[iMac] Bestehendes externes Fusion Drive um SSD erweitern

Dieses Thema im Forum "Desktop-Macs" wurde erstellt von zyx, 30.12.17.

Schlagworte:
  1. zyx

    zyx Antonowka

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    Nachdem ich vor etwa einem Jahr meinen late 2013er iMac (2,9 GHz, 8GB RAM, NVIDIA GT 750M mit 1GB) per Fusion Drive aus interner 1TB HDD und externer 120GB SSD deutlich beschleunigen konnte, ist der Festplattenverbund mittlerweile fast bis zur Grenze belegt. Da ich meine Lightroombilder nicht auf einer externen HDD speichern möchte, habe ich vor, das System um eine – bereits vorhandene – Samsung 850 EVO mSATA SSD mit 500GB zu erweitern, die ich in mein Thunderbolt-Gehäuse einsetze.

    Wenn ich nun diese Anleitung wie letztes Mal befolge, muss ich festlegen, aus welchen Volumes ich das Fusion Drive zusammenstellen möchte.
    Soll ich hier als Disk0 mein bestehendes FD und als Disk1 die neue SSD auswählen oder lieber das Fusion Drive vorher auflösen und später dann aus Disk0 (1TB HDD), Disk1 (120GB SSD) und Disk2 (500GB SSD) ein neues zusammensetzen? Wäre das überhaupt möglich?

    Gibt es vielleicht noch eine bessere Lösung, die mir bisher noch nicht eingefallen ist?

    Vielen Dank schon mal für alle Antworten!
     
  2. MACaerer

    MACaerer Welschisner

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    Wie auch immer, aber das FusionDrive auflösen bedeutet den Verlust aller darauf befindlichen Daten. Natürlich kann man vorher ein BackUp machen, aber der Aufwand alles wieder herzustellen ist nicht unerheblich.

    MACaerer
     
  3. Hendrik Ruoff

    Hendrik Ruoff Kasseler Renette

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    Ein FusionDrive+SSD = neues FusionDrive.... ich wäre da sehr vorsichtig ob das auch funktioniert.... Aber klar Probieren geht über studieren....
     
  4. zyx

    zyx Antonowka

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    Danke für die Antworten!

    Ein Backup habe ich natürlich eh. Meines Wissens muss ich beim Erstellen eines Fusion Drives so oder so auch ohne vorheriges Auflösen alles neu aus Time Machine aufspielen, d.h. der Aufwand unterscheidet sich nicht wirklich. So war es jedenfalls letztes Mal, oder hat sich da mittlerweile etwas dran geändert?

    Bis jetzt hatte ich nie Probleme und alles lief seit dem ersten Tag schnell und unkompliziert – zuletzt gab es einige Einfrierer, das schreibe ich jedoch eher der nahezu vollständigen Speicherplatzbelegung als dem FD zu. Solange ich mein Backup habe, bin ich eigentlich ganz zuversichtlich, was mein Vorhaben angeht – verstehe ich es richtig, dass du das bestehende FD vorher nicht auflösen würdest?
     
  5. zyx

    zyx Antonowka

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    So, ich habe die zweite SSD jetzt eingebaut und ein neues Fusion Drive eingerichtet – drei Laufwerke sind problemlos möglich, Fusion Drives lassen sich allerdings nicht stapeln, d.h. ich musste das alte FD vor dem Erstellen eines neuen erst auflösen. Nachdem TRIM im Terminal aktiviert wurde, messe ich Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 382 MB/s bzw. 329 MB/s (in letzter Zeit vorher je rund 100 MB/s langsamer).
     
  6. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Na dann hoffen wir, daß das dauerhaft so läuft.
    Ich würde bei so einer Konstellation sehr viele Sicherungen anlegen.
    Bin da aber vielleicht einfach zu pessimistisch.
     
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  7. zyx

    zyx Antonowka

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    Sehe das genauso, auch wenn ich bis jetzt keine Probleme hatte, würde ich dem System ohne Sicherung keine wichtigen Daten anvertrauen. Aktuell setze ich auf ein lokales Time Machine-Backup, wichtige Projekte sind zusätzlich in der iCloud gespeichert. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem weiteren Cloud-Speicher, in dem ich eine größere Bibliothek an weniger wichtigen (RAW-)Fotos sichern kann.
     
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  8. Wuchtbrumme

    Wuchtbrumme Ruhm von Kirchwerder

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    Ich finde die Experimentierfreude natürlich toll, aber irgendwie bin ich auch sehr skeptisch. Nur einmal falsch am Kabel gerüttelt - am besten während des Backups und... upsi! :(
    Man sagt ja dem Stockfotografengewerbe allerhand (überlaufen, Konkurrenz, Verfall der Preise) nach, aber dass es wirklich nicht reichen soll, *eine* große SSD an USB3.0 fürs System und ein RAID1 oder so für Bilder zu kaufen? Ich bezweifle zumindest ernsthaft, dass man bei diesem Konstrukt trotz Selbstausbeutung auch nur einen Penny gespart hat (und das schon, bevor man überhaupt einen Datenverlust hatte). Nur meine 0,02$.
     
    #8 Wuchtbrumme, 03.01.18
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.18
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  9. MACaerer

    MACaerer Welschisner

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    Da muss ich dir absolut recht geben. Ein logischer Verbund aus einem externen uns internen Laufwerk, da hätte ich ernsthaft Bauchgrimmen. Ein FusionDrive hat durch die beiden verbundenen Laufwerke schon zwangsläufig eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit und dadurch dass eines der beiden Laufwerke extern angeschlossen ist kommt noch ein gerütteltes Maß an möglichen Fehlerquellen dazu. Da kann man nur empfehlen eine wirklich exakte und kurzzeitige BackUp-Strategie zu fahren.

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  10. zyx

    zyx Antonowka

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    Vielen Dank für eure Kommentare!

    Wegen meiner bisherigen sehr guten Erfahrungen mit dem FD aus externer und interner Festplatte war ich bis jetzt eigentlich recht zuversichtlich, ihr macht mich allerdings unsicher.

    Theoretisch wäre es ja möglich, mein aktuelles FD wieder zu trennen, um die interne HDD plus meine externe Backup-HDD als RAID 1 für die Fotos zu nutzen und das System auf der 500GB SSD laufen zu lassen.

    Der große Vorteil des FD ist für mich persönlich jedoch, dass meine Fotos schnell auf die SSD importiert werden, dort so lange ich sie aktiv bearbeite verbleiben und nach einiger Zeit automatisch auf die HDD verschoben werden, ohne dass ich mich darum kümmern muss. Bei Importen von durchschnittlich etwa 16GB Größe (ca. 3,3min auf der HDD vs 0,8min auf der SSD) machen die verschiedenen Schreibgeschwindigkeiten von HDD und SSD in der Praxis schon einen Unterschied, weshalb das aktuelle System für mich sehr attraktiv ist und in der Summe viel Zeit spart.

    Ich werde über die Idee allerdings nachdenken und Time Machine bis dahin weiter stündlich laufen lassen.


    Der Verbund aus externem und internem Laufwerk funktioniert seit einem Jahr tadellos – ich bewege den iMac allerdings auch nicht und überprüfe regelmäßig Strom- und Thunderboltkabel.
    Könnt ihr in etwa einschätzen, wie sehr sich die Ausfallwahrscheinlichkeit durch die zweite SSD (die sich im selben Thunderbolt-Gehäuse befindet) erhöht?
     
  11. MACaerer

    MACaerer Welschisner

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    Die Ausfallwahrscheinlichkeiten der jeweiligen Geräte im Funktionsverbund entsprechen jeweils einer gaussschen Verteilungsfunktion. Zwei (oder mehr) identische Geräte haben die gleiche Ausfallwahrscheinlichkeit, so dass sich die Gesamt-Ausfallwahrscheinlichkeit entsprechend addiert. Allerdings gibt es dann auch noch die Einflussgrößen der übrigen beteiligten Komponenten und nicht zuletzt desjenigen, der einen halben Meter vor dem Rechner sitzt.

    MACaerer
     
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  12. Wuchtbrumme

    Wuchtbrumme Ruhm von Kirchwerder

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    Du hast den Kritikpunkt irgendwie noch nicht ganz verinnerlicht, wenngleich das jetzt nicht mehr ganz so schlimm ist! ;)
     
  13. zyx

    zyx Antonowka

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    Kannst du mir sagen, was ich hier gerade falsch verstehe? : D Ich dachte der Hauptkritikpunkt sei die hohe Ausfallwahrscheinlichkeit des Setups, die ja durch das Auflösen des FDs wieder reduziert würde? Ich bin offen für alle Vorschläge und verändere meine jetzige Konfiguration gerne, wenn ich eine Lösung finde, bei der ich keine großen Geschwindigkeitseinbußen machen muss.:)
     
  14. Wuchtbrumme

    Wuchtbrumme Ruhm von Kirchwerder

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    gemeint war, ein RAID zu benutzen, wo alle Laufwerke innen drin sind :)
     
  15. trexx

    trexx Blutapfel

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    Kauf Dir doch einfach ein 2Bay NAS für schmales Geld, die lassen sich als JBOD auch mit SSDs sichern. Aber Backup nicht vergessen anzulegen.