macOS 27 bringt viele Neuerungen, sorgte aber zunächst für Ärger bei Besitzer:innen einer Time Capsule. Ein Workaround erhält nun die Unterstützung – und zeigt zugleich ein Versäumnis von Apple.
macOS 27 schien zunächst ältere Time Capsules unbrauchbar zu machen. Nach bisherigen Informationen sollten sich unter dem neuen System keine Time-Machine-Backups mehr auf den Geräten erstellen lassen.
Eine Lösung kommt nun ausgerechnet von einem Microsoft-Ingenieur. James Chang hat einen Weg gefunden, die Kompatibilität zu macOS 27 wiederherzustellen und der Time Capsule damit neues Leben einzuhauchen.
Schon 2016 zeichnete sich ab, dass Apple das Thema Time Capsule nicht weiterverfolgen wollte. Damals löste das Unternehmen die für Router zuständige Abteilung auf und versetzte die Mitarbeitenden in andere Bereiche.
2018 folgte dann der offizielle Rückzug aus dem Geschäft mit WLAN-Routern. Seitdem lassen sich keine AirPort-Geräte, inklusive Time Capsule, mehr direkt bei Apple kaufen.
Das neue Projekt von James Chang hört auf den Namen TimeCapsuleSMB. Es handelt sich um eine moderne Samba-Konfiguration für die AirPort Time Capsule, die das Gerät im Kern als Samba-4.24.3-Server betreibt.
Dadurch taucht die Time Capsule in Netzwerken mit macOS 27 wieder über Bonjour auf. Nutzer:innen können das Gerät anschließend erneut als Ziel für Time-Machine-Backups im Netzwerk verwenden.
Für viele von Euch war die Time Capsule ein sehr typisches Apple-Produkt. Sie nahm ein eher nerdiges Thema – fortlaufende, versionierte Mac-Backups – und machte es für alle zugänglich.
Weil die Sicherungen per WLAN liefen, musstet Ihr keine externe Festplatte regelmäßig an den Mac hängen. Die Backups liefen im Hintergrund, ohne dass Ihr aktiv daran denken musstet.
Das unterscheidet die Time Capsule deutlich von einer klassischen externen Festplatte. Diese setzt konsequentes Verhalten voraus, etwa das regelmäßige Anstecken, was im Alltag oft scheitert.
Gerade weniger technikaffine Nutzer:innen konnten so schon oft gelöschte oder beschädigte Dateien wiederherstellen, obwohl sie sich kaum mit Backups beschäftigt hatten. Die Bequemlichkeit wirkte hier direkt als Sicherheitsnetz.
Viele Mac-Besitzer:innen sichern ihre Geräte nach wie vor nicht regelmäßig. Das sorgt immer wieder für Datenverluste, die sich nur schwer oder gar nicht beheben lassen.
Aus Sicht des Autors gibt es zwei Gruppen: Menschen, die schon einmal einen massiven Datenverlust erlebt haben, und diejenigen, denen das noch bevorsteht. Vor diesem Hintergrund bleiben fehlende Backups ein ernstes Problem.
Apple könnte dieses Problem angehen, indem das Unternehmen wieder ein Produkt anbietet, das nahezu ohne Zutun aktuelle Sicherungen erstellt. Gleichzeitig müsste Apple das Thema stärker sichtbar machen.
Ein moderner Nachfolger der Time Capsule könnte als zentrales Zubehör für den Mac positioniert werden. Das Produkt könnte den Backup-Prozess erneut vereinfachen und klarer in den Alltag integrieren.
Technisch wäre ein zeitgemäßes Design gefragt, das aktuelle WLAN-Standards unterstützt, Mesh-Funktionen bietet und Matter- sowie Thread-Unterstützung mitbringt. Damit würde sich die Lösung auch in aktuelle Smart-Home-Umgebungen einfügen.
Was meint Ihr: Sollte Apple wieder eine oder mehrere neue Time-Capsule-Varianten anbieten? Die ursprüngliche Umfrage zum Thema fragt genau danach und lässt Abstufungen von „Ja, auf jeden Fall“ bis „Nein, auf keinen Fall“ zu.
Diskutiert gerne mit: Welche Anforderungen müsste eine neue Time Capsule aus Eurer Sicht erfüllen, damit Ihr sie im Alltag nutzen würdet?
Via: https://9to5mac.com
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