendung achten muss.
     
  18. Gokoana

    Gokoana Bittenfelder Apfel

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    Ich würde behaupten, ohne abgeschlossene Berufsausbildung darf niemand solche Gifte verkaufen, es sei denn jemand mit Fachkenntnis ist dabei anwesend.

    Hinzu kommt, dass die Auszubildende bei eventuellen Unfällen nicht haftbar gemacht werden kann, da sie noch unter 18 und eben noch in der Ausbildung ist.

    Mein Kenntnisstand, aber die Berufsgenossenschaft kann Dir zu diesem Thema ganz sicher sehr viel mehr sagen.
     
  19. franz-ro

    franz-ro Hildesheimer Goldrenette

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    Ja, aber genau da liegt doch der Hund begraben. Sie befindet sich doch gerade in einer Berufsausbildung, in der sie diese Kenntnisse erwerben soll. Selbstverständlich wird die Azubine nicht einfach so auf die Kunden losgelassen. Die ersten Wochen/Monate ist i.d.R. immer jemand mit entsprechender Fachkenntnis mit anwesend, der auf sie achtet und das jeweilige Schadbild und zugehörige Mittel erläutert.
    Es geht ja vor allem um den Fall, wenn ein Kunde kommt und z.B. sagt "Ich brauche bitte eine 1kg-Packung Schneckenkorn von Neudorff". Der Streitpunkt ist, ob sie dem Kunden die Packung aushändigen darf oder nicht.
    Wenn ein Kunde mit z.B. Pflanzenteilen kommt, die mit Läusen oder einem Pilz befallen sind, da kennt sie sich eh noch nicht aus und benötigt Hilfe durch eine Fachkraft. In diesem Fall kann sie selbst (mangels entsprechender Fachkenntnis) noch gar kein Mittel abgeben.

    Das würde natürlich einleuchten, auch wenn ein eventuell "verursachter" Schaden sicherlich durch die Haftpflichtversicherung der Azubine abgedeckt sein würde.

    Ob da die Berufsgenossenschaft der richtige Ansprechpartner ist?
     
  20. Tartaros

    Tartaros Grahams Jubiläumsapfel

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    102
    Durch die Haftpflichtversicherung der Azubine ist da mit Sicherheit überhaupt nichts abgedeckt. Die gilt nur im privaten Bereich...

    Fallen denn Schneckenkorn und Co. überhaupt unter die Gefahrstoffverordnung? Wenn nicht, dann hat sich das doch ohnehin erledigt.
    Wenn doch würd ich auch davon ausgehen, dass "Sachkunde" notwendig ist, die man eben erst mit der abgelegten Prüfung oder halt der abgeschlossenen Ausbildung erlangt.
    Ob die Kenntnisse im Rahmen der Ausbildung erworben werden müssen ist doch völlig wurscht. Es ist halt einfach nicht nachgewiesen, dass sie die Kenntnisse auch besitzt.
     

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