Suno hat Version 5.5 seines KI-Musikmodells veröffentlicht und stellt dabei die Anpassung in den Mittelpunkt. Statt nur an Klangqualität zu feilen, rücken jetzt neue Werkzeuge für persönliche Kontrolle in den Vordergrund.
Mit Version 5.5 führt Suno drei neue Funktionen ein: Stimmen, Mein Geschmack und Benutzer:innenmodelle. Laut den offiziellen Anmerkungen zur Veröffentlichung ist Stimmen die am häufigsten gewünschte Neuerung. Dahinter steckt die Möglichkeit, das Sprachmodell auf die eigene Stimme zu trainieren.
Ihr könnt dafür saubere A-cappella-Aufnahmen hochladen, fertige Songs mit Hintergrundmusik verwenden oder direkt ins Mikrofon von Smartphone oder Laptop singen. Je sauberer und hochwertiger die Aufnahme ist, desto weniger Material braucht das System für das Training. Um zu verhindern, dass einfach fremde Stimmen geklaut werden, verlangt Suno zusätzlich das Einsprechen eines Verifikationssatzes. Theoretisch könnte sich dieser Schutz jedoch mit bereits existierenden KI-Stimmen etwa von Prominenten umgehen lassen.
Ist die Stimmen-Funktion einmal trainiert, lässt sich die KI-Version eurer eigenen Stimme flexibel einsetzen. Sie kann dann sowohl auf von euch hochgeladene Musik als auch auf komplett von Suno generierte Songs angewendet werden.
Für noch mehr Personalisierung führt Suno mit Version 5.5 die Benutzer:innenmodelle ein. Diese ermöglichen es, das KI-Modell gezielt auf eure eigene Musik anzupassen. Dafür müsst ihr mindestens sechs Titel aus eurem Katalog hochladen und dem benutzerdefinierten Modell einen Namen geben.
Dieses Modell dient anschließend als Grundlage, um die Antworten von Version 5.5 auf eure Text-Eingaben zu steuern. So orientiert sich die KI bei neuen Songs an den hochgeladenen Stücken, was die Ausgaben näher an eurem bisherigen Stil halten soll. Die Funktion richtet sich damit ausdrücklich an Nutzer:innen, die bereits eigenes Material produziert haben und dieses als Referenz nutzen möchten.
Die dritte Neuerung in Suno v5.5 heißt Mein Geschmack. Anders als Stimmen und Benutzer:innenmodelle arbeitet diese Funktion im Hintergrund und lernt mit der Zeit eure Vorlieben. Sie analysiert, welche Genres, Stimmungen und Künstler:innen ihr regelmäßig als Grundlage für eure Eingaben verwendet.
Diese erlernten Präferenzen kommen zum Einsatz, wenn ihr den sogenannten Zauberstab nutzt, um Stile automatisch generieren zu lassen. Mein Geschmack soll dafür sorgen, dass die Vorschläge eher zu euren bisherigen Entscheidungen passen, ohne dass ihr jedes Detail erneut festlegen müsst.
Mein Geschmack steht allen Nutzer:innen zur Verfügung, unabhängig vom Abo. Die Funktionen Stimmen und Benutzer:innenmodelle sind hingegen zahlenden Pro- und Premier-Abonnent:innen vorbehalten. Damit positioniert Suno die umfassendsten Anpassungsmöglichkeiten klar im kostenpflichtigen Bereich, während grundlegende Personalisierung für alle offen bleibt.
Ein bisschen 1980er Synthesizer-Feeling mit Suno:
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Titelbild KI (Zur Illustration)
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