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MS Office vs. iWork 08!

Dieses Thema im Forum "iWork" wurde erstellt von Eosaner, 09.07.08.

  1. Eosaner

    Eosaner Englischer Kantapfel

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    HI,
    ich muss mir demnächst dringend ein office Prgramm zulegegn und bin noch ma überlegen, ob es Office 04 bzw. 08 oder iWork sein soll!

    Ich würde mir viel lieber iWork holen, aber:
    Ich bin noch Schüler und alle in meiner Klasse haben windows und somit office!
    Ist es möglich trotzdem zusammen Presentationen etc. zu erstellen und auch zu bearbeiten???

    Also sind ms office und iwork kompatiebel??



    vielen Dank schonmal vorweg
     
  2. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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    iWork ist dann nix für dich, wegen der Kompatibilität...

    Office 04 bekommt man günstig läuft aber nur auf PPC nativ. Auf Intel wird das nur über Rosetta laufen.

    Office 08 läuft nativ auf Intel und PPC, ist aber recht teuer, und auch nicht viel schneller...
     
  3. Eosaner

    Eosaner Englischer Kantapfel

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    mir haben aber einige schon gesagt, dass die beiden Progrmme super gut kompatiebel sind!
     
  4. Nighthawk

    Nighthawk Linsenhofener Sämling

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    Also für die Schule wird die Kompatibilität auf jeden Fall reichen (iWork kann mit Word, Excel und PowerPoint-Dateien umgehen). Nimm iWork, du ersparst dir viel Stress.

    PS: Lad dir doch mal die Testversion von iWork runter und probier es selber aus: http://apple.com/de/iwork/trial
     
  5. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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  6. Eosaner

    Eosaner Englischer Kantapfel

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    also kann ich auch super numbers- mit exeldateien editieren?
    Oder halt powerpoint mit keynote?
     
  7. Eosaner

    Eosaner Englischer Kantapfel

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    hmm, das hört sich ja alles nicht gut an!

    Also ich würde office 04 für knapp 50€ bekommen, soll ich da zuschlagen, oder eher nicht?
    -habe nen intel iMac der neuseten generation-
     
  8. Nighthawk

    Nighthawk Linsenhofener Sämling

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    PPC-Programme auf Intel-Macs sind Mist. Da würde ich kein Geld mehr für ausgeben. Jetzt mach doch mal, was ich eben vorgeschlagen habe (Testversion) und entscheide dann.
     
  9. Eosaner

    Eosaner Englischer Kantapfel

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    ja, iwork mag ja ganz schön sein, ich habe es mir auch schon gelalde, aber was bringt es mir, wenn das programm schön ist, aber nicht kompatibel zu office!!

    Ich habe nur gelesen, dass office 08 extremm schlecht und nicht ohne abstürze läuft!
     
  10. tak0209

    tak0209 Horneburger Pfannkuchenapfel

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    Mit dem Update ist es deutlich besser geworden, aber eben immer noch nicht perfekt.
    Nichtsdestotroz rate ich dir bei deinem beschiebenen Verwenungszweck DRINGEND zu Office 2008!
    Als Schülerversion kostet das ja auch "nur" 100 Euro...
    iWork wird dir im Austausch mit deinen Mitschülern nur Probleme machen, so schön die Suite an sich auch ist...
     
  11. torstenb

    torstenb Carola

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    Probier doch mal NeoOffice. Vielleicht kannst du deine Mitschüler auch für einen Umstieg auf OpenOffice bewegen. Sind schließlich alles kostenlose Programme und du hättest dann 100% Kompatibilität.
     
  12. crusher

    crusher Salvatico di Campascio

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    iWork ist kompatibel zu Office. Sämtliche .doc, .xls, und .ppt-Dateien lassen sich mit Pages, Numbers oder Keynote öffnen, bearbeiten und dann in ihr ursprüngliches Format exportieren.

    Vor allem Keynote empfinde ich ggü Powerpoint als überlegen, beim Rest kommt es drauf an:

    - Numbers ist besser bei kleinen Projekten als Excel, bei reiner EDV (Excel quasi als Datenbankersatz) sollte Excel wohl besser sein.
    - Pages ist bei "kleineren" Aufgaben wohl besser als Word (nach einiger Umgewöhnungszeit), bei wirklich großen Projekten - Diplomarbeiten etc. - sollte man ohnehin mit LaTeX arbeiten.
     
  13. Mac-Beth

    Mac-Beth Auralia

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    Ich persönlich kann von Office 04 und auch 08 nur abraten -hab andauernd Probleme mit Word und Excel (hab die neuesten Updates drauf!) mit den eigentümlichsten Fehlermeldungen (ja... typisch à la "Ein schwerer Ausnahmefeler ist aufgetreten -Windows zerstört sich nun selbst :p).

    Zum Thema Kompatibilität:
    Arbeite nun öfters mit iWork (Pages, Numbers) und habe keine Probleme diese Dokumente auf dem Win-Lappi meiner Freundin weiter zu bearbeiten etc.

    Ich hätte -für meine Verhältnisse (iWork/ Numbers/ Keynote f. Uni etc .)- voll auf MS Office verzichten können o_O
     
  14. dobe

    dobe Châtaigne du Léman

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    Also ich persönlich habe mich auch etwas länger damit beschäftigt, welcher Office-Suite denn am Mac nun der Vorzug zu geben sei. Und diese Frage lässt sich in der Tat alles andere als einfach beantworten. In vielen Communities und auch hier auf Apfeltalk findest du zahlreiche Beiträge zu dieser Thematik. Nicht weniger umfangreich sind allerdings auch die individuellen Meinungen dazu.

    Im folgenden Text möchte ich lediglich meine eigene Ansicht zum Ausdruck bringen bzw. etwas auf meine bisherigen Erfahrungen mit OSX und Büroprogrammen eingehen.

    Vorab zu meiner Ausgangslage... Ich habe früher sehr intensiv mit Windows Computern gearbeitet und tue dies immer noch. Außerdem sind viele meiner (Studien)kollegen noch immer eifrige Verfechter der Microsoft-Plattform und greifen daher auf Office 2003 oder 2007 unter Vista oder XP zurück. In weiterer Folge arbeite ich sehr viel mit dem MS Office Sharepoint Portal Server, einem Portalsystem mit Dokumentenmanagement- Archivierungs- und Workflowfunktionen, welches als Basis einen Windows 2003 Server verwendet.

    Zu meinen Ansprüchen kann man folgendes sagen: Ich bin auf jeden Fall jemand, der sein Office-Paket auch wirklich nützt und vor allem Excel einiges abverlangt und auch viele aufwendige Word-Projekte verfasst. Daher verlange ich von Büroapplikationen wohl auch deutlich mehr als jemand, der nur alle paar Wochen ein oder zwei kurze Briefe verfasst, oder mittels Tabellenkalkulation simple Abrechnungen erstellt und triviale Diagramme anfertigt.

    Als ich mein Macbook (siehe Signatur) bekommen habe, waren sowohl von Office 2004 (emuliert via Rosetta) als auch iWork 08 als Testversionen vorinstalliert. Diese Trialsoftware habe ich auch wirklich zu nutzen versucht, um mir ein umfassendes Bild der Programme zu verschaffen.

    Als "ehemaliger" Windows-User habe ich mir zuerst Office 2004 für den Mac angesehen. Der erste Eindruck war nicht nur ernüchternd, sondern vernichtend. Die Performance war/ist leider grottenschlecht und hat meine - auf Grund diverser Berichte über Rosetta - im Vorfeld aufgebauten (negativen) Erwartungen leider bei weitem übertroffen. Ich selbst habe zuvor noch nie mit einem langsameren Word oder Excel zurechtkommen müssen und wollte mich von Beginn an nicht mit solch einer blamablen Leistung zufrieden geben. Trotzdem habe ich mir das Programm einige Tage lang angesehen und schließlich feststellen müssen, dass mir vor allem im Bezug auf den Sharepoint Portal Server ALLE Funktionen fehlen. Auch sonst schien es Probleme mit der Kompatiblität zu geben - viele meiner Office 2003 oder 2007 Dokumente wurden nicht exakt wiedergegeben und auch viele meiner Kollegen klagten über (vor allem optische) Fehler in den von mir erhaltenen Dokumenten.

    Der Oberfläche von Office 2004 wollte ich am Anfang nichts Negatives beimessen und habe versucht, das Programm relativ objektiv zu betrachten und es nicht zu verurteilen, da es etwas Neues ist. Allerdings kam mir die GUI auch nach mehreren Tagen Arbeit alles andere als funktionell vor und schien sich auch sonst nicht wirklich in die OSX Landschaft einfügen zu wollen.


    Danach - und teilweise auch zeitgleich - habe ich iWork 08 angetestet. Hier haben mir am Anfang die "Spielereien" bzgl. netter Formatvorlagen und die perfekte OSX integration gefallen - alles schien/scheint aus einem Guss zu sein und fühlt sich phantastisch an.

    Ernüchternd fällt allerdings der Blick auf die Funktionspalette aus. Während Pages noch einigermaßen OK ist und durchaus mit mittelklasse-Programmen mithalten kann, geht Numbers sang- und klanglos unter. Das Programm darf sich leider wirklich nicht einmal ansatzweise in den Schatten eines MS Excel stellen. Es fehlen VIELE grundlegenden Funktionen und ein wirkliches Arbeiten mit aufwendigen Dateien scheint nicht möglich zu sein. Für Privatanwender mag es vlt. intuitiv, leicht verständlich und aufgeräumt sein, allerdings wirkt es im Vergleich zu Excel geradezu lächerlich.

    Keynote konnte sich - zumindest für mich - als einziger wirklicher Gegner zu Office entpuppen und ist PowerPoint in vielen Bereichen sogar überlegen. Gerade der Präsentationsmodus hat es mir sehr angetan und auch sonst geizt das Programm nicht mit netten (und vor allem sinnvollen) Features. Einen Nachteil hat, wie leider auch Pages und Numbers, Keynote allerdings - und das ist der Austausch von Dokumenten mit Windows-Nutzern. Dieser gestaltete sich bei mir als wahre Katastrophe. Ich verfüge über mehrere hundert, ja vlt. sogar tausend relevante Dokumente, die allesamt sehr informationsgeladen und komplex sind. Und in nahezu jedem getesteten Dokument haben sich beim Öffnen einige grobe Fehler eingeschlichen. Vor allem in Numbers wurden viele Dinge sogar überhaupt nicht dargestellt oder waren gänzlich unbrauchbar - in einigen anderen Dokumenten fehlten nur Kleinigkeiten (aber auch das ist bei einer solchen Anzahl an Daten nicht tolerierbar).

    Zum Schluss habe ich dann VmWare Fusions gekauft und Windows XP installiert. Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, dass ein Office 2007 im virtuellen Modus wahrscheinlich noch schlechter funktioniert als das mittels Rosetta emulierte Office 2004 für den Mac, gestaltete sich das Arbeiten unter XP SP3 am Macbook unglaublich zufriedenstellend. Teilweise merkt man absolut nicht, dass man keine native Software geöffnet hat, da alles so reibungslos zu funktionieren scheint. Die Kombination mit Spaces oder gar einem externen Monitor, auf dem nur XP läuft sind auch absolute Highlights...

    Zwar habe ich mir beim Erwerb des MB nie gedacht, dass Office 2007 unter Windows XP DIE Option meiner Wahl sein würde, um meine Schreib- und Kalkulationsarbeiten zu erledigen, allerdings muss ich sagen, dass diese Alternative für mich eindeutig die richtige ist.


    Auch wenn du (nur) Schüler bist, solltest du bedenken, dass du wirklich kompatibel sein solltest und dies wohl auch sein möchtest. Glaub mir - es gibt nichts Ärgerlicheres, als sich ständig mit Versionskonflikten oder Darstellungsfehlern herumschlagen zu müssen, während man eigentlich produktiv arbeiten sollte.

    Natürlich kannst du auch zu einer gänzlich anderen Software (z.B. OpenOffice oder NeoOffice) greifen, wenn das Budget eine wichtige Rolle spielt. Das KO-Kriterium bei mir waren hier vor allem Service und Betreuung (auch am Telephon) im Falle von Komplikationen.

    Auf einen Test von Office 2008 habe ich fast gänzlich verzichtet. Ich hatte es zwar kurz installiert und konnte nach den ersten Updates auch mit der Performance leben (die Release-Version ist/war schlimmer als 2004), allerdings erscheint mir die Oberfläche noch etwas Chaotischer zu sein als beim Vorgänger.



    Dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine stehe, das kann ich nach etlichen Gesprächen mit "Gleichgesinnten" durchaus behaupten.

    ...was allerdings nicht zwangsläufig heißen mag, dass man diese These bzw. meine Erfahrungen auf jeden weiteren Nutzer total unreflektiert übertragen kann. Ich kenne auch genug Personen, bei denen eine Investition in iWork deutlich angebrachter wäre, als der Erwerb eines MS-Produktes. Wer seine Dokumente vor allem selbst verwendet und kaum mit Nutzern aus der Windows-Welt interagiert, der kennt viele meiner Probleme erst überhaupt nicht und fragt sich vlt, wie man sich über ein derart gelungenes Stück Software so aufregen kann. ;) Und wer weiß wie ich selbst denken würde, wenn ich noch nie von Visual Basic for Applications, Makros, MS Office SPS etc. gehört hätte... ;)

    In diesem Sinne.... am besten Software testen und dann entscheiden - es kann dir wohl keiner so genau sagen, was du brauchst bzw. mit welcher Suite du am meisten Spaß (oder anders: die wenigsten Probleme) hast... ;)
     
    #14 dobe, 10.07.08
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.08
  15. litchblade

    litchblade Allington Pepping

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    Danke dobe für diesen doch sehr nüchternen und objektiven Testbericht bzw Erfahrungsbericht. Ich denke dass wenn man beruflich so eingebunden ist mit Office einem nichts anderes übrig bleibt als so zu handeln wie du und unter Windows zu arbeiten. Wie es bei mir ausgehen wird weiss ich noch nicht. Ich brauche das Macbook hauptsächlich für die Uni aber auch Privat, und weiss noch nicht in wie weit ich dort die Dateien austauschen werde oder nur ausdrucke und dann abgebe. Falls ich viel digital arbeiten werde, bleibt mir wohl auch nichts anderes übrig als VmWare zu installieren und dann unter XP zu arbeiten.

    Man wird sehen... Ich hoffe allerdings dass ich bei iWork bleiben kann da ich damit "leichter" arbeiten kann und ich ehrlich gesagt nicht vor hatte XP auf meinem Macbook zu installieren...
    Gruß
     
  16. NoaH11027

    NoaH11027 Weisser Rosenapfel

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    Mmh, ich habe deinen Bericht über deine Erfahrungen mit etwas Erstaunen gelesen und war am Ende doch überrascht wie du dich zu einem MacBook entscheiden konntest.

    Mir stand vor nicht ganz einem halben Jahr eine ähnliche Entscheidung offen. Allerdings mit komplett anderen Voraussetzungen. Ich arbeite in einem sehr "gemixten" Umfeld. Sprich meine Kollegen hier arbeiten mit Windows NT4 bis Vista, MacOS 10.3 - 10.5, reines BSD, aber auch Ubuntu oder Gentoo. Für mich war MacOS also auch eine absolut sinnvolle Lösung da ich mich nicht auf eine Insel begeben habe.
    Wenn ich so lese wie dein Umfeld aussieht und wie deine Voraussetzungen aussehen bin ich da doch wirklich überrascht, denn MacOS wird auch in Zukunft in der Windowswelt eine Insel bleiben die viele Inkompatibilitäten aufweisen wird.
    Bei mir war es und wird es auch für die nächste Zeit ein Mac bleiben.

    Daher finde ich deine Einschätzung etwas zu einseitig, auch wenn sie aus deiner Perspektive mit Sicherheit zu 100% richtig ist.

    Ich nutze auch Dokumente in Teams, allerdings arbeiten alle "meine" Teammitglieder auf unterschiedlichen Plattformen und sind nicht an Microsoftlösungen gebunden, weder client- noch serverseitig. Daher wird bei uns fast ausschliesslich mit quelloffenen Formaten gearbeitet, also ODF Dateien oder direkt mit Postscript oder PDF einfach um Kompatibilität zu garantieren und nicht in den Abhängigkeiten der Proprietät zu versinken. Ich arbeite da beruflich mit OpenOffice und MS Office '08, OpenOffice intern und MS Office extern, eben wenn ich Dokumente an Kunden weiter geben möchte die Windows basiert arbeiten.
    Privat arbeite ich mittlerweile nur noch mit iWork weil es für das was ich privat mache vollkommen ausreicht.

    Ich habe lange und viel mit Windows, Exchange und Office Produkten aus dem Hause Microsoft arbeiten dürfen und müssen. Ich weiß also auch wie verschiedene Datenbanken und Sprachen unter Windows funktionieren und kann sie auch benutzen. Genau diese erfahrung ist es aber auch die mich zu jemanden gemacht hat der offenen Lösungen forciert, Microsoft hat es in den letzten 15 Jahren nicht geschafft Kompatibilität zu schaffen und daher spreche ich den Jungs aus Redmond da einfach die Kompetenz ab.

    Diese ganze Thematik ist eigentlich durch zwei Punkte dominiert und am Ende sollten die auch den Ausschlag geben:

    1. Wie sieht der "Migrationshintergrund" aus. Sprich in was für einem Umfeld arbeitest du. Sind die dich umgebenden Systeme und Voraussetzungen durch Microsoft Produkte dominiert oder sind sie es nicht. Wird von dir eine 100% Kompatibilität zur Office '03 oder '07 erwartet bleibt dir gar nichts anderes übrig als die Windows Office in der VMWare zu nutzen.
    So peinlich wie es ist, Microsoft ist nach solanger Zeit immer noch nicht in der Lage zumindest einen grundsätzlichen Kompatibilitätsmodus zu garantieren. Du kannst also nie sicher sein das dein Office '08 Dokument auf dem Mac genau so aussieht wie dann später auf Windows unter Office '07.

    Glücklicher Weise setzen sich hier nach und nach offen Formate durch. Gerade in den USA ist mittlerweile sehr viel öfter ODF oder ODF gefordert um die Plattformunabhängigkeit zu garantieren. IT Entwicklungsland Deutschland zieht da jetzt aber auch an vielen Stellen nach, was ein Glück.

    2. Wie hoch ist dein Anspruch, also was genau hast du vor. Bleibt es bei kleineren Texten oder sollen Bücher draus werden. Willst du einfache Tabellen erstellen oder den Bundeshaushalt darstellen.
    Klar ist das die MS Office auf dem Mac kein VBA unterstützt, du also da schon einen echten Nachteil gegenüber dem MS Office Pedant auf dem PC hast. Allerdings tehen dir in offenen Formaten sehr mächtige Tools zur verfügung die VBA bequem in den Schatten stellen können. Applescript und Automator Funktionen seien hier nur als Beispiel erwähnt.

    Also 1. wo willst du arbeiten und 2. was willst du machen. Wenn ich das bei dir lese solltest du dir dirngend die Office '08 anschauen, sie bietet dir aktuell die höchste Kompatibilität auf "die andere Seite". Im Vergleich dazu solltest du aber auch OpenOffice bzw wenn es etwas schöner sein darf NeoOffice an. beide kosten nichts und sind sehr viel stärker am plattformunabhängigen Gedanken festgemacht.
    Wenn du nach Windows exportierst und da sehen willst was du auf dem Mac gesehen hast, solltest du über die Office '04 oder iWork nicht einmal nachdenken, das kostet nur unnötig Nerven und Zeit. beide sind genaus dafur völlig ungeeignet.

    @dobe
    Direkt gesagt hätte ich dir das in deinem beruflichen Umfeld ein MacBook keinen Sinn macht und das Ergebnis deines Tests eigentlich schon vorher fest stand. MacOS und eine Office darauf ist nun mal nicht Windows XP oder Vista mit Office und wird es auch nie sein. Ich glaube auch nicht das dies in der Absicht des Erfinders liegt.
    Das Problem erscheint mir das du "nur" in VBA, Makros und MS Office SPS denkst. Die wenigsten Macuser werden das machen oder jemals gemacht haben, sie denken mehr Applescript, Automator, Perl, Shell. Der Schritt von Windows zu MacOS ist etwas weiter als nur zum schönen weißen MacBook.

    ;)

    NoaH
     
  17. dobe

    dobe Châtaigne du Léman

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    -

    @ NoaH11027
    Dass man vermuten könnte, dass ich mit dem Macbook womöglich falsch entschieden hätte, ist nach dem Lesen meines Beitrages wohl sehr naheliegend.

    Allerdings muss ich sagen, dass sich OSX in meine bestehene (Arbeits-) und Serverlandschaft perfekt integrieren ließ und eingentlich bisher keinerlei Probleme macht. Lediglich bei Office hatte ich persönlich die beschriebenen Probleme.

    Sicherlich... diese sind "zum Großteil" auf Grund der mitgebrachten Daten hausgemacht und engenen daher den Spielraum gewaltig ein, dürfen allerdings nicht vernachlässigt werden.

    Dass der Automator ein wichtiges und mächtiges Werkzeug ist, das habe ich am Anfang in der Tat nicht gewusst bzw. musste erst neu lernen, um damit umzugehen. Mittlerweile kenne ich mich damit schon "recht gut" aus und es lässt sich prima damit arbeiten.

    Dass ich vermehrt wert auf den Sharepoint gelegt habe ist richtig, allerdings muss man verstehen, dass mir hier ein "Denken in anderen Dimensionen" kaum möglich ist, da bei uns über 1000 Benutzer an diese Plattform gebunden sind. Ich persönlich hoffe noch immer, dass MS durch die Implementierung der offenen Formate auch am neuen Sharepoint halbwegs gute Lösungen schafft.


    Insgesamt kann ich mit meiner Lösung daher recht gut leben und werde es - sofern sich keine bessere Option anbietet - auch nichts Gravierendes daran ändern. In allen anderen Belangen bin ich sehr von OSX überzeugt und hatte es auch bei anderen Applikationen nicht sonderlich schwer, auf konkurrenzfähige Pendants umzusteigen.
     
  18. HerrBernhard

    HerrBernhard Roter Delicious

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    Also ich arbeite für meinen Teil seit geraumer Zeit mit iWork im Studium. Schreibe damit ständig meine Hausarbeiten und vieles, vieles mehr, ist also wirklich im Einsatz. Wegen nerviger Kompatibilitätsprobleme mit den Dateien von einigen meiner Kollegen hier, hab ich mal Office 2008 getestet:

    Auch hier gab es Kompatibilitätsprobleme (die haben anscheinend ältere/ander Versionen verwendet), das dabei entstandene xdoc-format lässt sich nur von wenigen anderen lesen und im Endeffekt liest iWork die doc-dateien besser und für den Fall der Fälle hab' ich noch OpenOffice 3.0, das schafft dann meist das Zeug, was iWork nicht packt.

    Also rundum kann ich sagen: Ich habe, bevor ich auf Mac umgestiegen bin auch schon ciel mit Word gearbeitet, aber der Umstieg auf iWork war wirklich schnell gemacht und jetzt, nach meinem kurzen "Wiedereinstieg", kann ich nur sagen, dass Office einfach nicht zu mac passt ...
    Und das eben von der Bedienung und allem, naja, wenn du beides mal kurz testest, wirst du's rausfinden.
     
  19. NoaH11027

    NoaH11027 Weisser Rosenapfel

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    Ich glaube das dies der wichtige Knackpunkt ist den viele Umsteiger unterschätzen oder falsch einschätzen. Hier in meiner Firma bin ich wahrscheinlich einer derjenigen die am längsten auf MacOS setzen und werde deswegen gern angesprochen, nicht nur dienstlich.
    Da sind dann genau die Fragen wie zu diesem Thema an der Tagesordnung. Wie du ja auch bestättigst ist das eigentliche Problem ja die Migration. Sprich wie passe ich in meine Umgebung und da sind propietäre Lösungen wie das Sharepoint Portal immer ein Problem. Vor allem ist das ein Problem das sich mit den üblichen "Mac gut, Windows Böse" Diskussionen nicht beseitigen lässt. Da gilt es dann genau zu überlegen was man macht.

    Mit einem iMac zu Hause und als einziger meiner Klasse mit iMac würde ich wahrscheinlich empfehlen zügig Bootcamp und WinXP zu installieren, einfach weil die Migration ins Umfeld viel einfacher ist was man im Schulalltag nicht unterschätzen sollte, arbeitet man doch mit anderen zusammen.

    Je länger ich die Office '08 nutze, je mehr bin ich von der Leistung Microsofts enttäuscht. Excel leidet schon sehr darunter das VBA nicht implementiert ist. Word war ja seid eh und je nicht unbedingt die Ideallösung bei aufwendigen und sehr großen Textwerken. Da sind Lösungen wie TeX, Nisus oder Scrivener deutlich besser geeinget.

    iWork glänzt mehr durch die "homemade" Funktionen. Gerade Pages kann IMO mit den Layout Funktionen sehr gut punkten und für den privaten Rahmen reicht das alle Male und genau dafür ist es ja auch gedacht.
    Aber wenn es schwierig wird ist es genau so eine Niete wie Word, egal ob '07 auf dem PC oder '08 auf dem Mac. Aus unerfindlichen Gründen zerstört es das Layout, vernünftigen Fußnoten, Inhaltsverzeichnissen und mathematischen Implementation ganz zu schweigen über punktgenaue Positionierung und Bezeichnung von Grafiken mit/ohne Transparenzen ganz zu schweigen.

    Am Ende ist es dann wichtig hier "nur" der groben Richtung zu folgen und sich selbst ein Bild zu machen, und ich der Schule mal anchzufragen ob denn in Officeformaten ebgegenen werden muss oder ob offenen Standards erlaubt sind.

    NoaH
     
  20. HotblackDesiato

    HotblackDesiato Zuccalmaglios Renette

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    Ja, sie lassen sich öffnen ... aber was dabei raus kommt, ist bei komplexeren Dokumenten nicht mehr nutzbar. Gerade bei umfangreichen Excel-Berechnungen kann man da nicht mehr von Kompatibilität sprechen.

    Ansonsten kann ich als MS Office Freund unter Windows nur sagen: bloß nicht die Mac-Version! MS Office für Mac ist in meinen Augen einfach nur schlecht. Die Kombination Open/Neo Office und iWork ist auf dem Mac die für mich vernünftigere Alternative.
     

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