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[Apple-ID] Aus aktuellem Anlass, Apple ID löschen bei Tod des Nutzers

Mannheimer

Uelzener Rambour
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Hallo Communtiy,

aus aktuellem Anlass (Nicht nur hier bei Apfeltalk) sondern auch im näheren Bekanntenkreis möchte ich ein unschönes Thema aufgreifen.

Was ist eigentlich zu tun wenn ein Angehöriger (Apple Nutzer) verstirbt, gibt es bei Apple einen digitalen Nachlassverwalter wie bei Facebook?

Nein, gibt es nicht ! Aber was ist zu tun?

Eigentlich ist es bei Apple ganz einfach, ihr kontaktiert den Support und hangelt euch zum Thema Apple-ID durch.
Dort schildert Ihr dem Mitarbeiter eure Situation, dieser bittet euch eine Kopie eures Ausweises (Unterlagen zum Familienverhältniss) sowie der Sterbeurkunde per Mail zu übermitteln. Nach Prüfung der Unterlagen wird die Apple-ID gelöscht.

Ganz wichtig, Apple entsperrt keine Geräte, bedeutet: Die Daten (Bilder, Mails, Notizen) etc. sind für immer verloren. Daher solltet Ihr unbedingt noch zu Lebzeiten die Zugangsdaten zu den Geräten von euren Liebsten haben. Solltet Ihr die Daten haben, könnt Ihr dann natürlich auch selbst die Apple-ID löschen !

Als weiterer Tip den Ihr euch undbedingt zu Herzen nehmen solltet:
Dokumentiert ! ! ! Es bringt nix ein tolles "Smartes" Zuhause zu haben, wenn euch aber mal was passieren sollte, sollten die Hinterblieben zumindest wissen, wie Sie euer "Smartes" Zuhause bedienen und vor allem "Administrieren" können.

Weitere Tips:
Daten (Accountname/Zugangsname + ggf. Passwort) auf einem USB Stick speichern und an einem sicheren Ort hinterlegen (Bank, Notar, Zuhause)
Informationen zu Accounts hinterlegen, Beispiel: Accounts mit kostenpflichtigen Abos, XBOX, Sky, etc.

Passwörter müssen nicht zwingend aktuell sein, oft reicht das Vorgehen wie bei Apple!


Sorry für dieses unschöne Thema, aber man MUSS darüber sprechen !

LG
Torsten

@Admins: Thema ggf. verschieben zu Tutorials?
 
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staettler

Wöbers Rambur
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Dazu noch eine Frage. Man könnte doch auch alles weiterhin bestehen lassen, oder? FB verursacht aktuell keine Kosten und auch die iCloud ist in der Basis kostenlos.
 
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Mannheimer

Uelzener Rambour
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Dazu noch eine Frage. Man könnte doch auch alles weiterhin bestehen lassen, oder? FB verursacht aktuell keine Kosten und auch die iCloud ist in der Basis kostenlos.
Selbstverständlich kann man alles auch bestehen lassen. Die Frage ist halt ob man das möchte und wie man ggf. an die Daten kommt.

Unbedingt! Habe es kopiert und dort hinterlegt.

Ein herzliches Dankeschön für diese hilfreiche Zusammenfassung.
Sehr gerne, ein wichtiges Thema was auch ich als unangenehm empfinde aber man muss sich damit auch mal beschäftigen! Und danke für das Verschieben!

Vielleicht solltet Ihr das Thema auch mal im Magazin aufgreifen, es ist so unheimlich wichtig !
 
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Mamaanteportas

Apfel der Erkenntnis
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Das Thema dokumtieren der Zugangsdaten ist super wichtig
Mein Sohn hatte ein kwick Konto und wir kommen bis heute nicht an seine Daten.
Und wenn man die Sachen einfach an einen bestimmten Ort hinterlegt.
Und wir wissen bis heute nicht was ihn dazu bewogen hat eine stark befahrene Bundesstraße zu überqueren!
Zumal er als zuverlässig und eher ängstlich veranlagt war!
 

staettler

Wöbers Rambur
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Da wäre jetzt die Frage wie man das vernünftig anlegt. Auf der einen Seite möchten vielleicht einige, das nach dem Tode der Zugang für enge Angehörige gegeben ist (Eltern/Kind) auf der anderen Seite muss auch die Privatsphäre geschützt sein. Das Passwort im verschlossenen Umschlag bietet leider die Möglichkeit des „mal schauen was er so macht“.
Schwierig...
 

Mannheimer

Uelzener Rambour
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Das Thema dokumtieren der Zugangsdaten ist super wichtig
Mein Sohn hatte ein kwick Konto und wir kommen bis heute nicht an seine Daten.
Und wenn man die Sachen einfach an einen bestimmten Ort hinterlegt.
Und wir wissen bis heute nicht was ihn dazu bewogen hat eine stark befahrene Bundesstraße zu überqueren!
Zumal er als zuverlässig und eher ängstlich veranlagt war!
Tut mir sehr leid ! :(
 

rootie

Breuhahn
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@staettler Ich habe alle meine relevanten Zugangsdaten meinen Eltern als Ausdruck gegeben mit der Bitte, sie in den Tresor zu legen. Wenn ich bei diesen Personen Angst haben muss, dass sie spionieren, dann darfst Du zu Lebzeiten keinem irgendwas geben. Dann ist auch nach dem Tod Deine Privatsphäre gewahrt.
 

Mannheimer

Uelzener Rambour
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Da wäre jetzt die Frage wie man das vernünftig anlegt. Auf der einen Seite möchten vielleicht einige, das nach dem Tode der Zugang für enge Angehörige gegeben ist (Eltern/Kind) auf der anderen Seite muss auch die Privatsphäre geschützt sein. Das Passwort im verschlossenen Umschlag bietet leider die Möglichkeit des „mal schauen was er so macht“.
Schwierig...
Es ist total einfach, du nimmst einen USB-Stick und packst dort alle Dokumente und Zugangsdaten etc. drauf. Diesen hinterlegst Du in einem Schliessfach (Bank) oder bei einem Notar und hinterlegst dazu eine Liste mit "Zugangsberechtigen Personen" inkl. "Öffnungsgrund"
 

rootie

Breuhahn
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Oder so. Aber das empfinde ich als „Mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Vor allem musst Du dann immer ans Schließfach, wenn Du mal ein Passwort änderst. Ich drucke einfach einen neuen Zettel aus und fertig. Wenn ich zu Lebzeiten den Personen nicht traue, denen ich meinen Zettel gebe, dann will ich auch nicht, dass die nach meinem Tod Zugriff haben.
 

saw

Brauner Matapfel
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Auch wenn ich theoretisch noch mindestens 50 Jahre haben sollte,
ich bin schon länger am überlegen wie ich dies handhaben soll.

Zum einen sind da ja nicht nur Apple, sondern auch noch all die anderen Accounts die eventuell geschlossen werden müssten.
Zum einen, damit die Daten dort gelöscht werden, zum anderen um eventuelle Abos etc. dort einfacher kündigen zu können.
Und von den diversen Apple Geräten, angefangen bei den AirPods, über die iPhones hin zum 5K wäre alles Elektroschrott.
(einige Endsperrcodes kennen noch einige, die iCloud Kennung..... nur ich....)

Es ist total einfach, du nimmst einen USB-Stick und packst dort alle Dokumente und Zugangsdaten etc. drauf. Diesen hinterlegst Du in einem Schliessfach (Bank) oder bei einem Notar und hinterlegst dazu eine Liste mit "Zugangsberechtigen Personen" inkl. "Öffnungsgrund"
Da sehe ich im Moment das Problem der Aktualität,
es kommen ja immer mal wieder neue Konten/Accounts dazu und Kennwörter werden ja auch immer mal wieder geändert.
 

Mannheimer

Uelzener Rambour
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Oder so. Aber das empfinde ich als „Mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Vor allem musst Du dann immer ans Schließfach, wenn Du mal ein Passwort änderst. Ich drucke einfach einen neuen Zettel aus und fertig. Wenn ich zu Lebzeiten den Personen nicht traue, denen ich meinen Zettel gebe, dann will ich auch nicht, dass die nach meinem Tod Zugriff haben.
War nur ein Beispiel, wie man sich am Ende organisiert ist ja jedem selbstüberlassen. Ich nutze den Stick an einem Ort Zuhause da ich keine Daten habe die ich verstecken muss. Noch habe ich keine Affäre, Dickpics etc...sollte dies mal eintreten muss ich das ganze überdenken ;)

Da sehe ich im Moment das Problem der Aktualität,
es kommen ja immer mal wieder neue Konten/Accounts dazu und Kennwörter werden ja auch immer mal wieder geändert.
Ja das stimmt, aber es geht mir nicht unbedingt um belanglose Foren, sondern um die wichtigsten Zugänge. Passwörter müssen nicht immer aktuell sein, es reicht auch wenn man den Nutzernamen/Accountname hat. Siehe vorgehen bei Apple, zum löschen braucht man nicht zwingend das Passwort. Und ja, es gibt zum Beispiel Accounts mit ABO und monatlichen Zahlungen. (XBOX, Netflix, Sky etc.)

Unbedingt! Habe es kopiert und dort hinterlegt.

Ein herzliches Dankeschön für diese hilfreiche Zusammenfassung.
Könntest du auch verlinken? Nicht kopieren da ich noch Ergänzungen hinzufüge/hinzugefügt habe.
 
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Sequoia

Swiss flyer
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Ich habe es seit ca. 2 Jahren so, wie hier beschrieben.

Ich nutze auf meinem Mac 1Password, wo all meine Passwörter (zusätzlich zu iCloud) hinterlegt sind.
Dazu bietet 1Password auch noch sichere Notizen an (iCloud auch, aber das war dann im Falle zu kompliziert). Ich habe einen Couvert mit Siegel, in welchem ein Zettel mit dem Zugang zu meinem Mac drin ist. Ebenso das Kennwort zu 1Passwort und eine Beschreibung (weil ich ja nicht weiß, wer das machen wird; sollte der hoffentlich unwahrscheinliche Fall eintreten, dass meine Ich, meine Frau und meine Tochter zusammen verunglücken), wie man zu 1Password kommt.

Dort in den Notizen sind alle kostenpflichtigen Dinge vermerkt (inkl. aller Versicherungen, usw. mit Anschrift und Telefonnummer der Gesellschaft).

Dort dann auch eine Auflistung, was wichtig zum Löschen / Deaktivieren ist (auch soziale Medien, usw.).

Dann noch alle Bankkonten, PINs, Verträge, usw.

Dieses Couvert ist bei uns zu Hause im Tresor gelagert und in Kopie noch an einem anderen Ort.

So brauche ich diesen Couvert nur austauschen, wenn ich mal an meinem Mac das Kennwort ändere, was faktisch nie vorkommt.

1Password halte ich immer aktuell. Das Alles klingt jetzt erst mal viel, aber es geht schnell, da immer nur mal einzelne Passwörter in 1Password getauscht werden müssen.
 

double_d

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Und von den diversen Apple Geräten, angefangen bei den AirPods, über die iPhones hin zum 5K wäre alles Elektroschrott.
(einige Endsperrcodes kennen noch einige, die iCloud Kennung..... nur ich....)
Ein Passwortsafe als standalone Lösung. Und das Passwort dafür ist auf einem laminierten Zettel in einem Bankschließfach mit Zugangsberechtigung im Todesfall und der Client ist auf den Benutzern meiner Frau, sowie dem Rechner meines Vaters installiert. ;)

Man kann das allerdings auch bei einem Bestatter seines Vertrauens hinterlegen. Dafür gibt es extra entsprechende Verträge. Ich habe das Glück, einen Bestatter im Freundeskreis zu haben, deshalb habe ich darüber hinaus noch eine passwortgeschützte Exceldatei erstellt, die auf einem (bzw. mehreren) USB-Sticks liegt, falls einer davon mal defekt ist. Dort habe ich sogar die Möglichkeit mit Screenshots und Anleitungen zu arbeiten, die dann erklären, wo und was an Accounts existiert und wie man sie verwalten kann.
Klassische Verträge, Konten, Kreditkarten, laufende Zahlungen usw. sind eh bekannt und schon so dokumentiert, dass man sich nur einen Ordner aus dem Büro holen muss. Gewisse Sparverträge für die Kinder sind auch immer von vorn herein kommuniziert gewesen und entsprechend abgesichert. Von daher geht es bei uns nur um die Dinge, die nebenher und personalisiert laufen, wie z. B. Handyverträge, iCloud, Speicherpläne, AppleID, Email-Postfächer, andere Accounts wie hier z. B. bei Apfeltalk usw.

Das ist auch nicht die Allheilmethode und jeder kann das auch so handhaben, wie er oder sie das möchte. Hauptsache, es ist irgendwas vorhanden, wo die Angehörigen leicht drankommen und u. U. mit Hilfe einer dritten Person mit Ahnung von der Technik die Sachen regeln können. Und auch diese dritte, sowie vierte und fünfte Person ist bei uns benannt.

Das alles einmal anzuleiern ist eine Menge Arbeit und erfordert auch ein wenig Feingefühl, aber man fühlt sich anschließend besser und hat einen großen Teil von "unerledigten" Dingen bereits abgelegt. :)

Allerdings existiert das bei uns auch nur in eine Richtung, nämlich von mir hin zur Familie. Man muss aber auch bedenken, dass ein Schicksal nie gradlinig zuschlägt und es auch plötzlich in eine andere Richtung geht. Für meine Frau und die Kinder haben wir solche Account Hinterlassenschaften auch noch nicht geregelt.
 

rootie

Breuhahn
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Vorsicht, das Kennwort bekommst jemand, der im Besitz der Datei ist, ganz leicht ausgelesen.
Nein, das stimmt nicht. Es wird nur ein Hash des Passwortes gespeichert. Somit bleibt nur ein Brute Force Angriff - und der ist bei einem genügend langen Passwort aussichtslos.
 
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Mitglied_171097

Gast
Ich mache mir darüber auch gerade Gedanken. Da in meiner Familie alle sich um Passwörter und Accounts keine Gedanken machen und alles sehr entspannt sehen.

Das Problem ist wenn mir was passiert wissen meine Frau, Kinder meine Eltern und meine Schwiegermutter keine Passwörter. Da jeder mir das anvertraut hat und ich dies alles in 1Password gesichert habe. Ich habe gerade mit meiner Frau darüber gesprochen das ich die komplette Passwort Liste (mehr als 200) mal ausdrucken werde und an einen sicheren Ort verstaue. Nur wo der sichere Ort sein soll weiß ich selber noch nicht.
 
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Mannheimer

Uelzener Rambour
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Ich mache mir darüber auch gerade Gedanken. Da in meiner Familie alle sich um Passwörter und Accounts keine Gedanken machen und alles sehr entspannt sehen.

Das Problem ist wenn mir was passiert wissen meine Frau, Kinder meine Eltern und meine Schwiegermutter keine Passwörter. Da jeder mir das anvertraut hat und ich dies alles in 1Password gesichert habe. Ich habe gerade mit meiner Frau darüber gesprochen das ich die komplette Passwort Liste (mehr als 200) mal ausdrucken werde und an einen sicheren Ort verstaue. Nur wo der sichere Ort sein soll weiß ich selber noch nicht.
Sehr gut, dann hat ja mein Beitrag auch ein wenig was gebracht.
 
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Mannheimer

Uelzener Rambour
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Als ob ich eine Vorahnung gehabt hätte :(
Völlig unerwartet und plötzlich ist mein geliebter Vater verstorben, er uns Kindern einen USB Stick hinterlassen mit allen Informationen. Er war leidenschaftlicher Apple Fan und ich kann jetzt mein nenne wir es Tutorial anwenden :( hatte gehofft das wir noch ein paar Jahre Zeit gehabt hätten. Ich bitte euch dennoch von Beileidsbekundungen abzusehen, danke euch