Samsung hat auf seinem Sommer-Event Galaxy Unpacked 2026 neue Falt-Smartphones und Smartwatches vorgestellt. Im Fokus stehen dünnere Gehäuse, breitere Displays und erneut höhere Preise.
Wie in den vergangenen Jahren zieht Samsung den Startschuss für die große Hardware-Saison nach vorne und präsentiert seine neuen Galaxy-Foldables und -Uhren bereits im Juli. Diesmal gibt es drei neue Smartphones: Galaxy Z Fold 8 Ultra, Galaxy Z Fold 8 und Galaxy Z Flip 8. Dazu kommen die Smartwatches Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2.
Alle drei Smartphones setzen auf denselben Chip, den Snapdragon 8 Elite Gen 5 für Galaxy. In der Basisversion verfügen sie über 12 GB RAM und wahlweise 256 oder 512 GB Speicher. Die beiden Fold-8-Modelle gibt es zusätzlich mit 16 GB RAM und 1 TB internem Speicher. Die Selfie-Kameras lösen jeweils mit 10 Megapixeln auf. Die Frontkameras des Flip 8 und die Deckkameras der beiden Fold-8-Modelle nehmen 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde auf. Die Haupt-Selfie-Kameras der Fold-8-Geräte filmen in Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde.
Bei den neuen Falt-Smartphones verwendet Samsung eine neue Flex-Titanium-Technik. Laut Hersteller basiert das Design auf Titan und soll die Geräte dünn und robust halten. Zusätzlich zur bisherigen starren Titanplatte hinter dem Display kommt nun eine Titanlegierungsschicht unter dem flexiblen OLED-Panel zum Einsatz. Flex Titanium soll die Displayunterstützung verstärken, Druck und Stöße abfedern und die Falz weniger sichtbar machen. Gleichzeitig soll sich das Aufklappen natürlicher und geschmeidiger anfühlen.
Trotz dieser Neuerungen unterstützen die neuen Modelle weiterhin kein natives Qi2-Laden. Obwohl Samsung den Standard bereits seit 18 Monaten mit dem „Qi2-bereiten“ Galaxy S25 bewirbt, braucht Ihr nach wie vor eine kompatible Hülle mit Magneten, um Qi2-Ladegeräte voll auszunutzen.
Das Galaxy Z Fold 8 Ultra bildet die neue Spitzenklasse und startet bei 2.100 US-Dollar (rund 1.930 Euro). Damit liegt es 100 US-Dollar (rund 90 Euro) über dem Startpreis des Fold 7. Außen sitzt ein 6,5-Zoll-FHD+-Dynamic-AMOLED-2x-Display, innen wartet ein 8-Zoll-QXGA+-Dynamic-AMOLED-2x-Bildschirm. Beide bieten eine adaptive Bildwiederholrate von 120 Hertz. Das Kamerasystem kombiniert einen 200-Megapixel-Hauptsensor mit 50-Megapixel-Ultraweitwinkel und 10-Megapixel-Teleobjektiv mit 3-fach optischem Zoom und 30-fach „Space Zoom“. Videos sind in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde möglich. Der Akku hat 5.000 mAh und unterstützt 45-Watt-Schnellladen. Das Gerät wiegt 215 Gramm, ist aufgeklappt nur 4,1 Millimeter dünn und verfügt über eine erweiterte Graphit-Kühlstruktur zur besseren Wärmeableitung.
Das Galaxy Z Fold 8 startet bei 1.900 US-Dollar (rund 1.750 Euro) und fällt etwas kompakter aus. Innen arbeitet ein 7,6-Zoll-QXGQ+-Dynamic-AMOLED-Display, außen ein 5,5-Zoll-FHD+-Dynamic-AMOLED-2x-Panel mit 10:16-Format und bis zu 3.000 Nits Helligkeit. Mit 201 Gramm ist es 14 Gramm leichter als das Ultra-Modell. Samsung wechselt hier zu einem horizontalen Faltmechanismus, das Gerät ist im aufgeklappten Zustand also eher breit als hoch. Das Innen-Display hat ein 4:3-Format, im zugeklappten Zustand ist das Fold 8 etwa 9 Millimeter breiter als das Fold 8 Ultra. Der Akku wächst gegenüber dem Z Fold 7 auf 4.800 mAh und unterstützt wie das Ultra kabelgebunden Super-Schnellladen 2.0 sowie Super-Schnellladen per Qi. Auf ein Teleobjektiv verzichtet Samsung beim Fold 8. Die Kamera besteht aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor und einem 50-Megapixel-Ultraweitwinkel, unterstützt 10-fach digitalen Zoom und 8K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde.
Das Galaxy Z Flip 8 setzt erneut auf das Klappdesign. Außen sitzt ein 4,1-Zoll-HD+-Super-AMOLED-Display mit adaptiver Bildrate von 60 oder 120 Hertz. Innen findet Ihr ein 6,9-Zoll-FHD+-Dynamic-AMOLED-2x-Display mit adaptiven 120 Hertz. Die Kamera kombiniert ein 50-Megapixel-Hauptobjektiv und ein 12-Megapixel-Ultraweitwinkel mit 10-fach digitalem Zoom und 4K-Video bei 60 Bildern pro Sekunde. Der Akku bleibt mit 4.300 mAh auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 180 Gramm ist das Flip 8 das leichteste Foldable der neuen Reihe. Der Einstiegspreis liegt bei 1.200 US-Dollar (rund 1.110 Euro) und damit 100 US-Dollar (rund 90 Euro) über Z Flip 7 und 6, die wiederum jeweils 100 US-Dollar (rund 90 Euro) teurer waren als das Z Flip 5 für 1.000 US-Dollar (rund 930 Euro).
Für die neuen Foldables hat Google mehrere KI-Funktionen angekündigt. Eine Gemini-Intelligenz-basierte Automatisierung, die Anfang des Jahres im Betatest startete, unterstützt über 40 Apps und kann Aufgaben wie Ticketkäufe oder Essensbestellungen übernehmen. Die KI kann Bilder als Eingabe nutzen und den Bildschirminhalt verstehen. Gemini Notizbuch (früher NotebookLM) ist vorinstalliert, dazu gibt es eine kostenlose sechsmonatige Testphase von Google AI Pro. Mit Android 17 kommt außerdem eine Funktion, die den Umstieg von iPhone erleichtern soll, inklusive kabelloser Datenübertragung. Im Videoeditor der Foldables gibt es zudem eine Fan-Cam-Funktion, mit der Ihr Videos nachträglich auf eine Person zuschneiden könnt. Die Software hält diese automatisch im Bild, auch wenn sie sich bewegt.
Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2 setzen auf den Snapdragon Wear Elite, einen 3-Nanometer-Chip mit dedizierter Hexagon-NPU für KI-Modelle mit bis zu zwei Milliarden Parametern. Die Galaxy Watch 9 soll mit 390-mAh-Akku rund 20 Prozent länger durchhalten als die Watch 8, behält aber die maximale Displayhelligkeit von 3.000 Nits. Die Watch Ultra 2 steigert die Displayhelligkeit auf 5.000 Nits und den Akku auf 800 mAh, rund 35 Prozent mehr als beim Vorgänger. Trotz größerem Akku und hellerem Display ist das titanbeschichtete, stoßfeste Gehäuse mit 10,7 Millimetern rund 12 Prozent dünner als beim ersten Galaxy Watch Ultra.
Samsung hat die Armbänder beider Modellreihen verkleinert, sie sollen leichter und weicher sein. Die Galaxy Watch 9 mit Aluminiumgehäuse gibt es mit 40 Millimetern in Graphit und Creme sowie mit 44 Millimetern in Graphit oder Silber. Die Bluetooth-Variante startet bei 380 US-Dollar (rund 350 Euro), die LTE-Version bei 430 US-Dollar (rund 395 Euro). Die 47-Millimeter-Galaxy Watch Ultra 2 kostet 700 US-Dollar (rund 650 Euro) und ist in Titan-Grau und Titan-Silber erhältlich. Die Preise liegen damit jeweils über denen der Watch 8 mit 350 US-Dollar (rund 325 Euro) für Bluetooth, 400 US-Dollar (rund 370 Euro) für LTE sowie 650 US-Dollar (rund 600 Euro) für die erste Watch Ultra.
Beide Uhren erfassen Kennwerte, die in die KI-gestützte Gesundheitsassistenz einfließen, die Samsung am Dienstag gezeigt hat. Die Vitals-Funktion überwacht im Schlaf unter anderem Herzfrequenz und Blutsauerstoff und warnt Euch vor deutlichen Abweichungen von Euren Basiswerten, ähnlich wie die Apple Watch seit 2024. Weitere Werkzeuge sind ein Fitnessindex mit Unterstützung auf dem Weg zu Euren Trainingszielen, eine Schlafapnoe-Erkennung, Lärmwarnungen und ein Herzgesundheits-Score. Nutzer:innen erhalten zudem kostenlose Testzeiträume: 60 Tage Strava und zwei Monate iFit.
Die Galaxy Watch Ultra 2 richtet sich besonders an Trail-Läufer:innen. Ein spezieller Modus zeigt Höheninformationen und Tempoempfehlungen. Eine Ernährungswarnfunktion schätzt den Schweißverlust im Verhältnis zum Körpergewicht und gibt Trinkempfehlungen. Dank IP69K-Zertifizierung und einer Tauch-App, die später im Jahr erscheinen soll, positioniert Samsung die Uhr auch für Taucher:innen. Die Gemini-Integration erreicht schließlich auch das Handgelenk: Ihr könnt den Assistenten aktivieren, indem Ihr einfach das Handgelenk hebt.
Vorbestellungen für alle Geräte starten ab sofort, der Verkaufsstart ist für den 7. August geplant.
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