Die Aurora Borealis, auch Nordlicht genannt, lässt sich in dieser Woche an ungewöhnlich vielen Orten beobachten. Mit den richtigen Einstellungen könnt Ihr das Naturphänomen sogar mit dem iPhone fotografieren.
Um das Nordlicht mit dem iPhone einzufangen, gelten ähnliche Grundregeln wie bei jeder Nachtfotografie. Sucht zunächst einen Standort abseits störender Lichtquellen – ländliche Gegenden eignen sich am besten, da sie weniger von Lichtverschmutzung betroffen sind.
Fixiert das iPhone stabil, idealerweise mit einem Stativ und einer passenden Halterung für Smartphones. Eine ruhige Position ist entscheidend, damit die lange Belichtungszeit nicht zu Verwacklungen oder unscharfen Bildern führt. Prüft dabei auch die Wetterbedingungen. Eine klare, wolkenfreie Nacht ist Voraussetzung, denn durch Wolken ist das Leuchten kaum oder gar nicht sichtbar.
Öffnet auf dem iPhone die Kamera-App und wechselt in den Fotomodus. Tippt oben links auf das Dateiformat und wählt „RAW“ aus. RAW-Bilder bieten mehr Details und Spielraum für spätere Bildbearbeitung als komprimierte JPEGs. Stellt zusätzlich die höchste Auflösung ein, die Euer Gerät unterstützt.
Aktiviert jetzt den Nachtmodus über das Symbol oben rechts, das wie ein kleiner Mond aussieht. Haltet das Symbol länger gedrückt, um weitere Optionen zu öffnen. Wählt in den Einstellungen den Maximalwert für die Belichtungsdauer aus. Je länger das iPhone belichtet, desto mehr Licht sammelt die Kamera ein – wichtig, um die schwachen Lichter des Nordlichts einzufangen.
Schaltet den Blitz aus, denn ein Blitz würde nur Objekte in unmittelbarer Nähe anstrahlen und die Aufnahme verfälschen. Stellt nun den Fokus manuell ein, indem Ihr auf einen möglichst hellen Stern am Himmel tippt. So verhindert Ihr, dass die Kamera versehentlich auf nahegelegene Büsche oder Bäume fokussiert. Zusätzlich könnt Ihr die Belichtung manuell regulieren: Haltet dazu den Finger auf den Bildschirm und zieht ihn nach oben oder unten, bis Ihr das gewünschte Ergebnis seht. Für die Aufnahme der Aurora ist meist eine etwas niedrigere Belichtung hilfreich.
Nutzt konsequent den Nachtmodus, haltet das iPhone während der gesamten Aufnahme absolut ruhig und speichert die Fotos als RAW-Dateien in höchstmöglicher Auflösung. Wenn Ihr länger draußen bleibt, denkt an genügend Akkulaufzeit – im Zweifelsfall hilft eine Powerbank. Da es nachts oft kalt wird, empfiehlt sich außerdem warme Kleidung.
Auch wenn spezielle Kameras für Langzeitaufnahmen oft bessere Resultate liefern, lässt sich mit aktuellen iPhone-Modellen und diesen Einstellungen das Nordlicht in beeindruckender Qualität festhalten. Die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst: ruhiger Standort, RAW und hohe Auflösung, maximaler Nachtmodus, Blitz aus sowie manuelle Scharfstellung und Belichtung.
Habt Ihr das Nordlicht festgehalten, könnt Ihr das Bild nachträglich bearbeiten, etwa um Details hervorzuheben oder Farben zu verstärken. So bleibt ein besonderes Naturerlebnis auch digital erhalten.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild: KI
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