Die südkoreanische Medien- und Kommunikationskommission hat Apple zu einer Geldstrafe von 20,8 Milliarden Won (15,5 Millionen US-Dollar) verpflichtet. Außerdem muss der Konzern Entwickler:innen erlauben, aus ihren Apps auf externe Zahlungsoptionen zu verlinken.
Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, verhängte die Korea Media and Communications Commission die Strafe wegen der Zahlungsregeln im App Store. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass Apple und Google Entwickler:innen faktisch dazu verpflichten, ihre jeweiligen Bezahlsysteme zu nutzen. Damit verstießen beide Unternehmen gegen ein 2021 verabschiedetes Gesetz, das alternative Zahlungswege ermöglichen soll.
Google muss eine Geldstrafe von 42,9 Milliarden Won (32 Millionen US-Dollar) zahlen. Beide Unternehmen ließen zwar Zahlungsdienste von Drittanbietern innerhalb ihrer Apps zu, berechneten den Entwickler:innen dafür jedoch eine Provision von 26 Prozent und schränkten bestimmte Funktionen ein. Nach Einschätzung der Behörde lenkten diese Bedingungen Entwickler:innen zu den Bezahlsystemen von Apple und Google. Zugleich begrenzten Verbote externer Zahlungslinks die weiteren Möglichkeiten.
Die Kommission verlangt von beiden Unternehmen außerdem, ihre Verfahren zur Prüfung von Apps zu verbessern. Bei einigen Prüfungen seien Verzögerungen aufgetreten, ohne dass Apple oder Google klare Gründe dafür oder Informationen zum weiteren zeitlichen Ablauf genannt hätten.
Im Fall von Apple stellte die Behörde zusätzlich fest, dass der Konzern südkoreanischen Entwickler:innen zwischen 2015 und Januar 2023 höhere Provisionen berechnet habe als Entwickler:innen in anderen Ländern. Weitere Angaben zu den betroffenen Apps oder zur Höhe der unterschiedlichen Provisionen enthält der Bericht nicht.
Apple erklärte gegenüber der Associated Press, mit der Entscheidung nicht einverstanden zu sein und seine rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass seine Richtlinien mit dem südkoreanischen Recht vereinbar seien. Zudem erklärte Apple, das eigene Zahlungssystem helfe dabei, Kund:innen vor Betrug zu schützen.
Die Anordnung der Kommission verpflichtet Apple, Links zu externen Zahlungsangeboten in Apps zuzulassen. Wie das Unternehmen die Vorgabe umsetzen wird, geht aus dem Bericht nicht hervor. Apple hat nach eigenen Angaben noch keine abschließende Entscheidung zu möglichen rechtlichen Schritten getroffen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
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