• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

[10.8 Mountain Lion] Ist das Aktivieren der Firewall von Mountain Lion sinnvoll?

  • Ersteller Ersteller A-K
  • Erstellt am Erstellt am
Einverstanden- mein Kommentar ist ja naturgemäß nur Ausdruck meiner persönlichen Einstellung dazu.

Zur Frage, ob Little Snitch wegen seiner tief greifenden Rechte selbst ein Sicherheitsrisiko darstellen kann:
Hm, damit hast du erst recht mein schlummerndes Paranoia-Potential erweckt- werde versuchen, mich dazu genauer zu informieren.
 
Dass über LittleSnitch Schadcode ins System gelangen kann ist doch sehr unwahrscheinlich, oder sehe ich das falsch. Dazu müsste eine Sicherheitslücke für einen entsprechenden Angriff vorhanden sein und das wäre IMHO längst irgendwie bekannt geworden.

MACaerer
 
Unwahrscheinlich heisst leider nicht unmöglich. Und bekannt werden Sicherheitslücken oft erst, nachdem sie ausgenutzt worden sind. Aber wir werden die Frage hier im Forum wohl nicht endgültig klären können.
 
Dass über LittleSnitch Schadcode ins System gelangen kann ist doch sehr unwahrscheinlich, oder sehe ich das falsch.
Ausnahmslos jede weitere Software im root-Kontext ist ein zusätzliches Risiko.
Das schöne an solchen Dingen wie LS ist, dass man davon ausgehen kann dass es sehr viel mehr Sicherheitslecks aufdeckt und abdichtet als es neue erzeugt. Und damit meine ich nicht "nur" Verletzungen der Privatsphäre. Backdoors lassen sich von beiden Seiten öffnen, und nur auf eine davon zu achten ist schon lange nicht mehr zeitgemäss.
Das einzige unlösbare Problem an solchen Verbesserungen: Ohne einen Anwender der auch wirklich weiss was er da tut, ist so ein hilfreiches Werkzeug auch nicht viel wert.
 
Erstmal ist es vielleicht sinnvoll, verschiedene Arten von Firewalls grundsätzlich zu differenzieren:

1. Die eingebaute Firewall aus Systemeinstellungen -> Sicherheit
Dabei handelt es sich um eine Abschottung von außen. Es wird also nur der Datenverkehr von außen nach innen geprüft.
Es ist eine Application-Firewall, die programmweise unterscheidet, ob Verbindungen zu diesem durchgelassen werden sollen oder eben nicht. Apple hat 2007 Kritik einstecken müssen, als sie dies in Leopard eingeführt haben. Vorher gab es nämlich in den Systemeinstellungen ein Frontend zur Konfiguration von

2. ipfilters/ipfw. Das ist der Standardpaketfilter unixoider Betriebssysteme.
Hier gibt es ebenfalls nur eine Kontrolle des einfließenden Datenstroms, jedoch ist die Software sehr mächtig, so dass in komplexen Regeln nahezu jeder relevante Fall abgebildet werden kann.
Die Software ist in OS X natürlich bis heute enthalten, müsste aber per Konsole oder Dritt-GUI-Tools konfiguriert werden.

3. Personal Firewalls wie Little Snitch oder - etwas provokativ - Norton Internet Security :)
Hierbei handelt es sich um Software von Drittherstellern, die tief ins System eingreifen und eingehenden und ausgehenden Datenverkehr kontrollieren können und dies anhand von Z definierenden Regeln auch tun.


1. sollte man aktivieren. Kostet nix, bringt im Heimnetzwerk hinterm Router wenig bis nix, tut aber auch nicht weh.
2. ist für den interessant, der weiß was er tut und warum er es tut und in einer größeren Umgebung einen Server betreibt.
3. wenn man ehrlich ist, _braucht_ das kein Mensch. Wenn man nicht weiß was es tut, sollte man tunlichst die Finger davon lassen. Wenn man meint, es zu brauchen, kann man es installieren, sollte dann aber - wie immer bei Systemtools - äußerst bedacht vorgehen und sich nachher nicht beschweren, wenn man was kaputtgemacht hat.

Also, so, wie Du fragst:
Ja, aktivieren
Nein, keine andere kaufen



<OT> Finde es spannend, dass hier der Tenor herrscht, dass ein Systemtool wie Little Snitch, das durchaus Probleme verursachen kann, zwar nicht empfohlen aber durchaus gutgeheißen wird und etwas deutlich Harmloses wie eine Viren-Scan-Engine aus dem Appstore, die ohne jeglichen daemon ausgeliefert wird, kein Programmteil beim Systemstart ausführt und das System daher 0,0 belastet und dazu dient, USB-Sticks oder -Festplatten zuu orüfen, verteufelt wird. Woran das liegen mag? Ist eine Firewall nerdiger als ein Virenscanner? </OT>
 
<OT> Finde es spannend, dass hier der Tenor herrscht, dass ein Systemtool wie Little Snitch, das durchaus Probleme verursachen kann, zwar nicht empfohlen aber durchaus gutgeheißen wird und etwas deutlich Harmloses wie eine Viren-Scan-Engine aus dem Appstore, die ohne jeglichen daemon ausgeliefert wird, kein Programmteil beim Systemstart ausführt und das System daher 0,0 belastet und dazu dient, USB-Sticks oder -Festplatten zuu orüfen, verteufelt wird. Woran das liegen mag? Ist eine Firewall nerdiger als ein Virenscanner? </OT>

Weil ein Virenscanner schonmal Dateien löscht, eine Firewall nicht.
 
Um auf den Eröffnungs-Titel zurückzukommen:

Ein Grund dafür, auch im eigenen, nach aussen hoffentlich gut abgesicherten LAN, die Firewalls auf LAN-Computern zu aktivieren könnte doch sein, dass man sich zB über infizierte Mobilgeräte den Feind ins eigene Haus holt.

Wie gross schätzt ihr diese Gefahr ein? Und was könnten diese 'Feinde' im eigenen LAN anrichten?

Grüsse
 
Weil ein Virenscanner schonmal Dateien löscht, eine Firewall nicht.

Es geht ja darum, wie gefährdet das System durch die eingesetzten Programme ist.
Beim Virenscanner besteht die theoretische Gefahr, dass eine wichtige Datei als Bedrohung zum Löschen/Wasweißich vorgeschlagen wird, bei einer Firewall besteht bei unbedachtem Vorgehen die Gefahr, sich aus dem Internet/Netzwerk komplett auszuschließen.
Hat man keine Ahnung, endet das häufig genauso in einer Neuinstallation des Systems.
Also Gleichstand: Programme, die das System verändern können, nur mit äußerster Vorsicht einsetzen.

------------------

Zurück zum Thema:

Damit ein 'Feind' im eigenen Netz Schaden anrichten kann, muss irgendwo ein Zugriff bestehen bzw. infizierter Code ausgeführt werden, der auf dem eigenen System lauffähig ist.
Da es nicht unrealistisch ist, dass durch einen offenen Port eine Sicherheitslücke eines Dienstes ausgenutzt werden kann, ist das durchaus eine reale Bedrohung, die u.U. die einfache eingebaute Firewall abwehren kann.