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Die Gefahr der Social Networks

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Felix Rieseberg, 03.12.07.

  1. Felix Rieseberg

    Felix Rieseberg Seestermüher Zitronenapfel

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    Am 24. Oktober 2007 hat Microsoft rund 240 Millionen Dollar für 1,6% einer Firma ausgegeben. Dieses Startupunternehmen, das neben vielen anderen den Aufstieg der zweiten New Economy verkörpert, ist somit rund 15 Milliarden Dollar wert: Facebook, der Inbegriff der Selbstdarstellung im Internet, ist ein kein Hobbyprojekt mehr. Schon seit langem nicht.

    Social Networking ist das neue Zauberwort der modernen Web 2.0 - Gesellschaft, das kein simples Hobby für irgendwelche amerikanischen Teenager ist. In Deutschland haben sich vor allem zwei Plattformen durchsetzen können: Marktführer auf dem Gebiet der Vernetzung sind zum einen das StudiVZ, das zusammen mit dem Ableger SchülerVZ im Januar 2007 vom renommierten Holtzbrinck - Verlag übernommen wurde, bei dem unter anderem auch die ZEIT beheimatet ist. Der Preis ist unbekannt, liegt jedoch laut Pressesprechern zwischen 50 und 100 Millionen Euro. Beide Plattformen richten sich, wie die Namen schon sagen, an Jugendliche und Studenten.

    Zum anderen hat die Vernetzung auch die Geschäftswelt erreicht. XING wurde mit dem Namen "Open Business Club" gegründet und richtet sich ausschließlich an Geschäftsleute. Es hat rund 2,8 Millionen Benutzer und im zweiten Quartal 2007 einen Jahresumsatz von 4,29 Millionen Euro erwirtschaftet.

    Die Nachfrage ist also groß. Und dennoch stehen soziale Netzwerk so sehr in der Kritik, dass vereinzelte Studentenvertretungen teilweise sogar vor der Nutzung warnen. Doch warum eigentlich die viele Aufregung? Der Australier Julian Cole untersucht Social Networks und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: "Für viele Nutzer wird das Überprüfen des MySpace- oder Facebook-Kontos zu einer Gewohnheit, die mehrmals täglich fast schon automatisch ausgeführt wird" - und sehr schnell zu einer Sucht wird. Das Problem dabei: Anscheinend finden die meisten Nutzer es vollkommen in Ordnung, abhängig zu sein. "Das Ganze ist sehr skurril. Normalerweise versuchen die meisten Abhängigen ihre Sucht zu verheimlichen, in diesem Fall aber wird damit ganz offen umgegangen, schließlich handelt es sich dabei um eine ganz gewöhnliche Sache". Laut Cole liegt die Ursache für das hohe Suchtpotenzial vor allem in der Weitläufigkeit, die auch als Ursache für Internetsucht angegeben wird. Die Nutzer "verlieren" sich praktisch in der Weitläufigkeit und klicken sich von einem Profil zum nächsten: "Die Nutzer können so viele Wege einschlagen, dass sie irgendwann das Zeitgefühl verlieren. Es beginnt meistens mit dem Besuch des Profils eines Freundes, dann geht es weiter zu dessen Freunden und den Freunden des Freundes."

    Doch das Suchtpotenzial ist bei weitem nicht der einzige Kritikpunkt: Das Portal kämpft mit der Wut der Nutzer und muss sich in letzter Zeit immer wieder schwer verteidigen. Denn obwohl das das Unternehmen StudiVZ extrem gute Umsätze vorweist, titelt zum Beispiel die Welt in einem Bericht: "StudiVZ - Wie Deutschlands heißestes Start-Up vor die Wand fährt". Die Probleme sind vielfältig: Sexismus, Datenschutz, Nationalsozialismus, und Arroganz und allgemeine Unsitte in der Führung sind nur einige der Krisenherde, in die man gestolpert ist. Der zugegebenermaßen noch junge Gründer Ehssan Dariani, erlaubte sich sowohl anrüchige Videos zu veröffentlichen, als auch eine Einladung zu seinem Geburtstag unter der Adresse voelkischer-beobachter.de zu veröffentlichen. Auf die heftige Kritik hin reagierte er und kommentierte, dass es sich lediglich um Satire handelte und er verhindern wollte, dass "Faschos" die Domain registrieren. Und außerdem sei das schließlich seine eigene Angelegenheit. Natürlich, Vorstandsvorsitzende von anderen großen deutschen Unternehmen würden im Traum nicht auf die Idee kommen, Nazi - Satire zu betreiben, oder in der U-Bahn Frauen zu filmen.

    Aber letztendlich ist das größte Problem der Netzwerke der Datenschutz: Während sich Psychologen und Sozialforscher noch fragen, warum in Gottes Namen so viele Menschen so viel von sich öffentlich Preis geben, regt sich die Nutzerschaft durchaus auf, wenn die eigenen Daten verschwinden. So unterliegen alle Netzwerke aufgrund des hohen Wertes der Daten einem ständigen Angriff, im Februar 2007 gelangte ein Hacker unmittelbar in die Datenbank und konnte eMail-Adressen und Passwörter auslesen. Das Netzwerk setzte die Passwörter aller Mitglieder zurück und nahm die Seite für mehrere Stunden komplett vom Netz.

    Doch es hat ja gerade erst angefangen: Sony entwickelt mit "Home" ein umfangreiches Netzwerk, das Second Life um ein weites übertreffen soll. StudiVZ, MySpace und Facebook feiern immer neue Nutzerrekorde. XING erhält umfangreiche Empfehlungen und kommt mittlerweile auch als Standardbookmark auf BlackBerrys. Ein Ende ist also nicht in Sicht - die Netzwerke wachsen.

    Übrigens: Es gibt selbstverständlich auch eine Apfeltalk - Gruppe im StudiVZ.
     

    Anhänge:

    #1 Felix Rieseberg, 03.12.07
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.07
  2. BerndderHeld

    BerndderHeld Spätblühender Taffetapfe

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    Ich sehe da eigentlich die nächste große Blase wachsen. Bei all diesen Portalen steht als Gegenwert zur Börsennotierung "nur" die Nutzerdaten und die Community. Sollte Social Networking mal aus der Mode kommen und vom nächsten großen Hype abgelöst werden wird ganz schnell ganz viel Geld verbrannt.
     
  3. schnaps

    schnaps Seidenapfel

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    glaube nicht das die social networks aus der mode kommen, ehr das es weiter zunimmt und noch feinere strukturen annimmt (verknüpfung zwischen myspace/studivz und second life)
    allerdings ist es schwer sich diesen netzwerken zu entziehen, da über studivz z.b. sehr viel kommunikation stattfindet, die es sonst gar nicht bzw. ehr selten geben würde.
    "wer nicht drin ist, ist out!"


    bitte schreibt keine kommentare wie "ich brauche kein studivz/myspace um freunde zu finden/ das ist eh alles kommerz und kacke!/socialnetworks sind total kindisch...etc.!"
    die kommen mir aus den ohren raus!
     
  4. C64

    C64 Halberstädter Jungfernapfel

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    Ich habe schon vor einiger Zeit alle Daten wieder aus StudiVZ außer meinem Namen+Hochschule gelöscht.
    Allerdings glaube ich nicht, dass diese Daten nun auch aus der Datenbank von StudiVZ verschwunden sind.
    Mich würde schon interessieren, was mit den Daten passiert. Warum kauft eine große Firma so ein Portal wie StudiVZ auf? Da stellen sich mir doch einige Fragen, die ich gerne beantwortet hätte…
    Trotzdem habe ich ja auch eine Homepage. Mir ist also klar, dass jeder viel über mich erfahren kann. Trotzdem glaube ich, dass ich bei meiner eigenen Homepage noch eher die Kontrolle habe, was ich preisgeben möchte und was nicht.
    Das Web 2.0 bietet somit viele Chancen, aber birgt auch viele Risiken (wie fast alles neues;) )
     
  5. joey23

    joey23 Mecklenburger Königsapfel

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    Das ist ganz einfach: Weil man auf solchen irsionnige Gelder mit Werbung verdienen kann, und es einem eine unglauibliche Macht gibt die Gesellschaft zu leiten/lenken.
     
  6. dewey

    dewey Gewürzluiken

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    btw: bei schuelervz gibts auch ne apfeltalk gruppe:D
     
  7. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Regelmäßig versenden werbeinteressierte Firmen Umfragen über das persönliche Konsumverhalte und die Vorlieben des Einzelnen. Obwohl die Beantwortung freiwillig ist antwortet doch eine hinreichende Anzahl an Befragten. Am Telefon wird glücklich Auserwählten die gleiche Information per Interview entlockt. Noch einfacher für die Werbeindustrie machen es soziale Netzwerke, bei denen die Beteiligten von sich aus die Vorlieben und persönlichen Profile öffentlich preisgeben.

    Ich erinnere mich noch lebhaft An die Diskussionen zur Volkszählung und die "ungeheuer intimen Fragen", die damals gestellt wurden. Nicht vergessen: diese Daten benötigte der Staat für allgemeine Planungen, nicht für kommerzielle Interessen.

    Heute scheint ein derartiges Bewusstsein exotisch zu sein. Wehe dem der nicht als Student in StudiVZ ist. Hat der ein Sozialproblem?

    Standardaussage aller (Kunden)Befragungen ist, dass diese in Einklang mit dem Datenschutz erfolgen. Aber wer weiß denn schon, was die Datenschutzbestimmungen aussagen? Wenn eine Porschehändler seine Kundendatenbank dem lokalen Champagnerhändler überlässt und pro Datensatz 20€ erhält, ist das legal? Woher haben den die Telfonanrufe immer meine Nummer, auch wenn ich nie an Preissauschreiben teilnehme? Dürfen die das Telefonbuch scannen und mich Anrufen, weil in meiner Nähe bald das neue Breitbandnetz XYZ erhältlich ist? Welche Daten dürfen von Einwohnermeldeämtern und Grundbuchämter raus gegeben werden?

    Was die Nutzer sozialer Netwerke freiwillig von sich preisgeben lässt meine Haare zu Berge stehen (Oder für die Süddeutsche Fraktion: Do lupft ma d' Zähnägel)

    Gruß

    Moorcock
     
  8. amarok

    amarok Galloway Pepping

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    Weit gefehlt:

    http://www.archive.org/index.php

    Den meißten Internetbenutzern ist heute leider noch garnicht klar, das einmal veröffentlichte Daten im Internet auf eine große Reise gehen und die meißten nie mehr endgültig zu löschen sind.

    Dieses Wissen sollte unterrichtet werden, doch leider gibt es keine präventive Maßnahme zur Publikation personenbezogener Daten. Wäre das nicht dringend notwendig? Selbst eingefleischte selbsternannte Profis wissen oft nicht, wie sehr sich einmalig publizierte Information im Internet verliert und wiederfindet.

    Sehr schade, sehr wahr!

    Also denkt immer daran: Nicht zu viel Preisgeben. Und sowieso: für jede Seite, Community, Whatever ein anderes Passwort, denn irgendwo gibt es immer eine undichte Stelle, und wenn euch auch euer StudiVZ Profil nicht "so wichtig" ist, kann der Böser Mensch, sollte er einmal an eure Daten gelangt sein noch viel schlimmeres Veranstalten.

    Szenario (nicht erfunden!)

    Ihr habt bei einer Mailingliste eures Freundes eure Mailadresse und euer Standartpasswort angegeben:

    Wochen Später, der Freund verwendet die Mailinigliste womöglich schon garnicht mehr, wird ein Bug in der Listensoftware bekannt. Doch euer Freund aktualisiert die Software nicht (schließlich verwendet er auch die Liste nichtmehr). Jemand will böses tun und findet über Google anhand der Seriennummer die nicht-gepatchte Mailinglisten Software auf dem Webspaces eures Freundes. Er probiert alles E-mails und Passwörter durch bis er einen "Depp" findet, der das selbe Passwort auch für seinen Mail Account verwendet. Jetzt kann der Böse Mensch sich mittels des Mail-Kontos etliche Passwörter z.B. von Ebay zusenden lassen und verfügt bald über einen großen Pool an Information und an Macht über euch.
     
  9. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

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    Ich halte von diesem ganzen Social Gedöns überhaupt nichts. Ich brauche doch keine Website, um den Überblick über meine Freunde zu behalten?! Ich finde es grauenvoll, wieviel Zulauf durch totel gedankenlose und naive Menschen diese Plattformen bekommen.. jedem, den ich kenne, rate ich bewusst und intensiv dazu, sich da wieder zu verabschieden. Bisher konnte mir noch keine etwas gegen meine Argumente sagen und alle haben schnell eingesehen/verstanden, wie sinnlos und ironisch das Ganze eigentlich ist.
    Gruß an dieser Stelle übrigens an die Münchener vom Treffen, darüber haben wir uns ja auch sehr nett unterhalten ;)
     
  10. a-maze

    a-maze Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Also das was mich an diesen Seiten fasziniert, ist dass man Leute "wiederentdeckt" die man seit Jahren aus den Augen verloren hat. Vielleicht ist es etwas, das jemanden wie mich mehr betrifft der in 3 Ländern gelebt hat u. ca. 15mal umgezogen ist, aber generell nutzen das viele aus.
    Ich bin was meine Infos angeht auch eher vorsichtig u. achte auch darauf was meine Frau so hinterlässt. Inzwischen fragt sie mich sogar, wenn sie Sachen ändert etc. was ganz gut ist.
    Generell ist Datensicherheit aber fast überall ein Thema wenn du dich im www bewegst. Auch wenn es in diesen Social-Network-Communities natürlich leichter ist an persönliche Informationen ranzukommn.
     
  11. Moorcock

    Moorcock Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Wer mich kennt und meinen Namen ins Internet eingibt findet mich (berufsbedingt). Das ist etwas mit dem ich lebe.

    Aber ich gebe keine Informationen zusätzlich preis. Dazu gehört für mich, dass ich meinen echten Namen so gut wie nie für Privates im Internet verwende. Ich trenne auch bei meinen privaten Emails zwischen einer Adresse, an die private Emails gehen und einer die für Firmen etc. gilt.

    @amarok: Das kann man gar nicht oft genug wiederholen!
    Gruß
    Moorcock
     
  12. Julia-DD

    Julia-DD Welscher Taubenapfel

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    Sehr schöner Artikel! Passt auch ein wenig zu meiner Diplomarbeit ... ja, ich schreibe immer noch daran.

    Was aber vll noch interessant zu erwähnen ist: Viele Nutzer sind sich nicht darüber im Klaren, dass die Informationen, die sie auf solchen Social Networking Seiten oder anderen Portalen (YouTube, Flickr usw) veröffentlichen, schon lange nicht mehr nur für potentielle Freunde und andere User interessant sind.
    Immer mehr Unternehmen (vor allem in den USA) benutzen diese Seiten auch (oder lassen andere dort suchen), um neue Bewerber abzuchecken. Es ist schon passiert, dass Personen nicht eingestellt wurden aufgrund der "Partybilder" bzw Texte, die sie auf solchen Seiten veröffentlich hatten ... auch wenn das schon Jahre her war.

    Das Internet vergißt nicht (s. der Link auf der vorigen Seite auf das Internetarchiv) aber viele User vergessen, dass ihre Daten (und damit meine ich jetzt nicht Passwörter, sondern ihre Fotos, Videos und Kommentare) Jahre und Jahrzehnte lang zugänglich bleiben. Jugendsünden geraten so nicht in die Mühlen der Zeit, sondern sind immer wieder gegenwärtig.

    Deswegen sollte man vll etwas mehr darüber nachdenken, was man in solchen Portalen schreibt - und auch hier bei Apfeltalk zum Beispiel (da gibt es ja immer wieder mal die Hammer-Postings, die sicher bei den meisten nur fassungsloses Kopfschütteln auslösen).

    In diesem Sinne :)
     
  13. a-maze

    a-maze Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Richtig - und davon wird es sicherlich noch ein paar mehr geben. Wenn man meinen Namen kennt u. ihn bei Google eingibt dann findet man aber nichts...;) Abgesehen davon, habe ich Leute bei facebook, bzw. StudiVZ wiederentdeckt von denen ich noch nicht einmal den Namen genau wusste... Aber das ist auch wieder so eine persönliche Sache - mein Namensgedächtnis ist unter aller Kanone...:p

    Obgleich ich dem Artikel zustimmen kann, dass es wirklich einige "Süchtige" gibt, die Stunden dort verbringen.
     
  14. schnaps

    schnaps Seidenapfel

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    was mich stört ist, dass die meisten kritiker nur schwarz-weiss sehen!
    klar haben sachen wie studivz etc. nachteile, aber auch viele vorteile, auch wenn manche leute (wahrscheinlich weil sie viiiiel schlauer sind als der rest der menschheit) diese nicht sehen (wollen)!

    zu der verwendung von daten bei unternehmen (partyfotos etc.) kann ich nur sagen,
    dann werden unternehmen/arbeitgeber wohl bald gar keine leute mehr einstellen, falls diese sachen ein ausschlagskriterium sind!
    oder, was ich mir vorstellen könnte, ist eine neuorientierung der verwertung dieser informationen, zwar spricht es nicht für eine person, wenn sie auf jeder party alles vollkotzt etc. aber kleinigkeiten sollten doch ehr als lebenserfahrung angesehen werden! was soll ich mit einem abteilungsleiter, der in seiner jugend weder freunde hatte und kein "normales" jugendleben vorzuweisen hat? es werden immer mehr softskills auf dem arbeitsmarkt gefordert und solche bekommt man vorallem durch erfahrung!
    das heisst nicht das ich diese form von überprüfung legitimiere!!!!
     
  15. landplage

    landplage Admin
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    Doch, die werden Leute einstellen. Und zwar genau diejenigen, die keine schrägen Partyfotos von sich im Netz hinterlassen haben.
    Ich weiß auch, daß bei Bewerbungen für Arbeitsstellen im Ausland (z. B. China oder Japan) von den aufnehmenden Stellen sehr genau hingesehen wird, wie sich der Bewerber bisher im Netz gezeigt hat.

    Meine Tochter habe ich gleich bei der Anmeldung bei SchülerVZ auf mögliche Konsequenzen hingewiesen. Ich hoffe, sie hat ihre Schlüsse gezogen.

    Selbst ein Personalchef mit bewegter Jugend wird sich nicht für einen Partylöwen entscheiden, wenn eine wichtige Stelle zu vergeben ist. Man kann über die Stränge schlagen, das ist völlig o. k. Aber man sollte nicht die halbe Welt daran teilhaben lassen. :p
     
    leowatti gefällt das.
  16. a-maze

    a-maze Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    Aber auch das ist doch wieder abhängig von User zu User. Ich gehöre nicht zu der Kategorie "Partylöwe etc. ;) u. muss mir da zum Glück keine Sorgen machen. Aber generell ist es erschreckend wie sehr Leute sich gehen lassen in diesen Networks, da gebe ich dir recht. Vorteil von Facebook wiederum, hier kann jemand der nicht auf deiner "friends list" steht, nicht dein Profil betrachten.
     
  17. landplage

    landplage Admin
    AT Administration

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    Ist Facebook nicht die Seite, für die derzeit Reklame läuft a la "Ich kenne den und der kennt den nächsten und der nächste wieder einen ... und dann kenne ich den auch"? Werden da keine Informationen weitergegeben?
     
  18. a-maze

    a-maze Becks Apfel (Emstaler Champagner)

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    es hat probleme mit user-spezifischer werbung gegeben. aber du kannst dir nicht wahllos profile anschauen wie es bei studivz möglich ist (zumindest wenn man sein profil nicht einschränkt).
    beispiel für facebooks user-spezifischer werbung.
    ich lebe in belfast, das steht auch in meinem profil.
    letzte woche besuchte ich meine facebook-seite u. hatte ganz links auf der startseite einen extrakasten in dem aufgerufen wurde einer gruppe beizutreten. das hatte ich vorher noch nie gesehen. darin ging es um einen jungen mann, der in belfast zusammengeschlagen wurde vor ein paar tagen und wo seine familie nach zeugen o.ä. suchte.....
    das fand ich irgendwie schon krass.
     
  19. schnaps

    schnaps Seidenapfel

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  20. Tangarama

    Tangarama Braeburn

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    Hallo die Herrschaften,

    mich würde mal, besonders von den Kritikern der SNs interessieren, wie Ihr Euch ein SocialNetwork vorstellt, daß mit Euren Wünschen konform gehen würde.

    Hintergrund:
    Wir bauen derzeit ein SocialNetwork für Familien auf, allerdings mit einer anderen Gewichtung nämlich Lernen für Kinder. Das SN wäre ein Nebeneffekt, der mit in dieses Projekt einfliessen würde.

    Wichtig wäre mir z.B., daß die User selbst entscheiden können, was über sie im INet zu finden sein wird. So können sie, wie hier, sich ein Pseudonym anlegen und selbst entscheiden, ob sie auffindbar sein wollen.

    Kurzum: Was wäre Euch wichtig, was wäre ein "Must have"?

    Kind regards
    Jean
     

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