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Wiener Schülerin schafft es mit Kopftuch-Emoji unter einflussreichste Teenager

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von Martin Wendel, 13.11.17.

  1. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

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    Ich schätze Dich wirklich sehr, aber dieses Märchen von der jahrtausendelangen Unterdrücken von Frauen durch Männer ist nun wirklich Quatsch. Früher™ hatte die große Mehrheit der Männer und Frauen genau gleich wenig Rechte. Hörige oder Leibeigene im Mittelalter beispielsweise. Frauen in Machtpositionen, ob Kleopatra VII, Zheng Yisao oder Victoria gab es früher genauso wie heute.

    In früheren Jahrhunderten gab es dafür aber bereits besondere Schutzrechte für Frauen und Kinder, bekanntes Beispiel ist hier der Birkenhead Drill ("Frauen und Kinder zuerst").

    Die meisten bürgerlichen Rechte hingen oftmals (wie bspw. im antiken Griechenland) mit der Wehrpflicht zusammen - Darauf hatten Frauen über lange Zeit gerne verzichtet. Übrigens ist das beispielsweise ein Grund dafür, warum Frauen in der Schweiz erst so spät das Wahlrecht bekamen: In der Verfassung von 1848 war nämlich das Wahlrecht an den Wehrdienst gebunden.
     
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  2. saw

    saw Vollbrechts Borsdorfer

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    Rosinen picken?
    Wegen der Wehrpflicht musste eine Frau in Deutschland früher ihren Ehemann um Erlaubnis fragen, arbeiten zu dürfen?
    Ich spare mir mal hunderte weitere Beispiele, wo Frauen benachteiligt wurden, sowohl mit rechtlicher Duldung als auch "nur" gesellschaftlicher.
     
  3. landplage

    landplage Admin
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    Und wegen der Wehrpflicht wurde den Frauen wahrscheinlich auch lange Zeit der Zugang zu Bildung, vor allem höherer Bildung verwehrt (privilegierte Einzelfälle mal außen vor). Toll, Soldaten sind oder zumindest waren wahrscheinlich Intelligenzbestien, denen Frauen nicht das Wasser reichen konnten.
    Naja, die katholische Kirche hat auch lange gebraucht, sich zu der Erkenntnis durchzuringen, daß Frauen eine Seele haben und daher höher als das liebe Vieh anzusiedeln waren. Ich liebe das Erbe des christlichen Abendlandes!
     
  4. Steffen63

    Steffen63 Maren Nissen

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    Ich hoffe das wir nicht wieder in solche Zeiten zurück fallen, befürchte es aber, mehr schreibe ich dazu besser nicht.
     
  5. Ducatisti

    Ducatisti Jonathan

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    Religion macht krank,deshalb gehen die meisten stark Gläubigen zum Psychiater oder machen sich an Kinder ran,so seh ich das.Diese Emojis haben da nix zu suchen.
     
  6. saw

    saw Vollbrechts Borsdorfer

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    Wären die nicht so streng katholisch, ich würde nun an Springer denken, aber deine Aussage topt sogar noch die Titelseiten der Bild.
    Von mir aus können die wirklich noch 1 Million Emojis bringen, einzig wünschen würde ich mir,
    nicht genutzte ausblenden zu können.
     
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  7. doc_holleday

    doc_holleday Bittenfelder Apfel

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    Auch wenn diese Diskussion am Ende wohl kein "Ergebnis" liefern wird - u.a. weil es auf schwierige Fragen selten einfache Antworten gibt - so kann man meiner Meinung nach ein paar Punkte festhalten.

    Diskriminierung ist real. Es gibt gesellschaftlich akzeptierte oder gar geförderte Diskriminierung (Beispiel "Behindertenparkplatz") und es gibt Diskriminierung, die nur in bestimmten gesellschaftlichen Gruppen akzeptiert wird (extremes Beispiel "Fremdenfeindlichkeit"). Vollkommene Diskriminierungsfreiheit scheint es praktisch nicht zu geben - und ist ab einem gewissen Punkt von vielen auch gar nicht gewollt.

    Letzteres geschieht z.B. an dem Punkt an dem die theoretische Gleichberechtigung anfängt sich mit "Gleichbehandlung" oder gar "Gleichmachen" zu überlappen.

    Ein Beispiel, bei dem Gleichbehandlung oftmals gar nicht gewünscht ist, ist zum Beispiel die bereits in anderem Kontext genannte leistungsabhängige Vergütung im Berufsleben. Diejenige, die sich als engagierter, effizienter oder wertvoller für das Unternehmen fühlen als die Kollegen, möchten gezielt anders behandelt werden als diese - egal ob zu recht oder zu unrecht.

    Ein weiteres Beispiel ist, dass sehr viele Menschen wert darauf legen als eigenständiges Individuum empfunden und behandelt zu werden. Sprich viele erwarten - wiederum egal ob zu recht oder zu unrecht - dass manche der Mitmenschen auf die ur-eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten eingehen und damit gezielt einen Unterschied machen zwischen einem selbst und "jedem dahergelaufenen" Dritten.

    Auf der selben Fahrspur bewegt sich meiner Meinung nach auch der Wunsch der eigenen Individualität Ausdruck verleihen zu können. Und sei es durch ein Emoji, das meinem eigenen Erscheinungsbild näher kommt als die bisher verfügbaren. Insofern kann ich dieses Bestreben durchaus nachvollziehen.

    Eine Sache, die mich im konkreten Fall hier interessieren würde ist, ob der Initiatorin bewusst ist, dass sie damit sowohl die Möglichkeit einer einschließenden (ihrer eigenen sozialen Gruppe) wie auch abgrenzenden (vereinfach gesagt "allen anderen" gegenüber) Differenzierung/Diskriminierung eröffnet. Durch das sich selbst einer Gruppe zuordnen, bewegt man sich bis zu einem gewissen Grade ja auch von der Zuordnung zu anderen Gruppen weg.

    Von daher sehe ich diese Differenzierungsmöglichkeiten insgesamt auch als schwieriges - wenn auch nicht weltbewegendes, da irgendwie First-Word-Luxus-Problem - Thema an. Und ja, vielleicht hat sich das Konsortium keinen Gefallen damit getan überhaupt diese Tür zu den Differenzierungen gemäß Menschengruppenzugehörigkeit zu öffnen. Vielleicht hätte man allen Emojis einfach blaue oder violette Gesichter geben sollen. Die Farben wären noch weiter weg vom natürlichen Erscheinungsbild eines Menschen als das klassische Gelb. Damit hätte man versuchen können klar zu stellen, dass Emojis gleichermaßen für alle da sind und alle repräsentieren (sollen).

    Auf der anderen Seite frage ich mich aber auch, wie die Diskussion (insgesamt - nicht nur hier) aussähe, wenn zufällig/historisch bedingt alle Emoji-Gesichter schwarz wären. Allein die Assoziation, dass ein schwarzes Emoji Menschen mit dunkler Hautfarbe besser repräsentieren könnte, als Menschen mit heller Hautfarbe, hätten einige bestimmt nicht gerne dauerhaft im Raum stehen lassen.
     
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  8. Bananenbieger

    Bananenbieger Golden Noble

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    Das ist wiederum eine ganz andere Geschichte, weil es hier ums Privatrecht geht. Aber auch hier: Geht man ein wenig weiter in der Geschichte zurück, findet man auch hier ähnliche Bedingungen für Männer.

    Übrigens: Selbst in islamischen Gesellschaften mit wenig Frauenrechten hat die Ehefrau zuhause das sagen. Etwaige Vorteile/Nachteile werden in den meisten Rechtssystemen nämlich ausgeglichen.

    Auch das war bei den Männern aus einfachen Verhältnissen nicht wirklich anders. In früheren Zeiten hingen Privilegien vor allem an der Abstammung.
     
  9. saw

    saw Vollbrechts Borsdorfer

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    Okay.... also doch Rosinen picken....
    Es ist also okay wenn eine Frau in Deutschland ohne Erlaubnis ihres Ehemannes, nicht arbeiten durfte (und selbst wenn, wurde das Geld vom Ehemann verwaltet)
    Weil im Islam, die Ehefrauen Zuhause das sagen haben?

    Ich gebe es auf.
     
  10. landplage

    landplage Admin
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    Dann zitiere ich mal aus der Wikipedia:
    Zugang zum Abitur und zum Hochschulstudium jeweils ca. 100 Jahre später. Das ist für mich schon wirklich anders.

    Zur Vorbereitung, falls das Pendel mal ganz in die andere Richtung schwingt, empfehle ich "Die geschützten Männer" von Robert Merle.
     
  11. ullistein

    ullistein Roter Seeapfel

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    Warum ist ein Behindertenparkplatz eine geförderte Diskriminierung?

    Stört Dich die Begrifflichkeit oder die Tatsache, dass es solche gesonderten Parkplätze gibt?
     
  12. doc_holleday

    doc_holleday Bittenfelder Apfel

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    Weder noch.

    In Bezug auf Parkplätze haben Behinderte und Nicht-Behinderte nicht die gleichen Rechte. Das ist de facto und gewissermaßen auch per Definition "Diskriminierung".

    Zugegebenermaßen hatte ich aber auch eher das angelsächsische "to discriminate" bzw. das fachsprachliche "diskriminieren" im Kopf, deren Sprachgebrauch deutlich weniger negativ belegt ist als der deutsche Begriff "Diskriminierung". Ich wollte darauf hinaus, dass gezielt ein Unterschied gemacht wird und dieser gesellschaftlich akzeptiert wird, aber das hätte ich besser beschreiben können.
     
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  13. Ducatisti

    Ducatisti Jonathan

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    Also in Deutschland werden deutsche diskriminiert,wir wandern Richtung Islamische Diktatur.Der Nikolaus heißt jetzt Jahresendfigur,(ich weiß wo er herkommt)der Weihnachtsmarkt Lichtermarkt.Dafür gibts dann auch bald Emojis so vielleicht
    Und nur so am Rande,damit die traumatisierten nicht niemals arbeitenden mitfinanziert werden,dürfen wir dann bis 70 arbeiten.
     
    #93 Ducatisti, 19.11.17
    Zuletzt bearbeitet: 19.11.17
  14. Sauron

    Sauron Halberstädter Jungfernapfel

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    Du redest bzw. schreibst wirr.
     
  15. Mure77

    Mure77 Moderator
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    Diese ganzen Märchen dass wir irgendwann bis 70 arbeiten dürfen. Das reale Eintrittsalter in die Rente liegt bei ca 59 Jahren.

    Solche Themen werden extra erfunden damit die Leute Druck haben oder halt Druck bekommen. Das ist alles psychologisch hochfein ausgedacht.

    „Ich will nicht bis 70 arbeiten, ich gebe jeden Tag alles, erfülle die 45 Jahre und dann kann ich hoffentlich mit 63 oder 65 in Rente gehen.“ Solche Gedanken entstehen aus solchen Meldungen.

    Das Rasseln mit den Sargnägeln ist das wo die Deutschen direkt drauf anspringen. Wenn ich später in Rente bin und die Kohle reicht nicht, ich kann mich noch bewegen, dann mache ich irgendwo einen 400 Euro Job. So einfach ist das. Sollte die Rente nicht reichen und ich kann mich nicht mehr gut bewegen dann habe ich auch von 500 Euro mehr Rente im Grunde nicht mehr vom Leben.

    Wir hatten im ersten Halbjahr einen Überschuss von 17 Mrd Euro in den Kassen. Und das zweite Halbjahr läuft auch super wie man so hört. Welches Problem sollte Deutschland also haben ?

    Die Rente steigt nun bald im dritten oder vierten Jahr in Folge. Dieses Mal meine ich um 3%. Es läuft doch alles. Warum immer die Horrorszenarien, bzw warum glaubt man diese ?

    Das einzige was Sorgen bereiten sollte ist der Immobilienmarkt. Da könnte es durchaus mal eng werden für viele Leute die von heute auf morgen überschuldet sein könnten.

    Ansonsten um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen sehe ich keine Anzeichen dass wir unterwandert werden oder das hier alles islamisiert werden soll.
    Dann gibt es halt ein Emoji mit Kopftuch. Es gibt auch schon Jahre einen mit Turban. Von jedem Emoji gibt es nun zwei Stück, warum auch immer. Mich interessieren diesen menschenähnlichen eh nicht, könnte man alle abschaffen. Es sind die Smilies die ich nutze.

    Wir schaffen eine Atmosphäre der Gleichberechtigung. Jeder soll sich überall maximal wohl fühlen und auch wieder finden. Wenn man von innen heraus ein gefestigter Mensch ist und sich auf seine eigene Themen konzentriert dann kommt man weit/er. Wenn man sich immer wieder von den negativen Dingen beeinflussen lässt verliert man wertvolle Zeit.

    Manche sind da so weit, wenn du sie mal siehst und sprichst dann hört sich das nach drei Minuten so an als würde in weiteren drei Minuten alles vorbei sein.

    Ich persönlich denke mir sollen die Leute doch an die Dinge glauben. Wenn es Spaß macht und sie sich wohl fühlen. Wenn ich im Supermarkt hinter zwei türkischen muslimischen Frauen stehe, die perfektes Deutsch sprechen, und die beiden mich aktiv vorlassen,weil ich nur einen Artikel habe, dann kann ich nicht so wirklich an die zwischenmenschlichen Probleme glauben. Vieles glauben manche, oder viele, aktiv und engen sich selbst damit ein. Im „besten“ Fall auch noch die eigene Familie.

    Kein Lebewesen wird agressiv geboren. Selbst wildlebende Tiere, die andere töten um zu leben, müssen ihren kleinen erstmal das jagen beibringen damit sie es lernen. Wenn manche ihren Kindern beibringen wie man hasst, dann kann es gut sein dass die Kinder irgendwann auch hassen.

    Man kann solche Nachrichten über ein Emoji lesen oder nicht, man kann das Thema grösser machen oder nicht, man kann es instrumentalisieren oder halt nicht. Man hat immer eine Wahl. Ich wähle immer das was mich weiterbringt.

    Es gibt so ein Emoji, schränkt es mein Leben ein? Nein.
    Ändert es mein Leben? Nein.
    Andere Probleme durch dieses Emoji? Nein.
    Ergebnis: Unwichtiges Thema.
     
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  16. saw

    saw Vollbrechts Borsdorfer

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    Du weist schon, dass dies eine gezielte Falschinformation ist?
    Das betreffende Produkt wird immer noch unter "Weihnachtsmann" katalogisiert als auch in den Handel gebracht vom Hersteller.
    Bei dem so gerne geteilten Bild, wo deine Aussage sich drauf stützt, ist einfach nur ein Fake.
    Scann den Barcode einfach, dann wirst Du es sehen.
    Und in Dresden heißt der wie? ;)
     
  17. Sauron

    Sauron Halberstädter Jungfernapfel

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    Engel hießen in der DDR Jahresendfigur. Vielleicht existiert für manche die DDR noch.
     
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  18. landplage

    landplage Admin
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    Dresden ist eh verloren, da steht doch schon ewig ein Minarett. :cool:
     
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  19. landplage

    landplage Admin
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    Öhm, bei uns heißt die Veranstaltung "Blauer Lichterglanz". (und so siehts auch aus ...) Welche Religion versucht da eigentlich Potsdam seit Jahren zu infiltrieren?
     
  20. ullistein

    ullistein Roter Seeapfel

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    Sie haben nicht die gleichen Rechte, weil ein Rollstuhlfahrer an einen Parkplatz andere Anforderungen stellen muss, als ein Fußgänger. Das betrifft sowohl die Breite des Platzes, als auch die Erreichbarkeit.

    Ein normaler Platz nutzt einem Rollifahrer wenig, wenn er aus seinem Auto nicht rauskommt, weil er den Rolli nicht ausladen oder daneben stellen kann.

    Anderes Beispiel:
    Als Rollatorbenutzer kotzt es mich regelmäßig an, dass z.B. in Einkaufzentren die Fahrstühle von Fußgängern genutzt wird, die keinen Kinderwagen oder sonstige Einschränkungen haben. Das Ergebnis ist, dass man als Gehbehinderter machmal 10min wie blöd vor dem Kasten steht.
    Während der Fußgänger einfach die Alternativen Treppe und Rolltreppe nutzen kann, habe ich die Möglichkeit nicht. Ich werde also diskriminiert. Wäre der Fahrstuhl nur für Behinderte oder Kinderwagennutzer zugelassen, hätte jede Gruppe ihre Möglichkeit, voranzukommen.

    Ich könnte das noch mit unzähligen Beispielen, wie Behindertentoiletten etc. pp. fortsetzen.
     
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