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Software zum Erstellen von 3D Drucken

u0679

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mit welcher Software unter macOS erstellt man denn sinnvollerweise ein 3D Modell? Soweit ich weiß brauch ich ja zwei Programme, eines um das eigentlich Modell zu designen und eins zum umrechnen, damit der Drucker das erstellen kann.
allein das erstellen des Modells stelle ich mir schon nicht einfach vor. Muss man da CAD Kenntnisse haben?
 
mit welcher Software unter macOS erstellt man denn sinnvollerweise ein 3D Modell?

Ich benutze Fusion 360. Eine andere gängige Lösung ist aber auch TinkerCAD oder Blender. Im Prinzip kannst du jedes Programm verwenden, welches eine STL-Datei erzeugen kann.

Soweit ich weiß brauch ich ja zwei Programme, eines um das eigentlich Modell zu designen und eins zum umrechnen, damit der Drucker das erstellen kann.

Ja, nennt man Slicer. Platzhirsch und für (auch fortgeschrittene) Einsteiger empfehlenswert ist Cura. Es gibt fast keinen 3D-Drucker (im Prosumer-Bereich) der nicht entweder direkt unterstützt wird, oder den man nicht konfigurieren kann. Die Mac-Version ist allerdings relativ lahm beim slicen. Deutlich schneller ist Slic3r, das Programm ist aber nicht annähernd so zugänglich. Platzhirsch bei den fortgeschrittenen Anwendern ist das kommerzielle Simplify3D, da kann ich aber mangels Fortschritt nichts aus eigener Erfahrung zu sagen.

Muss man da CAD Kenntnisse haben?

Ja. Man muss sie sich zumindest aneignen. Bis man eigene 3D-Dateien erstellt, hat man aber i.d.R. doch eine längliche Lern- und Kalibrationskurve vor sich, bis man überhaupt mal zuverlässig in der gewünschten Qualität drucken kann, so dass man das quasi "nebenbei" lernt. Die ersten Drucke sind ja i.d.R. Kalibrationsmodelle und wenn die vernünftig 'rauskommen Modding-Teile, um die i.d.R. sehr günstigen Hobby-Drucker zu vernünftigen Ergebnissen und komplexeren Modellen zu überreden.

3D-Druck im Hobbybereich ist eine ziemlich coole Mischung aus Technik und Alchemie ;)
 
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Ich nutze SolidWorks. Allerdings unter einer Windows VM.
 
Deutlich schneller ist Slic3r, das Programm ist aber nicht annähernd so zugänglich. Platzhirsch bei den fortgeschrittenen Anwendern ist das kommerzielle Simplify3D, da kann ich aber mangels Fortschritt nichts aus eigener Erfahrung zu sagen.
Und mit weit über 100€ auch ziemlich teuer für den Privatgebrauch. Ich konnte bei Simplify 3D auch nicht sehr viel besseres entdecken, als in Slic3r oder Cura, bis auf die Stützstrukturgenerierung. Die ist glaube ich in S3D proprietär und lässt sich so nicht in den anderen gängigen Slicern umsetzen.

Allerdings zähle ich mich auch nicht zu den "fortgeschrittenen Anwendern", sondern immer noch zu den ambitionierten Anfängern. ;)
 
Fusion 360 ist schon cool, zumal es für Privatanwender kostenlos ist. Doch leider wurde der Funktionsumfang seit dem 01.10.2020 sehr eingeschränkt.
 
Welche von den jetzt "sehr eingeschränkten" Funktionen benutzt du denn so?
 
Ich benutze auf dem Mac ebenfalls Fusion 360 und bin sehr glücklich damit. Auf dem iPad habe ich für die kleinen Sachen Shapr3D. Als Student sind für beide Programme die Pro-Versionen kostenfrei.
Zum Slicen benutze ich auf Cura auf dem Mac, einfach weils einfach ist. Für's iPad habe ich mir nen Shotcut erstellt, der die stl per sftp an meinen Mac sendet, dort dann via ssh ein Script ausführt und das ganze mit einer von 3 "Voreingestellten" Konfigurationen slicet und mir dann per sftp wieder auf's iPad runterlädt.
 
Nutzt jemand von euch tinkercad?
Ich bin ja recht neu im 3D Druck unterwegs und habe erst ein paar fertige Modelle gedruckt.

So richtig motiviert in das Hobby einzusteigen, hat mich aber ein Video zu tinkercad. Ich war einigermaßen begeistert, wie einfach das ist.

Ich kenne CAD-Programme noch aus der Schulzeit (Jahrzehnte her) und auch wenn ich mir dazu das ein oder andere Video ansehe, ist das schon ein gewisser Einarbeitungsaufwand. Auf der anderen Seite gibt es da schon gewisse Anpassungen, die in den klassischen CAD-Programmen viel einfacher aussehen (abgerundete Ecken usw.).

Übernächste Woche habe ich wohl endlich mal ein bisschen Zeit mich dem ersten eigenen Projekt zu widmen. Dann muss ich mich bzgl. Software entscheiden.
Bin auch noch unschlüssig, ob CAD mit dem Pencil am iPad was für mich wäre oder erstmal klassisch am Mac.

Erfahrungsberichte, gerade für tinkercad oder auch von Umsteigern zwischen verschiedenen Apps, wären sehr willkommen! 😊

Der vermutlich beste Tipp „starte einfach mal“ ist vermutlich auch fair 😉
 
Bin auch noch unschlüssig, ob CAD mit dem Pencil am iPad was für mich wäre oder erstmal klassisch am Mac.
Mac ist besser, vorallem wegen Displaygröße und Eingabemedien, und dann würd ich eher gleich mit Fusion 360 anfangen.

Tinker hatte ich mal probiert, und gleich wieder gelassen.
 
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Fusion360 ist schon sehr genial für den ambitionierten Hobbyisten. Lernvideos gibt es zudem auf Youtube mehr als genug, sodass man sich die Basics relativ schnell aneignen kann. Ansonsten hilft dann nur üben, üben, üben, wie bei jeder komplexeren Software.

Zum Slicen ist Cura sehr einsteigerfreundlich, bietet dann aber auch genug Spielraum für den erfahreneren Nutzer.
 
Am iPad selbst ist Shapr3D schon was tolles - allerdings auch mit ordentlichen Preisen, wenn man das ausgiebig nutzen will.

Fusion360 ist sicherlich eine gute Wahl, benötigt aber auch Einarbeitungszeit.

Ich schmeiß noch Blender in den Raum - kann man für 3D-Druck nutzen, es gibt hier auch eine große Community dahinter (auch wenn die eher in eine andere Richtung abzielt). Aber es ist auf jeden Fall mal einen Versuch wert.

Vielleicht sollte man aber nicht mit mehreren verschiedenen Programmen beginnen - da ist es schon sinnvoll, sich eines zu suchen und damit zu beginnen.

Bin mit nicht sicher, aber ich glaube, @BenSisko hat sich einen Bambulab geholt? Deren Slicer ist ja schon auch ordentlich. Komme damit irgendwie auch besser zurecht als mit Cura.
 
Zum Slicen ist Cura sehr einsteigerfreundlich
hängt com Drucker ab.

Orca ist auch sehr gut, oder Bambu Studio für BBL Drucker (Orca basiert auf BB Studio)

Orca hat hier hingegen die Nutzer und Einsteigerfreundlichere Oberfläche(als Cura). Während International Cura die größere Anhängerschaft hat, aber In deutschsprachigen Communitys, (wo ich unterwegs bin), dominiert aber inzwischen Orca

Welche von den jetzt "sehr eingeschränkten" Funktionen benutzt du denn so?
Collaboration (zusammenarbeit in Gruppen) wurde abgedreht, man darf nur 10 Projekte gleichzeitig geöffnet haben (erstellen, speichern,... natürlich unbegrenzt), paar Funktionen für größere Fräsen (rapid movement,...) wurden entfernt,

das wars im großen und ganzen. nichts was privat eine wirkliche Rolle spielt. Man dürfte sogar umsätze bis zu 1000 USD/Jahr aus den Modellen offiziell generieren ohne Lizenzkosten. (war sogar mal früher anders, da waren es 0,0 USD)

Exporte in alle wichtigen Formate (STEP, STL, 3MF, OBJ, DWG, DXF) funktioniert aber. somit kann man seinen 3D Drucker oder (heim-)CNC problemlos daraus beschicken.

Also mir fällt nichts ein, was einem als echter "Privatmensch" abgeht in F360
 
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Apropos Formate. Ich war von meinem alten Drucker nur stl gewohnt, Bambu arbeitet ja mit 3mf, welches Export Format ist das beste/effektivste für einen Bambudrucker?
Von Step habe ich auch schon gelesen, es soll feiner als stl sein 🤷🏼
 
Ich war von meinem alten Drucker nur stl gewohnt, Bambu arbeitet ja mit 3mf, welches Export Format ist das beste/effektivste für einen Bambudrucker
STL ist das "älteste" gänginge Format, 3mf ist moderner, XML basiert. STL speichert nur das Objekt selbst, währen in 3mf (ist übrigens ein offenes Dateiformat, das auch von anderen Slicern gelesen wird.

3mf hat folgende Vorteile gegenüber STL (das ja nur das Objekt speichert)
- Druckereinstellungen (Füllung, Wände,..) können mit gespeichert werden
- Farbinformationen (Multicolordruck) werden gespeichert
- Zusammengesetzte Objekte (wenn man zb im Slicer ein Negatives Teil für ein Bohrloch,... hinzufügt) bleiben erhalten, also können auch nachträglich noch bearbeitet werden (STL finalisiert das)
- 3mf Dateien sind idR deutlich keliner (50% und mehr) als STL
- und noch paar Kleinigkeiten mehr, das waren aber die wichtigsten Unterschiede/Vorteile


ich nutz beide, je nachdem was ich erreichen will. ich hab zb gestern einen Halter für Ikea Dosen gemacht, und da mit negativen Kegeln Bohrlöcher hinzugefügt. wie alles fertig war hab ich das dann als STL exportiert und nutze die als Druckdatei, da ich hier nichts versehentlich verschieben kann, was im 3mf noch ginge

3mf macht aber jeder Slicer paar Erweiterungen rein, deswegen kann zb wenn du ein 3mf von einem Cura Slicer bekommst und in Orca/Bambu Studio öffnest, einzelne Informationen verloren gehen (zb die AMS Informationen, wenn man das File zb für einen Prusa drucker erstellt hat, da der ein anderes Farbwechselsystem nutzt). das Modell selbst wird aber idR immer vollkommen und richtig importiert aus 3mf

STL kann sogar die MacOS Vorschau anzeigen (und 3D bewegen)

hier ein Beispiel (von dem halter), links STL, rechts 3mf . die Kegel sind die Bohrlöcher(noch eine andere Dateiversion, deswegen andere anordnung)

Bildschirmfoto 2025-08-02 um 07.54.37.pngBildschirmfoto 2025-08-02 um 07.55.23.png

Von Step habe ich auch schon gelesen, es soll feiner als stl sein
STEP ist vorallem im dem CNC Bereich üblich, 3D Drucker nicht primär, funktioniert aber ebenso
 
@voyager
Danke für die verständliche und kompetente Erklärung..👍🏻
Das macht die Sache schon wesentlich verständlicher.Noch zum Verständnis, kann ich eine STL Datei z.B. in Fusion360 öffneten und das Objekt normal bearbeiten, weil Du geschrieben hast STL finalisiert.
 
in Fusion360 öffneten und das Objekt normal bearbeiten, weil Du geschrieben hast STL finalisiert.
nope, da hast du einige Einschränkungen. es gehen dann nur mehr gewisse Bearbeitungsmöglichkeiten, soweit es das STL hergibt.

also zb größe ändern, extrudieren,... ist kein Problem. Ein teil in der Mitte raus löschen wird schon schwerer

Als beispiel zum obigen Foto (links), die Bohrlöcher bekommst du so nicht mehr weg , das ginge beim 3mf noch simpel (einfach den kegel löschen)

Danke für die verständliche und kompetente Erklärung..👍🏻
man tut was man kann
 
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