Die Erwartungen an Apple waren hoch auf der diesjährigen Worldwide Developer Conference (WWDC 25). Das Unternehmen präsentierte viele neue Updates für Betriebssysteme und Software, darunter das neue „Liquid Glass“-Design. Dennoch blieb eine bedeutende Ankündigung aus: ein personalisiertes Siri-Update, das auf der letztjährigen WWDC bereits angekündigt wurde. Craig Federighi, Apples Senior Vizepräsident für Softwareentwicklung, erwähnte Siri nur kurz. Apple arbeite weiter daran, die intelligente Assistenzfunktion persönlicher zu gestalten. Diese Verzögerungen könnten jedoch auf größere Probleme im Entwicklungsteam hindeuten.
Bereits 2024 hatte Apple angekündigt, ihre virtuelle Assistentin Siri durch künstliche Intelligenz grundlegend zu aktualisieren. Ziel war, die persönliche Relevanz der Informationen zu erhöhen. Das vielversprechende Update sollte Siri dazu befähigen, dein Kommunikationsverhalten und deine Routinen besser zu verstehen. Zusätzlich könne dann nahtlos über Apps hinweg agiert werden. Laut Bloomberg habe die Beta-Version dieser personalisierten Siri beim Testen jedoch nur in zwei Drittel der Fälle zufriedenstellend funktioniert. Diese Qualitätsprobleme könnten Apples Entscheidung beeinflusst haben, den Start zu verschieben.
Neben der Verzögerungsankündigung zieht Apple intern auch personelle Konsequenzen. John Giannandrea
, SVP für maschinelles Lernen, wurde vom Siri-Projekt abgezogen. Stattdessen übernahm Mike Rockwell, verantwortlich für das Vision Pro, die Leitung. Diese Umstrukturierung deutet darauf hin, dass Apple die Entwicklung der KI-Technologie verstärken will. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Google und OpenAI scheint Apple Rückstand im Bereich künstlicher Intelligenz zu haben. Experten vermuten, dass dies Investoren beunruhigen könnte.Um den Entwicklungsrückstand aufzuholen, hat Apple sich mit OpenAI zusammengetan. Fragen, die Siri derzeit nicht beantworten kann, könnten an ChatGPT weitergeleitet werden. Zudem wurde in iOS 26 die App „Image Playground“ aktualisiert, um ChatGPT zu integrieren. Bei der WWDC 2025 stellte Apple weitere KI-Initiativen vor, die jedoch nicht Siri betreffen. Dazu gehören „on-device“-Modelle für Entwickler:innen, Echtzeitübersetzungen und Verbesserungen in der visuellen Intelligenz. Interessant ist außerdem eine neue AI-Funktion, genannt „Workout Buddy“ für die Apple Watch.
Apple plant, weitere Informationen zur Siri-Erweiterung im nächsten Jahr bekannt zu geben. Bis dahin bleibt unklar, wann genau die versprochenen, personalisierten Funktionen verfügbar sein werden.
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