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Karfreitag und das in Deutschland allgemein geltende Tanzverbot

Dieses Thema im Forum "Musiccafé" wurde erstellt von fabischm, 22.03.08.

  1. fabischm

    fabischm Zabergäurenette

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    Ja ihr habt richtig gehört, an Karfreitag ist es in Deutschland verboten zu tanzen!
    Ich wollte es auch nicht glauben als es in der Nacht von Donnerstag auf Freit um 0:00 uhr in unserer Disco auf einmal hieß. "Tanzverbot! Bitte hören sie auf zu tanzen."

    Was haltet ihr davon?

    Ein Auszug aus Wiki: "Insbesondere viele Nichtchristen kritisieren das am Karfreitag wie auch an anderen „stillen Tagen“ geltende Tanzverbot in Deutschland, welches auch für sie gilt. Es verbietet verschiedenartige öffentliche Veranstaltungen, wie zum Beispiel Tanz- oder Sportveranstaltungen, an diesem Tag abzuhalten, selbst wenn man sich nicht dem Christentum verbunden fühlt. Selbst Theater müssen in ihrem Spielplan den Karfreitag berücksichtigen, reine Komödien dürfen nicht gespielt werden. In Bremen z. B. bleibt die traditionelle „Osterwiese“, eine Kirmes mit Fahrgeschäften etc., am Karfreitag geschlossen, ebenso in Hamburg der „Frühlingsdom“. Es wird von Nichtchristen argumentiert, dass es jedem selbst überlassen sein sollte, wann man sich zu einer Tanzveranstaltung begibt, außerdem dürften Nichtchristen im Zuge der Religionsfreiheit christliche Vorgaben nicht aufgezwungen werden."

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitag
     
  2. Gartenzwerg

    Gartenzwerg Leipziger Reinette

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    Was? Ist ja hamma :oops:
     
  3. 48259

    48259 Schöner von Nordhausen

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    Ich würde sagen, dass das Tanzverbot ein Überrest aus religiöser Tradition ist. Ich persönlich finde das als Christ ganz gut, dass man den Karfreitag als "stillen Tag" berücksichtigt, ist ja irgendwie ein Gedenktag. Aber ich kann schon verstehen, dass das einigen Leuten gegen den Strich geht...
     
  4. Nathea

    Nathea Admin
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    Insbesondere den Leuten, die die beiden arbeitsfreien Tage (die es ja nur wegen der für Christen höchsten Feiertage des kirchlichen Jahres als "freie" Tage gibt) sehr wohl gern in Anspruch nehmen. Dass am Karfreitag des Tages gedacht wird, an dem Christus ans Kreuz genagelt und gestorben ist, wird gerade unter tanzfreudigen jungen Leuten wohl gern übersehen ;)

    Eine Lektüre des verlinkten Wikipedia-Artikels ist zu empfehlen, um zu verstehen, warum dieser Tag etwas Besonderes ist.
     
  5. Curacao

    Curacao Königsapfel

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    *Ironie an*
    ja und?? aber er ist doch 3 tage später wieder auferstanden, also alles nur halb so schlimm ;)
    *Ironie aus*
     
  6. Nathea

    Nathea Admin
    AT Administration

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    13.547
    Ironie hin oder her - dafür würde ich Dir am liebsten Karma geben, aber kein positives. Der Spruch war einfach nur geschmacklos.
     
  7. ecinaeo

    ecinaeo Strauwalds neue Goldparmäne

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    wenn man an einem Tag im Jahr nicht weggehen kann, weil es verboten ist, sollte man nicht sofort dagegen demonstrieren ... man hat genügend Tage im Jahr, wo man weggehen kann, da tut dieses eine Mal nicht weh ...
     
    Nathea gefällt das.
  8. tigerlilly

    tigerlilly Bismarckapfel

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    Finde ich auch
     
  9. wuseldusel

    wuseldusel Zabergäurenette

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    solche verbote gehen gegen meine freiheitlich liberale weltanschauung.wer eines religiösen kultes gedenken will, darf dies gerne tun. für mich persönlich ist viel wichtiger, welche "message" die bibel vermitteln will. dafür braucht man ja wohl keinen speziellen tag. das mögen viele anders sehen. ich möchte jedoch jeden tag so verbringen können, wie ich das möchte. und solange ich das in einem geschlossenen raum, wie z.b. in einer disco, tue, verletze ich damit auch nicht die würder derer, die den religiösen kult zelebrieren. ("kult" ist hier jedoch in keinster weise negativ zu verstehen. ich respektiere jeden, der fest und aus überzeugung an soetwas glaubt. nur selbst tue ich dies nicht.)
     
  10. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Ich dachte gerade in einer freiheitlich liberalen Weltanschauung nimmt man auch Rücksicht auf andere Gruppen.

    Kann da nur Nathea nur beipflichten, die freien Tage in Anspruch nehmen aber wenn damit etwas Verbunden ist dann kräftig meckern.

    Wenn ihr nichts davon haltet dann bitte doch bitte auch Euren Arbeitgeber diese christlichen Feiertage von euren Urlaubstagen abzuziehen, dann dürft ihr euch darüber auch aufregen. I einer Gesellschaft kann man nicht nur die Vorteile in Kaufnehmen und die damit verbundenen Nachteile ablehnen.
     
    Nathea und Macdeburger gefällt das.
  11. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

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    Von mir aus koennte man eh alle religioes begruendeten Feiertage abschaffen.

    Voellig daneben ist aber solch ein Tanzverbot u.ae., die Eigenheiten der Muslime, Juden etc. wuerde doch hier auch niemand Ruecksicht nehmen wollen.

    Und schwarzes Karma fuer Satire? Ts ts ... ist schon gut, dass da keines gegeben wurde.
     
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  12. Macdeburger

    Macdeburger Welscher Taubenapfel

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    Noch ist das hier eine mehrheitlich christliche Gesellschaft und da wird man ja wohl mal Rücksicht nehmen können. Das sage ich als Atheist.
    Zu dem Thema paßt auch gut diese Meldung.
     
  13. MisterMankind

    MisterMankind Antonowka

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    In wiefern nimmt man keine Rücksicht, wenn man Karfreitag in die Disko gehen würde? Muss ja keiner machen, der es nicht will...
    Zu der von dir verlinkten Meldung:
    Zitat von Gebhard Fürst, dem Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz "Das ist ein Angriff auf die öffentliche Ordnung"
    Das ist meiner Meinung nach so absolut nicht haltbar oder vertretbar, auch wenn er mit der Kritik an der generellen Qualität der privaten Sender sicherlich an einigen Stellen sicherlich recht hat.
     
  14. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Wieso nimmt hier niemand Rücksicht auf Muslime und Juden, wäre mir neu das Ramadan, Sabbat, Synagogen, Moscheen.... in Deutschland verboten wären. Es zwingt sie auch keiner Alkohol zu trinken oder Schweinefleisch zu essen.

    Es ist jeden gestattet seine Religion, welche es auch immer ist, auszuüben.

    Nur hat das ganze mit dem Thread hier wenig zu tun. Das "Abendland" ist nun mal vom christlichen Glauben geprägt und die Paar Verbote die es gibt sind doch wirklich nicht so schlimm das es das Leben in irgend einer weise beeinträchtigen würde. Wer für die paar Tage im Jahr auf das Tanzen nicht verzichten kann ist in meinen Augen schon arm dran.

    Eine Gesellschaft ist auf Traditionen und Werte aufgebaut, ohne diese würde sie nicht funktionieren und wir würden unsere Identität verlieren.
     
  15. BigB

    BigB Angelner Borsdorfer

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    Das ist das Problem, wenn Staat und Kirche nicht von einander getrennt sind.
    Man stellt sich damit ja quasi über Andersgläubige und zwingt ihnen etwas auf. Dass man sich dann etwas auf den Fuß getreten fühlt, kann ich gut nachvollziehen.

    Ich finde die Feiertage aber auch als Nicht-Christ gut, um als Familie öfter zusammen zukommen. Da geht man Weihnachten auch mal mit in die Kirche, einfach des Zusammenseins wegen.

    Aber, dass man als Andersgläubiger auch die Einschränkungen durch das Christentum mitmachen muss, finde ich schade. Da ist das Bild vom toleranten, verständnisvollen Christen etwas verflogen.
    Religion darf doch kein Zwang oder keine Verpflichtung und sollte vollkommen freiwillig sein; Ist da nicht auch der Unterschied zur Sekte? Mir geht es dabei einfach ums Prinzip.

    Gruß
    Björn

    Edith: Basieren all' unsere Werte und Traditionen auf dem Christentum?
     
    #15 BigB, 22.03.08
    Zuletzt bearbeitet: 22.03.08
  16. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Wieso sollen eigentlich nur Christen tolerant und verständnisvoll sein?? Nur weil einer nicht an Gott glaubt braucht er auch nicht tolerant und verständnisvoll sein?? Was bitte schön ist denn das für eine Logik??

    Ihr stellt euch hier an als wäre es jedes 2. Wochenende so das das Tanzen verboten.

    Es gibt Länder auf dieser Erde wo die Religion viel weiter in das Leben der Bürger einschneidet als in Deutschland. Aber auch Länder wo jegliche Religion verboten ist und Menschen die an eine Religion glauben Unterdrückt und/oder verfolgt werden.

    Übertriebener Egoismus ist der erste Schritt die Freiheit zu verlieren.

    Edit: Nicht all unsere Werte und Traditionen basieren auf dem Christentum, das habe ich aber auch nie behauptet, aber einige schon.
     
    #16 DesignerGay, 22.03.08
    Zuletzt bearbeitet: 22.03.08
  17. MisterMankind

    MisterMankind Antonowka

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    Wo liegt da jetzt genau der Zusammenhang? Warum sollte jemand, der kein Christ ist, den christlichen Verboten (und nichts weiter ist doch dieses Tanzverbot), unterworfen sein?
    Wenn jemand meint, dass er an Karfreitag mit Rücksicht auf seinen Glauben nicht tanzen gehen will, dann respektiere ich das.
    Wo allerdings der zwingende Grund besteht, dass das auch für alle Anderen gelten soll sehe ich nicht... und mit Toleranz, die seitens der Nicht-Christen hier aufzubringen wäre, hat das nichts zu tun, da den Christen durch ein fehlendes Tanzverbot nicht der geringste Nachteil entsteht - es besteht ja auch kein "Tanzzwang".

    edit: zu deinen Negativbeispielen:
    Natürlich ist so etwas nicht erstrebenswert und viel schlimmer als in Deutschland, aber muss man deswegen eine geringfügige Einschränkung der Freiheit in Kauf nehmen, nur weil das alles "nicht so schlimm" ist?
    Ich finde nicht, das ist meiner Ansicht nach eine Frage des Prinzips.
     
    BigB gefällt das.
  18. BigB

    BigB Angelner Borsdorfer

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    War von mir vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Es sollte nicht heißen, dass Alle, außer Christen, nicht tolerant sind, sondern dass Christen, ihrem Glauben nach, (nach meinem Verständnis) tolerantere Menschen sein müssten.

    Diese Art von Vergleichen mag ich nicht so gerne. Nur, weil wir in der Hinsicht relativ weit sind, heißt es nicht, dass wir nun keinen Finger mehr rühren sollten, um den gegenwärtigen Zustand weiter zu verbessern. Deutschland hat im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig Armut, sollte man sich deshalb ab sofort zurücklehnen und nichts mehr tun?

    Egoismus ist allgemein das Problem hier. Ist es egoistisch, die eigene Religion über die Anderer zu stellen? Ist es egoistisch, ihnen dann Pflichten aufzubrummen, die mit ihrem Glauben nichts zu tun haben?

    Wie gesagt, geht es mir nicht um einen Abend, an dem das Tanzen verboten ist, sondern prinzipiell um die Akzeptanz und Berücksichtigung der Menschen von unpopulärem Glauben.

    Gruß
    Björn
     
  19. zeno

    zeno Lane's Prinz Albert

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    Und.. wie lang haben se durchgehalten? ;)

    Jepp, seh ich auch so. Dafür mehr Urlaubstage und dann kann sich jeder freinehmen wenn er einen Tag seiner Religion feiern/bedenken will.
     
  20. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Das mit der Toleranz war nur meine Antwort zu einem Teil von #15.

    Hast Du eigentlich den ganzen Thread durchgelesen?? Wie ich schon früher sagte man kann sich nicht nur die Vorteile aussuchden, wenn du dann auch auf alle christlichen Feiertage verzichtest und ganz normal arbeiten gehst (ohne irgendwelche Feiertagszuschläge) dann hab ich nichts dagegen wenn Du gegen das Tanzverbot bist.
     

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