Apple profitiert im aktuellen Juni-Quartal von Rückerstattungen illegaler Zölle, die die Bruttomarge und den Gewinn je Aktie sichtbar verbessern. Ein erheblicher Teil der zugesagten Rückzahlungen steht allerdings noch aus.
Apple meldet für das abgelaufene Quartal eine Bruttomarge von 50,1 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens haben Zollrückerstattungen daran einen positiven Anteil von 2 Prozentpunkten. Gleichzeitig stieg der verwässerte Gewinn je Aktie um 0,11 US‑Dollar auf 2,02 US‑Dollar, ebenfalls beeinflusst durch die Rückerstattungen.
Aus diesen Angaben lässt sich näherungsweise ableiten, dass Apple bisher rund 2,19 Milliarden US‑Dollar an Zöllen zurückerhalten hat. Zuvor hatte das Unternehmen offengelegt, dass sich die Belastung durch die betreffenden Zölle insgesamt auf etwa 3,2 Milliarden US‑Dollar summierte. Damit bleibt eine Differenz von etwa 1 Milliarde US‑Dollar, die bislang nicht ausgeglichen wurde.
Die Rekordzahlen des Juni-Quartals wären nach Darstellung des Berichts auch ohne diese Effekte zustande gekommen. Die Rückzahlungen verstärken aber das ohnehin starke Ergebnis.
Trotz der ursprünglich hohen Belastung durch die Zölle hatte Apple die Mehrkosten nicht in Form von Preiserhöhungen an seine Kund:innen weitergereicht. Das Unternehmen trug die Zusatzkosten selbst und kann die nun fließenden Rückerstattungen daher direkt seiner eigenen Liquidität hinzufügen.
Apple hat nach früheren Aussagen bereits angekündigt, die zurückgezahlten Mittel in den Vereinigten Staaten zu reinvestieren. Der damalige Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, er wolle im Blick behalten, welche Unternehmen Rückerstattungen beantragen. Die von Apple geplanten Investitionen in die US‑Fertigung dürften vor diesem Hintergrund politisch von Bedeutung sein.
Unklar bleibt, ob Apple die ausstehende Summe von rund 1 Milliarde US‑Dollar aus der ersten Zollrunde noch erhält oder ob in den nächsten Jahren weitere Rückerstattungen aus späteren Zollrunden folgen. Parallel dazu wirken inzwischen neue, möglicherweise ebenfalls rechtswidrige Zölle auf die Lieferkette von Apple.
Aktuelle Preiserhöhungen bei Apple-Produkten stehen laut Bericht jedoch nicht im Zusammenhang mit den Zöllen. Stattdessen werden sie auf den Mangel an Flash- und RAM‑Speicherchips zurückgeführt, der direkt und indirekt mit dem AI‑Boom verknüpft ist. Die Engpässe in der Chipversorgung schlagen damit stärker auf die aktuellen Preise durch als die Zollpolitik.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
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