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Tesla rutscht im vierten Quartal deutlich stärker ab als erwartet

Tesla hat im vierten Quartal 2025 spürbar weniger Elektroautos verkauft als im Vorjahr und blieb damit klar hinter den Erwartungen der Finanzmärkte zurück. Der Rückgang verstärkt Zweifel an den mittelfristigen Zielen des Unternehmens.

Deutliches Minus bei Auslieferungen und Produktion

Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 lieferte Tesla weltweit 418.227 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von 15,6 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal 2024. Damit blieb der Hersteller unter der von Analyst:innen an der Wall Street erwarteten Marke von 422.850 ausgelieferten Autos. Tesla meldete zudem eine Produktion von 434.358 Fahrzeugen im vierten Quartal, was einem Minus von 5,8 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Da Tesla direkt an Kund:innen verkauft, gelten die Auslieferungen als näherungsweiser Indikator für den tatsächlichen Absatz.

Für das Gesamtjahr 2025 kommt das Unternehmen auf 1.636.129 verkaufte Fahrzeuge, überwiegend Modelle der Baureihen Model 3 und Model Y. Im Vergleich zu 2024 ist das ein Rückgang der Verkäufe um 8,5 Prozent und zugleich das zweite Jahr in Folge mit einem Minus beim Jahresabsatz. Die Jahresproduktion lag 2025 bei 1.654.667 Fahrzeugen, 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Cybertruck und Oberklasse-Modelle schwächeln

Besonders auffällig ist der Einbruch in der Kategorie „Sonstige“ Modelle, zu der Tesla das Model S, das Model X und den Cybertruck zählt. In diesem Segment meldete das Unternehmen für das vierte Quartal nur 11.642 ausgelieferte Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 50,7 Prozent im Jahresvergleich. Tesla weist für diese Gruppe keine einzelnen Stückzahlen pro Modell aus, doch die Zahlen deuten darauf hin, dass der Absatz des viel diskutierten Cybertruck ins Stocken geraten ist.

Der Abschwung kam nicht überraschend. 2025 sah sich Tesla in den USA, Europa und China zunehmender Konkurrenz durch etablierte Hersteller gegenüber, die günstigere Elektroautos auf den Markt bringen. Parallel dazu lief in den USA die bundesweite Steuervergünstigung für Elektrofahrzeuge aus, was die Nachfrage zusätzlich dämpfte.

Musk setzt auf Robotaxis und humanoide Roboter

Tesla-Chef Elon Musk hatte bereits vor „einigen harten Quartalen“ gewarnt und dabei auf den Wegfall von Förderungen und auf makroökonomische Faktoren verwiesen. Zugleich verweist er seit Jahren auf die strategische Bedeutung von selbstfahrenden Autos und humanoiden Robotern, die nach seiner Darstellung den Unternehmenswert langfristig tragen sollen. Musk prognostizierte, dass bis Ende 2025 rund 50 Prozent der US-Bevölkerung Zugang zu Teslas Robotaxis haben würden. Tatsächlich sind derzeit aber nur wenige Fahrzeuge in Austin und San Francisco für eine begrenzte Zahl von Kund:innen verfügbar.

Der aktuelle Verkaufsbericht folgt auf die Zustimmung der Tesla-Aktionär:innen zu einem neuen Vergütungspaket für Musk, das ihn zum ersten Billionär der Welt machen könnte. Um diese Vergütung zu erhalten, muss Tesla unter anderem ambitionierte Ziele erreichen: mehr als eine Million humanoide Roboter bauen, eine Million Robotaxis in Betrieb bringen und einen Unternehmenswert von 7,5 Billionen US-Dollar (rund 6,8 Billionen Euro) für die Anteilseigner:innen schaffen.

Diese möglichen Entwicklungen liegen jedoch noch in der Zukunft und sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Im Hier und Jetzt kämpft Tesla mit einem in die Jahre gekommenen Modellportfolio und einer angeschlagenen Markenwahrnehmung. Zuletzt brachte das Unternehmen günstigere Varianten von Model 3 und Model Y auf den Markt, die eine neue Nachfragewelle auslösen sollten. Bislang konnten diese preiswerteren Versionen den Abwärtstrend bei den Verkaufszahlen jedoch nicht stoppen.

Via: https://www.theverge.com
Titelbild: Screenshot

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Michael Reimann

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