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Apple beginnt Updates wegen Tracking abzulehnen

Jan Gruber

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Jan Gruber
Das kommende Update 14.5 Update für iOS, iPadOs und tvOS ändert langsam die Vorgehensweise im Freigabeprozess. Apple wird mit diesem Update (endlich) auch seine Anti-Tracking-Maßnahmen einführen - und beginnt bereits jetzt Updates die den Vorgaben nicht entsprechend abzulehnen.

Apples neue Bestimmungen sind weitreichend - und nicht nur Facebook äußerst in den letzten Wochen und Monaten seine bedenken dagegen. Die neuen Anti-Tracking-Maßnahmen setzen für viele Anbieter weitgehende Änderungen voraus, das betrifft auch die Einbindung von fremden SDKs bezüglich Tracking.

Künftig müssen Entwickler eine Freigabe des Nutzers einholen, sofern sie auf den Personenidentifikationsschlüssel („IDFA“) zugreifen. Forbes berichtet jetzt von abgelehnten App-Updates, unter anderem von Rettich Fiction und Heetch.
Tracking Frameworks auch untersagt


Die genannten Apps setzen auf ein Framework von Adjust, dabei werden bestimmte Gerätedaten ausgelesen. Wenn der Nutzer sich gegen den Zugriff auf die IDFA entscheidet, geht Apple davon aus, dass dieser Nutzer auch sonst kein Tracking wünscht. Dementsprechend muss das Opt-Out auch für das Adjust Network gelten.

Wann das Update auf 14.5 erscheint ist unklar, Tim Cook gab in einem Interview dieses Wochenende an, dass es nur noch "wenige Wochen" sein werden.

Via Forbes

Den Artikel im Magazin lesen.
 

alex34653

Raisin Rouge
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Es ist halt immer ein Spagat... wird nicht hier im Forum immer wieder Siri kritisiert, „dumm“ sei sie und verliere gegen Alexa und Googles Assistant?

Um die Services zu verbessern sind viele Nutzerdaten halt sehr hilfreich. Der ewige Kampf: Sicherheit gg Bequemlichkeit.

@bitundbyte Vorreiter ist Apple in dieser Hinsicht allemal (im Gegensatz zu zB Hardware und Features - da sind die anderen eigentlich immer schneller, Apple macht’s halt dann für die Masse tauglich und erklärt dir warum du es brauchst)
 
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Sequoia

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Ach ja?
Hat nicht die schlimmste Datenkrake namens Google dieser Tage verlautbaren lassen das auch so zu machen.
Naja ... nur fehlt mir der Glaube.
Bei Google ist es etwas anderes und geht in Richtung Monopol. Denn sie werden selbst weiter und vermehrt Tracken, aber gleichzeitig andere aussperren.
Da sieht man dann den grundsätzlichen Ansatz.
Apple geht dahin, Tracking komplett zu minimieren, Googles Intension ist es, Ihren eigenen Geschäftspfeiler zu stärken.

Auch hier noch auf die Schnelle nachzulesen:
 

bitundbyte

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Bei Google ist es etwas anderes und geht in Richtung Monopol. Denn sie werden selbst weiter und vermehrt Tracken, aber gleichzeitig andere aussperren.
Da sieht man dann den grundsätzlichen Ansatz.
Apple geht dahin, Tracking komplett zu minimieren, Googles Intension ist es, Ihren eigenen Geschäftspfeiler zu stärken.

Auch hier noch auf die Schnelle nachzulesen:
Also noch mehr Monopol. Kein prickelnder Gedanke.
 

Mure77

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Dafür langen sie selbst kräftig zu:
Es gehört zur Natur der Sache. Man kann nichts verändern oder „verbessern“ wenn man keinen Input bekommt was draußen läuft. Mir fallen regelmäßig Dinge auf die auch bei Apple nicht richtig laufen.

Erstes Beispiel ist ein automatisches Update eines iPads obwohl das deaktiviert war.

Dazu dann regelmäßige die automatische Aktivierung von BT nach einem Update obwohl vor einem Update immer aus.

Als ich jetzt ein neues iPhone der Arbeit erhalten habe kam plötzlich die Einladung eines Freundes für ein Fotoalbum das er mit mir teilen wollte, Problem hierbei ist nur das ihm meine Cloudadresse der Arbeit nicht bekannt ist, meine ArbeitsappleID ist auch nicht mit meiner privaten verknüpft und das beste ist dass er aktiv keine Einladung gesendet hat.

Nächster Punkt, ich habe die Ortung auf dem Arbeitshandy komplett aus und dennoch fragten mich die Apple Apps ob sie die Ortung nutzen dürfen als ich diese erstmalig startete. Wenn die Ortung komplett ausgeschaltet ist dann braucht man mich das nicht fragen.

Die dauernde Penetranz mit den Updates die mit zunehmender Dauer des Ablehnens heftiger und in immer kürzeren Abständen kommt. Und dann kann ich diese dumme 1 bei Einstellungen nicht ausstellen, ich kann für jede App die Mitteilungen ausschalten, nur für die Einstellungen nicht. Das hat halt seinen Grund. Auch die Sache mit Apple Pay, bei einer Neueinrichtung bleibt die 1 so lange stehen bis man Apple Pay aktivieren möchte und es dann abbricht.

Für mich tun sich Apple und Google rein gar nichts mehr. Apple verkauft sich nur besser und macht jetzt einen auf Trackingengel. Warum kann ich als User der bei Apple den Datenschutz schlechthin erleben soll nicht seit jeher Tracking unterbinden? Warum wird uns eine Funktion nun als "One more thing" (übertrieben dargestellt) verkauft?
Die Apps hören zu, filtern quer über Apps, über Safari usw und nun sagt Apple wir sind da jetzt so weit und wir sind für euch da. Super, danke euch.

Es geht für alle Anbieter in erster Linie um das Geld was sie einnehmen, bei Apple ist es eine Mischung aus viel Hardware und halt Software/Daten, bei Google ist es mehr Software/Daten als Hardware. Wer ist nun besser? Will ich gar nicht mehr bewerten weil man hier eh nicht ans Ziel kommen wird.

Was Apple nun gefühlt macht ist folgendes, sie unterbinden das Tracking. Dann sagen die Anbieter so können wir die Apps nicht mehr kostenlos anbieten, ergo wird man Abo Gebühren einführen, Apple verdient Geld, der Anbieter verdient noch mehr Geld und alle werden zufrieden sein.

Google nutzt seine Macht aus um ein Monopol zu erlangen? Was möchte Apple denn genau anderes? Apple will doch auch alles von uns, Geld für Musik, Cloud, die iPhones, iPads, Watches und für alle anderen Produkte. Apple will das Tracking für uns reduzieren? Warten wir einfach mal ab..
 

Ducatisti

Zabergäurenette
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Man hat ja schon die Möglichkeit diverse „Dienste“ zu blocken,tu ich auch,Google darf komplett draußen bleiben.
Leider ist aber insgesamt Apple sogar noch etwas aktiver,ist natürlich klar,das eine gewisse Synchronisierung laufen muss.
Leider weiß man nicht,was genau ( außer Static)wohin geht,so kann man leider nicht dicht machen.
 

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Es ist gut geschrieben @Mure77 , aber ob es so ist, steht eben im Raum. Weder das, noch das Gegenteil ist natürlich belegbar.

Ich bin anderer Ansicht und vertrete die Meinung, dass Apple sehr auf den Datenschutz bedacht ist. Belegbar ist das natürlich auch nicht zu 100%, aber die Indizien sind eher auf der Seite, als auf jener, die Du dar legst. Und das gibt mir ein durchaus besseres Gefühl; zudem leitet es mich dazu, mir nie ein Gerät eines anderen Herstellers zu kaufen oder zu nutzen.
 

Mure77

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Es ist gut geschrieben @Mure77 , aber ob es so ist, steht eben im Raum. Weder das, noch das Gegenteil ist natürlich belegbar.

Ich bin anderer Ansicht und vertrete die Meinung, dass Apple sehr auf den Datenschutz bedacht ist. Belegbar ist das natürlich auch nicht zu 100%, aber die Indizien sind eher auf der Seite, als auf jener, die Du dar legst. Und das gibt mir ein durchaus besseres Gefühl; zudem leitet es mich dazu, mir nie ein Gerät eines anderen Herstellers zu kaufen oder zu nutzen.
Ich habe bei Apple auch ein besseres Gefühl als bei anderen Anbietern.

Deswegen nutze ich gerne Apple, ohne digitale Dinge abseits der Dinge, die man für die Arbeit braucht, würde das Leben möglich sein, nur wäre es halt ein wenig isolierter und man muss die Technik ja nicht verteufeln. Abseits der Dinge die falsch laufen, beim einen Anbieter mehr und beim andern weniger, macht sie ja auch durchaus Spaß.

Bevor wir keine Computer hatten machte das Leben Spaß, damit auch, bevor wir keine PlayStations hatten war auch alles cool und vor den Smartphones war es auch eine schöne Zeit.

Und jetzt ist es halt auch eine schöne Zeit. Man kann die Technik gewinnbringend einsetzen und auch zur Freude von Menschen die einem wichtig sind.

Meine Mutter freut sich immer wenn wir zu Beginn des Urlaubs ein Album teilen und wir dann abends Bilder vom Tag da rein packen, sie fühlt sich dann immer ein wenig näher und dankbar quasi dabei sein zu dürfen.

Man fragt sich hier und da schon was soll das jetzt? Nur welche Wahl und welche Optionen hat man als normaler Endverbraucher? Unterm Strich hat man ja nur eine.
Love it or leave it.
 

MichaNbg

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aber die Indizien sind eher auf der Seite, als auf jener, die Du dar legst
Sehe ich genau andersherum. Die Indizien sprechen mehrheitlich dafür, dass Apple "Datenschutz" nur als Marketingmaßnahme versteht und das Schlagwort geschickt verkauft.

Siehe die oft geführte Debatte, welche Daten von Apple wie verschlüsselt werden. Sie lassen sich an vielen Stellen ihre Hintertür um selbst jederzeit Zugriff zu haben. Was damit passiert, wissen wir nicht. Würden sie es aber mit Datenschutz Ernst meinen, würden diese Daten für Apple uneinsehbar verschlüsselt.

Es kommen ja auch immer wieder Punkte ans Licht bei denen Apple ohne Information des Nutzers Daten auswerten. Wird natürlich als "oh, das war ein Fehler" entschuldigt.

Einziger Unterschied zu Google: Apple nehmen es die Fans ab. Der Hintergrund wird in beiden Fällen der selbe sein. "Mist, erwischt"
 

Andreas Vogel

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Was Apple nun gefühlt macht ist folgendes, sie unterbinden das Tracking. Dann sagen die Anbieter so können wir die Apps nicht mehr kostenlos anbieten, ergo wird man Abo Gebühren einführen, Apple verdient Geld, der Anbieter verdient noch mehr Geld und alle werden zufrieden sein.
Ja klar. Wenn du bisher mit deinen Daten gezahlt hast und den Entwicklern diese Einnahmen nun fehlen, brauchen die nun ne andere Einnahmequelle. Da ist mir ein Einmalpreis für ne App wesentlich lieber, als Vermarktung meiner Daten.

Ist eh völlig hirnrissig zu glauben, dass Apps (wie auch Internetinhalte) kostenlos sein müssten. Arbeit hat nun mal seinen Preis🤷‍♂️
 
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Mure77

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Ja klar. Wenn du bisher mit deinen Daten gezahlt hast und den Entwicklern diese Einnahmen nun fehlen, brauchen die nun ne andere Einnahmequelle. Da ist mir ein Einmalpreis für ne App wesentlich lieber, als Vermarktung meiner Daten.

Ist du eh völlig hirnrissig zu glauben, dass Apps (wie auch Internetinhalte) kostenlos sein müssten. Arbeit hat nun mal seinen Preis🤷‍♂️
Tracking erlaubt - die Unternehmen verdienen ihr Geld damit, kein Tracking mehr erlaubt - also müssen andere Einnahmequellen her.

Habe ich geschrieben das Apps kostenlos sein sollen oder müssen?

Ich zahle für eine App einen Abopreis, WetterOnline, sonst für keine weitere.

Allerdings ist es für die Hersteller ein schmaler Grat denn wenn man auf einmal Geld für Apps zahlen soll dann wird der ein oder andere Anbieter in die Röhre schauen. Das kann auch ganz schnell eine Richtung nehmen die auch Apple nicht gefallen könnte.
 

Andreas Vogel

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Allerdings ist es für die Hersteller ein schmaler Grat denn wenn man auf einmal Geld für Apps zahlen soll dann wird der ein oder andere Anbieter in die Röhre schauen. Das kann auch ganz schnell eine Richtung nehmen die auch Apple nicht gefallen könnte.
Denke im Idealfall, an den ich nicht so recht glaube, wird sich mittelfristig ein Kulturwandel einstellen. Wenn Kunden (fast) nichts mehr kostenlos bekommen, wird mehr auf die Nützlichkeit geschaut, weniger aber selektiver gekauft.
Wobei ich eher befürchte, dass das eher ein Treiber für die Abopest ist. Also upfront kostenlos und bei halbwegs sinnvoller Nutzung monatlich zahlen.
 
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MichaNbg

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Abos sind ganz im Sinne Apples. Da treiben sie die Anbieter sowieso hin, da sie auf diesem Wege noch höhere, da dauerhafte Profite einfahren.
 

alex34653

Raisin Rouge
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Früher war ich absolut gegen Abos, inzwischen hab ich schon Verständnis... die Leute wollen neben Security-Updates auch immer wieder Verbesserungen für die Apps, die Daten sollen nicht verkauft werden, der Entwickler will/muss auch was verdienen.

Mir fiele kein anderes System ein.