USB Power Delivery (USB‑PD) ist ein fortgeschrittener Schnellladestandard, der unterschiedliche Leistungsanforderungen über eine USB‑Verbindung abdeckt. Der ursprüngliche USB‑Standard hat bereits Ende der 1990er Jahre die Verbindung von Geräten zum Computer grundlegend verändert.
Vor USB gab es zahlreiche serielle und parallele Anschlüsse sowie proprietäre Lösungen. Mit USB kam eine feste Spannungsversorgung von 5 Volt für Peripheriegeräte, an der sich Hersteller:innen orientieren konnten. Im Laufe der Zeit wanderten jedoch immer mehr Geräte, die ursprünglich über Hohlstecker mit Gleichspannung geladen wurden, auf USB um und benötigten mehr Leistung oder setzten auf proprietäre Protokolle. Hier setzt USB Power Delivery an. Die erste Version von USB‑PD war noch für ältere USB‑A‑Geräte gedacht, erst mit USB‑PD 2.0 wurde USB‑C zur dominierenden Schnittstelle.
Der zentrale Vorteil von USB‑C‑PD ist die „intelligente“ Aushandlung der Leistung. Gerät und Netzteil kommunizieren miteinander und legen ohne Euer Zutun die passende Leistungsaufnahme fest. Die USB‑C‑PD‑Spezifikation wurde über die Jahre weiterentwickelt, aktuell sind wir bei USB‑PD 3.2, das neue Bezeichnungen und Begriffe eingeführt hat. Die Spezifikation definiert Kommunikationsstandards, über die ein Gerät seine Leistungsfähigkeit melden kann. Die jüngste Version dieses Protokolls, der Power Supply Block (PSB), war 2021 PSB‑P3.1 und ist abwärtskompatibel zu früheren Versionen.
Durch diese Spezifikation könnt Ihr etwa ein Smartphone mit 18 Watt und ein Lenovo X390 mit 65 Watt am gleichen USB‑PD‑Netzteil laden, ohne mehrere Ladegeräte mitnehmen zu müssen. Selbst Apple‑Geräte mit lange proprietären Steckern wechseln aufgrund von EU‑Vorgaben nach und nach zu USB‑C.
Die Entwicklung von USB‑PD verlief in mehreren Stufen:
Der USB‑PD‑Standard entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit USB‑PD 3.1 steht Euch ein Anschluss zur Verfügung, der ausreichend Leistung für Gaming‑Laptops bietet und sogar Mini‑PCs oder Multi‑Monitor‑Setups versorgen kann. Eine künftige USB‑PC‑Spezifikation könnte eines Tages viele bisherige Stromanschlussprobleme lösen.
Via: https://www.tomshardware.com
Foto: Anker
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