iMac 2017 / Hardware-Upgrade (Geschwindigkeit Videobearbeitung)

Typoman1

Granny Smith
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Hallo zusammen,


Bei der Bearbeitung in der aktuellen Premiere-Version, kann ich mit meinem iMac
(Retina 4K, 21.5-inch, 2017, 3.6 GHz Intel Core i7) nicht flüssig arbeiten.


Einen iMac Pro oder ein anderes Neugerät will und kann ich mir nicht leisten.Da stellt sich mir die Frage, ob ein Hardware-Upgrade Sinn macht und ob dadurch eine deutliche Performance-Steigerung möglich ist.

Da denke ich an folgendes:
– RAM von 16 GB auf 32 GB
– Extrem schnelle SSD-Festplatte (statt Fusion Drive)
– zusätzliche externe Grafik-Karte (in Gehäuse) und über Thunderbolt 3-Anschluss angeschlossen.


Beim letzteren scheinen aktuelle Premiere und After Effects-Versionen auf externe Grafikkarten zuzugreifen. Hat jemand Erfahrung damit und lohnt sich eine solche Anschaffung? Gruss Martin
 
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Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Bei der Bearbeitung in der aktuellen Premiere-Version, kann ich mit meinem iMac
(Retina 4K, 21.5-inch, 2017, 3.6 GHz Intel Core i7) nicht flüssig arbeiten.
Was wäre das für eine Bearbeitung? Was für ein Quell-Material, was für ein Ausgangsmaterial? Was tust Du damit?


Da denke ich an folgendes:
– RAM von 16 GB auf 32 GB
stell das hinten an. Und prüfe (Aktivitätsanzeige), ob Du überhaupt an der Stelle Dein System limitierst. Zuviel Speicher schadet zwar nur selten, kostet aber und bringt keinen Geschwindigkeitsvorteil. Der Rechner wird nicht schneller, man löst eventuell nur Bremsen, die man aber auch feststellen sollte, wenn z.B. viel geswappt werden muss. Mit 16GB ist man gut gerüstet, auch für aufwendige Projekte. Wer viel multitaskt profitiert ganz generell von mehr Speicher.
Allerdings ist Speichereinbau beim 21,5" auch am schwierigsten zu realisieren (keine DIMMs nach außen exponiert). Mein Fazit - von allem hier das am wenigsten drängende.
– Extrem schnelle SSD-Festplatte (statt Fusion Drive)
nimm das als allererstes. Extrem schnell braucht es nicht zu sein, aber guter PCIe 2.0 NVMe-Standard mit 4 Lanes oder besser, mit guter Wärmeableitung, UASP, entsprechend Kapazität und vor allem ein Flash-Speichertyp TLC, nicht QLC, an USB3.1 Gen. 2 oder vergleichbar schnell. Eine Sandisk Extreme Pro ab 1TB liefert 1GB/s, eine Samsung T7 vermutlich auch.
– zusätzliche externe Grafik-Karte (in Gehäuse) und über Thunderbolt 3-Anschluss angeschlossen.
falls Du Geld über hast ist das eine gute Idee.

Beim letzteren scheinen aktuelle Premiere und After Effects-Versionen auf externe Grafikkarten zuzugreifen. Hat jemand Erfahrung damit und lohnt sich eine solche Anschaffung? Gruss Martin
Lohnen? Verdienst Du Geld damit? Wie sollte es sich dann lohnen?
Es ist eine Option, die man wählen kann und hilft. Geld drucken tut es nicht. Falls Du aber Geld damit verdienen solltest, kann das Deinen Workflow teils drastisch, teils nicht, beschleunigen. Ganz grundsätzlich würdest Du für die Programme schon dann besser fahren, wenn Du für dasselbe Geld wie für die (gute) externe TB3-GPU-Lösung Du Dir einen nvidia-basierenden Gebraucht-PC kaufen würdest (!). Adobe auf Mac ist Müll.
 
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Typoman1

Granny Smith
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Hallo Wuchtbrumme,


Ganz vielen lieben Dank für deine ausführliche Anwort.
Das Thema Video-Editing ist mir neu, so dass noch einiges an Sachverständnis fehlt und meine Fragen vielleicht etwas unbeholfen klingen mögen. Mir ist aufgefallen, dass importiertes UHD Material von meiner Panasonic GH5 (.mov) mit hinterlegten LUTS (ohne weiteren Bearbeitungen) kein flüssiges Vorschaubild bei ganzer Auflösung ergeben (es ruckelt massiv), ganz geschweige von zusätzlichen Bearbeitugnen. Da sollte ich es wohl mit anderen Codecs (h264) versuchen…


Was die exterene Grafikkarte betrifft, so muss ich mich erkundigen. Vielleicht kann ich dies später anstelle eines neuen Computers anschaffen.

Bei der iMac-Festplatte (auch bei RAMS) habe ich das Problem, dass der Einbau vom Fachmann ausgeführt muss und letzten Endes viel Geld kostet. Daher finde ich deine Vorschläge super. Die Sandisk Extreme Pro passt auch in mein Budget.


Viele Grüsse
Martin
 

Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Hallo Wuchtbrumme,


Ganz vielen lieben Dank für deine ausführliche Anwort.
Das Thema Video-Editing ist mir neu, so dass noch einiges an Sachverständnis fehlt und meine Fragen vielleicht etwas unbeholfen klingen mögen. Mir ist aufgefallen, dass importiertes UHD Material von meiner Panasonic GH5 (.mov) mit hinterlegten LUTS (ohne weiteren Bearbeitungen) kein flüssiges Vorschaubild bei ganzer Auflösung ergeben (es ruckelt massiv), ganz geschweige von zusätzlichen Bearbeitugnen. Da sollte ich es wohl mit anderen Codecs (h264) versuchen…


Was die exterene Grafikkarte betrifft, so muss ich mich erkundigen. Vielleicht kann ich dies später anstelle eines neuen Computers anschaffen.

Bei der iMac-Festplatte (auch bei RAMS) habe ich das Problem, dass der Einbau vom Fachmann ausgeführt muss und letzten Endes viel Geld kostet. Daher finde ich deine Vorschläge super. Die Sandisk Extreme Pro passt auch in mein Budget.


Viele Grüsse
Martin
Zum Thema Benchmarks und Stellschrauben für flottes Videoediting - je nachdem, was man macht, also h.264, h.265, 8bit, 10bit, LUTS, RAW - kann ich Dir Max Yuryev ans Herz legen https://www.youtube.com/channel/UCIgQksZ_4IvQ_VAqBWW81bg
LUTS könnte bereits ein Bereich sein, der von einer externen Grafikkarte unterstützbar wäre. So ab Radeon 580X aufwärts (wobei die externen Grafikkarten durch die Kabelanbindung nicht dieselbe Leistung bringen als wären sie im Rechner direkt angebunden).

Aber an der Notwendigkeit einer SSD ändert sich eh nichts, von daher fang mal damit an (2TB Sandisk Extreme Pro extern gibt es habe ich gesehen für um die 345 Euro - vor anderthalb Monaten habe ich noch 395 bezahlt - vielen Dank auch... ). Übrigens kann man auch das System auf einer externen SSD laufen lassen und dann pro Projekt eine externe SSD anschließen, wobei der iMac ja nur 2x TB3-Ports hat, da sollte dann vielleicht noch ein TB3-Dock dazu, um ein paar mehr Ports zu haben.

Naja, so ist es zumindest kein Problem, dass man nicht wüsste, wohin mit seinem Geld! :)

Aber es kann ja auch Spass machen. Und ab einem bestimmten Grad sinnvoller Ausstattung tut es das auch! Also: viel Spass damit!
 

Typoman1

Granny Smith
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Hallo Wuchtbrumme,


Da hast du mir mit deinen zwei Antworten extrem weiter geholfen.
Dafür möchte ich mich herzlich bei dir bedanken.

Ich habe mir die Sandisk Extreme PRO (2 TB) näher angeschaut.
Frage: Weisst du vielleicht, wie heiss bei dir die Karte bei voller Auslastung wird? Müssen hierfür wie bei der Samsung 970 EVO Plus noch mühsam irgendwelche Firmware aktualisiert werden?

Beim iMac fürchte ich, dass bei voller Auslastung und mangelnder Belüftung eine solche eingebaute Karte (z.B. die Sandisk Extreme Pro) schnell mal vielleicht 80 Grad erreichen und nach einiger Zeit durchgebraten werden könnte. Was meinst du? Es gibt verschiedene Hersteller, wo die Karte mit einem Passivkühler (Ummantelung) versehen wird und die Karte dann auf angenehme 35 Grad vor Überhitzung geschützt wird. Dort habe ich leider noch nichts Schlaues gefunden, was sich aufgrund der engen Platzverhältnisse beim iMac vernünftig einbauen lässt.

Weisst du vielleicht, ob der Einsatz von externen Grafikkarten praktisch ausschliesslich fürs Rendern (oder Vorrendern) von Nutzen ist? Heute habe ich erstmals mit Proxys gearbeitet. Die Vorschau läuft zwar flüssig aber in einer relativ miesen Qualität. Dort würde ich mir wünschen, dass ich mittels einer externen Grafikkarte die Voransicht in besserer Auflösung und Ruckelfrei geniesen kann.

Viele Grüsse
Martin
 

Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Frage: Weisst du vielleicht, wie heiss bei dir die Karte bei voller Auslastung wird?
Ich habe gerade noch nur eine und betreibe sie für LrC. Da bin ich sehr mit ihr zufrieden, Einschränkungen habe ich noch nicht erlebt, allerdings ist da das Maximum der Import des Inhalts einer 64GB-Speicherkarte (den ich für einen Zwischenschritt auf die interne SSD transferiere) mit RAWs. Wobei, ganz voll sind die Speicherkarten noch nicht gewesen, maximal die Hälfte. Aber das ging ohne Auffälligkeiten.
Müssen hierfür wie bei der Samsung 970 EVO Plus noch mühsam irgendwelche Firmware aktualisiert werden?
ich habe noch keine aktualisiert.
Beim iMac fürchte ich, dass bei voller Auslastung und mangelnder Belüftung eine solche eingebaute Karte (z.B. die Sandisk Extreme Pro) schnell mal vielleicht 80 Grad erreichen und nach einiger Zeit durchgebraten werden könnte. Was meinst du?
Das Gehäuse der Extreme Pro dient gleichzeitig als Wärmeableiter.
Ich dachte vor einiger Zeit, als ich meinen Mini geupdatet hatte, dass ich eine SSD besser und günstiger selbst zusammenbauen könnte und habe mir ein nicht ganz günstiges externes Gehäuse mit UASP, USB3.1 Gen.2, Alu und passivem Kühlkörper sowie eine Crucial P1 gekauft. Fehler.
Die P1 ist eine QLC-basierte SSD, die vor allem günstig sein soll. Um die Probleme mit QLC zu kaschieren ist ein (zugegeben: sehr großer!) SLC-Cache verbaut. Reduktion in der Transferrate hatte ich bereits wegen Dauerbetriebs und Vollschreiben des Caches. Noch nicht wegen Thermik - allerdings ist es extrem nahe dran gewesen und die Hitze, die bei hoher Schreiblast entsteht, ist IMO nicht gut. Nachträglich habe ich zwar etwas Geld gespart, aber nicht soviel, dass ich mich nicht drüber ärgern würde, die paar Euro mehr nicht ausgegeben und keine solchen Einschränkungen zu haben.
Es muss ja nicht die Sandisk sein, identisch ist die WD Black und wie gesagt, die Samsung T7 könnte man sich auch angucken.
Weisst du vielleicht, ob der Einsatz von externen Grafikkarten praktisch ausschliesslich fürs Rendern (oder Vorrendern) von Nutzen ist?
Premiere kenne ich leider nicht so aber mit dem letzten (vorletzten) Update sollte eigentlich die Apple-Schnittstelle zur Hardwarebeschleunigung genutzt werden. Ganz allgemein ist wohl noch I/O (also die fehlende SSD) Dein Problem, sodass Du erst einmal die Anschaffung tätigen solltest, und dann kannst Du sehen, ob da noch was hakt. FCPX ist allerdings durch und durch auf Mac optimiert und gerade bei der flotten Bewegung durch die Timeline ist der sehr große Unterschied zu Premiere.
 

Typoman1

Granny Smith
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Hallo Wuchtbrumme,

Vielen Dank. Ich muss zugeben, dass ich als Laie viele Fachbegriffe und somit gewisse Zusammenhänge gar nicht verstehe. So komme ich nicht drum herum, um jeweils einiges nachzugooglen. Da habe ich dich zuerst falsch verstanden. Bei der SanDisk Extreme Pro verstand ich die pcl Karte, welche im Gehäuse in den entsprechenden Slot gesteckt und welche eine Leserate von 3400 MB/s bringt.

Das Ganze wäre mir zu kompliziert und aufwändig gewesen. Deshalb scheint mir eine extern angeschlossene SSD (wie auch die Samsung T7) eine vernünftige Wahl, was viel Zeit und Nerven kostet. Vielen Dank nochmals für Deine Hilfe und die Empfehlungen. Gruss Martin
 

doc_holleday

Manks Küchenapfel
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Die SanDisk Extreme Pro wird auch einfach extern angeschlossen.

Ich habe auch so eine, aber noch nicht ausreichend genutzt, um etwas über die Leistung oder potentielle Probleme sagen zu können.
 

Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Da habe ich dich zuerst falsch verstanden. Bei der SanDisk Extreme Pro verstand ich die pcl Karte, [...]

Das Ganze wäre mir zu kompliziert und aufwändig gewesen. Deshalb scheint mir eine extern angeschlossene SSD (wie auch die Samsung T7) eine vernünftige Wahl, was viel Zeit und Nerven kostet.
oh, das wäre dann ein Mißverständnis gewesen. Gemeint war die externe SSD "Sandisk Extreme Pro" mit NVMe und USB3.1. Sandisk hat diverse Produkte, die Sandisk Extreme Pro heißen - wie z.B. Speicherkarten für Fotoapparate, SSDs intern und SSD-Module. Extreme Pro ist einfach deren Marketingschlüsselwort/Kategorie der besten Leistung von ihnen.
 
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MACaerer

Gelber Richard
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und vor allem ein Flash-Speichertyp TLC, nicht QLC, an USB3.1 Gen. 2 oder vergleichbar schnell
Der 2017-iMac hat noch USB3.0 an Bord, das bringt es also für eine externe Graka nicht so recht. Wenn dann müsste man einen der beiden TB2-Ports nehmen, die schaffen immerhin 20GBit/s und man kann das mit 2 Lanes auch ausnützen. Das Angebot im Fachhandel für ein TB2-Gehäuse ist derzeit aber eher mäßig und vor allem s..teuer, weil sich mittlerweile alles auf TB3/USB-C konzentriert.
 

Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Wenn dann müsste man einen der beiden TB2-Ports nehmen, die schaffen immerhin 20GBit/s und man kann das mit 2 Lanes auch ausnützen. Das Angebot im Fachhandel für ein TB2-Gehäuse ist derzeit aber eher mäßig und vor allem s..teuer, weil sich mittlerweile alles auf TB3/USB-C konzentriert.
der iMac Modelljahr 2017 sollte auch bereits Thunderbolt 3 statt Thunderbolt 2 haben.
 

Typoman1

Granny Smith
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da hat Wuchtbrumme Recht. Der iMac 2017 hat bereits Thunderbolt 3. Da lässt sich die Sonnet eGFX Breakaway Box 550 oder die 650er Version (je nach Grafikkarte) per Thunderbolt problemlos anschliessen. Wohlverstanden mit dem Betriebssystem Mojave (nicht auf Catalina updaten). Die aktuelle Version Premiere Pro (in diesem Fall unter Mac) unterstützt im Grunde genommen eGPU. Auch hier gilt es darauf zu achten, dass das Gehäuse und die Karte gut mit Premiere funktionieren.
 
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Typoman1

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oh, das wäre dann ein Mißverständnis gewesen. Gemeint war die externe SSD "Sandisk Extreme Pro" mit NVMe und USB3.1. Sandisk hat diverse Produkte, die Sandisk Extreme Pro heißen - wie z.B. Speicherkarten für Fotoapparate, SSDs intern und SSD-Module. Extreme Pro ist einfach deren Marketingschlüsselwort/Kategorie der besten Leistung von ihnen.
Jetzt habe ich mir die Samsung T7 gekauft. Dadurch ist eine deutliche Performance-Steigerung beim Videoschnitt bemerkbar. Sie scheint stabil zu laufen – gefühlt ohne nennenswerten Leistungsabfall bei längerem Rendering. Mit dem Blackmagic Speed Test erreicht sie rund 1000 MB lesen/schreiben. Vielen Dank für den wertvollen Tipp.
 

Typoman1

Granny Smith
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Diesem Thread möchte ich noch etwas wichtiges hinzufügen, was gut zu diesem Thema passt. Vielleicht mag es den einen oder anderen etwas nerven, dass sein Computer nur über 2 Thunderbolt-Anschlüsse verfügt und dadurch die Möglichkeiten eines Upgrades stark eingeschränkt sind.

Über Thunderbolt möchte ich gerne eine einen schnellen SSD Speicher anfügen, einen zweiten Monitor, eine Backup-Platte und eventuell eine Grafik-Karte. Sogenannte Docks oder Hubs gibt es nicht viele auf dem Markt und wenn doch, dann kostet das Ganze sehr viel Geld. Viel passendes habe ich nicht gefunden.

So bin ich heute auf die Seagate Firecuda Gaming Dock aufmerksam. Dieses externe Gehäuse hat fest eingebaute 4 TB Speicher und lässt sich an den Thunderbolt-Anschluss am Computer anschliessen. Das Ganze kostet rund 350.– und verfügt über etliche Anschlussmöglichkeiten (Thunderbolt, Display-Port und mehrere USB 3). Besonders interessant ist die Möglichkeit, dass sich zusätzlich eine schnelle PCle SSD Karte (2 TB) anschliessen lässt, worauf das System läuft und man seine Daten speichert.




Jetzt bin ich gespannt: Was haltet ihr davon?


Das Ganze ist eigentlich fürs Gamen ausgerichtet und kann meines Erachtens auch gut für Aufgaben beim Videoschnitt eingesetzt werden. Beim Bericht ist aber auch von Leistungseinbrüchen die Rede – verursacht beim zufälligen Schreiboperationen kleiner Blöcke des NVME-Speichers. Ob und wie sich das auf das Rendern (Qualität) auswirkt? Keine Ahnung. Womöglich liegt dies an der Wahl des richtigen Speichers.


Um eure Meinung dazu wäre ich froh.


Gruss Martin
 

Wuchtbrumme

Roter Herbstkalvill
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Den Bericht kann ich wegen Adblocker-Blocker nicht lesen, aber das Video habe ich mir angesehen und einen Review auf Storagereview.com. Dort klingen die zufälligen Zugriffe auf NVMe-SSD nicht kritisch; d.h. das Gerät ist da nicht limitierend und es kommt nur auf die verwendete SSD an (=>nimm nichts mit QLC). Die interessante Frage, ob das Gerät UASP unterstützt, konnte ich leider nicht geklärt sehen.
Der Youtuber hat mit dem Teil genau das gefunden, was er gesucht hat, er hat auch einen Mac und das könnte ja auch für Dich passen, so bist Du ja vermutlich auch drauf gestoßen.
Mir fallen nur ein paar Aspekte ein, die Dich nicht vom Kauf abhalten sollen, sondern meine Denke zu dem Produkt widerspiegeln:
1. Das Gerät ist recht groß.
2. Die Festplatte ist immer an.
3. Das Teil hat nur einen weiteren USB-C-Port (nämlich den DaisyChain-Thunderbolt3-Port).
4. Das Gerät ist als Windows-10-kompatibel vermarktet.

Warum ich 4. für bedenklich halte? Thunderbolt soll ja universell sein. Ich stelle aber fest, dass erstaunlich viele Firmwareupdates notwendig sind, sowohl auf Mac-Seite wie auch bei den Thunderbolt-Geräten. Ich befürchte, dass irgendein macOS-Update irgendwann eine Funktion bricht, die ein Firmwareupdate der Seagate erfordern würde, was dann nicht kommt, weil war ja nie so vermarktet. Immerhin hat Seagate eine Q&A zum Mac-Betrieb von dem Teil: https://www.seagate.com/de/de/support/kb/using-seagate-firecuda-gaming-dock-on-macos/
Die Punkte 1-3 haben dafür gesorgt, dass ich ein Caldigit TS3+ genommen habe, das auch günstiger wäre, als die 329 Euro, die die Seagate kostet. Für die 60 Euro bekommt man fast schon eine externe USB-Festplatte mit 3,5" und 4TB (wahrscheinlich muss man noch etwas drauflegen).
 

Typoman1

Granny Smith
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Hallo Wuchtbrumme,

Am besten werde ich den Hersteller direkt anfragen, ob das Gerät UASP unterstützt.

Deine Überlegungen (1-4) finde ich sehr wertvoll, da ich an einiges wirklich nicht gedacht habe. Vielen Dank!
Das Caldigit scheint wirklich ein tolles Gerät zu sein. Genau nach sowas habe ich bisher vergebens gesucht, so dass ich mir das Ganze jetzt nochmals in Ruhe überdenken muss.

Man kann davon auszugehen, dass Apple irgendwann ein Firmware Update bringt und letzten Endes Seagate da nicht mehr nachzieht. Ähnliche Schwierigkeiten bzw. Hürden hat es bereits schon zwischen Apple und Adobe (Premiere etc.) gegeben. Die letzten Wochen habe ich ernsthaft darüber nachgedacht (nach über 20 Jahren Mac) auf Windows zu wechseln, da es mit Adobe einfach viel besser funktioniert....

Gruss Martin