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Die Apfelschau #5

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von ZENcom, 04.11.07.

Status des Themas:
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  1. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

    Dabei seit:
    30.03.06
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    2.650
    Dear Appletalker,
    do you think different?
    Wortwörtlich gehört diese rhetorische Glanzleistung durchaus zu den historischen Fragen, die ein Computerhersteller jemals gestellt hat. Was passiert eigentlich in einem User, wenn er den Versuch startet und "unterschiedlich" denkt? Schläft er nachts besser? Hebt diese Herausforderung sein Lebensgefühl? Kann er sich sicher sein, dass seine Gedanken freier sind als die eines Anderen, Nicht-Unterschiedlich-Denkers? Trocknen seine Schäfchen, da von Haus aus impregniert, schneller? Warum nicht…? Schön wäre es! In der heutigen Apfelschau beschäftige ich mich mit diesem Thema.


    Vorsicht SchafX!
    oder, die wilde Raubtieraktualisierung.

    Die Umgebung: Eine weite Weide auf einem Apple-Computer.

    Der Ermittler schaut ungläubig auf eine Herde Schafe. Er traut seinen Augen nicht, denn ein solches Verhalten hat er bisher noch nicht gesehen. Da liegen sie und machen keine anstalten ihrer täglichen Bestimmung nachzugehen. Grasen, blöcken und sich gelegentlich ihrer Rangordnung zu versichern. Nichts dergleichen…
    Der Ermittler könnte meinen es handele sich dabei um einen kollektiven Identitätsverlust. Einige Schafe sitzen gar auf Bäumen, andere schnurren vor sich hin. Der Schäferhund und der Schäfer haben sich, in gebührenden Abstand, auf einen Hochstand verzogen, in dem auch der Ermittler, bis ins Mark irritiert, auf die verzwickte Situation herab blickt.
    Der Schäfer beteuert, er habe diese Herde erst vor zwei Wochen von einem Händler aus dem fernen Kalifornien bezogen. Hier eingetroffen brauchte er lediglich die Verriegelung des Containers zu öffnen und die Schafe auf seine Weide laufen zu lassen. Soweit hatte der Schäfer es so gemacht wie er es von seinem Vater, seinem Grossvater und Urgrossvater gelernt hatte. Die ersten Bedenken kamen ihm aber als sein Schäferhund jaulend, mit einigen tiefen Schrammen, fluchtartig zu ihm gelaufen kam und sich hinter ihm versteckte. Das hatte er noch nie erlebt.
    Als nächstes, berichtete der Schäfer, sei er vorsichtig zu den Schafen hingegangen, seinen Hirtenstab energisch nach vorne ausladend, um sich die Lage aus der Nähe anzusehen. Eines der Schafe, das ihm am nächsten lag, richtete sich, ganz ungewöhnlich für ein Schaf, von den Vorderbeinen her auf und drehte seinen Kopf von unten her in die Richtung des Schäfers. Es legte seine Ohren flach nach hinten und gab einen Laut von sich der dem Schäfer mehr oder weniger signalisierte sich schnell und ohne grossen Widerstand aus dem Staub zu machen. Aber was ein guter Schäfer ist gibt nicht so schnell nach und so ignorierte er seine steil aufragenden Nackenhaare und ging um das Schaf herum. Ihm vielen sofort die untypischen, recht langen und spitzen, aus dem Maul herausragenden Eckzähne auf. In der Beschreibung des Händlers, so konnte er sich wohl erinnern, war von einer solchen Eigenheit nicht die Rede gewesen. Auch das Knurren während seiner Begutachtung hatte er nicht in Erinnerung. In dem Angebot - und der Preis für die Herde war wahrlich ein Schnäppchen - stand:

    Think different!
    Flock of Sheep
    Verry rich black wools
    Easy to hold gregarious animal
    To feed with bamboo gras, casually meat and
    to become second nature to so.

    Race: Ovis Panthera pardus
    Clumber californication omophagia
    Genlock: 10.5

    Prize: 120 US$ per Sheep

    Der Schäfer, als fachkundiger Nutztierbauer, in der Umgebung durchaus geachtet und beliebt, dachte in der Tat, es wäre doch nicht verkehrt etwas so vielversprechendes auszuprobieren, schlug in den Handel ein und freute sich schon sehr auf seinen Erwerb. Aber was ihm nun da die Weide besiedelte konnte er beim besten Wissen nicht zuordnen. Dem Schäferhund und dem Ermittler ging es nicht weniger ähnlich.
    Die Stunden vergingen und die drei ratlosen Gestalten verharrten in eisigem Schweigen, die Stirn in hochauflösendes Denken gezogen, mit Blick auf eine recht kontroverse Lage gerichtet. Einige Schafe hatten sogar den Versuch gestartet den Hochstand zu erklimmen. Bei dem Anblick der schafen Krallen, völlig untypisch für diese Tiere die sich in die 8 Meter hohen Holzbalken des Hochstandes hieben, überkam den Schäfer der blanke Horror. Zum Glück fand er heraus, dass Wasser die Tiere in die Flucht schlagen konnte. Jedoch war der Wasservorat begrenzt und so mussten sich der Schäfer und der Ermittler über kurz oder noch besser schneller etwas einfallen lassen. Ihnen war bei dem Anblick nicht wohl gewesen, dass sich beim Auftauchen einiger Kaninchen auf der Weide, mehrere Schafe sogleich in eine für Schafe ebenso unwirkliche Position des anpirschens begaben, um nach wenigen Minuten alle Kaninchen erlegt zu haben. Das Blut an den Eckzähnen leuchtete grell in dem satten Grün der Weide. Die über die ganze Weide verstreuten Herbstäpfel im Gras wurden von den Schafen übersehen. Wo doch jedes Kind weiss, dass Äpfel eine wahre Delikatesse auf dem Speiseplan von Schafen stehen. Das nackte Grauen in Schafform! Was waren das für Schafe?

    Es war bereits spät am Nachmittag. Die Sonne lugte zwischen einem entfernten Birkenwälchen hervor. Langsam hoben bereits die ersten Bodennebel an und liesen die Schafe bis zur Hälfte darin verschwinden. Der Ermittler war beunruhigt. Der Schäfer zückte sein iSchafhüter-Phone, welches er als Zugabe zu seinem Schaferwerb erhalten hatte. Resigniert schaute er zuerst auf den Ermittler, dann auf den Hund, zuckte die Achseln… Kein Empfang, kein Netz. Der Hund erfasste die Lage als erster. Er schluckte geräuschvoll und drehte seine Ohren wie kleine Satelitenschüsseln für GPS-Empfang. Seine Schnautze schnüffelte aufgeregt in Richtung Schafweide. Der Schäfer und der Ermittler drehten gleichzeitig ihre Köpfe und sahen sich unvermittelt einer der wohl aussergewöhnlichsten Schafhütermomente gegenüber gestellt. Alle Schafe hatten sich in Reih und Glied unterhalb des Hochstandes aufgestellt und schauten mit aufwärts gerichteten, glühend, blauen Augen auf den Schäfer, den Ermittler und den Schäferhund. Allen Dreien standen die Körperbehaarung auf Höchster-Gänsehaut-Stufe.
    Das letze Mal als der Ermittler einen solchen Moment erlebt hatte war 1996, als sich eine Pinguinherde (Spheniscidae Linuxis Tux) von Norwegen aus über die ganze Welt auszubreiten verstand. Die Situation konnte er damals nur noch mit Hilfe eines weltweit operierenden Netzenteisers in den Griff bekommen. Doch die Lage hier, war eine vollkommen andere und bei weitem aussergewöhnlichere.

    Das Einzigste was das sonore Schnurren der Schafherde übertönte war das statische Knacken der Gänsehautentladungen. Da, plötzlich überkam dem Ermittler ein Geistesblitz. Er griff sich das iSchäfer-Phone des Schäfers und schaute es sich genau an. Auf dem Display stand eine Systemmeldung:

    Wollen Sie eine Verbindung mit dem Schafnet hertstellen?

    ----OK---- ----Abbrechen----

    Der Schäfer bejahte mit heftigen Nicken, also betätigete der Ermittler den OK-Button. Einen Augenblick später lief ein Brüllen durch die Schafherde. Das Glühen in den Schafaugen verschand und machte einem kreisenden Farbball Platz. Gebannt heftete sich der Blick des Ermittlers auf das Display des iPhones. Der Farbball verschwand und eine neue Eingabeaufforderung erschien:

    Software-Aktualisierung. Suche nach neuer Software.

    Soetwas hatte der Schäfer noch nie erlebt. Seit wann konnte man Schafe aktualisieren? Seit wann laufen Schafe mit einer Software? Seit wann bauen Schafe eine Schafnetverbindung auf? Er hatte absolut keine Ahnung was da vorsich ging. Lediglich der Ermittler schien sich in der Situation zurecht zu finden. Aufmerksam studierte er die Liste der angezeigten Komponenten.

    [X] iSchaf Telefontreiber | 473kb | installieren
    [X] QuickSchaf Update 8.4.6 | 78mb | installieren
    [X] Java-Schaf Update 6 | 45mb | installieren
    [X] Kombiniertes Schaf OS X Update 10.5 Intel | 365mb | installieren
    [X] kombiniertes Schafsicherheitsupdate | 123mb | installieren
    [X] QuickSchafSicherheitsupdate | 148mb | installieren

    Ein breites Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Ermittlers breit. Mit einem geschmeidigen Touch tippte er auf den OK-Button. Schlagartig wechselte die Herde aus dem sonoren Brummen in ein profunden Blöcken. Der Schäfer und sein Hund schauten gebannt auf die Herde. Ihnen dämmerte wohl einiges…

    Nach wenigen Minuten hörte das Blöcken auf und auf dem Display des iSchäfer-Phones und dem Rücken der Schafe, recht anmutig in den Schafspelz eingebettet, erschien eine einfache Anweisung:

    ----Neustart---- ----Ausschalten----

    Der Ermittler reichte dem Schäfer das iSP und nickte ihm zustimmend zu. Der Schäfer nahm das Gerät entgegen, tippte den Neustart-Button und hielt die Luft an. Die Schafe erschlafften, um gleich darauf ihre Köpfe zu recken und ein gemeinsames "Blooooommmm" ertönen zu lassen. Dann wurde es wieder still. Dem Schäfer stockte der Atem. Der Schäferhund krallte sich, bis in die Schwanzspitze angespannt, in die Hochstandfensterbank. Schweissperlen bildeten sich unter der Oberlippe des Schäfers. Der Ermittler wartete, den Blick auf die in Bodennebel gehüllten Schafe. Da erschallte ein weiteres "Bloooooommmm"! Die Schafherde geriet in Bewegung. Einige legten ihre Köpfe gegen ihre Nachbarn, andere fingen an ihre Kauwerkzeuge rhytmisch hin und her zu bewegen. Wieder andere senkten ihren Kopf und rupften, unsichtbar durch den Bodennebel, Büschel des frischen, grünen Grases aus. Der Schäfer atmete aus, der Hund auch. Der Ermittler legte seine Mimik in Wohlwollen. Er wusste, es war überstanden.

    Noch etwas zitterig machten sich der Schäfer und sein Hund auf den Weg den Hochstand zu verlassen. Hinter ihnen der Ermittler. Bei den Schafen angekommen überzeugte der Schäfer sich ob dessen was er seit Jahr und Tag bei Schafen zu erkennen wusste. Alle war in bester Ordnung. Die Reiszähne waren verschwunden und das leise Klacken der Hufe überzeugten ihn davon, dass er nun eine freundliche, schafige Herde vor sich hatte. Er musste sich um seine Zukunft als Schäfer keine Sorgen mehr machen.

    Da es schon spät war und es Zeit nach Hause zu gehen, schlug der Schäfer dem Ermittler vor ihn auf einen kleinen Umtrunk mit Schäfermahlzeit in sein Schäferhaus einzuladen. Den iSchäferhund wies er an, diese Nacht auf der Weide zu bleiben, um unvorhergesehene Komplikationen entgegen zu wirken. Bei dem Schäfer angekommen machten die beiden es sich zuerst einmal gemütlich. Der Ermittler riet dem Schäfer sich das Benutzerhandbuch als Lektüre neben sein Bett zu legen. Als kleinen Freundschaftsdienst - denn durch diese Stunden verband den Schäfer und den Ermittler eine neue Freundschaft - richtete er dem Schäfer noch das Tool Schaftime-Machine ein. So konnte der Schäfer immer sicher sein den Zustand seiner Schafherde in den Moment zurück zu versetzen, als der Erittler und der Schäfer die erste Aktualisierung vorgenommen haben. Das freute den Schäfer sehr. Dann liesen sie sich das Essen schmecken. Am Horizont ging gerade der volle Apfelmond auf.

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    ;) Der Apfelgriebsch der Woche:

    Höret die Worte des Karmas "himself"!

    Was haben Bienen und Schafe gemeinsam? ;)

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    :cool: Das Apfelschau-Gewinnspiel

    Wir gehen in die zweite Runde. Es gab einige, naheliegende, navigatorische Glanzleistungen. Die Trefferquote ist jedoch eher gering ausgefallen. Als kleinen Hint möchte ich euch das Sternezeichen (Konstellation Grosser Bär) geben, in dem dieser galaktische Sternennebel liegt:

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    [​IMG]

    :) In eigener Sache - AT-Welt -

    Einige heben ja mitbekommen, dass Crushinut, Murcielago und meine Schafhaftigkeit an der AT-Welt bosseln.

    Die-ganze-Welt-von-AT

    Wir haben schon einige Bewohner :D …und die Karte wächst. Aber es müssen noch mehr werden! Daher nochmal die Aufforderung:

    Beteiligt euch an der AT-Welt!

    Wenn wir mehr als 50 User verzeichen, stellen wir die erste Version Online.

    [​IMG]

    So, das war es mal wieder. Ich hoffe euch mit meiner Differenziertes-Denken-Geschichte etwas zum Schmunzeln gebracht zu haben. Ich möchte auch gleich meinem liebsten Schafschriftsteller Haruki Murakami für das Schafupdate danken. In diesem Sinne…

    Think different!
    Euer Schafmann in AT

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    ZENcom
     

    Anhänge:

    #1 ZENcom, 04.11.07
    Zuletzt bearbeitet: 07.11.07
  2. DBertelsbeck

    DBertelsbeck Tiefenblüte

    Dabei seit:
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    6.425
    An das Schaf:
    Was ist Apfelgriebsch?
    Was hat das mit Bonobos Zitat zu tun?
    Was will das Schaf uns damit sagen?
    Was bedeutet die Überschrift
    "Höret die Worte des Karmas "himself"!"
    Ist es überhaupt rechtens, so in einem eigenen Beitrag zu zitieren?
    Oder ist es "nur", sich mit fremden Federn schmücken? (sieht bei einem Schaf bestimmt geil aus)

    Bitte um les- und verstehbare Antworten.
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  3. larkmiller

    larkmiller Gast

    Ich hatte solche Visionen auch einmal. Damals in meiner "wilden Zeit". Ich habe das LSD danach nie mehr angeruehrt.
     
  4. DBertelsbeck

    DBertelsbeck Tiefenblüte

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    20.04.04
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    6.425
    Ich hoffe mal, du meinst das erste Geschreibsel und nicht meine Fragen, oder?
     
  5. larkmiller

    larkmiller Gast

    Dein "Geschreibsel":) hab ich schon verstanden. Aber HiTech Schaefer sind nicht mal Doug Adams eingefallen.
     
  6. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

    Dabei seit:
    30.03.06
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    2.650
    Zu Larkmillers "Früher-hab-ich-LSD-genommen-aber-leider-ist-es-bis-heute-ohne-Wirkung-geblieben"-Statement.

    Nein, ich benutze, noch trage ich bewusstseinserweiternde Prothesen. Ich arbeite auch nicht für ein Pharmaunternehmen, noch bin ich geklont. Ich lasse meiner Phantasie einfach freien Lauf.

    :)
     
  7. DBertelsbeck

    DBertelsbeck Tiefenblüte

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    20.04.04
    Beiträge:
    6.425
    Sehr seltsame Art, innerhalb eines Zitates zu antworten.
    Das hat auch mit Phantasie nichts zu tun, die Dir spätestens bei der Antwort "Verklag mich doch" völlig abhanden gekommen ist.
     
  8. noed

    noed Salvatico di Campascio

    Dabei seit:
    13.07.06
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    427
    In diesem Fall würde ich zur Einnahme von ebensolchen raten...Aber vorher Arzt und Apotheker fragen.
    Määh.
     
  9. Hallo

    Hallo Gast

    Was ich an Deinem Artikel überhaupt nicht verstehe, ist der Umstand, dass die von Dir anfänglich als Einleitung gestellten Fragen mit denen Du dich beschäftigen willst: "Was passiert eigentlich in einem User, wenn er den Versuch startet und "unterschiedlich" denkt? Schläft er nachts besser? Hebt diese Herausforderung sein Lebensgefühl? Kann er sich sicher sein, dass seine Gedanken freier sind als die eines Anderen, Nicht-Unterschiedlich-Denkers? Trocknen seine Schäfchen, da von Haus aus impregniert, schneller? Warum nicht…? Schön wäre es! In der heutigen Apfelschau beschäftige ich mich mit diesem Thema" in keiner Weise beantwortest bzw. thematisierst.
    Du beschreibst auf dem Hintergrund der von Dir gestellten Fragen nur noch einen (Deinen?) Umgang mit Leopard auf dem Hintergrund eines Schafs-OS.
    Einerseits ist das für mich nicht nur ziemlich unbefriedigend und ich empfinde das auch nicht sonderlich kreativ oder frei. Ich benutze einfach ein paar andere Wörter und Begrifflichkeiten.
    Dabei kann ich die Verwirrung die ein solcher Text verursacht gut verstehen. Erst werden am Anfang wirklich schöne Fragen gestellt und dann kommt nur noch eine Beschreibung eines Schafs (Umgang mit einem OS) in einer epischen Breite die beim Lesen ermüdet und der ich auf Dauer nicht folgen möchte.
    Auf jeden Fall findet keine Auflösung der Anfangsfragen statt, was den Text nicht einmal mehr spannend macht.
    Auch kann ich aus dem Text nicht herauslesen, was Du mir mitteilen möchtest. Wie Du z.B. das was Du da beschreibst empfindest.
    Schade, so viele Worte mit so wenig schöner bzw. kreativer Information.
     
    #9 Hallo, 04.11.07
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.11.07
  10. Bonobo

    Bonobo Nathusius Taubenapfel

    Dabei seit:
    26.12.03
    Beiträge:
    5.482
    Das ist das Problem: Wenn man mal was sagt, muss man damit rechnen, dass Leute einen beifaellig oder kritisch zitieren, die den Inhalt nicht verstanden haben. Genau wie manchmal Leute einen erstmal toll finden, und kaum hat man wo eine andere Meinung oder kritisiert sie mal, dann "hat man sich ja so veraendert" etc. etc.


    Lieber Zencom, meine Empfehlung, auch wenn ich daran zweifle, dass sie Dich interessiert:

    Die Phantasie bissl zuegeln; nur noch Worte verwenden, von denen Du weisst, was sie bedeuten, ausserdem die Schreibweise ueberpruefen; die Beitraege von zwei, besser von drei anderen Leuten korrekturlesen lassen, von denen Du weisst, dass sie Dir nicht eh zu Fuessen liegen; bei Gedankenspruengen, Allegorien, Metaphern immer selbstkritisch ueberpruefen, ob sie fuer andere nachvollziehbar sind, wenigstens ca. ein Zehntel der Leserschaft solltest Du erreichen wollen, egal wie hoch der Turm ist ...

    Manche Deiner Ideen finde ich ja wirklich nicht schlecht, aber die Umsetzung ist IMO grausig, mit Fingerfarben IMMER ueber die Konturen hinuebergemalt. Und manchmal habe ich gedacht, wenn Du Bilder malen wuerdest, wuerde ich sie wahrscheinlich moegen, ich habe ein Faible fuer bunte Farben und psychedelische Bilder; aber als Worte ... vielleicht als dadaistische Poesie ...

    Die sogenannte "kuenstlerische Freiheit" wird vielfach missverstanden. Mit der Sprache ist es zum Beispiel so (meiner Meinung nach!): Ich muss die Worte und die Grammatik kennen und gut beherrschen, erst danach darf ich die Regeln zu einem gewissen Zweck brechen, d.h. ich muss in jedem einzelnen Fall ueberlegen, ob das Brechen der Regeln ein Selbstzweck ist, ob es einfach eine Angewohnheit ist oder ein Versehen, oder ob die Regel sehr bewusst und zur Erreichung eines bestimmten Zieles gebrochen wird.

    Will sagen: 1. Gruendliche Kenntnis der Regeln der Sprache und erst danach 2. ihre gezielte Missachtung sind der Kommunikation foerderlich. (Rohde 1988)

    * * *

    Zum Thema Lysergsaeurediaethylamid-Tartrat-25, kurz "LSD", oder allgemeiner zu sog. "psychedelischen Drogen" empfehle ich allen, die sich darueber aeussern, Literatur von Wormser, Leary, Huxley, Grof und anderen zu lesen und bitte, zur Kenntnis zu nehmen, dass "Set" und "Setting" entscheidend sind fuer was geschieht.

    * * *

    Und schliesslich zum Thema "Brahmane" ... weiter daneben koenntest Du kaum liegen. Im Dorf sehe ich mich eher als Harijan, der ungewoehnlicherweise auch ein Pandit ist.
     
    Schwupz und (gelöschter Benutzer) gefällt das.
  11. Phate

    Phate Weisser Rosenapfel

    Dabei seit:
    04.05.06
    Beiträge:
    795
    Ich hoffe, die nächste Apfelschau wird wieder etwas konventioneller. Nach etwa 20 Zeilen ist mir der Lesereiz gänzlich ausgegangen.
     
  12. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

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    30.03.06
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    2.650
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  13. yjnthaar

    yjnthaar Schwabenkönig

    Dabei seit:
    07.06.04
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    2.657
    Hat wer hier einen Duden? Ich krieg das Top-Posting nicht in meinen Schädel.... :(
     
  14. debunix

    debunix Prinzenapfel

    Dabei seit:
    13.01.05
    Beiträge:
    550
    Sind die Journalbeiträge eigentlich untrashbar?
     
  15. Hallo

    Hallo Gast

    Damit meine Kritik nicht missverstanden wird, möchte ich noch einmal klarstellen, dass ich die grundsätzliche Haltung einen Text mal ganz frei zu schreiben sehr gut finde! Einfach mal die Gedanken fließen lassen und schauen was so dabei herauskommt. Klar passt dass einigen hier nicht nicht mehr so in ihre heutige so klar strukturierte Welt in einem Computerforum. Um so wichtiger finde ich einen solchen Beitrag - gerade hier!
    Meine zuvor geäußerte Kritik bezog sich mehr auf die Kreativität - die ich finde nicht (nocht nicht) frei genug erscheint. Vielleicht entwickelt sich ja etwas, welches dann zu noch mehr Unverständnis und Aufruhr führt - welches auch den Grad der Kreativität zeigen kann.
     
  16. AgentSmith

    AgentSmith Hochzeitsapfel

    Dabei seit:
    15.07.07
    Beiträge:
    9.361
    Hui, das war mir auch zu konfus. :D Vielleicht nach nem Bier später nochmal versuchen zu lesen, aber jetzt, frisch aus der Dusche raus, gehts nicht. :D

    Ob Bier sich jetzt meldet? :p
     
  17. larkmiller

    larkmiller Gast


    Hi ZENcom,

    wenn Du mich zitierst, zitier mich bitte richtig. Dankeo_O.
     
  18. commander

    commander Baldwins roter Pepping

    Dabei seit:
    25.02.04
    Beiträge:
    3.210
    Bäähäh

    wo ist die Weide?

    Ich bin orientierungslos....
     
  19. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

    Dabei seit:
    30.03.06
    Beiträge:
    2.650
    Schade, warum hat das iPhone kein Navi… Buhhhuu.

    @larkmiller: Ich hatte nicht zitiert, ich hatte interpretiert. ;)
     
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  20. Hobbes_

    Hobbes_ Gast

    Ich gebe zu, dass ich auch nochmals einen zweiten Anlauf nehmen muss bei diesem Text. Vielleicht ist mein Geist einfach zu wenig schaf, um es verstehen zu können.

    Andererseits habe ich gerade letzthin gelernt, dass man einen Text gar nicht mehr gelesen haben muss, um ihn diskutieren zu können (Link). Deshalb anbei eine kleine Kunstkritik dieses surreal modernen Werkes:

    Erstaunt immer mehr, in welche Richtungen sich apfeltalk öffnet, erfassen wir erneut, dass nicht nur rohe Technik und kalte Bits und Bytes diskutert, sowie kunstvolle Bilder ausgetauscht werden, nein auch im literarischen Bereich öffnen sich immer wieder neue Wege, die unendlich den Abend versüssen. Gelangweilt von Kreuzworträtseln (immer dieselben Flüsse und Poeten erfragt) und der Trivialität von Sudokus enttäuscht (ach gäbe es doch nur anspruchsvollere Kost) gelingt die freie Assoziation gekonnt aus dem Wortschatz verschiedenster Lebensbereiche einen kleinen Abstecher in die Welt der Regenbogen und Rauchschwaden zu nehmen, die brahmanengleich oder doch eher schamanengleich auch Schafe zum springen anregen kann. Kurz: Non olet.

    (wer auch das nicht begriffen haben sollte: Nun denn, dem ist wohl nicht zu helfen :-D)
     
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