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Ein Apfel, zwei Bisse: Die datenhungrige Wolke

Doch, das macht Apple: http://support.apple.com/kb/HT4865?viewlocale=en_US&locale=en_US
Weitere Details findet man in dort verlinkten Dokumenten und im Dev-Center (dort auch teilweise mit technischen Details zur Implementierung).


Doch, 12 Monate sind marktüblich bei Elektronikgeräten von großen Konzernen. Samsung bietet für Smartphones bspw. ebenfalls 12 Monate Garantie.

danke für die Standards. Apple ist schon weiter als ich dachte, muss aber noch ein bissel an sich arbeiten, um Standards für ADV (Auftragsdatenverarbeitung) gemäß BDSG zu erfüllen.
Andernfalls ist die iCloud wie Russisch Roulette...

Zum Punkt Sicherheit gehört neben Software auch die Hardware. 12 Monate Garantie mag bei Smartphones angehen, ich sprach von Computern und da sind 24 ... 36 Monate Standard. Alles andere ist Kinderfasching.
 
Apple benötigt kein ADV, da sie ja eigene Rechenzentren nutzen und direkte Geschäftsbeziehung zum Endkunden haben.

36 Monate Garantie gibt es auf Wunsch doch auch bei Apple.
 
Schon klar, ich will aber einen Anbieter auf ADV Standard nach BDSG. Wieso soll ich meine Daten unterhalb der Standards herausgeben, die im Geschäftsleben üblich sind?
 
Und ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu bekommen. ;-)

Guy.brush - heißt das, Apple kann für den geschäftlichen Bereich keine saubere cloud-Lösung anbieten?
Nur eine Kloake für Gamer und Computerkids?
 
Der Artikel von Herrn Eckert ist, sorry für den Ausdruck, für die Tonne. Herr Eckert sollte sich genaustes informieren welche Auswirkungen die Überwachung hat. Nur ein Punkt von vielen: Journalisten haben seit den Snowden Enthüllungen teilweise ernste Probleme Informanten zu finden. Damit mein ich nun nicht die neusten Apple leaks auf Apfeltalk.....
Die Presse ist in einer freien Demokratie ein enorm wichtiges Übrwachungsorgan.
Der Satz "wer nichts zu verbergen hat....." ist ganz arm.
Wer sich überwacht fühlt verhält sich automatisch anders. Das ist auch nicht gerade gesund für ein freies Land.

Zum Schluss von mir auch noch eine Phrase: Nixon lies ein Hotelzimmer abhören und musste zurücktreten. Obama überwacht die ganze Welt und keinen Arsch interessierts.
 
Nicht nur. Er schickt auch Todeskommandos aus und hält dennoch einen Friedensnobelpreis.
Eigentlich wollte ich noch was zu Cloud schreiben, aber es ermüdet mich. Hochgehypter Massenspeicher im Netz mit ein paar lächerlichen Funktionen und mit dem einzigen Ziel, den Anwender so weit wie möglich von seinen Daten zu entfernen und ihn zu enteignen.
 
Schon klar, ich will aber einen Anbieter auf ADV Standard nach BDSG. Wieso soll ich meine Daten unterhalb der Standards herausgeben, die im Geschäftsleben üblich sind?
Weil es Quatsch wäre, denn ADV passt hier vorne und hinten nicht. ADV ist dafür gedacht, dass Unternehmen persönliche Daten ihrer Kunden bei Drittunternehmen verarbeiten und lagern können. Du kannst also gar keine ADV von Apple bekommen, weil Apple gar keine Daten in Rechenzentren von Drittanbietern nutzt.
 
Weil es Quatsch wäre, denn ADV passt hier vorne und hinten nicht. ADV ist dafür gedacht, dass Unternehmen persönliche Daten ihrer Kunden bei Drittunternehmen verarbeiten und lagern können. Du kannst also gar keine ADV von Apple bekommen, weil Apple gar keine Daten in Rechenzentren von Drittanbietern nutzt.

Genau da liegt der Knackpunkt:
Ein Kunde gibt mir persönliche Daten,
also z.B. Tel.nr. und Emailadresse.
Seit Mavericks gehen die Daten an ein
Drittunternehmen (Apple / iCloud).

Erfüllt Apple nicht die ADV Standards,
bin nach BDSG i c h verantwortlich.
Habe ich also dafür aufzukommen,
wenn einer bei Apple den Server hackt,
und deswegen ein Schaden entsteht.

Hier muss Apple professionell werden!

Edit: mit dem lächerlichen Kabel iDock-USB vermeide ich für kleines Geld den irrsinnigen Aufwand nach BDSG zur Rechenschaft gezogen zu werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du setzt nicht ernsthaft iCloud zu Geschäftszwecken ein, oder? iCloud ist keine Business-Anwendung, sondern für den persönlichen Einsatz gedacht.

Das BDSG ist für den Einsatzzweck der iCloud gänzlich irrelevant, denn das §1 BDSG klammert ausdrücklich die Anwendbarkeit des Gesetzes für den persönlichen und familiären Bereich aus.
 
Komisch, wieso gelten für mich als Unternehmen strengere Regeln als für mich als Privatperson ?

Apple auf Dummenfang ...

meine Geschäftspartner genießen höhere gesetzliche Standards zur Datensicherheit als meine persönlichen Freunde ...

d.h. die Freunde "dürfen" in die iKlaut,
Geschäftspartner natürlich nicht :-)
 
Weil es praxisfern ist, für jeden noch so kleinen Cloud-Dienst ein komplexes Vertragswerk auszuhandeln.

Und nein, Deine Geschäftspartner genießen keine höheren Standards als Deine Freunde, denn BDSG §1 gilt direkt für den Cloud-Anbieter und damit hat der Cloud-Anbieter die Daten Deiner Freunde zu schützen.
 
Nein, natürlich nicht. Gilt nur für deutsche Cloud-Anbieter.

Es gelten die jeweils lokalen Gesetze. Und spätestens da wird klar, wie sinnlos ein Bundesdatenschutzgesetz in Zeiten des globalen Internets ist.
 
... und vor dem Datentransfer in die USA schützt uns weder Apple noch unsere Regierung.

Wer ein bisschen Intelligenz mitbringt, ahnt vielleicht, dass der kostenfreie Speicher bei Apple seine Tücken hat ...
 
Nun, ich finde, juhulia hat hier aber schon ein interessantes Argument aufgebracht. Warum darf eine Privatperson andere Privatpersonen datentechnisch kompromittieren, ein Unternehmen aber (zu Recht) nicht? Offensichtlich ist es ja so, dass eine Menge Daten (die eine fast blutrünstige Gier bei diversen "Unternehmen" weckt) in privaten Datenbanken a la Apples Adressbuch oder Outlook oder was auch immer liegen.

Praxisfremd ist demnach eher, dass es eben anscheinend keine (wirksamen) Gesetze gibt, die diese private Datenweitergabe/-verarbeitung regeln. Das würde dem "Cloud"-Krebs ganz schnell den Gar aus machen, wenn jemand mit 200 privaten Kontakten plötzlich in 150 Fällen wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz angezeigt würde weil er einem Frackbook-Client erlaubt hat, alles hoch zu laden und dann das Gericht die 25 Millionen Fälle der Art in Störhaftung an den Macher des FB Clients und danach an Facebook weiterleitet, sodass es für alle Strafen regnet wie Blätter im Herbst.

Ganz schnell wäre Schluss mit der Cloud. Und der lokale Sync. wieder da.
 
Tja SilentCry, das ist vermutlich der Unterschied zwischen Consumer und Pro(fessional). Die Consumer bluten aus, während die Profis längst Bescheid wissen, alles rechtlich abgesichert haben und an den Consumern einen guten Schnitt machen ;-)
Der Thread hier ist auch etwas einsam geworden, da das 'trockene' Thema Datenschutz nicht wirklich interessant für den Consumer.
Wenn wir unsere Kontakte Bilder usw. nicht an Apple, Facebook & Co uploaden, tun das eben unsere 'Freunde'.
 
Wer ein bisschen Intelligenz mitbringt, ahnt vielleicht, dass der kostenfreie Speicher bei Apple seine Tücken hat ...
Genau. There ain't no such thing as a free beer.

Praxisfremd ist demnach eher, dass es eben anscheinend keine (wirksamen) Gesetze gibt, die diese private Datenweitergabe/-verarbeitung regeln.
In welcher Welt lebst Du? Glaubst Du wirklich, dass es praktikabel ist, dass eine Privatperson zu jeder Telefonnummer, die er in sein Handy einspeichert, einen Papierberg an Vereinbarungen unterschreibt und für mehrere Tausend Euro entsprechende Datenschutz-Zertifizierungen erwirbt?

Das einspeichern von Kontaktdaten sehe ich auch nicht als kompromittieren an. Zudem haben Privatpersonen kaum wirklich sensible Daten von anderen Personen und vor allem nicht in so großen Mengen wie Unternehmen.

Das würde dem "Cloud"-Krebs ganz schnell den Gar aus machen, wenn jemand mit 200 privaten Kontakten plötzlich in 150 Fällen wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz angezeigt würde[...]
Das würde eher unterstreichen, dass das Datenschutzgesetz (ebenso wie das Urheberrecht) überholt sind und dringend reformiert werden müssen.

Ganz schnell wäre Schluss mit der Cloud. Und der lokale Sync. wieder da.
Oh prima, dann lass uns auch gleich das Wählen einer Telefonnummer oder das Schreiben einer Adresse auf einem Briefumschlag als illegal deklarieren.
 
Zumindest da kann man ausgehen, dass die Entwicklung über die Apple-Hardwareverkäufe querfinanziert wird.