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Was ist Roblox? Ein umfassender Überblick für euch

Roblox hat sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen Gaming-Plattform entwickelt. In unserem Artikel erfahrt ihr, was Roblox ausmacht, wie es funktioniert und worauf ihr achten solltet.

Roblox: Grundprinzipien und Besonderheiten

Roblox ist seit 2006 verfügbar und bietet eine Mischung aus Videospiel und Kreativplattform. Ihr findet Roblox auf den meisten mobilen Geräten, Konsolen und PCs. Das Herzstück sind die sogenannten „Erfahrungen“, die Entwickler:innen mit eigens dafür bereitgestellten Tools entwerfen. Entwicklung erfolgt auf Mac oder PC über die „Roblox Studio“-Software. Spieler:innen wählen Erfahrungen aus, können durch In-App-Käufe weiteres Spielinhalte erhalten und die eigene Figur anpassen.

Die bunte Optik und die große Freiheit bei der Nutzung machen Roblox vor allem bei Kindern beliebt. Besonders während der Corona-Pandemie gab es starken Zuwachs, weil sowohl Kinder zu Hause spielten als auch Erwachsene als Entwickler:innen ein neues Einkommen fanden.

Anders als klassische Spiele, ist Roblox eine Plattform für Minispiele unterschiedlichster Art. Eine zentrale Story fehlt, stattdessen stehen stets neue Spielerlebnisse aus der Community im Vordergrund.

Robux, Marketplace und Monetarisierung

Die Währung in Roblox heißt Robux. Ihr könnt Robux via In-App-Kauf oder monatliche Abos (z. B. 450 Robux für 4,99 US-Dollar pro Monat) bekommen. Robux könnt ihr in Minispielen einsetzen, um Inhalte freizuschalten oder zu handeln. Den Wert entspricht grob: 100 Robux entsprechen einem US-Dollar. Das kann für viele Kinder unübersichtlich sein. Zudem gibt es einen Roblox Marketplace. Hier finden sich Gegenstände, Accessoires oder Kleidung, die für Robux gehandelt werden, entweder in Minispielen oder als Sammler:innenitems. Im Marketplace können nur Entwickler:innen Gegenstände erstellen, aber Spieler:innen können limitierte Items auch weiterverkaufen.

Mit ausreichend Robux und erfüllten Bedingungen wie Altersnachweis (ab 13 Jahren), kann echte Auszahlung beantragt werden. Erst wenn mindestens 30.000 Robux (ungefähr 105 US-Dollar) verdient wurden, dürfen Entwickler:innen Robux gegen echtes Geld tauschen. Dieser Prozess erfolgt über den Developer Exchange von Roblox.

Ein großes Thema ist die Sicherheit: Eltern können über Einstellungen In-App-Käufe begrenzen und Chats deaktivieren. Allerdings gibt es Berichte über unzureichende Moderation, unpassende Inhalte oder Betrugsversuche. Private Chats lassen sich zwar filtern, aber nicht alle Kontakte werden verhindert. Externe Gespräche auf Plattformen wie Discord entziehen sich der Kontrolle seitens Roblox komplett.

Roblox setzt automatisierte Filter und Altersverifikation (über Persona mit Video oder Ausweis) ein. Für Kinder unter 13 Jahren gibt es Einschränkungen bei Chats und Zugriff auf bestimmte Bereiche. Private oder „erwachsene“ Regionen sind erst ab 17 Jahren zugänglich.

Roblox als Plattform und Unternehmen

Jede:r mit Mac oder PC und Grundkenntnissen in der Programmiersprache Lua kann entwickeln. Monetarisierung ist für Nutzer:innen ab 13 Jahren möglich. Bekannte Influencer:innen können eigene Minispiele erstellen und direkt auf ihre Kanäle verlinken. Entwicklerstudios mit professionellen Teams sorgen für hochwertige Erfahrungen, allerdings gibt es auch Berichte über Kinderarbeit, mangelhafte Bezahlung und fehlende Aufsicht durch Roblox.

Roblox wurde 2004 gegründet und hat weltweit rund 32 Millionen tägliche Nutzer:innen in mittlerweile 11 Sprachen. Die Plattform hat mit Schwankungen bei Zahlen von Entwickler:innen, Spieleangebot und Marktkapitalisierung zu kämpfen. Seit dem Börsengang im Jahr 2021 ist der Wert der Aktie stark gefallen.

Ein Kritikpunkt ist die Bezahlung: Entwickler:innen erhalten etwa 29 Prozent der mit Robux erzielten Einnahmen, Roblox behält fast 49 Prozent, App-Stores die restlichen 22 Prozent. Das führt zu einem schwach regulierten Schwarzmarkt für seltene Items und Robux, oft auf Kosten jüngerer Nutzer:innen.

Auch wenn Roblox regelmäßig Änderungen an Sicherheitsmaßnahmen und Alterskontrollen vornimmt, bleibt die Plattform nicht ohne Probleme. Eltern wird geraten, mit ihren Kindern über Sicherheit, Nutzungszeiten und mögliche Gefahren wie Betrug oder Ausbeutung zu sprechen. Klärt auch, was Monetarisierung und Teamarbeit bedeuten, wenn Kinder selbst entwickeln wollen.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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