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Warum Jony Ive wohl nicht Teil von Apples Klage gegen OpenAI wird

Apple verklagt OpenAI und ehemalige Mitarbeitende wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen – doch Ex-Designchef Jony Ive taucht in der Klageschrift nicht auf. Ein Bericht von Bloomberg-Reporter Mark Gurman skizziert mögliche Gründe dafür und zeigt, welche Rolle Ive bei OpenAI tatsächlich spielt.

Apples Klage gegen OpenAI und die Rolle ehemaliger Mitarbeitender

Am 10. Juli hat Apple eine umfangreiche Klage gegen OpenAI eingereicht. Im Mittelpunkt stehen frühere Apple-Beschäftigte, denen das Unternehmen vorwirft, geistiges Eigentum gestohlen zu haben. Konkret geht es um Vorwürfe, dass Ex-Angestellte firmeninterne Informationen, Prototypen und Designs mitgenommen und zu OpenAI übertragen haben sollen.

Im Fokus steht dabei vor allem Tang Tan, früher ein wichtiger Verantwortlicher im Hardware-Bereich bei Apple und nun Chief Hardware Officer bei OpenAI. Die Klageschrift beschreibt unter anderem problematische E-Mails und den Vorwurf, Tan habe potenzielle Neuzugänge von Apple ermutigt, Prototypen und Entwürfe mitzubringen. Laut Apple war Tan in einer Position, solche Handlungen überhaupt ausführen oder anstoßen zu können.

Auffällig ist, wer in dem etwa 40-seitigen Dokument nicht explizit vorkommt: Jony Ive. Der langjährige Apple-Designchef verließ das Unternehmen 2019, blieb aber bis 2022 über sein Designstudio LoveFrom als Berater verbunden. Dennoch wird er in der Klage mit keinem Wort direkt genannt, obwohl darin allgemein von einer Gruppe „former Apple leaders“ die Rede ist, zu der er naheliegenderweise gezählt werden könnte.

Begrenzter Einfluss bei OpenAI-Hardware

In seinem „Power On“-Newsletter für Bloomberg geht Mark Gurman der Frage nach, warum Apple Ive in der Klage ausspart. Ein wesentlicher Grund sei demnach pragmatischer Natur: Ive habe mit den konkret vorgeworfenen Handlungen schlicht wenig zu tun.

Zwar gilt Ive öffentlich als das Gesicht der neuen Hardware-Aktivitäten von OpenAI, laut Gurman konzentriert er sich dort aber vor allem auf das eigentliche Produktdesign. Die operative Verantwortung für die Hardware liege deutlich stärker bei Tang Tan, der bei OpenAI als Chief Hardware Officer fungiert und damit wesentlich tiefgreifendere Kontrolle über diesen Bereich habe.

Entscheidend ist dem Bericht zufolge außerdem, womit Ive sich bei OpenAI nicht beschäftigt: Weder Recruiting noch operative Unternehmensabläufe sollen zu seinem Aufgabenbereich gehören. Damit sei unwahrscheinlich, dass er an den in der Klage beschriebenen Aktivitäten beteiligt war, etwa an der gezielten Abwerbung unter Mitnahme von Prototypen oder Entwürfen. Aus Apples Perspektive blieben Ives Hände damit in dieser Causa vergleichsweise sauber.

Beziehungen, Image und mögliche Altlasten

Gurman nennt daneben einen zweiten, eher strategischen Grund: die Außenwirkung und die Beziehungsgeflechte rund um Ive. Besonders relevant sei seine enge Verbindung zu Laurene Powell Jobs, Unternehmerin, Witwe von Steve Jobs und Unterstützerin von Tim Cook und John Ternus. Sie pflegt weiterhin eine enge Beziehung zu Apple, und ihre Rolle ist geprägt durch die Historie von Steve Jobs und dessen Beitrag zur Rettung und Neuausrichtung des Unternehmens.

Eine direkte juristische Konfrontation mit Ive könnte diese Beziehung belasten. Darüber hinaus wäre es für Apple heikel, ausgerechnet den langjährigen Designchef und engen Vertrauten von Steve Jobs anzugreifen. Gurman argumentiert, dass Ive im Fall einer Nennung in der Klage wahrscheinlich viel Sympathie erhalten hätte, während Apple Kritik ausgesetzt wäre – inklusive des Vorwurfs, noch eine Rechnung mit ihm offen zu haben, nachdem er das Unternehmen verlassen hatte.

Apple hatte den Bruch mit Ive bereits indirekt zu spüren bekommen: Nach seinem offiziellen Abschied 2019 und der anschließenden Beratertätigkeit bis 2022 wechselten mehrere Designer:innen von Apple zu LoveFrom. Aus Unternehmenssicht könnte das wie eine schleichende Demontage des eigenen Designteams gewirkt haben, während Ive noch auf Apples Gehaltsliste stand.

Unabhängig von diesen möglichen Motiven bleibt Ive in der aktuellen Klage praktisch unsichtbar. Apple konzentriert sich juristisch auf Tang Tan und andere namentlich genannte Ex-Mitarbeitende und kann damit dennoch Druck auf OpenAI und dessen Hardware-Ambitionen ausüben – ohne das eigene Ansehen durch einen offenen Konflikt mit einer der prägendsten Figuren der Unternehmensgeschichte zusätzlich zu belasten.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: appleinsider.com

Apfeltalk Redaktion

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