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Sky sichert Formel-1-Rechte – Apples globale Pläne geraten ins Stocken

Apple wollte seine Streaming-Rechte an der Formel 1 über die USA hinaus ausbauen. Ein langfristiger Rechte-Deal von Sky in Großbritannien und Italien macht diesen Weg nun deutlich schwieriger.

Sky verlängert Formel-1-Verträge in Großbritannien und Italien

Apple hat offen kommuniziert, dass der Konzern die eigenen Formel-1-Streamingrechte langfristig auf weitere Märkte ausweiten möchte. Anfang Mai, kurz vor dem Großen Preis von Miami, sprach Apples Senior Vice President für Dienste und Gesundheit, Eddy Cue, mit der Presse über das wachsende Engagement des Unternehmens in der Königsklasse des Motorsports.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters damals berichtete, wies Cue darauf hin, dass die Rechte an der Formel 1 nicht global vergeben werden. Er sagte, er hoffe, dass Apple in weitere Regionen und Märkte expandieren könne. Zugleich betonte er, der Start in den USA – einem für Apple sehr wichtigen Markt – sei der richtige Ansatz, um von dort aus weiter aufzubauen.

Laut Cue liegt der aktuelle Fokus darauf, das US-Angebot zu einem großen Erfolg zu machen. Das sei der einfachste Weg, um weiter zu wachsen. Erst wenn das gelinge, wäre eine Ausweitung auf weitere Märkte sinnvoll, so Cue weiter.

Nun berichtet Reuters, dass Sky seine Formel-1-Medienrechte in Großbritannien und Italien langfristig gesichert hat. Demnach hat Sky einer Verlängerung bis 2034 im Vereinigten Königreich und bis 2032 in Italien zugestimmt – zu einem Premiumpreis von einer Milliarde Pfund (1,34 Milliarden US-Dollar / ca. 1,24 Milliarden Euro). Der neue Vertrag für Großbritannien wurde sogar vorzeitig abgeschlossen, noch vor Ablauf der ursprünglich bis 2029 laufenden Vereinbarung.

Weniger Spielraum für Apple in wichtigen Märkten

Durch die neuen Sky-Verträge rücken mögliche Formel-1-Rechte in Großbritannien und Italien für Apple in weite Ferne. Falls Apple dort auf einen Einstieg gehofft hatte, wird sich diese Chance nun um mehrere Jahre verschieben.

Die Entwicklung könnte zudem anzeigen, dass Apples weiterer Ausbau in anderen Regionen ebenfalls schwieriger wird. Fernsehsender und Streaming-Anbieter könnten versuchen, ihre bestehenden Sportrechte frühzeitig abzusichern. Ironischerweise steigt der Wert der Formel-1-Rechte teilweise durch die zusätzliche Aufmerksamkeit, die Apple der Serie verschafft hat.

Zum Hintergrund: Die Formel 1 gehört Liberty Media und wird nicht als globales Rechtepaket verkauft. Stattdessen vergibt die Rennserie ihre Medienrechte marktweise, meist in mehrjährigen Verträgen. Diese können sowohl klassische TV-Ausstrahlung als auch Streaming oder beides umfassen.

Für Apple bedeutet das: Der Konzern kann zwar in einem Land – wie in den USA – die Rechte erwerben, erhält damit aber nicht automatisch Zugang zu den gleichen Rennen in anderen Märkten. Jede Region erfordert eigene Verhandlungen und separate Vereinbarungen.

Den vollständigen Bericht von Reuters könnt Ihr unter diesem Link nachlesen: Zum Reuters-Artikel.

Via: https://9to5mac.com

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Michael Reimann

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