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OpenAI erweitert ChatGPT um die Funktion „Health“ und bindet damit auch Apple Health ein – mit neuen Analyseoptionen, aber zusätzlichen Datenflüssen zu einem weiteren Unternehmen. Apple setzt dem mit Siri AI in iOS 27 ein Modell entgegen, das viele Anfragen ohne dauerhafte Drittanbieter-Verbindungen verarbeitet.
OpenAI bietet die neue Health-Funktion für eingeloggte Nutzer:innen ab 18 Jahren in den Tarifen Free, Go, Plus und Pro an. ChatGPT kann damit Laborwerte über einen Zeitraum vergleichen, Änderungen seit einem Arzttermin zusammenfassen und Muster bei Schlaf, Bewegung und täglicher Aktivität erkennen.
Ihr könnt Apple Health, elektronische Krankenakten aus unterstützen US-Krankenhaussystemen, One Medical und Function Health mit ChatGPT verknüpfen. Hinzu kommt ein breites Spektrum an Informationen aus Fitness-, Ernährungs- und Wearable-Apps, soweit diese Daten über Apple Health bereitstellen – proprietäre Kennzahlen einzelner Anbieter werden dabei möglicherweise nicht vollständig übertragen.
Nach Angaben von OpenAI wenden sich wöchentlich über 300 Millionen Menschen mit gesundheitsbezogenen Fragen an ChatGPT. Durch die Verknüpfung von Aufzeichnungen soll es leichter werden, medizinische Fachbegriffe zu verstehen, Fragen für ein Arztgespräch vorzubereiten oder Veränderungen nachzuverfolgen, ohne Dokumente immer wieder neu hochladen zu müssen.
Die Nutzung von Health in ChatGPT setzt jedoch voraus, dass umfangreiche medizinische und Wellness-Daten mit OpenAI synchronisiert werden. Wer die Funktion nicht verbindet, vermeidet, dass OpenAI zu einem weiteren Dienst wird, der diese sensiblen Informationen verarbeitet.
OpenAI erklärt, dass verbundene Krankenakten, Apple-Health-Daten und zugehörige Gespräche nicht für das Training von Basismodellen oder für Werbung genutzt werden. Alle Konversationen mit ChatGPT sollen beim Transport und auf den Servern verschlüsselt sein, für Health-Daten gelten zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Standardmäßig fragt ChatGPT vor der Nutzung verbundener Gesundheitsdaten nach einer Freigabe. Ihr könnt diese jeweils einmalig erteilen oder ChatGPT erlauben, die Daten künftig automatisch in passenden Gesprächen zu verwenden. Diese Steuerung ändert allerdings nichts daran, dass die Daten grundsätzlich zu OpenAI übertragen werden müssen, bevor ChatGPT sie auswerten kann.
Laut OpenAI werden synchronisierte Gesundheitsdaten innerhalb von 30 Tagen nach einer Trennung der Verbindung gelöscht. Informationen, die bereits in früheren Chats verwendet wurden, bleiben hingegen erhalten, bis Ihr diese Unterhaltungen selbst löscht. ChatGPT kann zudem „Memories“ aus Health-Gesprächen anlegen; das Teilen von Gesundheitsdetails über einen weiteren Dienst kann eine zusätzliche Bestätigung erfordern.
Apple verfolgt mit Siri AI in iOS 27 einen anderen Ansatz. Für unterstützte Anfragen mit persönlichem Kontext nutzt Siri AI eine First-Party-Architektur: Die Sprachassistenz durchsucht Daten in Apps, versteht Inhalte auf dem Bildschirm und führt Aktionen über systemweite App-Frameworks aus. Viele Anfragen verarbeitet Apple direkt auf dem Gerät, für leistungsstärkere Modelle kommt Private Cloud Compute zum Einsatz.
Private Cloud Compute übermittelt nur die Daten, die für eine konkrete Anfrage nötig sind, an Server mit Apple Silicon. Apple gibt an, keinen Zugriff auf diese Daten zu haben und sie nicht zu speichern; Forschende können die Software prüfen, die in dieser Umgebung ausgeführt wird. Für unterstützte Gesundheitsanfragen bedeutet das: Sie lassen sich auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute verarbeiten, ohne eine dauerhafte Verbindung zu OpenAI. Damit entfällt für diese Fälle ein zusätzlicher Dienst, der mit Gesundheitsdaten in Kontakt kommt.
Die Einführung von Health in ChatGPT fällt in eine Phase, in der Apple und OpenAI gleichzeitig kooperieren und juristisch gegeneinander vorgehen. Apple bietet die Einbindung von ChatGPT weiterhin als optionalen Bestandteil von Apple Intelligence an, hat OpenAI aber am 10. Juli wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen im Zusammenhang mit OpenAIs Consumer-Hardware-Projekten verklagt. In der Klage werden die früheren Apple-Mitarbeiter Tang Yew Tan und Chang Liu namentlich genannt; ihnen wird vorgeworfen, vertrauliche Informationen unrechtmäßig abgerufen, behalten oder weitergegeben zu haben. OpenAI weist zurück, Geschäftsgeheimnisse von Wettbewerbern haben zu wollen oder zu nutzen. Die Vorwürfe sind bislang nicht bewiesen und stehen getrennt von den Datenschutz- und Sicherheitsfragen rund um Health in ChatGPT.
Zur Entwicklung und Bewertung der Health-Funktion hat OpenAI nach eigenen Angaben hunderte Ärzt:innen eingebunden, um realistische Szenarien zu erstellen. Geprüft werden Genauigkeit, Sicherheit, Kommunikationsstil, Kontextverständnis, Vollständigkeit und die Frage, ob ChatGPT erkennt, wann professionelle Behandlung nötig sein könnte. In der internen Bewertung „HealthBench Professional“ schnitt GPT-5.6 besser ab als GPT-5.5, dennoch kann ChatGPT Fehler machen. Wichtig ist daher, dass Ihr zentrale Gesundheitsinformationen mit qualifiziertem Fachpersonal abgleicht.
Hinzu kommt, dass verbundene Datensätze unvollständig oder veraltet sein können. OpenAI weist etwa darauf hin, dass Medikamente in einer Akte gelistet bleiben können, obwohl sie nicht mehr eingenommen werden. Angaben von ChatGPT sollten deshalb immer mit der Originalquelle abgeglichen werden. Die Health-Funktion kann helfen, verstreute Gesundheitsdaten zu ordnen, Veränderungen sichtbar zu machen und Termine vorzubereiten – sie darf aber nicht alleinige Grundlage für Diagnosen, Medikamentenänderungen oder die Entscheidung sein, auf professionelle Hilfe zu verzichten. Apple-Nutzer:innen müssen abwägen, ob der zusätzliche Komfort den Datentransfer zu OpenAI rechtfertigt.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
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