Apple arbeitet offenbar an einem neuen iPad mini, das als erstes iPad ein wasserfestes Design erhalten soll und bis Oktober auf den Markt kommen könnte. Damit würde das kleinste Apple-Tablet funktional näher an iPhone-Modelle und spezialisierte E-Reader heranrücken.
Nach einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman entwickelt Apple ein überarbeitetes Gehäuse für das nächste iPad mini, das einen Schutz auf dem Niveau des iPhone bieten soll. Ziel sei es, das Tablet für den ungezwungenen Einsatz in feuchten Umgebungen wie Badezimmer oder Poolbereich zu wappnen. Bisher trägt kein iPad eine offizielle Zertifizierung zur Wasserresistenz, und Apple stuft die aktuellen Modelle nicht als wasserfest ein.
Ein zentraler Baustein der neuen Konstruktion ist demnach ein überarbeitetes Lautsprechersystem. Apple soll ein vibrationsbasiertes System entwickelt haben, das ohne klassische Lautsprecheröffnungen auskommt. Statt Schall durch perforierte Öffnungen abzuleiten, würden flache Bereiche des Gehäuses in Schwingung versetzt und so als Lautsprechermembran dienen. Dadurch entfällt eine der Hauptstellen, an denen bislang Wasser und Staub ins Gerät eindringen können.
Dieser Ansatz unterscheidet sich von der Lösung beim iPhone: Dort setzt Apple vor allem auf Klebstoffe und Dichtungen, um Lautsprecheröffnungen und andere Eintrittsstellen abzuschirmen. Welche IP-Schutzklasse das neue iPad mini letztlich erreichen wird, ist bislang nicht bekannt. Zum Vergleich: Das iPhone trägt die Einstufung IP68 und kann laut Apple bis zu 30 Minuten in bis zu sechs Meter tiefem Wasser verbleiben.
Die Grundlagen für das neue Lautsprecherkonzept bereitet Apple offenbar seit Jahren vor. Ein Patent aus dem Jahr 2014 beschreibt ein „mechanically actuated panel acoustic system“, bei dem flache Paneele zur Schallerzeugung vibrieren, sodass klassische Lautsprechergitter entfallen können.
Ein abgedichtetes Design würde auch einen alltäglichen Unterschied zwischen iPad mini und spezialisierten E-Readern verringern. Modelle wie der Kindle Paperwhite oder der Kobo Libra Color sind darauf ausgelegt, ein Eintauchen ins Wasser zu überstehen. Das Lesen in der Badewanne oder am Pool gilt bislang als praktischer Vorteil dieser Geräte gegenüber Apples kleinstem Tablet. Ein wasserresistentes iPad mini könnte diesen Abstand verkleinern, ohne dass Apple den Fokus des Geräts grundlegend verändern müsste.
Gurman geht davon aus, dass Apple das neue iPad mini bis Oktober vorstellen wird. Zusätzliche Hinweise liefert ein Bericht des koreanischen Mediums ETNews: Demnach hat Samsung Display im Juni mit der Massenproduktion von OLED-Panels für das Gerät begonnen, was den Zeitrahmen für einen Marktstart im Herbst stützt.
Wasserresistenz ist nur eine von mehreren größeren Neuerungen, die für das kommende iPad mini erwartet werden. Mit dem Umstieg auf ein OLED-Display würde die Reihe nach dem iPad Pro die zweite iPad-Linie werden, die auf diese Bildschirmtechnologie setzt. Laut einer koreanischen Quelle handelt es sich um ein 8,4 Zoll großes LTPS-OLED mit 60 Hz Bildwiederholrate, womit ProMotion offenbar nicht vorgesehen ist. Im Vergleich zum aktuellen LCD im iPad mini 7 soll OLED unter anderem höheren Kontrast, echte Schwarzwerte und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen.
Auch beim Prozessor plant Apple dem Bericht zufolge einen deutlichen Sprung. In von Apple versehentlich veröffentlichtem Code taucht ein Verweis auf den A19 Pro auf, der im iPhone Air eingesetzt wird. Gleichzeitig deuten Hinweise in einem macOS-Kernel-Debug-Kit auf einen bisher unveröffentlichten A20 Pro für das neue iPad mini hin. Welche Variante Apple am Ende tatsächlich verbaut, ist noch offen.
Zuletzt hat Apple das iPad mini im Oktober 2024 aktualisiert – mit dem A17 Pro und Unterstützung für Apple Intelligence. Seit umfassenden Preisanpassungen im Juni beginnt die Baureihe nun bei 599 US-Dollar. Gurman hatte zuvor angedeutet, dass das kommende OLED-Modell bis zu 100 US-Dollar mehr kosten könnte; diese Einschätzung stammt allerdings aus der Zeit vor den jüngsten Preissteigerungen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
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