Ein virtuelles privates Netzwerk stärkt Eure Privatsphäre und Sicherheit im Netz – und kann noch deutlich mehr. Mit ein paar Einstellungen holt ihr deutlich mehr aus Eurem VPN heraus.
Die meisten von Euch klicken einfach auf „Verbinden“ und lassen den Dienst einen Server auswählen. Wer die folgenden Tipps kennt, nutzt seinen VPN-Dienst gezielter und oft auch komfortabler.
VPN-Grundlagen und Einsatz auf allen Geräten
Ein VPN ist eine Software, die einen verschlüsselten Tunnel zwischen Eurem Gerät und dem Internet aufbaut. Geschäftliche VPNs sind häufig in Unternehmenssoftware integriert oder direkt im Betriebssystem konfiguriert, während Verbraucher-VPNs als separate Apps oder Browser-Erweiterungen erhältlich sind.
Egal ob als Desktop-Programm, Mobil-App oder Browser-Plugin: Ein VPN verschlüsselt Eure Verbindung, verbirgt Eure Online-Aktivitäten und maskiert Eure IP-Adresse. So wird es für Dritte schwieriger, Euch zu verfolgen, Daten abzugreifen oder Euren Datenverkehr mitzulesen – sei es durch Cyberkriminelle oder Euren Internetanbieter.
Um dauerhaft von diesem Schutz zu profitieren, solltet ihr den VPN-Dienst auf allen Geräten installieren, die ihr regelmäßig nutzt – besonders für sensible Aufgaben wie Online-Banking. Es bringt wenig, nur gelegentlich das Notebook zu schützen, während das Smartphone ungeschützt bleibt.
Bei bezahlten Tarifen sind meist mindestens sechs gleichzeitige Verbindungen inklusive, teils sogar unbegrenzt. Jede aktive Verbindung schützt ein Gerät, sodass ihr zum Beispiel Laptop, Tablet und Smartphone parallel absichern könnt.
Sichere Einstellungen: Router, Kill-Switch, Server und Split-Tunneling
Wer den VPN-Dienst hauptsächlich zu Hause verwenden möchte, kann VPN-taugliche Router in Betracht ziehen. Solche Router bringen entweder eine integrierte VPN-Funktion mit oder lassen sich direkt mit Eurem VPN-Konto verbinden, sodass alle Geräte im Heimnetz davon profitieren.
Ein zentrales Sicherheitsmerkmal in seriösen VPN-Apps ist der Not-Aus-Schalter, der sogenannte Kill-Switch. Bricht Eure Internetverbindung abrupt ab, blockiert er sämtlichen Datenverkehr und verhindert, dass sich das Gerät unbemerkt ohne VPN-Schutz neu verbindet.
Ohne Kill-Switch hättet ihr zwar wieder Internetzugang, aber keine Verschlüsselung – und würdet das im Zweifel gar nicht bemerken. In den meisten VPNs ist der Kill-Switch standardmäßig aktiviert; falls nötig, könnt ihr diese Funktion in den Einstellungen ausnahmsweise deaktivieren.
VPN-Nutzung kostet in der Regel Geschwindigkeit: In Tests gehen meist zwischen 10 und 35 Prozent verloren. Bei schnellen Glasfaseranschlüssen fällt das oft kaum auf, bei älteren Anschlüssen dagegen schon.
Wählt darum möglichst einen Server in Eurer Nähe – je kürzer der physische Weg, desto besser sind in der Regel Geschwindigkeit und Latenz. Wenn Euch der scheinbare Standort egal ist, wählt am besten einen Server im eigenen Land oder nutzt die „schnellste Verbindung“ beziehungsweise eine Smart-Auswahl, die viele Dienste anbieten.
Viele VPN-Anbieter stellen spezielle Server für bestimmte Einsatzzwecke bereit, etwa für Streaming, Online-Spiele oder Peer-to-Peer-Verbindungen wie Torrent-Nutzung. Diese sind auf möglichst geringe Latenz und stabile Bandbreite für den jeweiligen Zweck optimiert.
Ein weiteres nützliches Feature ist die geteilte Tunnelung. Dabei entscheidet ihr, welcher Datenverkehr durch den verschlüsselten Tunnel laufen soll und welcher weiterhin über die normale Verbindung geht.
Das schwächt zwar den Gesamtschutz etwas, kann aber helfen, Geschwindigkeitseinbußen zu begrenzen. Beispielsweise könnt ihr Spiele-Verkehr direkt über den Internetzugang leiten und gleichzeitig nur den Browser-Verkehr über das VPN schützen.
Probiert in den Einstellungen aus, bestimmte Webseiten oder Apps auf eine der beiden Routen zu setzen – etwa Videostreaming ohne VPN und vertrauliche Dienste mit VPN – und beobachtet, ob sich die Performance verbessert.
Dedizierte IP, öffentliches WLAN, Streaming und Shopping
Ein typisches Problem bei VPNs: Ihr teilt Euch die IP-Adresse eines Servers mit vielen anderen Nutzer:innen. Häufig genutzte Adressen werden von Webseiten deshalb öfter mit Zusatzprüfungen wie Captchas belegt oder sogar blockiert, weil sie auffällig erscheinen.
Ein möglicher Ausweg ist eine dedizierte IP-Adresse, die manche Anbieter als kostenpflichtige Zusatzoption anbieten. Damit sinkt das Risiko von Zugriffsproblemen und die Verbindung wird seltener als VPN-Traffic erkannt, was auch bei Remote-Arbeit helfen kann – allerdings zu einem höheren monatlichen Preis.
Besonders wichtig ist ein VPN bei öffentlichen WLAN-Hotspots. Dort wisst ihr nie, welche Bedrohungen lauern oder ob der Zugangspunkt überhaupt echt ist. Es ist schnell gemacht, ein eigenes Mobilfunk-Hotspot mit einem harmlosen Namen wie „Kostenloses Café-WLAN“ zu starten und dann den Verkehr aller verbundenen Geräte mitzuschneiden.
Öffentliches WLAN solltet ihr grundsätzlich als unsicher betrachten und wenn möglich meiden. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, solltet ihr auf jeden Fall einen VPN-Dienst nutzen, um Eure Aktivitäten zu verschlüsseln und zu schützen.
VPNs können außerdem helfen, regionale Sperren zu umgehen. Indem ihr Eure IP-Adresse auf ein anderes Land legt, lassen sich Geoblöcke auf Webseiten oder Diensten umgehen, die nur Einwohner:innen bestimmter Regionen zulassen.
Das gilt auch für Videodienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video. Allerdings klappt das nicht immer: Manche Plattformen zeigen bei erkanntem VPN nur Inhalte mit weltweiten Lizenzen an, und der Einsatz eines VPNs kann gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, was aber üblicherweise nicht direkt zu Sperren führt.
Zusätzlich könnt ihr mit einem Standortwechsel teils störende Werbeunterbrechungen verringern oder umgehen, wenn bestimmte Länder keine Anzeigen bei Videoinhalten zulassen. Dabei kann es jedoch passieren, dass langsame Server oder lokalisierte Inhalte den Komfort mindern.
Beim Online-Shopping kann sich ein VPN ebenfalls lohnen. Für Flüge, Hotels, digitale Dienste oder Abos können sich je nach Land abweichende Preise ergeben, insbesondere wenn ihr in der jeweiligen Landeswährung bezahlt. Allerdings muss man auch hier die AGB des Dienstes beachten. YouTube hatte in der Vergangenheit „Premium-Accounts“, die über andere Länder gebucht wurden, deaktiviert.
Online berichten Nutzer:innen von günstigeren Buchungen, etwa bei Flugtickets, Software-Abos oder Streaming-Diensten. Garantien gibt es nicht, und Bestellungen können im letzten Schritt an der Rechnungsadresse oder Zahlungsmethode scheitern – versuchen könnt ihr es dennoch.
Bevor ihr Euch für einen VPN-Dienst entscheidet, solltet ihr klären, wofür ihr ihn hauptsächlich braucht: Streaming, Gaming, Reisen, berufliche Nutzung und die gewünschte Anzahl an gleichzeitig verbundenen Geräten spielen bei der Auswahl und beim Preis eine Rolle.
— WERBUNG —
Apfeltalk arbeitet seit Jahren mit NordVPN zusammen. Wir haben einen super Deal für euch unter https://nordvpn.com/apfeltalk ihr bekommt einen fetten Rabatt auf das zwei Jahresabo und noch vier Monate gratis dazu. Außerdem könnt ihr den Dienst unverbindlich ausprobieren, denn ihr bekommt innerhalb von 30 Tagen euer Geld zurück, wenn ihr nicht zufrieden seid.
— WERBUNG ENDE —