Die Steve-Jobs-Gedenkmünze der US-Münzprägeanstalt war kurzzeitig wieder erhältlich, nachdem sie im März innerhalb von elf Minuten ausverkauft war. Die „limitierte“ Auflage wirkt damit deutlich weniger exklusiv.
Die Münze zeigt nur vage die Züge von Steve Jobs, ist aber ausdrücklich ihm und der US-amerikanischen Innovationskraft gewidmet. Sie wurde ursprünglich im Mai 2026 veröffentlicht. Damals führte die US-Münzprägeanstalt sie in ihrem Online-Katalog als limitierte Prägung, und auch der Veröffentlichungsplan weist sie weiterhin als begrenzte Ausgabe aus.
Es ist denkbar, dass ein Teil der ersten Prägung zunächst zurückgehalten wurde, was in der Reihe „Amerikanische Innovation“ bislang allerdings nicht vorgekommen ist. Unabhängig vom Hintergrund war die Steve-Jobs-Gedenkmünze nun kurzfristig erneut als 1-Dollar-Stück bestellbar, allerdings nur für schnelle Käufer:innen.
Die Münzen wurden in Rollen mit 25 Stück und Säcken mit 100 Stück angeboten. Die Rollen waren nach rund zehn Minuten vergriffen, die Säcke nach etwa zwanzig Minuten. Die Preise entsprachen der ursprünglichen Ausgabe: 25er-Rollen kosteten 61 US-Dollar (rund 56 Euro), 100er-Säcke 154,40 US-Dollar (rund 143 Euro), jeweils zuzüglich Versand. Solange Vorräte vorhanden waren, lief der Verkauf ausschließlich über den Online-Shop der US-Münzprägeanstalt.
Das Motiv der Münze ist unverändert: Gezeigt wird „ein junger Steve Jobs vor einer typischen nordkalifornischen Landschaft mit von Eichen bewachsenen Hügeln“. Laut Beschreibung der US-Münzprägeanstalt ist Jobs „in einem Moment der Reflexion eingefangen“, seine Haltung und sein Gesichtsausdruck sollen zeigen, wie diese Umgebung seine Vision beeinflusste, komplexe Technologie so intuitiv und organisch wie die Natur zu gestalten.
Die 1-Dollar-Münze trägt die Inschriften „Vereinigte Staaten von Amerika“, „Kalifornien“, „Steve Jobs“ und „Make Something Wonderful“. Die Rückseite zeigt eine stilisierte Freiheitsstatue.
Zum Start nannte die US-Münzprägeanstalt keine konkrete Auflagenhöhe, sondern nur den Hinweis auf eine begrenzte Ausgabe. Das Sammler:innen-Portal CoinNews berichtete jedoch, dass insgesamt 1.233.750 Münzen in den Prägestätten Denver und Philadelphia hergestellt werden sollten.
Falls diese Zahl zutrifft, übertrifft die Steve-Jobs-Münze alle bisherigen Ausgaben der Reihe „Amerikanische Innovation“. Laut Coin Mintages lag die bisher größte Auflage 2019 bei insgesamt 952.725 Münzen aus Denver und Philadelphia, die das erste US-Patent würdigten.
Die US-Münzprägeanstalt rechnete also offenbar mit höherer Nachfrage für die Steve-Jobs-Münze als bei früheren Ausgaben. Diese Annahme bestätigte sich: Die Münzen waren sowohl bei der ersten Ausgabe als auch jetzt erneut sehr schnell ausverkauft. Die hohe Auflage und der Eindruck, dass die angeblich limitierte Ausgabe doch nicht so streng begrenzt ist, könnten den Reiz für klassische Münzsammler:innen allerdings mindern.
Solange Restbestände verfügbar sind, lässt sich weiterhin auswählen, ob Münzen aus Denver oder Philadelphia gewünscht sind. Laut Coin Week gilt die Prägung aus Denver als präziser, während aus Philadelphia mehr fehlerhafte Exemplare kommen, was bestimmte Sammler:innen besonders interessieren könnte.
Auf Anfrage teilte die US-Münzprägeanstalt mit, dass es keine zweite Prägung gab und auch keine weitere geplant ist. Zwar herrschte zunächst Unklarheit darüber, ob die Münzen aktuell verfügbar sind, doch die Behörde bestätigte, dass keine erneute Stempelung erfolgt.
Die Steve-Jobs-Münze wird allerdings noch in einem sogenannten „Reverse Proof Set“ enthalten sein, das später im Jahr 2026 erscheinen soll. Dieses Set ist das einzige noch ausstehende Produkt, in dem die Münze künftig offiziell angeboten wird.
In unserer Community haben wir auch dafür gesorgt, dass die Münze an die echten Fans kommt. Durch einen Import aus den USA waren wir in der Lage, allen die eine oder maximal drei haben wollten, diese zukommen zu lassen. Danke an unsere großartige Community.
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