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Xi kündigt gegenüber Musk und Cook weitergehende Öffnung Chinas an

Beim Besuch von Donald Trump in Peking hat Chinas Staatschef Xi Jinping führenden US-Vorstandschefs eine weitergehende Öffnung des chinesischen Marktes zugesagt. Die Aussagen fallen in eine Phase angespannter Technologie- und Handelspolitik zwischen den USA und China.

Xi wirbt um US-Unternehmen

Xi Jinping traf in Peking mit US-Topmanager:innen zusammen, die Präsident Donald Trump auf seiner China-Reise begleiten. Laut der staatlich unterstützten Zeitung Xinhua sagte Xi, die Tür für Geschäfte in China werde sich „noch weiter öffnen“. US-Unternehmen seien tief in Chinas Reform- und Öffnungspolitik eingebunden, beide Seiten hätten davon profitiert.

Xi betonte dem Bericht zufolge, China begrüße es, wenn die Vereinigten Staaten die für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit ausbauen. US-Firmen würden in China noch breitere Perspektiven vorfinden. Zu den Teilnehmern der Delegation gehörten Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk, Nvidia-Chef Jensen Huang sowie Apple-Chef Tim Cook. Trump stellte sie Xi laut Xinhua einzeln vor.

Die US-Unternehmer:innen hätten demnach erklärt, sie messen dem chinesischen Markt große Bedeutung bei, wollten ihre Aktivitäten dort vertiefen und die Kooperation mit China stärken. Auch das Weiße Haus griff das Thema Marktöffnung auf und sprach auf X von Gesprächen über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dabei ging es um einen erweiterten Marktzugang für US-Unternehmen in China und mehr chinesische Investitionen in den USA.

George Chen, Partner und Co-Vorsitzender des Digitalbereichs bei der Beratungsfirma The Asia Group, bezeichnete Xis Aussagen gegenüber CNBC als deutliche Botschaft an globale Unternehmen, weiter in China zu investieren. Nach seiner Einschätzung seien die Aussagen zur Öffnung nicht nur Propaganda, da China attraktiv für ausländische Investitionen bleiben müsse.

KI und Chips als strategische Konfliktlinie

Parallel zu den politischen Signalen rückt die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in beiden Ländern in den Fokus. Die USA versuchen, China von bestimmten Technologien abzuschneiden, die den KI-Fortschritt beschleunigen könnten, darunter Grafikchips von Nvidia. China wiederum stärkt seine eigene Technologielieferkette, während heimische Halbleiterfirmen entstandene Lücken schließen.

Chinesische KI-Modelle, etwa von Alibaba, konnten bereits mit Produkten führender US-Unternehmen konkurrieren. Zugleich meldete die Nachrichtenagentur Reuters, Washington habe Nvidia grünes Licht gegeben, einigen chinesischen Technologiekonzernen den Grafikchip H200 zu liefern, eines der weiter entwickelten Produkte des Unternehmens.

Nvidia unterliegt Exportbeschränkungen für China, dennoch gab es im vergangenen Jahr immer wieder Berichte, die USA würden den Verkauf bestimmter Chips zulassen. Konkrete Umsetzungen blieben aber aus, da China Medienberichten zufolge heimische Firmen dränge, inländische Halbleiter zu bevorzugen.

US-Finanzminister Scott Bessent sagte auf die Frage von CNBC-Moderator Joe Kernen nach den Berichten zum H200, das sei ihm neu. Es habe viel Hin und Her gegeben, zuständig sei das US-Handelsministerium, ergänzte er.

Symbolpolitik und Sicherheitsfragen rund um KI

Nvidia-Chef Jensen Huang, der kurzfristig zur China-Reise hinzukam, nannte das Treffen in Peking laut Reporter:innen „einen der wichtigsten Gipfel der Menschheitsgeschichte“. Zu konkreten Chip-Verkäufen in China äußerte er sich jedoch nicht. Stattdessen hob er die Atmosphäre des Treffens hervor: Die Zeremonie am Morgen sei sehr aufbauend gewesen, Xi und Trump seien jeweils inspirierend und einladend aufgetreten.

Bessent kündigte gegenüber CNBC an, China und die USA wollten gemeinsam an einem Sicherheitsprotokoll für KI arbeiten. Dabei gehe es um „Best Practices für KI“, um zu verhindern, dass nichtstaatliche Akteur:innen Zugriff auf diese Modelle erhalten.

Damit treffen wirtschaftliche Öffnungssignale und sicherheitspolitische Bedenken direkt aufeinander. Für US-Technologiekonzerne wie Apple, Tesla und Nvidia bleibt China zugleich Absatzmarkt, Produktionsstandort und geopolitische Baustelle.

Via: https://www.cnbc.com

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Michael Reimann

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