Kommentar: Apples schwacher Umgang mit Kommunikation

Dieses Thema im Forum "Editor's Blog" wurde erstellt von Michael Reimann, 29.12.17.

  1. klaus968

    klaus968 Klarapfel

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    Ist schon klar. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten...

    Wer das glaubt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

    Bei Apple hat jetzt mal die Rechtsabteilung übernommen, um die Erfolgsaussichten der Klagen zu minimieren. Mehr war da nicht.

    Nach dem desaströsen update auf iOS 11, verstehe ich diese Geilheit auf Updates überhaupt nicht mehr. Denn dieses bedeuten ja mitunter eine verschlimmbesserung.

    iOS 11 hat mich zum S8 gebracht. Ich genieße ein problemlos funktionierendes Stück Hardware und Software.

    Und es wird demnächst das Update auf Oreo kommen. Ganz toll. Wenn die Software funktioniert. Und nach den letzten Erfahrungen mit Apple (iOS 11, macOS 10.13), werde ich da sehr abwartend sein. Freiwillige vor.
     
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  2. Skynet87

    Skynet87 Ingrid Marie

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    Schlecht kommuniziert auf jeden Fall.....aber was ist denn die Alternative? Wie lange gibt es denn Android Updates auf anderen Geräten? 2 Jahre? Bei Apple bekommt man zumindest 4-5 Jahre immer die aktuelle Software.....also den technischen Schritt kann ich hier persönlich nachvollziehen. Ab welchem Verschleißgrad beginnt dieses sporadische Abschalten ohne das Update? Fraglich ob den Benutzern das lieber ist....

    Ich wüsste auch gerne wie sich das Ganze in der Praxis tatsächlich bemerkbar macht......

    Aber wiegesagt ganz klar, ein Hinweis in iOS darüber ist nicht zu viel verlangt
     
  3. RebelSoldier

    RebelSoldier Eifeler Rambour

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    :D

    Das ist schön für dich, dass du eventuell ein Oreo-Update erhältst. Wird dann aber auch das letzte große OS-Update sein, was dein S8 zu Gesicht kriegt (es sei denn, du flashst dir manuell ein anderes OS drauf).

    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit den nicht zeitnah ausgelieferten Security-Updates, sobald das S9 draußen ist.

    Die Samsung-Update-Politik hat mich zurück zum iPhone gebracht.

    Möchte dir jetzt das S8 nicht schlecht reden (mein S7 war bis zum Schluss an sich auch ein gutes Gerät). Aber Update-Probleme wirst du tatsächlich weniger haben - gibt ja auch viel weniger davon. ;)


    Nachtrag: Wenn dich die "miese Software-Qualität" zum Wechsel gebracht hat, hast du dich ja hoffentlich auch bei den Update-Problematiken bei Android eingelesen. Die Pixel-Geräte von Google erhalten bspw. als einzige zeitnah und sofort Updates. Und da gibt es auch immer wieder Probleme. Mal kleinere, mal größere.

    Wie ich selbst schon geschrieben habe: Software wird niemals zu 100% perfekt sein. Das ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit.


    Es gibt 2 Jahre vollen Update-Support. Ein weiteres Jahr oben drauf gibt's für Security-Updates. Danach gibt's keine Update-Garantie mehr und auch keinen Online- oder telefonischen Support.

    Und das gilt für die Google-Eigenen Modelle der Pixel-Reihe (früher: Nexus).

    Bei den sonstigen Geräte-Herstellern ist es völlig unterschiedlich. Das geht von gar keinen Support (meist bei den Billigstgeräten, die auch schon veraltet auf den Markt kommen), bis zu "wir geben uns einigermaßen Mühe". Bei vielen der großen Hersteller (darunter auch Samsung) erhältst du meist bis zum Release des neuen Flagship-Modells einigermaßen guten Update-Support, danach flacht er ab.

    Bei Samsung hab ich z.B. mit dem S7 Mitte November immer noch auf Security-Patchlevel August gehangen. Sprich: Ohne BlueBorne Patch und ohne KRACK-Patch.
     
    #23 RebelSoldier, 29.12.17
    Zuletzt bearbeitet: 29.12.17
  4. klaus968

    klaus968 Klarapfel

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    Ja, aber... Zwischen nicht 100% Perfekt und dem Geholpere und Gestolpere von Apple in diesem Jahr, ist schon ein großer Unterschied.
     
  5. tjp

    tjp Danziger Kant

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    Apple hatte die Wahl dem Nutzer mitzuteilen, dass der Akku nicht mehr ausreichend belastbar ist, und ihm so den Weg zum Kundenservice zu weisen, damit er den Akku tauschen lassen kann. Das wurde nicht getan, sondern still und leise wurde nur die Leistung reduziert. Die Intention hinter dieser Aktion ist ziemlich eindeutig, dass Apple nämlich darauf wettete, dass der Kunde wegen des langsamen iPhones lieber gleich ein neues kaufen wird, und eben nicht einen Akku-Tausch durchführen lässt.
     
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  6. Cohni

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    Dann setzt aber Apple auf die mehrheitliche Blödheit der User. Sind die so blöd zu denken, dass wir so blöd sind? ;)

    Wenn ein relativ junges Gerät wie das 6s durch ein Update merklich schlechter und langsamer wird...sorry...dann wäre meine Überlegung nicht der sofortigen Gang in den Store, um mir ein neues iPhone zu kaufen, sondern eher zu überlegen, was denn die Konkurrenz zu bieten hat. Darüber hinaus würde ich das Gerät vielleicht vorher im Store überprüfen lassen und man würde mich auf den schwachen Akku hinweisen. Nee, das ist mir zu unlogisch.

    Meine Meinung ist eher, dass es sich um eine sinnvolle Überbrückungsgeschichte handelt, bis man den Akku getauscht hat und dass diese Geschichte einfach nur katastrophal kommuniziert wurde.

    Ein geplante Obsoleszens würde sich nicht nur auf Geräte mit defekten Akkus beschränken. Das würde überhaupt gar keinen Sinn ergeben. Wenn, dann werden alle verlangsamt und nicht nur ein paar, zumal diese mit einer relativ einfachen Tauschmaßnahme wieder beschleunigt werden.

    Allgemeine Kommunikationsblödheit von Apple darf man gerne berechtigt annehmen. Die andere Variante erscheint mir keinesfalls ziemlich eindeutig wahrscheinlich, sondern ziemlich eindeutig unlogisch. Die einfachere Variante ist meistens die zutreffende.
     
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  7. kelevra

    kelevra Vollbrechts Borsdorfer

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    Sehe ich auch so. Dieses Ganze Geschrei wegen geplanter Obsoleszenz ist Blödsinn. Erstens betrifft es nur einen Bruchteil der Geräte, zweitens verkauft Apple doch auch bis zum 6S runter noch alle Modelle. Und das machen sie nicht ohne da einen Merkt zu sehen.

    Sie haben versucht mit der Problematik der alternden Akkus umzugehen und sind diese auf Softwareebene wohl halbwegs erfolgreich angegangen. Nur hat man sich wohl gedacht, bevor man lang und breit erklärt was man da treibt, behält man es einfach für sich. Merkt schon keiner.
     
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  8. tjp

    tjp Danziger Kant

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    Es geht nicht um die technische Umsetzung, sondern um die Nichtkommunikation des Problems an die Kunden. Es wurde eben nicht versäumt den Kunden zu informieren, es wurde vorsätzlich unterlassen. Wenn das iPhone nun langsamer ist, ist das doch für den Kunden von Nachteil. Wenn man will, dass der Kunde zufrieden mit dem Apple Produkt ist, dann muss man ihn zum Akkutausch schicken. Genau das hat Apple nicht getan! Also hat Apple darauf gebaut, dass die Kundenbindung so groß ist, dass die Kunden sich ein neues iPhone kaufen, weil sie der Meinung sind das neue iOS wäre anspruchsvoller und auf ihrem etwas älterem Gerät zu langsam. Natürlich besteht dabei die Gefahr, dass die Kunden zu Android wechseln. Wer aber viele Apps, iPhone Kunden kaufen überdurchschnittlich viele Apps, für iOS hat, wird es sich zweimal überlegen zu wechseln.
     
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  9. NorbertM

    NorbertM Ananas Reinette

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    Es wäre ohne diese Maßnahmen aber nicht nur langsam, sondern ganz aus. Das ist doch für den Kunden von Vorteil.

    Eine (komplizierte) Funktionalität von vielen, die ein Betriebssystem leistet, Einzig eine Anzeige über den Zustand des Akkus fehlt und die wrd ja nun demnächst nachgereicht.
     
  10. Cohni

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    Diese Logik erschließt sich mir nicht.

    1. Fehlen hierzu jegliche Informationen. Die Formulierung "Apple könnte darauf aufbauen, dass..." würde ich als Argumentationsgrundlage noch gerade nachvollziehen können, wenn auch hier mir die Herleitungskriterien viel zu dünn wären. So wie Du es ausdrückst, ist es einfach eine nichtbeweisbare Behauptung. Da gehe ich einfach nicht mit. Ich vermute, Du bist kein Insider, oder? ;)

    2. Warum sollte Apple nur bestimmte Geräte einer geplanten Obsoleszenz unterziehen? Warum nicht alle 6er, 6s usw.? Warum nur jene, deren Akku ohnehin bald über den Jordan geht und welche sowieso in Kürze einen neuen Akku benötigen würden und somit die "Gefahr" groß ist, dass die Reparatur eben nicht zum Neukauf eines iPhone, sondern zum Weiternutzen des Alten führt? So ein Aufwand, um einen Bruchteil der User von reparaturwürdigen Geräten zu einem Neukauf zu bewegen? Da kann ich einfach nicht mitgehen.

    3. Leider wird die Diskussion viel zu emotional im Netz geführt. Eine böser Konzern passt halt viel besser in das empörte Weltbild vieler Menschen. Das macht nüchterne Betrachtungsweisen und Diskussionen sehr schwer, wie ich finde. Natürlich ist die Entwicklung der ganzen Geschichte von Apples Versagen geprägt, mündig mit dem Kunden umzugehen.

    Das ist auch für mich einer der härtesten Kritiken an dem Konzern. Der Gedanke, der scheinbar hinter dieser technischen Lösung steht, erscheint mir logisch und sinnvoll. Jedoch hätte man es dem Kunden "zumuten" müssen, dies auch erklärt zu bekommen. So hat man das ganze Gegenteil erreicht. Polemik und Verschwörungstheorien allenthalben. Well done, Apple...:rolleyes:
     
  11. tjp

    tjp Danziger Kant

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    Dann würde der Kunde aber sofort merken, dass etwas mit dem iPhone nicht stimmt und zum Kundenservice gehen.
     
  12. NorbertM

    NorbertM Ananas Reinette

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    Na wenn er so nichts merkt, ist doch alles gut - wären da nicht all die Hinweise im Netz, wie sich das Problem aneignen kann? :innocent:
     
    #32 NorbertM, 30.12.17
    Zuletzt bearbeitet: 30.12.17
  13. tjp

    tjp Danziger Kant

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    Apple hat die iPhones mit sehr kleinen Akkus ausgestattet, weil nur so die dünnen Gehäuse möglich sind. Technisch gesehen wäre es besser andere Akkus zu verbauen und diesem Problem gleich aus dem Weg zu gehen. Aber Apple nimmt seit der Rückkehr von Jobs immer und ohne jede Ausnahme den Weg der besseren Optik und des schlechteren Industriedesigns. Die Folge sind massenweise Konstruktionsfehler, die zu Serienfehler führen. Es gibt immer wieder sich verfärbende Displays bei den iMacs, weil die Kühlung unzureichend dimensioniert ist. Wie viele MacBook (Pro)s haben Probleme mit sich auslötenden GPUs gehabt?

    Immer wieder leugnet Apple diese Probleme, bis es dann (Androhungen von) Sammelklagen in den USA gibt. Erst dann wird reagiert und ein (kostenloses) Reparaturprogramm angestoßen.

    Nonsense! Ich kenne eben nicht nur Apple, und in der IT gibt es verschiedene Geschäftsmodelle. Wer Computer mit Wartungsvertrag verkauft, mindert den eigenen Gewinn, wenn er beständig Rückläufer produziert. Viele dieser Firmen aus der Groß-IT reagieren sehr viel souveräner mit Fehler als Apple das je getan hat. Die Kundenbindung ist wichtiger, und Vertrauen ist sehr schnell zerstört aber schwer wieder aufgebaut. Nicht kommunizierte Probleme sind da verhähnigsvoll.

    Noch einmal, die technische Umsetzung ist nicht das Problem. Es geht einzig um die Kommunikationspolitik bei Apple, und die ist nun einmal desaströs.
     
  14. Cohni

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    Oh, vielen Dank! Damit bin ich raus.
     
  15. Sauron

    Sauron deaktivierter Benutzer

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    Beliebtes Verhalten, wenn einem die Argumente des Gegenüber nicht gefallen :)
     
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  16. Cohni

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    Vollkommen falsch lieber @Sauron. :)

    Nicht die Argumente führen dazu, sondern die Art und Weise der Artikulation. Darauf habe ich einfach keine Lust. Punkt. Als User. Der MOD bleibt natürlich mit wachsamen Auge dabei. ;)

    Und nun bitte zum Thema zurück. Danke!
     
  17. tjp

    tjp Danziger Kant

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    Wenn Du eine sachliche Diskussion führen willst, solltest Du anderen nicht unterstellen sie würden Apple als "böses" Unternehmen wahrnehmen. "Böse" ist eine Formulierung die perfekt dazu dient die Diskussion unsachlich zu gestalten, weil hier ein moralische Bewertung erfolgt.
     
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  18. dafritz

    dafritz Bismarckapfel

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    Also ich kann manche Leute hier nicht verstehen. Mein Gerät wird hier durch eine Vorrichtung bewusst verlangsamt ohne den Nutzer hiervon auch nur im entferntesten über den Sachverhalt zu informieren. Diese Vorgehensweise stinkt doch förmlich bis zum Himmel.
    Wenn Apple hier tatsächlich etwas gutes vor hatte, warum wurde es dann nicht ordentlich kommuniziert. Das ein Akku einem Alterungsprozess unterliegt und die Leistungsfähigkeit dadurch stetig abnimmt steht außer frage. Warum bekomme ich dann nicht einfach einen Hinweis das mein Akku seine Leistungsgrenze erreicht hat und ich ab sofort damit rechnen muss das unter Volllast das Gerät abgeschaltet wird. Plus die Entscheidung ob ich FREIWILLIG die Leistung drosseln möchte um dies zu verhindern, um zB die Zeit bis zu einem Wechsle des Akkus zu überbrücken.
    Das wäre eine saubere Vorgehensweise. Aber nicht diese Drosselung klamm und heimlich im Hintergrund zu aktivieren. Denn hier hat man selbstverständlich diesen Beigeschmack das man gerade nach Strich und Faden beschissen wird und Apple die Leute so zum Neukaufen bewegen möchte. Viele Kunden haben nämlich nicht das technische Verständnis und das Wissen was bei einem alternden Akku passieren kann und Apple Ihnen hier was gutes getan hat, indem sie ihr durchaus noch leistungsstarkes Gerät einfach nur gedrosselt haben, um die Folgen eines schwach gewordenen akkus zu verhindern, sie gehen davon aus das die neue Software so viele Neuerungen enthält das ihre „altes“ Gerät einfach nicht mehr in der Lage ist diese zu bewältigen. Sie denken nicht im entferntesten daran einen neuen Akku einbauen zu lassen, um so wieder die volle Leistung ausschöpfen zu können.

    Die jetzige Schadensbegrenzung mit dem Angebot einen neuen Akku für 29€ zu bekommen hat aber auch ein Gutes, man bekommt jetzt zu einem sehr günstigen Preis einen originalen Akku und hoffentlich einen entsprechen sauberen und guten Einbau. Was bei diesen Straßenhändlern oft nicht der Fall ist und ich persönlich bei so einem Drittanbieter Chinaakku immer ein schlechtes Gefühl hätte.
     
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  19. NorbertM

    NorbertM Ananas Reinette

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    Du meinst also, sie haben einfach die Taktfrequenz halbiert, damit das iPhone weiter läuft?
     
  20. McMartin_de

    McMartin_de Eifeler Rambour

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    Es würde mich interessieren, wie viel Prozent der Geräte tatsächlich gedrosselt werden und noch viel mehr, wie viel Prozent der normalen User dies dann überhaupt bemerkt.

    Der normale User quält sein Gerät in der Regel auch nicht ständig mit Benchmarks, er benutzt es einfach als Personal Information Manager, für Nachrichten, zum telefonieren und andere, niedrigperformante Anwendungen. Ähnlich wie bei Desktoprechnern benötigt kaum jemand die vorhandene Rechenleistung, schon gar nicht dauerhaft.

    Der Großteil der Nutzer wird sein Gerät also mit dieser Maßnahme ganz normal weiter nutzen können, länger jedenfalls als eines, das beginnt, sich selbst abzuschalten. Hierbei hätte die Empörung eine viel breitere Basis realer Nutzer, nicht nur den Sturm im Wasserglas von uns paar Geekbench-Nerds - der Name dieser Software sagt ja schon alles ;)

    Mit jedweder technischen Info seitens Apple über ein solches Akku- und Geräteverhalten bestünde die Gefahr, den Normalkunden unnötig zu irritieren und in seinem Glauben zu verunsichern, er hätte ein großartiges Produkt mit einer langen Lebensdauer gekauft. Leider hat Apple dabei aber noch immer nicht realisiert, dass die paar Geeks, die so etwas aufdecken, sich schon längst nicht mehr nur in Fachforen und den eigenen Reihen über sowas austauschen, sondern dass diese Art Empörung heutzutage schnell sogar den Weg in die Tagesschau und damit auch zum größten Teil der Normalnutzer durch dringt.

    Mein Fazit also: Ja, Apple wollte etwas verbergen und ja, dies diente dem eigenen Interesse daran, seine Kundschaft im Glauben zu halten, ein großartiges Produkt zu besitzen. Aber sind sie deswegen tatsächlich böse? Welcher echte Schaden wäre beim Kunden entstanden, wenn das nicht aufgedeckt worden wäre? Apple hat versucht, was sie schon immer versuchen, nämlich Geräte anzubieten, die der normale Kunde ohne technische Fachkenntnisse und Basteleien einfach nutzen kann, um sich das tägliche Leben und die Arbeit zu erleichtern. Dazu gehörte schon immer, die Geräte nicht für Bastler zu öffnen und die Kunden nicht mit technischen Details zu belästigen. Das ist nun mal Apples Linie, das macht sie aber nicht böse oder moralisch zweifelhaft. Hier betrügerische Absichten reinzuinterpretieren und das direkt mal mit den wirklich üblen Machenschaften einiger Autohersteller gleichzusetzen halte ich für deutlich überzogen.