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Sony stellt PS3- und Vita-Stores ein und beendet PlayStation-Spiele auf Disc

Sony beendet in den kommenden Jahren schrittweise den Verkauf von Spielen über die digitalen Stores von PlayStation 3 und PS Vita und stellt parallel die Produktion physischer Spiele-Discs ein. Für Euch als PlayStation-Nutzer:innen bedeutet das eine weitreichende Umstellung hin zu rein digitalen Käufen.

PS3- und PS-Vita-Stores schließen bis 2027 weltweit

Der PlayStation Store auf der PlayStation 3 wird zunächst in ausgewählten Märkten noch in diesem Jahr geschlossen. Ab August betrifft das erste Länder wie Mexiko, Honduras und Nicaragua, weitere lateinamerikanische und einige Länder im Nahen Osten sollen Ende 2026 folgen. Anschließend werden sowohl der PS3- als auch der PS-Vita-Store weltweit eingestellt.

Die Abschaltung in allen verbleibenden Ländern tritt im Juli 2027 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt könnt Ihr auf beiden Plattformen keine neuen Spiele oder sonstigen Inhalte mehr kaufen. Sony betont jedoch, dass sich bereits erworbene Inhalte „auf absehbare Zeit“ weiterhin herunterladen lassen sollen, auch nach Ablauf der Frist. Wer bestimmte Titel für die inzwischen in die Jahre gekommenen Konsolen noch nicht besitzt, hat also noch etwas Zeit für letzte Einkäufe, bevor die Stores endgültig dichtmachen.

In seiner Ankündigung verweist Sony darauf, dass viele Spieler:innen diese Konsolengeneration mit der inzwischen zwanzig Jahre alten PS3 und der fünfzehn Jahre alten PS Vita emotional mit einer bestimmten Ära des Gamings verbinden. Gleichzeitig betont der Konzern, dass der Fokus künftig stärker auf neueren Geräten liegen soll, auf denen heute der Großteil der Community spielt. Ressourcen sollen auf diese Plattformen konzentriert werden, um dort künftige Spielerfahrungen zu liefern.

Ab 2028 nur noch digitale Versionen neuer PlayStation-Spiele

Parallel zu den Store-Schließungen hat Sony angekündigt, die Produktion physischer PlayStation-Spiele-Discs zu beenden. Ab Januar 2028 werden neue Spiele nur noch in digitalen Versionen über den PlayStation Store und andere digitale Händler angeboten. Titel, die vor diesem Zeitpunkt erscheinen, sollen weiterhin auf Disc verfügbar sein.

Sony bezeichnet diesen Schritt als natürliche Entwicklung, da die allgemeine Vorliebe für digitale Medien physische Datenträger deutlich überholt habe. Das Unternehmen argumentiert, dass die Umstellung auf ein rein digitales Modell besser zu den Nutzungsgewohnheiten der meisten Community-Mitglieder passe, die ihre Spiele heute überwiegend online kaufen und nutzen.

Die Entscheidung folgt auf die jüngste Ankündigung, dass die physische Ausgabe von Grand Theft Auto VI lediglich einen Download-Code in der Verpackung enthalten wird. Diese Lösung hatte bereits für Kritik bei Teilen der Spielerschaft gesorgt. Digitale Versionen bringen zwar praktische Vorteile mit sich, schränken aber zugleich einige gewohnte Nutzungsmöglichkeiten ein.

So entfällt bei rein digitalen Käufen die Möglichkeit, Spiele weiterzuverkaufen oder unkompliziert mit Freund:innen zu teilen. Außerdem seid Ihr stärker von dauerhaftem Zugang zu Euren Konten und den jeweiligen Konsolen-Servern abhängig, um die Spiele zu laden und zu spielen. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, wie Spiele langfristig archiviert und zugänglich gehalten werden, wenn sowohl physische Datenträger als auch ältere digitale Stores wegfallen.

Ein digital geprägter PlayStation-Wandel

Mit der Kombination aus Store-Schließungen auf PS3 und PS Vita und dem Aus für neue physische Discs nach Januar 2028 leitet Sony einen klaren Wechsel hin zu einer vollständig digitalen PlayStation-Zukunft ein. Für Euch als Nutzer:innen älterer Konsolen bleiben gekaufte Inhalte nach Unternehmensangaben zunächst weiter abrufbar, neue Käufe sind jedoch nur noch für begrenzte Zeit möglich. Auf aktuellen PlayStation-Systemen wird sich der Spielekauf dagegen zunehmend vollständig im digitalen Raum abspielen.

Via: www.theverge.com · www.theverge.com

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Michael Reimann

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