Google wurde 2015 zu Alphabet umstrukturiert. Die Hintergründe und die langfristigen Folgen zeigen, wie sich das Unternehmen dadurch verändert hat.
Am 1. Oktober 2015 führte Google die Umstrukturierung zu Alphabet durch. Die Gründer Sergey Brin und Larry Page gaben damals an, sie wollten die zahlreichen Aktivitäten von Google „klarer und verantwortlicher“ organisieren. Das Ziel der Umbenennung lag darin, die verschiedenen Geschäftsbereiche voneinander abzugrenzen. Davon sollten nicht nur Investor:innen profitieren, sondern auch Kund:innen mehr Überblick erhalten. Google war zu diesem Zeitpunkt weit mehr als nur eine Suchmaschine. Neben der Suchmaschine und Werbeplattform kamen immer neue Unternehmen darunter – von YouTube über Waymo bis DeepMind.
Schon im Gründungsbrief von 2004 betonten Brin und Page, dass „Google kein konventionelles Unternehmen“ sei. Sie kündigten an, immer wieder kleinere, auch sehr spekulative Projekte auszuprobieren. Genau diesen Weg setzte die neue Struktur fort. Durch Alphabet wollte man den einzelnen Unternehmensbereichen mehr Autonomie und eigene Führung geben.
Larry Page erklärte 2015 im Blog, der Name „Alphabet“ stehe für „eine Sammlung von Buchstaben, die Sprache formen“. Sprache sei eine der wichtigsten Innovationen der Menschheit. Der zentrale Gedanke: Alphabet sollte als „Sammlung“ verschiedenster, unternehmerischer Buchstaben, also Unternehmen, agieren. Es entstand ein Dach, unter dem Google-Dienste wie Suche, Werbung, YouTube sowie neue Bereiche wie selbstfahrende Autos (Waymo) oder Künstliche Intelligenz (DeepMind) untergeordnet sind. Damit sollte klarer werden, wo einzelne Aktivitäten im Unternehmen angesiedelt sind.
Die Reorganisation machte es möglich, für jede Tochtergesellschaft eigene Leitungsteams zu installieren. So leitete Sundar Pichai damals Google inklusive Suche, YouTube, Chrome und Android. Brin, Page und Finanzchefin Ruth Porat führten die Holding Alphabet. Alle weiteren Tochterfirmen erhielten je eine eigene Chefetage. 2019 wurde Sundar Pichai zusätzlich CEO der Muttergesellschaft Alphabet.
Neben den etablierten Bereichen kamen neue Unternehmen hinzu, darunter der Zukauf des Cybersecurity-Unternehmens Mandiant sowie die Analysefirma Looker. Jede Einheit konnte sich so stärker spezialisieren und flexibel weiterentwickeln.
Die Umbenennung in Alphabet war für viele Marktteilnehmer:innen unerwartet. Doch sie spiegelte einen generellen Wandel der Tech-Branche wider. Google hatte sich längst in verschiedene Geschäftsbereiche aufgeteilt – ähnlich wie Konkurrenten wie Microsoft. Mit der neuen Struktur konnte das Unternehmen besser auf Entwicklungen am Markt reagieren.
Die Finanzzahlen zeigen den Erfolg: Vor der Umbenennung lag der Unternehmenswert bei 445 Milliarden US-Dollar (etwa 415 Milliarden Euro) und die Einnahmen bei 66 Milliarden US-Dollar (rund 62 Milliarden Euro). Bis September 2025 wuchs die Bewertung auf über 3 Billionen US-Dollar (rund 2,8 Billionen Euro) und Alphabet reihte sich damit in eine Riege mit Microsoft, Apple und Nvidia ein.
Die Reorganisation schuf mehr Übersicht, erlaubte gezielteres Management und sorgte für weiteres Wachstum. Google wurde Alphabet – und damit ein moderner Konzern für den gesamten Technologiemarkt.
Via: https://www.techradar.com
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…
Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.
WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…
Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…
Mit der ersten Beta von iOS 27.3 erweitert Apple die überarbeitete StandBy-Ansicht des iPhone Duo auf weitere Modelle. Das Update…
Mit iOS 27.3 ergänzt Apple Music die Karaoke-Funktion um Selfie Sing. Damit könnt Ihr Euch beim Singen filmen, den Liedtext…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen