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Solltet Ihr Euer Handy-Akku nicht mehr zu 100 Prozent laden? Das sagen Expert:innen

Handy-Akku voll laden iPhone Stromsparmodus automatisch aktivieren

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Viele laden ihr Smartphone nach Gewohnheit; manche lassen es ganz leer werden, andere stecken es jede Nacht ein. Die Art des Ladens kann jedoch die Lebensdauer der Batterie beeinflussen.

Der Mythos rund ums Vollladen

Es hält sich hartnäckig die Annahme, dass das regelmäßige Laden von Akkus auf 100 Prozent schädlich sei. Manche befürchten, dass ein komplett gefüllter Akku überladen oder sich sogar entzünden könnte. Dieser Glaube stammt oft aus der Vorstellung, dass Strom wie Wasser funktioniert: Wird zu viel hineingepumpt, könnte irgendwann etwas „überlaufen“. Medienberichte über überhitzte Smartphones oder Brände bei mobilen Stromspeichern verstärken diese Sorge. Auch Warnungen zu „optimiertem Laden“ oder Ladeplänen auf aktuellen Geräten vermitteln häufig, dass das Vollladen potenziell problematisch sein könnte. Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich hinter dieser Befürchtung?

Was die Expert:innen dazu sagen

Laut Ritesh Chugh, außerordentlicher Professor an der Central Queensland University in Australien, ist an dem Mythos „etwas dran, aber nicht alles“. Das Grundverständnis für Batteriechemie hilft dabei: Moderne Smartphones nutzen Lithium-Ionen-Akkus, die mit jedem Ladezyklus geringfügig verschleißen. Kent Griffith, Assistenzprofessor für Chemie und Biochemie an der University of California San Diego, erläutert: „Das Laden verschiebt Lithium vom Kobaltoxid-Kathodenmaterial in die Graphitanode. Beim Entladen wandert das Lithium zurück.“ Tatsächlich bedeutet ein angezeigter „Ladestand 100 %“ nicht, dass tatsächlich die volle chemische Kapazität genutzt wird; ein eingebauter Sicherheitspuffer verhindert echte Überladung und schützt den Akku vor Schäden.

Die Warnung, Akkus nicht immer vollzuladen, stammt noch aus Zeiten von Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhydrid-Akkus. Diese älteren Technologien litten unter dem sogenannten Memory-Effekt und verloren an Kapazität, wenn sie wiederholt vollgeladen wurden, bevor sie ganz entladen waren. Trotz dem Wechsel zu Lithium-Ionen-Technik hält sich diese Empfehlung bis heute.

Für aktuelle Geräte raten Fachleute, den Akkustand möglichst zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Die meisten Hersteller – etwa Apple mit „optimiertem Laden“ beim iPhone – setzen Software ein, die den Ladevorgang über 80 Prozent hinaus verzögert, bis das Gerät gewöhnlich gebraucht wird. Laut Chugh ist es aber unproblematisch, das Smartphone gelegentlich vollzuladen. Kritisch wird es erst, wenn der Akku dauerhaft auf 100 Prozent gehalten oder regelmäßig bis ganz voll geladen wird; dadurch kann der Verschleiß schneller voranschreiten.

Praxis-Tipps für längere Akkulaufzeit

Griffith selbst sieht die meisten Alltagsgewohnheiten gelassen: „Ich lade mein Smartphone jede Nacht auf 100 Prozent, die Bequemlichkeit überwiegt. Ein Akkuwechsel nach einigen Jahren wäre für mich kein Problem.“ Entscheidender als der Ladebereich ist laut Expert:innen die Vermeidung hoher Wärmeentwicklung. Handys sollten beim Laden möglichst kühl bleiben – nicht unter Kissen oder in direkter Sonne laden. Zudem sind Ladegeräte von zuverlässigen Marken empfehlenswert, um Sicherheitsrisiken und zusätzlichen Akkuverschleiß zu vermeiden. Minderwertige Ladegeräte können zu Überhitzung führen und die Lebensdauer des Akkus verringern.

Die moderne Technik schützt Smartphones in der Regel vor gravierenden Schäden durch „Überladung“. Dennoch bleibt es sinnvoll, auf einen ausgeglichenen Akkustand und die richtige Ladeumgebung zu achten – so bleibt die Batterie länger leistungsfähig.

Via: https://www.techradar.com

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Tags: Laden, Akku, Smartphone, Batterie, Akkulaufzeit, Lithium-Ionen, Optimiertes Laden

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