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Der "Ich will einen Mac mini Server habe aber keine Ahnung von Servern" Thread

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X Server" wurde erstellt von McTom, 25.10.09.

  1. McTom

    McTom Empire

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    Hallo liebe ATler,

    sei der Präsentation der neuen Apple-Hardware von wenigen Tagen spiele ich mit dem Gedanken meinen Drobo als Fileserver durch einen Mac mini mit Snow Leopard Server zu ersetzen:


    Die Ausgangssituation:

    Ich besitze einen Cable-DSL Anschluss von UnityMedia mit (soweit ich weiss) fester IP-Adresse. An dem Kabelmodem hängt eine FRITZ!Box Fon WLAN 7170 für Internet sowie ISDN-Telefonie. An der FRITZ!Box wiederum hängt eine Time Capsule (Verbindung über Ethernet, Bridge-Modus), die als WLAN-Router und Backup-Volume für Time Machine genutzt wird. In meinem Haushalt befinden sich 4 Macs (2 x iMac, 2 x MacBook Pro) sowie ein Drobo, der derzeit als "Fileserver" dient. Ein iMac und der Drobo (via DroboShare) sind per Netzwerkkabel mit der Time Machine verbunden, die restliche Macs per WLAN.

    Vorteile des Drobos als Fileserver:
    - kinderleichte Einrichtung
    - so gut wie keine Administration notwendig
    - durch ein "RAID-ähnliches" System sehr sicher gegen Datenverlust

    Nachteile des Drobos als Fileserver:
    - geringe Lese- und Schreibgeschwindigkeit
    - keine Einrichtung von Benutzerkonten und Zugriffsrechten möglich


    Die Idee:

    Ich möchte den Drobo als Fileserver durch einen Mac mini mit Snow Leopard Server ersetzen. Dabei soll der Mac Mini zunächst "nur" als Fileserver und Time Machine Backup-Server dienen. Weitere Dienste (z.B. iCal Server, Adressbuch-Server) sollen zu einem späteren Zeitpunkt implementiert werden. Eine der beiden 500GB HDDs des Mac mini reicht fürs erste als Fileserver. Für die Time Machine Backups soll eine extern per FireWire angeschlossene HDD oder ein RAID dienen.


    Die Fragen:

    1. Wie wird der Mac mini in das Netzwerk integriert? Einfach per Netzwerkkabel an die Time Capsule?
    2. Wer vergibt die IP-Adressen in meinem Heimnetzwerk? Weiterhin der DHCP-Server der FRITZ!Box oder der Mac mini?
    3. Kann ich auch von Außerhalb über das Internet auf den Mac Mini (Fileserver) zugreifen? Wie geht das?
    4. Wie werden standardmäßig die internen HDDs des Mac mini genutzt? Als einzelne HDDs (System HDD + Daten HDD) oder als RAID (0 oder 1)?
    5. Ich habe keinen Bildschirm, den ich an den Mac mini anschließen kann. Kann der Mac mini auch über einen anderen Mac in meinem Netzwerk eingerichtet und konfiguriert werden?


    Das soll erst mal an Fragen reichen. Weitere ergeben sich bestimm noch.

    Ich bin dankbar für jeden Tip und Erfahrungsbericht mit Snow Leopard Server.

    Vielen Dank schon mal für jegliche Art der Unterstützung und Hilfe.
     
  2. pepi

    pepi Cellini

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    Wenn Du keine Ahnung von Mac OS X Server oder der zugrundeliegenden Technik hast, dann laß das Vorhaben sein. Mac OS X Server ist kein Spielzeug für User, sondern ein durchaus ernstzunehmendes Server Betriebssystem welches sehr leistungsfähig ist, aber auch entsprechendes Fachwissen verlangt. Für daheim ist es weder gedacht noch für den unbedarften User administrierbar.
    Gruß Pepi
     
  3. McTom

    McTom Empire

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    Hi Pepi,

    habe mir schon gedacht, dass so eine Antwort kommt. Mich interessiert das Thema aber sehr und ich würde mich gerne näher damit befassen. Preislich liegt der Mac mini mit Snow Leopard Server durchaus in einem Bereich, der ein Einsatz im privaten Umfeld erlaubt. Warum auch nicht?

    Ich bin (noch) kein Server-Fachmann, deswegen habe ich ja auch diesen Thread eröffnet um Tipps und Hilfe zum Einrichten eines Servers zu bekommen.

    Da Du offensichtlich eine Menge Ahnung hast wäre es klasse, wenn Du mir in ein paar knappen Sätzen meine Fragen beantworten könntest damit ich besser abschätzen kann ob die die Nummer zu überdimensioniert für mich ist oder ob der Mac mini Server genau das ist was ich suche. So kompliziert kann das ja alles nicht sein - zumindest soll die Einrichtung von Mac OS X Server laut Apple ja geradezu kinderleicht sein.

    Irgendwie muss man ja mal anfangen sich mit der Materie auseinander zu setzen - und dazu sind solche Foren ja nunmal auch da, oder nicht??

    Gruß, Tom
     
  4. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    ROFTL, der Mac mini ist mehr oder weniger ein Server für den Heimanweder oder Kleingruppen, und solange man die Dienste nicht ins Internet verbreitet spricht auch nichts dagegen den Server privat im Heimnetzwerk zu betreiben.
     
    #4 tjp, 25.10.09
    Zuletzt bearbeitet: 25.10.09
  5. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Das ist eine Möglichkeit
    Das ist von der Konfiguration abhängig.
    Technisch machbar, aaabeeer es erfordert ein VPN, damit das ganze sicher ist.Es gibt zwar fertige Network Appliances für VPNs, so daß man das ganze leicht installieren kann, aber im Gegensatz zum Server im Heimnetzwerk führt hier ein Konfigurationsfehler zu richtigem Ärger. Also, erstmal Finger weg.
    Für die Installation ist ein Monitor notwendig.
     
  6. McTom

    McTom Empire

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    @tpj: vielen Dank für die Antworten!

    Was für unterschiedliche Konfigurationen kommen denn bezüglich DHCP bei der Verwendung von Mac OS X Server in frage?

    Ist ein VPN zwingend notwendig für den Zugriff auf den Fileserver über das Internet?
     
  7. bml

    bml Luxemburger Triumph

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    Gib dem Mac mini eine statische IP-Adresse und lass die Fritzbox weiter DHCP machen, wenn sie das bisher gut gemacht hat.
     
  8. bml

    bml Luxemburger Triumph

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    Rolling on floor, then laughing? :) scnr
     
  9. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Server und Router sollten (effektiv müssen) feste IP-Adressen haben, da man aber nur einen DHCP-Server im Netz betreiben kann, begrenzt man den Bereich der zu vergebenden IP-Adressen und und vergibt dann für das jeweiligen andere Gerät von Hand eine freie IP-Adresse. Wahrscheinlich ist es am sinnvollsten im Zusammenhang mit DNS/OpenDirectory/LDAP den DHCP ebenfalls auf dem Mac laufen zu lassen.

    Beispiel:
    DHCP Server vergibt für das Netz 192.168.1.0/255.255.255.0 Adressen aus dem Bereich 100-199. Dann kann man die Adressen 2-99 und 200-253 von Hand vergeben. 192.168.1.254 ist die Broadcast-Adresse und man verwendet üblicherweise 192.168.1.1 als default route (in Deinem Fall ist das der Router ins Internet).

    Damit das ganze sicher und wie von Dir erwartet funktioniert: ja.
     
  10. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Monitor abwischend. :-D Tja, MacOS X Server ruft bei mir immer Assoziationen zu Spielzeug hervor, und der neue Mac mini insbesondere. Ich bin halt mit einem Zoo aus AIX (noch vorm Mac), HP-UX, IRIX, Linux und Solaris sozialisiert worden, das verschiebt den Blickwinkel etwas.
     
  11. pepi

    pepi Cellini

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    Mit meiner Aussage zu Mac OS X Server bezog ich mich auf die Software, ganz unabhängig davon ob diese auf einem Mac mini oder einem Schrank voller Xserves läuft.

    Für einen simplen FileServer braucht man auch kein Mac OS X Server, das bringt ein User mit Mac OS X viel leichter zusammen ohne sich mit der durchaus komplexeren Administration und Absicherung eines Mac OS X Servers auskennen zu müssen.
    Gruß Pepi
     
  12. below

    below Kalterer Böhmer

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    Was spricht dagegen, die Daten auch im Internet zu verbreiten?

    Alex
     
  13. pepi

    pepi Cellini

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    Garnichts! :)
    Gruß Pepi
     
  14. tjp

    tjp Baldwins roter Pepping

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    Datensicherheit. AFP ist nicht verschlüsselt, so daß man die Pakete im Internet leicht mitlesen kann. Wie sieht es mit der Autorisierung aus? Meines Wissens wird kein Public Key benutzt, so daß man ganz leicht die Passwörter bzw. codierte Passwörter sniffen kann (man in the middle).

    Man kann natürlich rsync über einen ssh-Tunnel benutzen, das ist dann auch ok.
     
  15. McTom

    McTom Empire

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    Wie ich aus den Beiträgen herauslese gibt es zwei Klassen von Menschen:

    Zum einen sind da die "Admins". Sie kennen sich mit allem aus und werfen gerne mit Fachbegriffen und Abkürzungen um sich.

    Auf der anderen Seite sind die "User". Sie sind nicht so schlau und sollen sich möglichst nicht in die bunte Welt der "Admins" einmischen, da sie es sowieso nicht verstehen würden. Sie sollen schön vor Ihren "Clients" sitzen bleiben und den erfahrenen "Admins" die "Server"-Welt überlassen.

    So weit so gut...

    Aber was ist denn, wenn ein keiner "User" (wie ich) gerne in der "Admin"-Liga mitspielen möchte?

    Dass das administrieren von Max OS X Server aufwendiger ist als lediglich irgendwo seine AppleID und Passwort einzugeben muss mir niemand sagen.

    Ich denke ein Mac OS X Server macht auch zu Hause sinn. Zumindest denke ich das solange bis ich vom Gegenteil überzeugt werde ;)

    Gruß, Tom
     
  16. below

    below Kalterer Böhmer

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    Ach so, an AFP dachte ich gar nicht, sondern eher an httpd.

    Aber ich kann mir gar nicht vorstellen, dass AFP so unsicher ist. Das wäre ja auch intern nicht zu verantworten.

    Alex
     
  17. pepi

    pepi Cellini

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    Die Daten sind aus Performancegründen bei quasi allen Netzwerkfileprotokollen unverschlüsselt. Wichtig ist in erster Linie mal, daß die Authentifizierung verschlüsselt abläuft und das ist bei AFP der Fall. Bei WebDAV oder FTP im Normalfall nicht. Alle Protokolle können aber auch mit SSL/TLS verwendet werden. Man kann auch über SSH tunneln, oder noch besser ein VPN verwenden. ("Besser" im Sinne von "für die meisten User bequemer".)

    @McTom
    Du kannst in Gedanken schonmal zu spielen beginnen indem Du Dir die Dokumentation von Mac OS X Server (1.921 Seiten) durchliest. Weitere Kenntnisse über DNS, Terminal und Netzwerkarchitektur sind ebenfalls notwendig. Mehr oder weniger tiefe weitere Kenntnisse sind je nachdem welche Dienste man einsetzen möchte absolut notwendig, oder zumindest empfehlenswert. (Wenn Du keinen Mailserver betreiben willst mußt Du Dich natürlich nicht mit [tt]postfix[/tt], [tt]cyrus/cyradmin/dovecot[/tt], [tt]amavisd-new[/tt], [tt]SpamAssassin[/tt], [tt]ClamAV/Clamd[/tt], [tt]sieve[/tt] und [tt]Squirrelmail[/tt] auskennen. Falls doch, weist Du jetzt welche Suchbegriffe Du in Google verwenden mußt. Da kommen noch einige dazu, die Du aber auch bei anderen Diensten benötigen wirst, daher habe ich hier beispielhaft nur die aufgeführt die man nur beim Mailserver benötigt.)
    Gruß Pepi
     
  18. McTom

    McTom Empire

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    @Pepi:

    Vielen Danke für Deine Hilfe! Stell Dir vor, die Mac OS X Server Guides habe ich mir bereits heruntergeladen und angefangen zu lesen (zunächst mal die für mich interessanten). Danke jedoch für den Tipp.

    Da die ganze Geschichte, wie Du bereits angemerkt hast, sehr umfangreich ist will ich den Mac mini Server zunächst nur als Fileserver einsetzen und mich so langsam an die Materie herantasten.
    Ich denke ein Fileserver ist im Vergleich zu einem Mailserver vergleichsweise einfach einzurichten.

    Vielleicht hast Du für einen Fileserver ja auch noch die passenden Fachbegriffe parat damit ich was zum googlen und spielen habe ;)

    Ich freue mich über jeden Tipp und jede Art der Hilfe!
     
  19. pepi

    pepi Cellini

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    Für einen Fileserver in Deiner Dimension ist Mac OS X mehr als ausreichend und deutlich einfacher zu konfigurieren. Das kannst Du schonmal mit dem vorhandenen Equipment üben! :)
    Gruß Pepi
     
  20. McTom

    McTom Empire

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    @pepi
    Mag sein, dass ein Mac mini mit Mac OS X Server, der lediglich als Fileserver genutzt wird etwas unterfordert ist aber warum sollte ich ihn nicht zu diesem Zweck einsetzen? Immer hin bietet er viel mehr Möglichkeiten als ein reiner Fileserver und bei Bedarf kann ich weitere Dienste nutzen.

    Der günstigste Mac mini mit Mac OS X kostet € 549 - der Mac mini mit Snow Leopard Server € 949, also lediglich €*400 mehr und bietet eine schnellere CPU, doppelt soviel HDD-Speicher und Mac OS X Server was alleine schon € 499 kostet. Warum sollte ich da nicht zuschlagen?

    Die Konfiguration von Mac OS X Server mag etwas anspruchsvoller und komplizierter sein, aber selbst für einen "User" wie mich bestimmt nicht unmöglich.

    Gruß Tom
     

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