Mitte November sorgte bereits eine größere Störung bei Cloudflare für Ausfälle. Nun hat ein erneuter Fehler den Internetdienstleister wieder in die Schlagzeilen gebracht.
Weltweit waren zahlreiche Webseiten und Online-Anwendungen zeitweise nicht erreichbar, darunter auch bekannte Dienste und Medienangebote.
Am Freitagmorgen kam es beim Internetanbieter Cloudflare erneut zu technischen Problemen, die viele Webseiten und Online-Apps vorübergehend lahmlegten. Nutzer:innen konnten auf verschiedene Angebote zeitweise nicht zugreifen oder erhielten Fehlermeldungen beim Seitenaufruf.
Zu den betroffenen Diensten gehörten unter anderem das Karrierenetzwerk Linkedin und der Videokonferenzdienst Zoom. Auch Medienangebote wie die Website von Politico waren in dieser Phase nicht durchgängig verfügbar. Für Nutzer:innen zeigte sich der Ausfall durch nicht ladende Seiten oder abbrechende Verbindungen.
Besonders auffällig war, dass auch die Plattform allestoerungen.de von der Störung betroffen war. Diese Website dokumentiert üblicherweise Ausfälle und Störungen im Netz, war im konkreten Fall aber selbst nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar. Damit konnten sich Nutzer:innen dort zeitweise nicht über das Ausmaß der Cloudflare-Probleme informieren.
Bereits Mitte November 2025 hatte eine größere Störung bei Cloudflare für weitreichende Beeinträchtigungen gesorgt. Damals traf es vor allem große Social-Media- und KI-Dienste, die für viele Nutzer:innen über Stunden nicht verfügbar waren. Die aktuelle Störung vom Freitag betraf diese Angebote hingegen nicht.
Im November waren insbesondere die Social-Media-Plattformen X und Truth Social über einen längeren Zeitraum offline. Nutzer:innen konnten weder Inhalte aufrufen noch neue Beiträge veröffentlichen, weil die Seiten gar nicht erst luden. Auch das KI-Angebot von OpenAI, ChatGPT, war in dieser Zeit nicht erreichbar, ebenso wie der konkurrierende Dienst Perplexity.
Die KI-Systeme selbst waren nicht zwingend ausgefallen, doch die Zugriffe über die Weboberflächen scheiterten. Nutzer:innen bekamen keine Antworten, weil die Webseiten aufgrund der Cloudflare-Störung nicht geladen werden konnten. Zusätzlich kam es zu Ausfällen bei großen Verbraucherseiten wie ikea.com, die für Online-Shopping und Produktinformationen genutzt werden.
Cloudflare ist ein weltweit aktiver Anbieter für Internet-Infrastruktur und Sicherheitslösungen. Viele Webseiten und Online-Anwendungen nutzen den Dienst, um ihre Angebote schneller auszuliefern, besser abzusichern und insgesamt stabiler zu betreiben. Die Systeme von Cloudflare sitzen dabei meist zwischen Nutzer:innen und den eigentlichen Servern der jeweiligen Website.
Besonders bekannt ist Cloudflare für den Schutz vor sogenannten DDoS-Angriffen. Dabei versuchen Angreifer:innen, Webseiten mit einer großen Zahl automatisierter Anfragen zu überlasten und damit praktisch unbenutzbar zu machen. Cloudflare filtert solche Angriffe normalerweise heraus und sorgt dafür, dass die Seiten verfügbar bleiben.
Gerade deshalb setzen viele große Publikationen und Webportale auf die Dienste des US-Anbieters. Fällt Cloudflare jedoch selbst aus oder kommt es zu technischen Störungen, trifft das in der Folge zahlreiche angeschlossene Angebote gleichzeitig. Die beiden Vorfälle im November 2025 zeigen, wie stark zentrale Infrastruktur-Dienstleister inzwischen mitverantwortlich für die Erreichbarkeit großer Teile des Webs sind.
Via: https://t3n.de
Titelbild KI (Zur Illustration)
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