Apple erlaubt es inzwischen, die Systemabfragen einzusehen, mit denen Siri AI und Apple Intelligence im Hintergrund arbeiten. So könnt ihr nachvollziehen, wie eure Anfragen intern aufbereitet werden.
Apple positioniert Siri AI und Apple Intelligence als Funktionen, die eure persönlichen Daten nutzen, um Fragen wie „Mit wem hatte ich 2025 Mittagessen?“ zu beantworten oder Aufgaben wie Terminplanung, Shortcuts-Erstellung oder das Verfassen von Nachrichten zu übernehmen. Wegen der Funktionsweise großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) muss Apple diese Systeme dabei ähnlich „anreden“, wie wir es von ChatGPT oder Claude kennen. Welche Systemprompts dabei verwendet werden, lässt sich inzwischen einsehen.
Über die Systemeinstellungen könnt ihr einen detaillierten Bericht eurer letzten Siri-Interaktionen exportieren. Der Weg führt über Einstellungen/Systemeinstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Apple Intelligence Report > Aktivität exportieren. Standardmäßig werden die letzten 15 Minuten protokolliert, das Zeitfenster lässt sich aber auf bis zu 7 Tage ausweiten.
Der Export erfolgt im JSON-Format (JavaScript Object Notation), das eher für Maschinen als für Menschen gedacht ist. Lesbarer wird es mit einem speziellen Viewer, etwa dem kostenlosen JSON Viewer, der die Daten farbcodiert darstellt. Alternativ könnt ihr den Inhalt in einen Texteditor oder ein Schreibprogramm kopieren. Da die Berichte schnell groß werden, stößt JSON Viewer bei 10 MB an eine Grenze. Wer größere Dateien untersuchen möchte, kann auf OK JSON zurückgreifen (24,99 US‑Dollar mit 7‑tägiger Testphase). Beide Programme umbrechen lange Zeilen nicht automatisch, weshalb sich das Kopieren der Prompts in einen Editor wie BBEdit (59,99 US‑Dollar, mit kostenlosem Modus) zum Suchen und Lesen anbietet.
Im Alltag zeigt sich an konkreten Beispielen, was der Apple Intelligence Report sichtbar macht. In einem Fall ging es um einen Artikel, der das monatliche Nettoeinkommen einer Person aus Seattle aufschlüsselte, die 50.000 US‑Dollar im Jahr verdient. Eine Nachfrage an Siri nach weiteren Informationen wurde zwar unterbrochen, bevor die Frage vollständig formuliert war, Siri lieferte aber dennoch eine knappe, passende Antwort.
Der Apple Intelligence Report offenbarte, dass Siri im Hintergrund eine deutlich ausführlichere Antwort vorbereitet hatte. Diese stand offenbar bereit, falls eine Nachfrage oder ein Tipp auf „mehr Informationen“ erfolgt wäre, ohne dass eine neue Frage nötig gewesen wäre. Solche Einsichten zeigen, wie umfangreich die internen Prompts und Zwischenergebnisse sein können, obwohl Nutzer:innen nur einen kondensierten Ausschnitt sehen.
Apple Intelligence und Siri AI erledigen einen Teil der Anfragen mit lokalen Modellen direkt auf dem Gerät. Andere erfordern Private Cloud Compute (PCC), Apples Ansatz für eine abgeschottete, anonymisierte Rechenumgebung auf Servern. Laut Apple bleiben die Daten dort geschützt und selbst für das Unternehmen, Administrator:innen oder andere mit Serverzugriff nicht einsehbar. Unabhängig vom Ausführungsort erlaubt der Bericht einen Blick auf das „Denken“ von Siri AI im Hintergrund.
Grundsätzlich ließe sich der Apple Intelligence Report auch in einen Chatbot einspeisen, um die Inhalte neu zu formatieren oder zusammenzufassen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass darin personenbezogene Daten enthalten sind. Entweder müsst ihr diese vorab mühsam schwärzen oder ihr akzeptiert, dass ihr solche Informationen mit dem jeweiligen Dienst teilt. Einige Chatbots bieten einen Inkognito- oder Privatmodus, deren tatsächliche Datennutzung ihr aber dem Anbieter glauben müsst.
Apple Intelligence lässt sich nicht vollständig deaktivieren, doch Siri kann auf eine frühere Version zurückgesetzt und bestimmte Funktionen können zentral abgeschaltet werden. Der Weg führt über Einstellungen/Systemeinstellungen > Bildschirmzeit > Beschränkungen für Inhalte & Datenschutz. Dort aktiviert ihr die Funktion, wählt Siri und entscheidet euch für Siri Classic, also die Variante aus OS 26. Anschließend könnt ihr weitere Apple-Intelligence-Funktionen gezielt deaktivieren.
Apple hat außerdem eine Anleitung veröffentlicht, in der aufgeführt ist, an welchen Stellen in macOS, iOS und iPadOS sich diese und andere Apple-Intelligence-Regler finden und wie sich die Einstellungen anpassen lassen.
Die Einschätzungen zu Nutzen, Ethik, Umweltfolgen und Datenschutz rund um Chatbots und ähnliche KI-Funktionen gehen weit auseinander. Apple verfolgt hier einen datenschutzorientierten Ansatz, der sich von anderen Anbietern unterscheidet und der sich noch in das Gesamtbild aktueller KI-Angebote einfügen muss. Der Konzern versucht offenbar, viele Fähigkeiten führender KI-Systeme anzubieten und gleichzeitig mehr Transparenz zu schaffen und strengere Datenschutzvorgaben einzuhalten.
Glenn Fleishman und Joe Kissell haben zudem ein neues Buch mit dem Titel Take Control of Siri AI and Apple Intelligence veröffentlicht. Es behandelt die neuen Funktionen, zeigt, wie ihr Siri bestmöglich nutzt, welche Apps und Dienste Apple-Intelligence-Funktionen anbieten, was sich aus ihrer Sicht weniger lohnt und enthält eine ausführliche Analyse von Apples Umgang mit dem Thema Datenschutz.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: tidbits.com
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