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WWDC26 – Vision für Apple Intelligence (und Siri)

Es war das am meisten erwartete und vorhersehbarste Thema der diesjährigen WWDC – Apple präsentiert seine Vision im Bereich Apple Intelligence, nachdem der Konzern hier in den letzten zwei Jahren deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und gegenüber Mitbewerbern massiv Federn lassen musste.
Zuerst kümmert sich Apple um das Thema Architektur. Ja, Sicherheit und Privatsphäre sind nach wie vor wichtig, ja, Private Cloud Compute bleibt, die eigenen Foundation Models sollen deutlich besser werden – bei Bildern, bei Sprache, und auch der neue Suchindex kommt zum Einsatz. Eine Suche im Internet ist möglich, Private Cloud Compute verarbeitet dies dann. Auch der aktuelle Kontext von Apps und Co. kann abgefragt werden. Auch Siri soll auf all das zugreifen können. Die Daten werden nach wie vor nicht gespeichert und sind weder für Apple noch für andere verfügbar. Externe Experten sollen das auch auditieren können.

Siri 2.0 kommt endlich

Ein Name, der mittlerweile fast verbrannt ist – Siri bekommt ein großes Update. Angekündigt wurde dies schon vor zwei Jahren, Apple konnte aber nicht liefern. Jetzt kommt Siri AI, also ein Sprachassistent, der von Apple Intelligence angetrieben wird. Die neue Variante soll den aktuellen Kontext verstehen können, natürliche Konversationen führen können und vieles mehr. Es kommt auch eine eigene Siri-App. Das Design wird ebenfalls überarbeitet, unter iOS findet alles am oberen Bildschirmende rund um die Dynamic Island statt.

Neue Stimme mit mehr Persönlichkeit

Dazu kommt eine neue Stimme, die auch anpassbar ist. Offenbar gibt es fünf verschiedene Stimmen, dabei sind die Geschwindigkeit und auch „der Ausdruck“ im Sinne von Emotionen und „Eigenheiten“ anpassbar. Siri ist auch nach wie vor direkt ins Keyboard integriert. Das neue Siri kommt auch in CarPlay und in AirPods. Was in den vielen Demo-Videos dennoch auffällig ist – alle Beispiele finden ohne Sprachausgabe statt. Das erweckt den Eindruck, als wäre Apple in Sachen Entwicklung hier noch nicht so weit, wie man gerne sein würde.

Die Sache mit der Verfügbarkeit …

Zuletzt die schlechten Nachrichten: Siri AI wird zuerst nur auf Englisch verfügbar sein. Weitere Sprachen sollen bald folgen … wann dieses „bald“ nach zwei Jahren Wartezeit sein soll, lässt Apple während der Keynote offen.

Apple Intelligence in anderen Apps

Viele der Gerüchte rund um die Integration von Apple Intelligence in weitere Apps haben sich bewahrheitet – so kann Safari künftig Tabs mit Apple Intelligence nach Themen gruppieren – keine schlechte Idee, die aufgrund der verfügbaren Daten durchaus gut funktionieren könnte. Passwörter können mit einem Klick auf „sichere Passwörter“ geändert werden. Eine beeindruckende Funktion, die die Passwortänderung direkt auf den Seiten der Anbieter durchführen soll. Die Home-App kann bei Videoaufzeichnungen jetzt auch Inhalte erkennen und beschreiben – also euch sagen, dass ein Waschbär die Weintrauben aus der Obstschale auf der Veranda geklaut hat …
Auch Image Playground soll deutlich dazulernen und wirklich realistische Bilder generieren können – dabei greift Apple offenbar auf Private Cloud Compute zurück. Die Fotos werden auch hier nie bei Apple gespeichert. Natürlich gibt es auch jede Menge Apple Intelligence für Fotos. Das Tool zum Entfernen von Objekten soll besser geworden sein, dazu kommt ein neues Extend-Tool, das quasi den Hintergrund vergrößern kann. Wirklich neu ist „Spatial Reframing“, damit kann die Perspektive eines Fotos neu gewählt werden.

Verfügbarkeit und Einschränkungen

Die neuen Funktionen sollen für alle Apple-Intelligence-Sprachen verfügbar sein – und haben Limits bei der Benutzung. Diese können mit entsprechenden iCloud-Abos ausgeweitet werden. Die neue Version von Siri und Apple Intelligence steht ab heute in der Developer-Beta zur Verfügung.

Der EU-Supergau

Siri AI soll in anderen Sprachen verfügbar sein – aber vorerst nicht in der EU. Hier muss noch mit Regulierungsbehörden gearbeitet werden, so Apple am Ende der Vorstellung der neuen Apple-Intelligence-Features. Die DMA, bzw. Apples Kampf dagegen, hat wieder zugeschlagen. Wir werden sehen, wie lange die Verzögerung hier sein wird – da aktuell ohnedies nur Englisch verfügbar ist, trifft uns dies ggf. weniger hart, als wir momentan vermuten mögen.

Via Apple.com

Tags: SiriAIWWD26
Serien: WWDC26
Jan Gruber

Chefredakteur Magazin und Podcasts

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