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TikToks Bann-Problematik: Kommt die Lösung durch Verkauf und neue App?

Seit Januar ist das Divest-or-Ban-Gesetz für TikTok in den USA in Kraft. Dennoch kam es bislang nur zu einem eintägigen Shutdown der App. Medienberichte zeigen, dass eine dauerhafte Lösung näher rückt. Du erfährst hier, welche Pläne im Raum stehen und wie eine neue App und ein geplanter Verkauf die Zukunft von TikTok beeinflussen könnten.

Geplante neue App für den US-Markt

Das Branchenmagazin The Information berichtet, dass im September eine neue TikTok-App die aktuelle Version ersetzen könnte. Diese App läuft unter der internen Bezeichnung M2. Der Release wird derzeit für den 5. September angestrebt. Mit dem Launch würde die bisherige App aus den US-App-Stores entfernt. Eine vollständige Abschaltung der alten App ist laut aktuellen Quellen für März 2026 vorgesehen.

Die Entwickler:innen von TikTok arbeiten bereits an der neuen Variante. Dies geschieht, um potenzielle Auflagen aus dem Divest-or-Ban-Gesetz zu erfüllen. Bislang ist noch unklar, wie groß die Unterschiede zur bisherigen App ausfallen werden.

Verkauf an nicht-chinesische Investoren

Laut aktuellen Berichten verhandelt ByteDance über einen Verkauf von TikTok an eine Investorengruppe mit Sitz außerhalb Chinas. Unter den Interessenten befindet sich auch der US-Konzern Oracle

. ByteDance könnte jedoch einen Minderheitsanteil behalten. Damit würde das Unternehmen die Bedingungen des Protecting Americans from Foreign Adversary Controlled Applications Act einhalten.

Jeder Verkauf benötigt jedoch noch die Zustimmung der chinesischen Regierung. Parallel bestehen weiterhin Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA, die zu Verzögerungen führen können.

Fristen, rechtliche Unsicherheiten und Ausblick

Die US-Regierung hatte zuletzt eine Fristverlängerung für TikTok angekündigt, die aber rechtlich umstritten ist. Diese Frist läuft bis Mitte September. Unmittelbar danach könnte die alte App aus US-Stores verschwinden. Das neue Modell verspricht eine rechtssichere Basis für TikTok in den USA, sofern alle Parteien zustimmen.

Zusätzlich berichten US-Medien über ein Abkommen zwischen Oracle und der Regierung über Cloud-Infrastruktur. Entsprechende Vereinbarungen könnten technologische Synergien für den Weiterbetrieb schaffen. Noch bleibt abzuwarten, wie Gerichte, Regulierungsbehörden und Investoren letztlich entscheiden. Für TikToks Zukunft setzen die Akteur:innen derzeit auf eine Strategie aus technologischem Wandel und struktureller Umgestaltung.

Via: https://www.theverge.com

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Michael Reimann

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