News

Skich: Alternativer Spiele-Marktplatz für iOS startet in der EU

Am vergangenen Donnerstag kündigte Skich die Einführung eines neuen Spiele-Marktplatzes an, der speziell für iOS-Nutzer:innen in der Europäischen Union zugänglich ist. Der Skich Store bietet eine Plattform für mobile Spiele und tritt in Konkurrenz zu Angeboten wie Epic Games und Aptoide. Erste Spiele sollen Ende März, nach der Game Developers Conference (GDC), verfügbar sein.

Hintergrund: Digital Markets Act

Der Digital Markets Act (DMA) der EU ermöglicht diesen Schritt. Die Verordnung verlangt von Apple, App Stores von Drittanbietern zuzulassen, um mehr Transparenz und Wettbewerb im Tech-Bereich zu fördern. Durch diese Regelung sind alternative App Stores wie der Skich Store möglich geworden.

Funktionen und soziale Features

Laut TechCrunch basiert das Design des Skich Stores stark auf der bestehenden Skich-App. Der Store nutzt soziale und Entdeckungsfunktionen:

  • Tinder-artige Navigation: Nutzer:innen können Spiele durch Wischgesten nach links (Nichtgefallen) oder rechts (Gefallen) bewerten.
  • Spiel-Empfehlungen: Ein Algorithmus schlägt personalisierte Spiele vor.
  • Soziale Interaktion: Nutzer:innen können Wiedergabelisten erstellen und Freunde überwachen, um zu sehen, was sie spielen.
  • Entwicklerprofile: Diese Funktion erleichtert die Entdeckung weiterer Spiele eines Entwicklers.

Die Plattform hebt sich durch diese Features von traditionellen App Stores ab.

Attraktives Provisionsmodell

Der Skich Store erhebt eine Provision von 15 % auf Käufe und In-App-Transaktionen, die über den Store abgewickelt werden. Das ist deutlich weniger als die 30 %, die Apple von Entwickler:innen verlangt. Laut Skich-CEO Sergey Budkovski generiert das Unternehmen hiermit erstmals eigene Einnahmen.

Dieses Modell könnte Skich für Entwickler attraktiv machen. Die geringere Provision schafft potenziell höhere Einnahmen beispielsweise für kleine und mittelgroße Entwicklerstudios.

Herausforderungen und weitere Pläne

Ob das neue Angebot mit großen Plattformen wie dem App Store konkurrieren kann, bleibt unklar. Apple hat eine immense Nutzerbasis und Millionen Apps und Spiele im Angebot. Der Anbieter verzeichnet hingegen bisher rund 100.000 organische Website-Besuche monatlich.

Pläne zur Erweiterung stehen bereits:

  • Der bestehende Skich-Store wird in Zukunft die aktuelle App ersetzen.
  • Eine Android-Version soll im Mai 2025 auf den Markt kommen.
  • Der Skich Store kann bereits jetzt auf iPhones heruntergeladen werden.

Weitere Infos und Downloads: Offizielle Website: Skich.

Jan Gruber

Chefredakteur Magazin und Podcasts

Neueste Artikel

Google Maps nutzt jetzt das gesamte iPhone Duo

Google hat Google Maps für die Displays des faltbaren iPhone Duo angepasst. Die App füllt nun sowohl den inneren als…

4. November 2026

iPhone 18: Gerüchte nennen größeren Akku und höheren Preis

Das Basismodell des iPhone 18 könnte teurer werden als sein Vorgänger. Einem Bericht zufolge soll Apple dafür unter anderem einen…

4. November 2026

iPhone Duo: Einhandbedienung in iOS 27.3 aktivieren

Die Beta von iOS 27.3 bringt die Bedienungshilfe „Einhandmodus“ auf das iPhone Duo. Damit rückt der Bildschirmbereich auf der gegenüberliegenden…

4. November 2026

Russland verlangt von Apple und Microsoft Kommunikationsdaten

Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…

4. November 2026

iPad mini im Test: OLED-Display überzeugt, doch 120 Hertz fehlen

Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…

4. November 2026

Wasser über dem Mac verschüttet? Das solltet Ihr jetzt tun

Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen