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Magazin Kommentar: Datenroaming in der EU – Es ist noch ein weiter Weg

Aber nicht für eine vernünftige Preisstruktur.
 
Wer zahlt denn bitteschön noch richtiges Geld für Mobilfunk? An jeder Straßenecke werden Flats für wenige Euros unters Volk geworfen. Natürlich mit SMS-, Festnetz-, kleiner Datenflat. Die Zeiten in denen Grundgebühren von 20-30 € aufwärts die Regel waren sind doch vorbei.
 
Ich meine aber grade die Datenflat, die SMS-, de Festnetz- und de Mobilfunkflat interessieren die meisten nicht. Die sind bei sehr vielen dabei werden aber kaum genutzt.

Und die Tarife fürs Telefonieren, SMS mit Datenvolumen sind bei den Providern (ich meine die großen Telekom, Vodafone) von der Preisstruktur ähnlich wie der RAM bei Macs oder bei den iDevices die Speichergröße. Einfach überteuert und stehen in kein Verhältnis, ich und sicherlich viele andere wäre gern bereit 10€ mehr zuzahlen für eine richtige Flat aber nicht um dann von 750 MB auf 1GB zu kommen.
 
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Also ich habe 10 GB LTE-Volumen. Europaweit.
Solche Tarife gibts natürlich nicht an der Aldi-Kasse. Aber Geiz ist ja beim Mobilfunk offenbar noch wesentlich geiler als in anderen Bereichen.
 
Also ich habe 10 GB LTE-Volumen. Europaweit.
Solche Tarife gibts natürlich nicht an der Aldi-Kasse. Aber Geiz ist ja beim Mobilfunk offenbar noch wesentlich geiler als in anderen Bereichen.


Darf ich mal fragen, was Du dafür bezahlst?
 
Ist das ein reiner LTE Tarif oder hast du auch eine Telefonnummer und kannst telefonieren mit einen ganz normalen Minuten Takt und SMS schreiben die dann pro SMS abgerechnet werden?

Wenn es nur ein reiner Datentarif ist, habe ich mich vorhin falsch ausgedrückt. Ich meinte natürlich Tarife mit denen man auch noch telefonieren und sms schreiben kann. Das zahlt man dann zwar wenn man es braucht aber es sollte möglich sein.
 
Ich habe einen Complete XL Tarif bei der Telekom, der mit 61,95€/Monat zu Buche schlägt. Darin enthalten sind vier Travel&Surf-Pässe mit jeweils 50 MB für sieben Tage. Die Telekom bietet an, für fünf Euro meine dreifach Flat im EU-Ausland weiter zu nutzen. Soweit ok. Ich würde von einem weltweit operierenden Unternehmen erwarten, dass das im Preis mit enthalten ist. Und ein Complete XL-Tarif kann man sicher nicht als billig bezeichnen.
 
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@Michael Reimann
Den Vertrag hatte ich auch mal, habe ich aber dann zum M Gewechselt. Denn wenn ich diese 4 Pässe mir so kaufe würde ich billiger weg kommen als wenn ich den XL 12 Monate zahle und mit den 5€ für die dreifach Flat im EU Ausland komme ich nun sowie so besser weg und 20€ mehr sind nur 1,2GB mehr auch nicht Wert. Auch die 2 Mulisims die dabei enthalten sind, sind es meiner Meinung nach nicht Wert.

4x TravelPass /Jahr (4*15€=60}
2x MultiSim (10/Monat)

Vergleicht man nun deinen Vertrag und meinen
1448€ zu 1008€

Macht ne Differenz von 440€ die insgesamt. Die 8 TravelPass und die 2xMultiSim in den 24Monaten würde mich 360€ zusätzlich kosten.


Und da ich eh alle 12 Monate ein neues iPhone habe, ist es auch egal das ich dann nach 24 Monaten das iPhone dann mal für 1€ bekommen könnte. So zahl ich halt um die 100€, die einen nicht weh tun da das Vorgänger Modell für 300-400€ verkauft wurde. So kann man sagen mache ich mal mit den Verkauf des iPhones zwischen 200-300€ Gewinn obwohl ich mir ein neues geholt (über die Telekom geholt) habe und ein anderes mal muss ich halt 300€ drauf legen um das neue direkt von Apple zubekommen. Da aber 12 Monate vorher ja in Prinzip das Geld als Gewinn schon reingeholt wurde, ist es eine Rechnung die gegen 0 dann geht.


@ullistein
Warum? Er kann es doch ruhig öffentlich sagen. Ist doch nichts dabei so etwas öffentlich zusagen, selbst wenn es nur ein Vertrag ist den er bekommen hat da er selbst oder ein Freund bei einen Provider arbeiten. Das würde halt einfach nur dann bestätigen das die normalen Endnutzer nicht solche Tarife bekommen sondern nur für die Mitarbeiter und deren Freunde vorbehalten sind.
 
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Es interessiert mich wirklich.
Solche Tarife gibts nur auf Nachfrage beim echten Kundenbetreuer und nicht bei der 400€-Kraft an der Hotline. Und es gehört auch ein wenig Verhandlungsgeschick dazu. Da ich auch außerhalb der EU viel unterwegs bin hat man mir da solch ein Konstrukt gebastelt das beiden zum Vorteil gereicht. Es sind mehr als 50€ und weniger als 100. Mehr schreib ich dazu nicht.
 
Hmm.

Mir steht in den nächsten Monaten ein Umzug bevor. Ich habe darüber nachgedacht, dann komplett auf den Festnetzanschluss zu verzichten. Bei knapp über 50,- € würde es sich lohnen, bei knapp unter 100,- € nicht. Zumal ich kein guter Verhandler bin.

Übrigens, zur Geizmentalität - es soll tatsächlich Leute geben, bei denen die finanziellen Mittel begrenzt sind und eben nur ein gewisses Budget für Telekommunikation zur Verfügung steht. Man muss schließlich noch essen.

Und trotzdem zu schauen, dass man für sein Geld möglichst viel Leistung bekommt, finde ich dabei nicht verwerflich.
 
[...]die Kosten für den Traffic sind absolut lächerlich im Vergleich zu den Tarifpreisen.[...]
Was sind denn nur mal die größten Faktoren?
Traffic ist ja nicht gleich Traffic. Nur weil gewöhnlicher Webtraffic in Backbones recht günstig ist, heißt das noch lange nicht, dass das in Mobilfunknetzen auch so ist. Ein Extremfall ist z.B. das Satelliten-Mobilfunk-Netzwerk Iridium, wo Trafficpreise über US$ 10 pro MB ganz normal ist.

Die Tarifierung an sich ist schon eine komplexe Sache. Das sind so viele einzelne Faktoren, deren Wirkungen sich z.T. gegenseitig verstärken, dass auch nur eine halbwegs korrekte Darstellung der Spitze des Eisberges den Rahmen dieses Threads sprengen würde.

So, wer bist Du denn, der die Weisheit mit Löffeln gegessen hat?
Ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber ich erwarte zumindest, dass man sich mal halbwegs mit dem Thema beschäftigt, bevor man ein "Highlight" in einem Onlinemagazin veröffentlicht.

Was hier Bodensatz ist oder nicht kannst Du auf Grund welcher Fakten, Kenntnisse, Hintergründe oder Deines Berufes beurteilen?
Ich könnte Dir gleich zig Teile Deines Artikels auseinandernehmen, aber exemplarisch sei hier mal folgende Passage angeführt:
Und warum sich beim mobilen Netz niemand über eine Drosselung beschwert, verstehe ich auch nicht.
Erstens, beschweren sich genügend Leute und zweitens ist die Drosselung die momentan einzig praktikable Lösung, um Funkzellen vor der Datenflut nicht zusammenbrechen zu lassen.
Du hast also nicht einmal im geringsten das Warum vernünftig hinterfragt. Das darf man schon noch von einem anständigen Journalisten erwarten, oder?
Stattdessen wurde mal wieder der Bedarf des Pöbels nach Aufregern bedient, "Abzocke" schreien gefällt dem gemeinen Leser ja auch viel besser als einen fundierten, sachlich korrekten Kommentar zu schreiben.
Kleiner Tipp: Heftige Titel wie "Ein Mann wollte einfach im Ausland surfen, dann geschah etwas ergreifendes" wirken noch besser für den Leserfang.

Du schreibst von Durchleitungskosten durch diverse Länder, die den Preis in die Höhe treiben. Was bitte ist der Unterschied, ob die Daten eines Mobiltelefons durch das Internet geleitet werden, oder die von einem "Festnetz-DSL-Anschluss"?
Das Mobiltelefon geht auch im Ausland über die heimische Mobilfunkinfrastruktur ins Netz. Oder bildlich gesprochen gibt es praktisch ein Verlängerungskabel von Spanien zum heimischen DSL-Anschluss. Dieses Verlängerungskabel ist technisch komplex und erfordert eben einen komplexeren Dienst als einen schnöden IP-Paketschubser. Deswegen kostet dieser Transit-Traffic mehr als regulärer Webtraffic (gleiches gilt z.B. auch für Videostreaming über CDNs).

Ich habe bei der GSMA noch ein PDF gefunden, was grob technisch erklärt, wie Roaming funktioniert: http://www.gsma.com/aboutus/wp-content/uploads/2012/03/smsdataroamingexplained.pdf
 
Es ist ja schön und gut wenn die Mittel begrenzt sind. Dann sind aber auch die Möglichkeiten begrenzt. Wenn ich es mir nicht leisten kann dann fahre ich ja auch nicht Ferrari.
Wenn ich etwas haben will muss man es eben auch bezahlen und nicht wie viele hier darüber jammern das gewisse Leistungen nun einmal Geld kosten.

Es soll sogar möglich sein einen Urlaub zu verbringen ohne alle 5 Minuten Mails zu checken und der Omi jeden Abend telefonisch mitzuteilen wie toll doch die Sonne scheint. Das sind echte Luxusprobleme.
 
Naja.
Ich also ich habe auch ein Geizvertrag weil an den meisten Orten wo ich bin habe ich Zugang zu W-Lan. Davon mal abgesehen bin ich der Meinung das man wenn man in Städten wie London ist (habe dort eine Zeit lang gelebt) braucht man keine Datenflat, dort gibt es an fast jeder Stelle frei nutzbares W-Lan.
 
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@ullistein
Hat auch meiner Meinung nichts mit Geiz zu tun, ich habe auch nur gesagt das die großen Provider mal über ihre Preisstruktur nachdenken sollten. Weis auch nicht wie Fararan, da sofft auf die Geiz ist Geil Schiene kommt.

Ich zahl nun ja auch schon 42€ für meinen Mobilfunkvertrag mit 750MB, nur sehe ich es nicht ein das ich 20€ drauf lege um 2GB zu bekommen. 10€ mehr als Option für eine richtige Flat würde ich aber einsehen, klar wird das die Telekom nicht machen. Denn dann würden ja die wenigsten noch die L, XL oder XXL Tarife buchen.

@Farafan
Es war klar das direkt wieder so ein vergleich kommen muss...
Ein Ferrari ist nicht fürs Volk gedacht, aber der Mobilfunk schon. Dementsprechend auch wird das Geld über die Masse eingenommen und nicht über ein paar wenige wie es bei Ferrari der Fall ist (den Mutterkonzern Fiat nun außen vorgelassen).

Es muss durchaus möglich sein das es ein gesundes Mittelmass gibt, zwischen diesen übertrieben Preisen wenn man mehr Volumen will und den jetzigen Preisen mit den mickrigen Volumen.

@Fridolin'
Auch wenn der Gedanke überall freie HotSpots zu haben schön ist, so ist einfach doch zu oft in den Medien gezeigt worden was man dort so alles anstellen kann. Mag zwar sein das man mit iPhone dort ziemlich sicher noch ist, jedoch würde man dann ja auch in die Versuchung kommen mit seinen Laptop rein zugehen und diese sind dann nicht mehr so sicher.
 
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Die Leistung X hat einen Preis Y. Dieser ist mir vorher bekannt und wird mir beim Einbuchen ins ausländische Netz auch noch per SMS mitgeteilt. Jetzt ist es an jedem selbst zu entscheiden ob mir diese Leistung den Preis wert ist oder nicht. Im letzten Falle hat das Handy eben in der Tasche zu bleiben. Ganz einfach.

Wenn ich in ein 5-Sterne-Restaurant gehe muss ich auch vorher überlegen ob mir eine Mahlzeit pro Person 200 € wert ist. Hinterher zu jammern wie völlig überteuert und böse doch die Welt ist bringt nichts. Mittlerweile sind die Gebühren innerhalb der EU absolut moderat und bei halbwegs bewusster Nutzung werden auf der Rechnung vielleicht 10 € fürs Roaming auftauchen. Wer natürlich bergeweise 8-MP-Fotos zu Fratzenbuch hochladen muss wird dafür logischerweise richtig zur Kasse gebeten. Die Frage die sich stellt ist doch ob dies notwendig ist oder einfach nur Teil einer mittelschwer überzogenen Anspruchshaltung.
 
Mag sein das 1980 der Mobilfunk noch ein Luxus war aber 2014 ist Mobilfunk kein Luxus mehr, auch der Vergleich mit den 5 Sterne Lokal ist nur suboptimal. Klar mir ist durch aus bewusst das du mir (oder uns) nur sagen willst, das man vorher auf die Speisekarte schon schauen kann und weis wie teuer der Spaß wird. Genau so ist es mit den Mobilfunk, ich kann jetzt schon nachsehen was mich das surfen im meinen nächsten Urlaubsland kostet würde bzw. man bekommt ja sogar eine SMS direkt, das streite ich auch gar nicht ab.

Auf der anderen Seite werden grade auch ein paar Sachen vermischt hier in Thread.
Roaming
Datenflat fürs Inland

Da ist das Problem aber schon generell, denn die Nutzer klagen ja eigentlich über den zu geringen Traffic im Heimatland und die Politik regelt Sachen für's EU Roaming. So wird dann bald direkt das nächste Problem entstehen und zwar das die Nutzer dann auch noch einen sofort riesigen Traffic fürs EU Ausland wollen.

Ich selbst habe zwar gesagt das ich bereit wäre 10€ mehr zuzahlen für eine richtige Flat aber viel wichtiger ist mir das ich nun schonmal für 5€ in Monat mein Smartphone in EU Ausland immer komplett anlassen kann. Mit meinen 750MB komme ich ganz gut aus und in Urlaub sowie so, denn da steckt das iPhone meistens nur in der Hosentasche. Ich nutze es halt nur um mal etwas zu suchen oder vielleicht mal schnell kurz einen Urlaubsgruß an meine Freunde zu schicken, das zwar über dein geliebtes Fratzenbuch aber das ist ja meine Persönliche Sache. Denn so kann man schnell an alle seine Freunde (sind wirklich nur Leute die ich seit Kindergarten, Schulen etc. wirklich persönlich kenne und auch so noch Kontakt habe außerhalb von Facebook) mal einen Gruß mit Bild schicken.
 
Das Mobiltelefon geht auch im Ausland über die heimische Mobilfunkinfrastruktur ins Netz. Oder bildlich gesprochen gibt es praktisch ein Verlängerungskabel von Spanien zum heimischen DSL-Anschluss. Dieses Verlängerungskabel ist technisch komplex und erfordert eben einen komplexeren Dienst als einen schnöden IP-Paketschubser. Deswegen kostet dieser Transit-Traffic mehr als regulärer Webtraffic (gleiches gilt z.B. auch für Videostreaming über CDNs).
Das ist ja der Witz. Videostreaming per CDN ist lächerlich günstig im Vergleich zu dem was der Mobilfunkanbieter da vom Kunden verlangt. Bei den großen CDNs bist du schnell bei unter 10ct/Gb und da ist deren Gewinnspanne noch mit drin, da kannst du mir doch nicht weiß machen, dass Traffic im Ausland vom Mobilfunkturm nach Deutschland zu schupsen da soviel teurer sein muss.
 
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Reaktionen: Michael Reimann
Ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, aber ich erwarte zumindest, dass man sich mal halbwegs mit dem Thema beschäftigt, bevor man ein "Highlight" in einem Onlinemagazin veröffentlicht.
Ich sprach freundlich von "gegessen" aber gut, werden wir nicht kleinlich. Aber ganz ehrlich: Deine Erwartungen interessieren mich herzlich wenig.
Hier geht es um eine Meinung eines Anwenders. Aus Sicht des Anwenders ist ganze Roaming eben einfach zu teuer. Das mag an der Intransparenz der Konzerne liegen oder anderen Faktoren. Das ist dem Endanwender ziemlich egal.

Ich könnte Dir gleich zig Teile Deines Artikels auseinandernehmen, aber exemplarisch sei hier mal folgende Passage angeführt:

Erstens, beschweren sich genügend Leute und zweitens ist die Drosselung die momentan einzig praktikable Lösung, um Funkzellen vor der Datenflut nicht zusammenbrechen zu lassen.
Du hast also nicht einmal im geringsten das Warum vernünftig hinterfragt. Das darf man schon noch von einem anständigen Journalisten erwarten, oder?

Nochmal: Es ist ein Kommentar: ein Kommentar ist eine Meinung. Nenne es gerne Bodensatz, das ist mir egal. Ich habe meine Meinung gesagt (wie es hier jeder in dem Kommentaren auch tun kann.) Ich habe aus der Perspektive eines Anwenders/Nutzers gesprochen. Aus technischer Sicht, hat das sicher seine Gründe, ist komplex und sehr schwierig für den einfachen Anwender zu durchblicken. Und das muss er auch gar nicht.

Zu den Beschwerden:
Wo beschweren sich denn die zahlreichen Menschen. Wo ist denn der "Aufschrei", die Petitionen all das ganze Getöse, dass im Zuge der "Drosselkom" stattgefunden hat? Nur weil mal drei Leute bei der Hotline ihres Anbieters anrufen und fragen, warum gedrosselt wird, kann man wohl kaum von einer Bewegung ausgehen. Und es ändert sich ja auch nichts. Warum auch. Die Kühe können weiter gemolken werden.

Stattdessen wurde mal wieder der Bedarf des Pöbels nach Aufregern bedient, "Abzocke" schreien gefällt dem gemeinen Leser ja auch viel besser als einen fundierten, sachlich korrekten Kommentar zu schreiben.
Den Unfug mal ausgeklammert: Wo habe ich Abzocke geschrieben?

Das Mobiltelefon geht auch im Ausland über die heimische Mobilfunkinfrastruktur ins Netz. Oder bildlich gesprochen gibt es praktisch ein Verlängerungskabel von Spanien zum heimischen DSL-Anschluss. Dieses Verlängerungskabel ist technisch komplex und erfordert eben einen komplexeren Dienst als einen schnöden IP-Paketschubser. Deswegen kostet dieser Transit-Traffic mehr als regulärer Webtraffic (gleiches gilt z.B. auch für Videostreaming über CDNs).

Ich habe bei der GSMA noch ein PDF gefunden, was grob technisch erklärt, wie Roaming funktioniert: http://www.gsma.com/aboutus/wp-content/uploads/2012/03/smsdataroamingexplained.pdf
Danke, das war der erste verwertbare Teil dieser Diskussion.
Aus dem Dokument geht hervor, dass u.a. beim Datenroaming ein "International Transit Service" zum jeweiligen Heimatnetz genutzt wird. Das wird nicht näher erklärt. Ich vermute daher eine parallele (und daher teure) exklusive Netzwerk-Infrakstruktur (also nicht das "öffentliche" Internet). Vermutlich, um die Datenmenge korrekt abrechnen zu können. Hier wäre aus meiner Sicht der Ansatzpunkt. Die Daten würden im fremden Netz direkt ins Internet übergeben und zum Ziel geleitet. Eine Abrechnung könnte über einen Organisationskanal stattfinden. (Oder über "normale" Traffic-Zählung). Aber, um wieder die gierigen Konzerne ins Spiel zu bringen: Warum sollte man das ändern?!

Aber um dieser ganzen Diskussion ein halbwegs glattes Ende zu bereiten: Ich sehe ein, dass Roaming derzeit eine komplexe technische Angelegenheit ist. Das ganze dann noch zu provisionieren ist demzufolge eine ebenso komplexe Angelegenheit.
Die Netzbetreiber und deren Roamingpartner müssen die Infrastruktur vor dem Kollaps schützen, daher wird gedrosselt.

Ich bleibe aber dabei, dass in der heutigen Zeit 50 MB für 15 Euro Wucher ist. Das liegt zum einen daran, dass in den letzten Jahren die Menge der Daten, die durch die Netze transportiert werden müssen, stetig zunimmt und weiter zunehmen wird. Die Netze deswegen auch ausgebaut werden müssen. (Abdeckung und Kapazität!)

Bei allen Tarifen, die ich so studiert habe, waren es in der Regel kleine dreistellige Megabyte-Volumen (meistens 150-300MB), die man im Ausland bekommen hat. Die Preise dafür bewegen sich zwischen 14-25 Euro. Das ist aus meiner Sicht eben zu teuer. Den Anwender interessieren nun mal die technischen Prozesse hinter dieser Sache nicht.

Der Vergleich mit Iridium hinkt aus meiner Sicht. Hier muss eine wesentlich teurere Infrastruktur (66 Satelliten) aufrecht erhalten werden. Und Iridium hat immer noch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Andere Anbieter sind bereits gescheitert. Das aber nur am Rande.
 
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