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Withings koppelt Apple Health Synchronisierung an ein Abo

Neue Withings-Nutzer:innen sollen offenbar ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, um ihre Gesundheitsdaten mit Apple Health zu synchronisieren. Der Schritt wirft die Frage auf, welche Funktionen bei Gesundheits-Wearables dauerhaft verfügbar bleiben und welche von einem laufenden Abo abhängen.

Synchronisierung nur noch mit Bezahlmodell

Withings verlangt von neuen Nutzer:innen offenbar Geld für die Verbindung mit Apps von Drittanbietern. Betroffen ist demnach auch die Synchronisierung mit Apple Health. Laut einem Beitrag im Support-Forum des Unternehmens gilt die Änderung seit dieser Woche. Das Abo soll 100 US-Dollar im Jahr (etwa 92 Euro) kosten.

Die Einschränkung betrifft eine Funktion, die für viele Nutzer:innen zum Alltag gehört: Gesundheitsdaten aus einer Geräte-App in Apples Gesundheitsübersicht zu übertragen. Wer diese Verbindung benötigt, könnte sie künftig nicht mehr ohne zusätzliche Kosten nutzen. Aus den vorliegenden Angaben geht allerdings nicht hervor, welche konkreten Withings-Geräte oder Datenarten betroffen sind.

Der Fall zeigt, dass sich die Bedingungen für digitale Gesundheitsdienste ändern können. Eine Funktion, die beim Kauf eines Geräts wichtig erscheint, kann später an ein wiederkehrendes Entgelt gebunden sein. Für Euch lohnt sich deshalb ein genauer Blick darauf, welche Leistungen im Gerätepreis enthalten sind und welche ein Abonnement voraussetzen.

Vor dem Kauf Funktionen und Export prüfen

Wenn Ihr ein Gesundheits-Wearable auswählt, solltet Ihr vorab klären, ob sich Messwerte auch ohne Abo exportieren lassen. Wichtig ist außerdem, ob die gewünschte Verbindung zu Apple Health kostenlos bleibt oder nur mit einem kostenpflichtigen Tarif funktioniert. Prüft dazu die Angaben des Herstellers und die Bedingungen der jeweiligen App.

Auch die verfügbaren Exportmöglichkeiten verdienen Aufmerksamkeit. Die vorliegenden Informationen nennen keine konkreten Datenformate oder Exportwege für Withings-Geräte. Deshalb lässt sich daraus nicht ableiten, ob Nutzer:innen ihre Gesundheitsdaten alternativ manuell übertragen oder anderweitig sichern können. Fragt im Zweifel beim Hersteller nach, welche Möglichkeiten ohne Abo bestehen.

Ein weiterer Punkt ist der Umfang der Änderung: Sie betrifft laut den Angaben neue Nutzer:innen. Ob bestehende Kund:innen dieselben Bedingungen erhalten oder ihre bisherige Synchronisierung behalten, geht aus der verfügbaren Information nicht hervor. Wer bereits ein Withings-Gerät nutzt, sollte daher die eigenen Kontoeinstellungen und Mitteilungen des Unternehmens prüfen, statt von einer allgemeinen Regel auszugehen.

Wichtige Routinen nicht an eine einzelne Verbindung binden

Wenn Ihr Gesundheitsdaten regelmäßig in Apple Health sammelt, solltet Ihr berücksichtigen, dass sich Preise und Funktionsumfang ändern können. Eine Abhängigkeit von einer einzelnen App-Verbindung kann dann zur Unterbrechung gewohnter Abläufe führen. Welche Alternativen Withings anbietet, ist derzeit nicht belegt.

Vor einer Kaufentscheidung helfen daher drei Fragen: Welche Daten kann das Gerät ohne Abo bereitstellen? Ist die Synchronisierung mit Apple Health eingeschlossen? Und was passiert mit dieser Funktion, wenn sich die Bedingungen ändern? Der Withings-Fall macht deutlich, dass nicht nur Sensoren und Messwerte zählen. Auch die Regeln für den Zugriff auf die eigenen Gesundheitsdaten gehören zum Produkt.

Via: www.ad-hoc-news.de · www.engadget.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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